Posts Tagged “Wolfgang Amadeus Mozart”

Christan Zacharias - Quelle: christianzacharias.com - © Nicole Chuard / IddGerade vor einigen Wochen wurde der Pianist und Dirigent Christian Zacharias und sein Orchestre de Chambre de Lausanne (kurz OCL) mit dem Echo Klassik 2010 für die Konzerteinspielung des Jahres für das Album Wolfgang Amadeus Mozart – Piano Concertos Vol. 5 ausgezeichnet (blog.codaex.de → berichtete), schon erscheint der sechste Teil seiner Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, selbstverständlich wieder als audiophile SACD und selbstverständlich wieder beim renommierten Detmolder Label MDG, mit dem Zacharias seit 1998 exklusiv zusammenarbeitet (davor stand er bei EMI unter Vertrag) . Dieses Mal sind drei Konzerte aus Mozarts produktivsten Phase zwischen 1784 und 1785 zu hören, darunter das populäre C-Dur Klavierkonzert No. 21, KV 467 (mit dem irreführenden Beinamen Elvira Madigan, den das Konzert durch die Verwendung des 2. Satzes in der Filmmusik des gleichnamigen Films von 1967 erhielt); ferner die Konzerte Nos. 14 und 15, KV 449/450. Und man muss kein Hellseher sein um zu prophezeien, dass auch dieses Album beste Chancen beim nächsten Echo Klassik haben wird, wenn es darum gehen wird, die beste Konzerteinspielung des Jahres zu küren.
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Wolfgang Amadeus MozartMozart Cellokonzerte? Was für ein ungewöhnlicher Titel und was für eine ungewöhnliche Vorstellung: Es gibt kein echtes Cellokonzert (wohl aber eine hie und da eingespielte Transkription des Flötenkonzerts in D-Dur, KV 314), es gibt sogar fast gar keine Werke mit solistischem Cello von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Warum dies so ist, darüber lässt sich trefflich spekulieren. Mozarts Zeitgenossen Joseph Haydn (1732-1809) und Luigi Boccherini (1743-1805) schrieben Cellokonzerte, ebenso Mozarts frühes Vorbild Johann Christian Bach (1735-1782), Mozart hingegen verwendete das Cello mit einer unvollendeten Ausnahme (dem Andantino in B für Klavier und Violoncello, KV Anh. 46, vor einigen Jahren von John Hilliard fertiggestellt, s. → hier) stets nur im kammermusikalischen Verband, im Trio, im Quartett oder im Quintett.
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Echo Klassik - Logo © Deutsche Phono-Akademie, echoklassik.deDie Echo Klassik-Preisträger 2010 wurden gestern durch die Deutsche Phono-Akademie bekanntgegeben. Der Echo Klassik ist wohl der bekannteste und wichtigste Musikpreis Deutschlands und wird seit 1992 jährlich vergeben. Am 17. Oktober 2010 findet eine  große Echo 2010-Gala, der”Echo der Stars” in der Essener Philharmonie statt, moderiert von Thomas Gottschalk und übertragen vom ZDF.

Von Codaex vertriebene Labels haben auch bei dieser Auflage des Echo Klassik zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Alleine das Detmolder Label Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) hat acht Preise erringen können, mehr als jede andere einzelne Plattenfirma. Insgesamt wurden 14 Veröffentlichungen aus der Codaex-Familie ausgezeichnet.

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Wolfgang Amadeus MozartDie Kammermusik des (späten) 18. Jahrhunderts hat nur sehr wenig mit unserem heutigen Verständnis von Kammermusik als “introvertierter Nabelschau der Komponistenseele” zu tun, wie man es mit den späten Streichquartetten Beethovens, teilweise den kammermusikalischen Werken Schumanns und Brahms, vor allem aber mit den schweren, schwierigen Streichquartetten des 20. Jahrhunderts verbindet (man den an Dmitri Shostakovich, Béla Bartók, Segei Prokofiev usw.). Kammermusik war zu Zeiten von Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) einerseits Unterhaltungsmusik, die auf Soirées gespielt wurde oder zum Rahmenprogramm größerer Konzerte gehörte, andererseits war Kammermusik auch quasi alltägliche Gebrauchsmusik für das Bürgertum, das in Hauskonzerten die Melodien der aktuellen Komponisten selbst spielte (schließlich gab es noch keinerlei Möglichkeit Musik technisch zu reproduzieren). So war es nicht unüblich, dass es von berühmten Opern und Konzerten, später auch von Sinfonien usw. zahlreiche Bearbeitungen für die unterschiedlichsten kammermusikalischen Ensembles gab (oft vom Komponisten oder seinem Schüler angefertigt), mit denen die Komponisten ihren Lebensunterhalt verdienten: Noten statt CDs! (Oder gar Downloads, bei denen man überhaupt nichts mehr in den Händen hält!) Bei den kammermusikalischen Fassungen orientierte sich der Schwierigkeitsgrad für den Instrumentalisten eher an den versierten Amateuren der Hausmusik, als an den professionellen Musikern der Orchester. Dennoch gab es auch damals schon ambitionierte Kammermusik, die alles andere als nebensächlich oder eine bloße Fingerübung für den Komponisten war.
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W.A. Mozart - Symphonies 38-41 - SCO, MackerrasIm vergangenen Jahr wurden die Aufnahmen des Scottish Chamber Orchestra (SCO) unter Charles Mackerras mit den letzten Sinfonien Nos. 38-41 von Wolfgang Amadeus Mozart (erschienen beim britischen Label Linn) mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem dem Kritikerpreis der Brit Awards 2009, dem wichtigsten französischen Kritikerpreis ‘Choc de l’annee 2008′ der Monde de la Musique und die Auszeichnung zur CD des Jahres 2009 beim BBC Music Magazine Award. Schon lange hatte man Mozarts Sinfonien nicht mehr so inspiriert, so schwungvoll, so frisch und stilsicher gehört, wie auf dieser Doppel-SACD, die auch klanglich mühelos quasi alles in den Schatten stellte, was zuvor in Sachen Mozart-Sinfonien veröffentlicht wurde.

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Babette Dorn

Babette Dorn - Quelle: genuin.de

Zum dritten Mal lädt die Pianistin Babette Dorn in die Oper: Nach ihren Alben mit Variationen aus Motiven der Mozart-Opern Don Giovanni (“Adventures on the Piano”; Genuin, August 2006) und Le nozze di Figaro (“Romance on the Piano”; Genuin, November 2006) spielt die gebürtige Braunschweigerin auf “Magic on the Piano” (wieder beim Leipziger Label Genuin erschienen) wieder Klavier-Variationen aus der Klassik und Romantik einer populären Oper Mozarts: Dieses Mal ist es die vermutlich bekannteste und populärste (Mozart-) Oper überhaupt, die Zauberflöte. Klavierbearbeitungen waren ja, im 19. Jahrhundert, dem Zeitalter vor Radio, Schallplatte oder iPod, die populärste Methode, sich »die neusten Opern-Melodien auch außerhalb der Theater« oder die »größten Erfolge der letzten Saison« (noch) einmal zu hören, erklären die witzig geschriebenen, aufschlussreichen Anmerkungen (von Tilmann Böttcher und Babette Dorn selbst verfasst). Klavierbearbeitungen waren also lukrative Einnahmequellen für die Bearbeiter und Herausgeber, sie waren aber (zumindest im Fall bekannter Werke) auch eine Art Hommage an den Komponisten und ein Spiegel der (sich verändernden) Rezeption eines Werkes.
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