Die Bewertungskriterien

typische Sternchenwertung auf blog.codaex.de

typische Sternchenwertung

Die Sternchen-Wertung (Beispiel, s. links) am Ende einer Rezension ist stets nur ein Richtwert bei der Beurteilung einer Veröffentlichung. Es ist nicht immer leicht, eine Veröffentlichung mit einer (dreigeteilten) Note gerecht zu bewerten. Auf jeden Fall handelt es sich bei den Noten immer um Durchschnittswerte, die auf keinen Fall die Besprechung in irgendeiner Weise ‘ersetzen’ oder verkürzen sollen.

Der erste Punkt Musik und Interpretation fasst meine Einschätzung in Sachen Interpretation und künstlerische Wirkung zusammen. Wie gut wurde die Musik eingespielt? Wie relevant ist sie für einen Sammler und wie inspiriert wirkt die Einspielung? Es ist die wichtigste, aber auch subjektivste Note, wenn man so will, denn sie gibt Auskunft über meine künstlerische Einschätzung  dessen, was man zu hören bekommt. Selbstverständlich ist diese Meinung nicht absolut und in den meisten Fällen durchaus streitbar – aber diese Einschränkung gilt dann wiederum für alle Kritiken und Kritiker. Ich bin selbst nicht immer einverstanden mit der Einschätzung der Kollegen.

Der zweite Punkt Klangqualität ist wohl selbsterklärend: Wie ist die Aufnahmetechnik zu bewerten? Wie gut wurde die Musik eingefangen? Kann man die Instrumente/Stimmen gut vernehmen? Wie plastisch ist die Aufnahme? usw. – dabei ist auch hier Vorsicht geboten: Selbstverständlich kann man die Klangqualität einer historischen Aufnahme aus den 1950ern nicht mit der einer Super-Audio-CD in modernster Aufnahmetechnik vergleichen. Wohl kann man aber bewerten, wie gut die Aufnahme restauriert oder digital nachbearbeitet wurde. Freilich: Auch die Bewertung der Klangqualität ist eine subjektive, denn sie geht von meinem Hörempfinden aus. Mir ist wichtig, dass eine Aufnahme in sich gut und ausgewogen klingt und dies nicht nur auf einer High-End-Stereoanlage, sondern auch auf Mittelklasse-Kopfhörern, im Auto, bei der normalen Stereoanlage etc.

Der dritte Punkt Cover und Aufmachung bewertet einerseits die optische Aufmachung der CD, also Art der Verpackung, künstlerische und grafische Gestaltung der Verpackung etc. und andererseits die Qualität und Ausführlichkeit (und die Sprache) der Anmerkungen (sofern vorhanden). Auch hier sind es – gerade was die künstlerische Gestaltung anbelangt – subjektive Kriterien, die ich anlege. Gerade deswegen ist es wichtig zu lesen, was ich da eigentlich so positiv (oder weniger positiv) bewerte: Nur der Text erläutert, was mir an einer Veröffentlichung gefällt.

CDs sind für mich mehr als bloße Tonträger: Im Idealfall bieten sie überragende musikalische Leistungen in perfekter Klangqualität, optisch und inhaltlich sehr ansprechend gestaltet.

Hier nun eine Richtschnur, was die Sterne in den einzelnen Kategorien bedeuten:

Überragend
Exzellent
Überdurchschnittlich
Durchschnittlich
Unbefriedigend

Es gibt noch zwei zusätzliche Prädikate, die ich im Blog verwende:

CD des Monats - blog.codaex.deAls CD des Monats zeichne ich eine Veröffentlichung im (Veröffentlichungs-) Monat aus, die ich summa summarum für die beste des jeweiligen Monats halte. Eine CD des Monats überzeugt mich in der Regel bei allen drei Bewertungskriterien durch überdurchschnittliche Leistungen und setzt Maßstäbe für das aufgenommene Werk / die aufgenommenen Werke.

Die Besondere CD - blog.codaex.deMit dem Prädikat ‘Die besondere CD’ zeichne ich eine oder mehrere Veröffentlichungen im Monat aus, die ich für besonders gelungen, für besonders hörens- und entdeckenswert halte. Oft handelt es sich dabei um Aufnahmen, die abseits des Mainstreams für Nischen-Märkte veröffentlicht werden und die anonsten vielleicht untergehen würden. Eine besondere CD hat mich in der Regel künstlerisch besonders überzeugt.