Posts Tagged “Wolfgang Amadeus Mozart”

Ch. Zacharias, OCL: W. A. Mozart - Piano Concertos Vol. 9Mit der vor einigen Monaten erschienenen neunten Ausgabe der Mozart-Piano-Concertos-Reihe schloss der Pianist und Dirigent Christian Zacharias mit seinem Orchestre de Chambre de Lausanne (kurz OCL) das vielfach ausgezeichnete Aufnahmeprojekt sämtlicher Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) ab. Alle , selbstverständlich wieder als audiophile SACD und selbstverständlich wieder beim renommierten Detmolder Label MDG,
Die audiophile SACD ist bei MDG erschienen und wurde nun vom Redakteur Michael Schmidt für den süddeutschen Kultursender BR-Klassik besprochen.
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Wolfgang Amadeus MozartAls Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) 1781 seine Dienste an der Salzburger Hofkapelle quittierte um in Wien als freischaffender Komponist die Musikwelt zu erobern, hing er die Violine aus Kinder- und Jugendjahren endgültig an den Nagel. Längst war der Musiker Mozart dem neuen Hammerklavier (oder Fortepiano, wie  es heute international genannt wird) mit seinen nuancierteren Ausdrucksmöglichkeiten verfallen. 1782 erwarb er beim Wiener Klavierbauer Anton Walter ein Instrument, das ihn fortan nicht nur beim Komponieren, sondern auch bei seinen Auftritten als Solist begleiten sollte. Nicht zufällig entstanden in seinen ersten Wiener Jahren zwischen 1782 und 1786  16 seiner 27 Klavierkonzerte. Mozarts damalige Popularität verhalf so der Gattung Klavierkonzert zu ihrer heutigen Bedeutung (die später noch durch Beethovens Klavierkonzerte gefestigt werden sollte).
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Wolfgang Amadeus MozartWie schön, wenn in der Veröffentlichungsflut dieser Tage auch längst verloren geglaubte Archivkuriositäten wieder ans Tageslicht kommen. Es ist zwar kaum davon auszugehen, dass sich in deutschen Landen viele Käufer für diese herrliche CD werden gewinnen lassen, aber probieren wir es mal! Denn dieses Album hat viele Qualitäten, die es zu einer echten Empfehlung machen.

Eigentlich ist das noch zu wenig gesagt, denn hier musizieren herausragende Künstler, und wenn heute so eine tolle CD mit Werken von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) von mitteleuropäischen Künstlern erschiene, würde sie (so bin ich mir sicher) gefeiert!

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Echo Klassik 2012 - Logo © Deutsche Phono-Akademie, echoklassik.deDer Echo Klassik ist wohl der bekannteste Musikpreis Deutschlands und wird seit 1994 jährlich durch die Deutsche Phono-Akademie vergeben, heuer zum 19. Mal.  Am 14. Oktober 2012 werden die Preisträger des Echo Klassik 2012 im Rahmen einer großen Gala im Konzerthaus Berlin ausgezeichnet.

Von Codaex vertriebene Plattenfirmen haben auch bei der diesjährigen Auflage des Echo Klassik Auszeichnungen gewonnen. Einmal mehr war das Detmolder Label Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) mit neun Preisen (einer davon ging an das Sublabel Audiomax) die erfolgreichste aller von Codaex vertriebenen Plattenfirmen. Hinzu kommt jeweils eine Auszeichnung für das Leipziger Label Genuin und für das ungarische Label BMC Records.

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Wolfgang Amadeus Mozart, 1770 (Portrait von Saverio dalla Rosa (1745–1821))1767 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791), als gerade einmal Elfjähriger, seine erste Oper Apollo et Hyacinthus. Das opernhafte Intermezzo (mit bis zu eineinhalbstündiger Laufzeit) entstand als Auftragsarbeit für die Schuljahresabschlussfeier der Universität Salzburg nach einem lateinischen Libretto des Benediktinerpaters Rufinus Widl, der damals an derselben Lehranstalt Latein unterrichtete. Trotz der Jugend Mozarts ist Apollo et Hyacinthus ein völlig ausgereiftes Werk, das sich durchaus mit den Opern-Highlights der 1760er-Jahre messen kann. Mozart hatte durch seine Reisen als “Wunderkind” nicht nur seine Fähigkeiten als außergewöhnlich talentierter Musiker zur Schau gestellt, er war auch in Kontakt mit der Musik vieler anderer Komponisten gekommen. Bereits einige Wochen zuvor hatte Mozart bei seiner ersten Bühnenarbeit, dem geistlichen Singspiel Die Schuldigkeit des ersten Gebots, eine Gemeinschaftsarbeit mit Michael Haydn (1737-1806) und Anton Cajetan Adlgasser (1729-1777) vorgelegt und hierbei den älteren ‘über die Schulter schauen können’. Bei Apollo et Hyacinthus gelang es Mozart geradezu spielerisch die gängigen Standards der Oper mit Leichtigkeit nachzubilden und sie mit seiner eigenen, persönlichen Note zur versehen.
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Wolfgang Amadeus MozartIch wage einmal zu behaupten, dass heutzutage Requiems bei weitem nicht so populär wären, wenn es nicht das berühmten Requiem in d-Moll, KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart (1956-1791) gegeben hätte. Von den zahllosen Totenmessen die im Laufe der letzten vier Jahrhunderte geschrieben wurden, angefangen vom Officium Defunctorum von Tomás Luis de Victoria (1548-1611), der ersten (bedeutenden) Requiem-Vertonung der Musikgeschichte, bis hin zu zeitgenössischen Vertonungen (etwa vom ehemaligen King’s Singers-Sänger Bob Chilcott (*1955)) haben es nur relativ wenige zu dauerhaften Ruhm gebracht. Keine ist indes bekannter, auch über die Grenzen der Klassikwelt hinaus, als jene ominöse Totenmesse von Mozart. Das mag zum einen an der genialen Musik liegen, die Mozart kurz vor seinem Tode komponierte, das liegt freilich auch am wohlbekannten Mythos, den das Requiem umgibt, Mozart habe das Requiem in Todesahnung für seine eigene Totenfeier in einem Wettlauf gegen die Zeit komponiert.
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Wolfgang Amadeus Mozart - Signatur1767 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) als gerade einmal Elfjähriger sein erstes Bühnenwerk Apollo et Hyacinthus. Das opernhafte Intermezzo (mit eineinhalbstündiger Laufzeit) entstand als Auftragsarbeit für die Schuljahrsabschlussfeier der Universität Salzburg nach einem lateinischen Libretto des Benediktinerpaters und Professors Rufinus Widl.

Das englische Orchester Classical Opera Company, wie der Name schon sagt, ein Ensemble, das sich ausschließlich auf Opern von Mozart und seinen Zeitgenossen spezialisiert hat, legt unter der Leitung von Ian Page in Kürze eine Neuaufnahme von Apollo et Hyacinthus vor. Die bei Linn Records erscheinende Produktion ist die erste einer geplanten Mozart-Reihe des Originalinstrumente-Ensembles, bei der alle Opern Mozarts eingespielt werden sollen.

Um die Vorfreude auf diese hochklassige Produktion zu steigern, gibt es vorab schon einmal ein einführendes, rund 15 Minuten langes Video, das das Werk und die beteiligten Solisten (Klara Ek, Sophie Bevan, Lawrence Zazzo, Andrew Kennedy, Christopher Ainslie) vorstellt.

Apollo et Hyacinthus – recording Mozart’s first opera von TallWall Media auf Vimeo.

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Lithuanian Chamber Orchestra, Susanna Yoko Henkel: W. A Mozart - Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · AdagioDass jede Rezension letzten Endes nur einen möglichen Standpunkt darstellen kann, wird einem immer wieder dann bewusst, wenn man zwei grundverschiedene Besprechungen liest, die in sich schlüssig ihren jeweiligen Standpunkt darlegen, deren Aussagen aber weit voneinander entfernt sind.

Gestern legte unser Gast-Rezensent Burkhard Schäfer seine Sichtweise des neuen Mozart-Albums der deutsch-japanischen Violinistin Susanna Yoko Henkel hier im Blog dar, heute fällt mir ein Artikel in der Badischen Zeitung aus Freiburg in die Hände (respektive auf den Bildschirm), in dem sowohl Susanna Yoko Henkels Tchaikovsky-Album (für das sie gerade den Echo Klassik 2011 erhalten hat), als auch besagtes Mozart-Album äußerst positiv besprochen werden.
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Lithuanian Chamber Orchestra, Susanna Yoko Henkel: W. A Mozart - Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · AdagioGerade wurde hier im Blog eine überaus kritische Besprechung des neuen Albums der deutsch-japanischen Violinistin Susanna Yoko Henkel veröffentlicht. Unser Gast-Rezensent Dr. Burkhard Schäfer legt in seiner Besprechung dar, warum er von der Aufnahme eher enttäuscht ist. Seine dezidierte, nachvollziehbar begründete Einschätzung passt exzellent zum Selbstverständnis dieser Website. In der Charakterisierung des Blogs heißt es dazu:

blog.codaex.de soll dabei keine kritiklose Werbeplattform sein. Deswegen wird das Blog auch von einem  freischaffenden Blogger betextet, der fair und unabhängig über die CDs berichten möchte.

Das schließt natürlich auch ein, dass – bei allem gebotenen Respekt – ein Rezensent einer CD eher wenig abgewinnen kann. Die Kritikpunkte sind in der Besprechung aufgezählt und begründet. Sie können nun mit eigenen Höreindrücken verglichen werden. Als langjährige Rezensent weiß man, dass letzten Endes jede Besprechung, so fundiert sie auch argumentiert sein mag, eine subjektive Einschätzung ist.

Für eine umfassenderes Bild zu diesem Album mag dabei das “Making of”-Video sein, dass im Rahmen der CD-Aufnahmen entstand. Es enthält neben Ausschnitten aus dem präsentierten Material auch einige Anmerkungen von Susanna Yoko Henkel selbst:

Die CD Wolfgang Amadeus Mozart – Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · Adagio des Lithuanian Chamber Orchestra unter der Leitung der Solistin Susanna Yoko Henkel ist am 14. Oktober 2011 auf The Spot (SPOT 288697) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Unser Gast-Rezensent Dr. Burkhard Schäfer studierte Literaturwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Tübingen und Wien. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er das Redaktionsbüro Schäfer. Spezialisiert auf den Bereich Kulturjournalismus (mit Schwerpunkt in der Klassik) hat Schäfer zahlreiche Interviews mit berühmten Vertretern der Musikszene geführt, beispielsweise mit Dietrich Fischer-Dieskau, Martha Argerich, Hans Werner Henze und Sofia Gubaidulina. Als freier Journalist schreibt er für Tageszeitungen, Fachmedien und Online-Portale wie Zeit-Online, Südwest Presse (SWP), die „neue musikzeitung“ (nmz) und das „Ensemble-Magazin für Kammermusik“. Am 18. Juni 2011 war er Studiogast von Ines Pasz in der Sendung „SWR2 Treffpunkt Klassik extra“.

Burkhard Schäfer lebt mit seiner Familie in Ulm und betreibt für das Redaktionsbüro Schäfer den Twitter-Account „Kammermusik“.

Lithuanian Chamber Orchestra, Susanna Yoko Henkel: W. A Mozart - Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · AdagioDieser Besprechung sei eine These vorangestellt, die da lautet: Mit Mozart beginnt die Musik der Moderne. Mag Johann Sebastian Bach auch das Alpha und Omega der tönenden Weltordnung und ihr Gottvater sein – mit Wolfgang Amadeus Mozart inkarniert sich die Musik erstmals im Menschen, besser gesagt: im neuzeitlichen Subjekt. Regisseur Milos Forman bringt das in seinem Filmklassiker „Amadeus“ von 1984 klar zum Ausdruck. Und seien wir ehrlich: Bach als Superstar, Projektions- und Identifikationsfläche für subjektive Befindlichkeiten ist einfach nicht vorstellbar. Anders gesagt: So wie mit Goethes „Werther“ die „Gegenwartsliteratur“ anhebt, so beginnt mit Mozart die moderne Musik.
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