Posts Tagged “Wolfgang Amadeus Mozart”

Wolfgang Amadeus MozartDer Beitrag, den Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) im Bereich der Musik mit Blasinstrumenten geleistet hat, wird heutzutage oft unterschätzt. Angesichts seiner strahlenden Verdienste um die Oper, um die sinfonische Musik und die Klaviermusik (sowohl als Solo-Instrument auch im Klavierkonzert) verblassen seine bahnbrechenden Veränderungen in jenen Genres, die wir heute ein wenig aus dem Blickfeld verloren haben. Mozart hat nicht nur einige sehr wichtige Konzerte für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn geschrieben, er widmete sich mit seiner gesamten Kunstfertigkeit den Blasinstrumenten auch in der Kammermusik. Viele dieser Werke sind zu Höhepunkten des Repertoires geworden, seiner Experimentierfreudigkeit und Innovationskraft sollten nur noch wenige Komponisten folgen können.
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Der Echo Klassik ist wohl der bekannteste Musikpreis Deutschlands und wird seit 1994 jährlich durch die Deutsche Phono-Akademie vergeben.  Echo Klassik - Logo © Deutsche Phono-Akademie, echoklassik.deAm 2. Oktober 2011 werden die Preisträger des Echo Klassik 2011 im Konzerthaus Berlin ausgezeichnet. Die Moderation der Preisverleihung hat einmal mehr Thomas Gottschalk übernommen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft, wird aber an 22:00 Uhr im ZDF übertragen.

Von Codaex vertriebene Plattenfirmen haben auch bei dieser Auflage des Echo Klassik zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Einmal mehr war das Detmolder Label Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) mit sieben Preisen das erfolgreichste aller von Codaex vertriebenen Firmen,. Äußerst erfreulich sind allerdings auch die Preise für Linn Records, Motette und Onyx Classics.

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Das Konzeptalbum ist ein Begriff, den man eigentlich nur aus der Rockmusik kennt. Dort arbeiteten experimentierfreudige Musiker Mitte/Ende der 1960er Jahre die Idee eines übergeordneten Konzepts, einer verbindenden “Story” oder “Idee” auf einem Musikalbum heraus. Man denke einmal an bekannte Alben wie Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967) der Beatles, Days of Future Passed (1967) von The Moody Blues, The Lamb Lies Down On Broadway (1974) von Genesis oder – noch etwas später – The Wall (1979) von Pink Floyd.
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Fortepiano (Walter)Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) verliebte sich regelrecht als junger Mann in den Klang eines (für ihn) neuen Instruments, in das Hammerklavier oder Fortepiano, wie  es heute international genannt wird. Dieses wurde zwar schon Ende des 17. Jahrhunderts vom toskanischen Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori (1655-1731) erfunden und später vor allem vom üblicherweise als Orgelbauer bekanntem Gottfried Silbermann (1683–1753) weiterentwickelt, doch es setzte sich erst Ende der 1770er/Anfang der 1780er Jahre als Alternative zum Cembalo mehr und mehr durch. Als Mozart 1781 endgültig seine Dienste an der Salzburger Hofkapelle quittierte und die Violine an den Nagel hing, war er längst dem neuen Instrument mit seinen nuancierten Ausdrucksmöglichkeiten verfallen. Wolfgang Amadeus Mozart1782 erwarb er beim Wiener Klavierbauer Anton Walter (1752-1826) ein Instrument, das ihn fortan nicht nur beim Komponieren, sondern auch bei seinen Auftritten als Solist begleiten sollte. Vor allem zwischen 1782 und 1786 war das Klavierkonzert eine wichtige Ausdrucksform für Mozart. In diesen vier Jahren entstanden 16 seiner 27 Klavierkonzerte. Mozart hat das Klavierkonzert zwar nicht erfunden, durch seine Popularität und Kreativität verhalf er der Gattung allerdings zu einem neuen Stellenwert. Viele Klavierwerke der Wiener Klassik (sowohl von Mozart, als auch von Joseph Haydn (1732-1809) und Ludwig van Beethoven (1770-1827)) wurden aus verkaufstechnischen Gründen unter der Angabe “für Cembalo oder Hammerklavier” veröffentlicht, da bis ins 19. Jahrhundert das Cembalo in den Privathaushalten genutzt wurde (schon alleine, weil die Neuanschaffung eines Hammerklaviers kostspielig war).
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Als vor einigen Jahren (zunächst auf elf Einzel-CDs im Oktober 2006, dann als Box im April 2008) die Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte (und einiger weiterer Werke) von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) der russischen Fortepiano-Spezialistin Viviana Sofronitsky mit der Musicae Antiquae Collegium Varsoviense unter der Leitung Tadeusz Karolak erschien, horchte die Musikwelt auf: Da tauchte »aus dem Nichts« die erste historisch-informierte Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Mozarts auf und dann waren diese dann auch noch ganz wunderbar anzuhören (und widersprachen damit dem Klischee der harschen Originalinstrumente-Aufnahmen). Nicht nur erwies sich Viviana Sofronitsky, Tochter des russischen Meisterpianisten Vladimir Sofronitsky (1901-1961), als exzellente Technikerin am Fortepiano und als eine sensible und intelligente Mozart-Interpretin, auch das Originalinstrumente-Ensemble aus Warschau und (last but not least) die sehr gute Aufnahmetechnik der Veröffentlichungen konnten überzeugen – und das alles ohne ganz große Namen und Plattenfirmen. Glücklicherweise wurden die Aufnahmen vor einigen Tagen vom niederländischen Label Etcetera preisgünstig wiederveröffentlicht, so dass man sie nun problemlos im Fachhandel und bei den Versendern äußerst preisgünstig beziehen kann.

Bevor ich in einigen Tagen die Box ausführlich an dieser Stelle bespreche, möchte ich heute an dieser Stelle schon einmal einen kleinen akustischen Vorgeschmack auf die sensationellen Aufnahmen bieten:

Wolfgang Amadeus Mozart – Concerto in D Dur, KV. 451 – Rondeau Allegro di Molto
Musicae Antiquae Collegium Varsoviense, Tadeusz Karolak
Fortepiano: Viviana Sofronitsky
► klicken zum abspielen | Datenquelle → hier

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Die 11-CD-Box Complete Fortepiano Concertos von Viviana Sofronitsky und der Musicae Antiquae Collegium Varsoviense unter der Leitung von Tadeusz Karolak ist am 18. März 2011 auf Etcetera (KTC 1424) veröffentlicht worden und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Wolfgang Amadeus MozartEs ist wohl hinlänglich bekannt, dass Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) nicht nur ein versierter Pianist, sondern auch ein vorzüglicher Violinist war. Gerade in seiner Jugend war die Violine eng mit seiner Karriere verbunden. Als 16-jähriger erhielt er seine erste Anstellung: Als Konzertmeister (also als 1. Violinist) der Salzburger Hofkapelle. In seiner Salzburger Zeit zwischen 1772 und 1777 (und später noch einmal als Hoforganist zwischen 1779 und 1781) komponierte er dann auch die meisten Konzertstücke für Violine, danach hingegen sollte die Violine nur noch einen untergeordneten Rang in seinem Œuvre einnehmen und Mozart sollte fortan nur noch als Pianist, Organist und Komponist in Erscheinung treten. Vielleicht kann man diese Abkehr von der Violine mit dem Unglück über das enge, provinzielle Reglement am Salzburger Hof erklären, aus dem der junge Mozart während seiner (zweifachen) Salzburger Zeit vergeblich dauerhaft auszubrechen versuchte. Der junge “Teenie”-Mozart schrieb in der frühen Salzburger Zeit alle fünf Violinkonzerte und das Concertone für zwei Violinen, KV 190, etwas später folgte die Sinfonia concertante für Violine und Viola, KV 364. Die anderen kleineren Werke (das Adagio, KV 261 und die beiden Rondos, KV 269 und 373) entstanden ebenfalls zeitnah in Salzburg.
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Daniela Koch: My magic fluteNicht ganz unerwartet gefällt das Debütalbum “My Magic Flute” der jungen, aus Tirol stammenden Querflötistin Daniela Koch (Jahrgang 1989) auch der hiesigen Musikpresse.

Das beim österreichischen Label Gramola Album der vielfachen, internationalen Preisträgerin wurde nun beim süddeutschen Kultursender BR-Klassik vom Redakteur Fridemann Leipold vorgestellt. Er lobt die junge Künstlerin:

»Da ist eine ausgereifte Musikerpersönlichkeit am Werk, die über profundes technisches Können, stilistische Wandelbarkeit und einen wunderbar warmen Ton verfügt«

und die Auswahl der Stücke aus »Standardwerken und Raritäten«. Leipold vergisst nicht herauszustellen, dass der »hochtalentierte Pianist Christian Reif aus Rosenheim mit seinem so sensiblen wie markanten Klavierspiel« einen »gewichtigen Anteil« zum Gelingen dieses Debüts beigetragen hat.

Die vollständige Besprechung der CD gibt es → hier

Das Album My Magic Flute – Mozart · Schubert · Ichiyanagi · Chaminade · Dutilleux · Taffanel von Daniela Koch ist am 14. Januar 2011 bei Gramola (GRAM 98910) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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GrauSchumacher Piano Duo: Concerti I Mozart - Liszt - BartokDie Karriere des GrauSchumacher Piano Duo begann vor 20 Jahren mit dem Konzert für zwei Klaviere und Orchester in Es-Dur, KV 365 von Wolfgang Amadeus Mozart. Auf ihrer neuesten Veröffentlichung »Concerti I« (s. auch → Besprechung auf blog.codaex.de) für das Neos-Label kehren die beiden Reutlinger Pianisten zu ihren Ursprüngen zurück und präsentieren das Werk zusammen mit dem Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester (einer Orchesterfassung der bekannten Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug) von Béla Bartók und dem Concerto Pathétique S 258 von Franz Liszt.

Die NDR Kultur-Redakteurin Margarete Zander hat das Album vor einigen Tagen für die Sendung »Neue CDs« vorgestellt. Sie resümiert trotz einiger aufnahmetechnischer Vorbehalte durchweg positiv:

»Dieses ist eine überzeugende Duoleistung. Die Pianisten zeigen ein feines Gespür für Farben und Dynamik (…)«

Den ganzen Artikel “Concerti I” gibt es → hier in der Rubrik “Neue CDs” bei NDR Kultur.
Den ausführlicheren Podcast dazu gibt es es → hier.

Das Album Concerti I – Mozart · Liszt · Bartók des GrauSchumacher Piano Duo mit ist am 22.Oktober 2010 auf Neos (20901) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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GrauSchumacher Piano Duo: Concerti I  Mozart - Liszt - BartokErfreulicherweise steht schon wieder eine Neuaufnahme mit Musik von Béla Bartók (1882-1945) im Blickfeld des Blogs: Nach der Neuaufnahme seiner Violinkonzerte durch Arabella Steinbacher (s. Besprechung dazu → hier auf blog.codaex.de), der Neueinspielung der drei Klavierkonzerte durch Jean-Efflam Bavouzet (s. Besprechung dazu → hier) , folgte zuletzt die Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug, eingespielt vom GrauSchumacher Piano Duo für Neos (s. Besprechung dazu → hier).Béla Bartók Nun abermals spielt das Klavierduo aus dem schwäbischen Reutlingen mit dem Konzert für zwei Klaviere, Schlagzeug und Orchester ein Werk des späten Bartók. Dieses Mal werden die beiden Pianisten begleitet vom DSO Berlin unter der Leitung von Ruben Gazarian und, wie schon beim Vorgänger-Album, erneut von den beiden Perkussionisten der Berliner Philharmoniker Franz Schindlbeck und Jan Schlichte. Neben dem Konzert (einer 1940 entstandenen Orchestrierung der Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug) finden sich auf dem »Concerti I« betiteltem Album auch das Konzert in Es-Dur, KV 365 für zwei Klaviere und Orchester von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) und das Concerto Pathétique S 258 von Franz Liszt (1811-1886).
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30 Years Hyperion

Der vielleicht beste deutschsprachige Musikversender JPC schreibt auf seiner Labelseite über die britische Plattenfirma Hyperion Records:

»Britain’s brightest record label« nennt sich Hyperion Records – und tatsächlich ist »bright« ein gutes Wort, um sich selbst zu beschreiben, entspricht es doch laut Lexikon deutschen Wörtern wie »leuchtend«, »gescheit«, »fröhlich« und »vielversprechend«. In dieser Geisteshaltung widmet sich die unabhängige britische Produktionsfirma seit nunmehr 30 Jahren dem Ziel, Musik aller Zeiten und Stile vom 12. bis ins 21. Jahrhundert anzubieten, und hat so manchem Musikfreund ganz neue Horizonte erschlossen.

Entgegen dem Trend immer schneller, immer billiger, immer mehr Ware für den Massenmarkt (Welcher Massenmarkt?) zu produzieren, hat sich Hyperion erfolgreich als Qualitätslabel nicht nur auf dem wichtigen britischen, sondern auf dem Weltmarkt etabliert, das auf allen Ebenen der CD-Produktion auf höchste Qualität achtet, angefangen von der Auswahl, der Förderung und der Betreuung der Künstler, über das zu einspielende Repertoire bis hin zur Aufnahmetechnik, dem Artwork und – oft genug das Stiefkind der CD-Produktionen – den sachkundigen Begleittexten.
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