Posts Tagged “Violine”

Lithuanian Chamber Orchestra, Susanna Yoko Henkel: W. A Mozart - Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · AdagioGerade wurde hier im Blog eine überaus kritische Besprechung des neuen Albums der deutsch-japanischen Violinistin Susanna Yoko Henkel veröffentlicht. Unser Gast-Rezensent Dr. Burkhard Schäfer legt in seiner Besprechung dar, warum er von der Aufnahme eher enttäuscht ist. Seine dezidierte, nachvollziehbar begründete Einschätzung passt exzellent zum Selbstverständnis dieser Website. In der Charakterisierung des Blogs heißt es dazu:

blog.codaex.de soll dabei keine kritiklose Werbeplattform sein. Deswegen wird das Blog auch von einem  freischaffenden Blogger betextet, der fair und unabhängig über die CDs berichten möchte.

Das schließt natürlich auch ein, dass – bei allem gebotenen Respekt – ein Rezensent einer CD eher wenig abgewinnen kann. Die Kritikpunkte sind in der Besprechung aufgezählt und begründet. Sie können nun mit eigenen Höreindrücken verglichen werden. Als langjährige Rezensent weiß man, dass letzten Endes jede Besprechung, so fundiert sie auch argumentiert sein mag, eine subjektive Einschätzung ist.

Für eine umfassenderes Bild zu diesem Album mag dabei das “Making of”-Video sein, dass im Rahmen der CD-Aufnahmen entstand. Es enthält neben Ausschnitten aus dem präsentierten Material auch einige Anmerkungen von Susanna Yoko Henkel selbst:

Die CD Wolfgang Amadeus Mozart – Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · Adagio des Lithuanian Chamber Orchestra unter der Leitung der Solistin Susanna Yoko Henkel ist am 14. Oktober 2011 auf The Spot (SPOT 288697) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Unser Gast-Rezensent Dr. Burkhard Schäfer studierte Literaturwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Tübingen und Wien. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er das Redaktionsbüro Schäfer. Spezialisiert auf den Bereich Kulturjournalismus (mit Schwerpunkt in der Klassik) hat Schäfer zahlreiche Interviews mit berühmten Vertretern der Musikszene geführt, beispielsweise mit Dietrich Fischer-Dieskau, Martha Argerich, Hans Werner Henze und Sofia Gubaidulina. Als freier Journalist schreibt er für Tageszeitungen, Fachmedien und Online-Portale wie Zeit-Online, Südwest Presse (SWP), die „neue musikzeitung“ (nmz) und das „Ensemble-Magazin für Kammermusik“. Am 18. Juni 2011 war er Studiogast von Ines Pasz in der Sendung „SWR2 Treffpunkt Klassik extra“.

Burkhard Schäfer lebt mit seiner Familie in Ulm und betreibt für das Redaktionsbüro Schäfer den Twitter-Account „Kammermusik“.

Lithuanian Chamber Orchestra, Susanna Yoko Henkel: W. A Mozart - Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · AdagioDieser Besprechung sei eine These vorangestellt, die da lautet: Mit Mozart beginnt die Musik der Moderne. Mag Johann Sebastian Bach auch das Alpha und Omega der tönenden Weltordnung und ihr Gottvater sein – mit Wolfgang Amadeus Mozart inkarniert sich die Musik erstmals im Menschen, besser gesagt: im neuzeitlichen Subjekt. Regisseur Milos Forman bringt das in seinem Filmklassiker „Amadeus“ von 1984 klar zum Ausdruck. Und seien wir ehrlich: Bach als Superstar, Projektions- und Identifikationsfläche für subjektive Befindlichkeiten ist einfach nicht vorstellbar. Anders gesagt: So wie mit Goethes „Werther“ die „Gegenwartsliteratur“ anhebt, so beginnt mit Mozart die moderne Musik.
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Zum Monatsende gibt es heute ein Video der deutsch-japanischen Violinistin Susanna Yoko Henkel, die das Adagio in E-Dur, KV 261 von Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) spielt:

Die CD Wolfgang Amadeus Mozart – Violin Concertos Nos. 3 & 5 · Rondo · Adagio des Lithuanian Chamber Orchestra unter der Leitung der Solistin Susanna Yoko Henkel ist am 14. Oktober 2011 auf The Spot (SPOT 288697) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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James Ehnes · BBC Philharmonic, G. Noseda: Béla Bartók -Violin Concertos / Viola ConcertoFast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Erscheinen des überragenden und von der Kritik (und auch an dieser Stelle) hochgelobten Albums mit sämtlichen Klavierkonzerten von Béla Bartók (1881-1945), legt nun das BBC Philharmonic unter Gianandrea Noseda erneut ein Album mit Konzerten des wichtigsten ungarischen Komponisten des 20. Jahrhunderts vor. Gemeinsam mit dem kanadischen Violinisten (und Bratschisten!) James Ehnes haben sie die beiden Violinkonzerte und das Violakonzert Bartóks für Chandos aufgenommen. Damit sind die einzigen drei Konzerte zusammengefasst, die Bartók nicht für ‘sein’ Instrument, das Klavier schrieb: Sowohl Béla Bartók, als auch seine Ehefrau Ditta Pásztory-Bartók, verdienten ihr Geld hauptsächlich als Pianisten; vom Komponieren ließ sich keine gesicherte Existenz aufbauen.
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Ilona Then-Bergh & Michael Schäfer: Grigorij Krein / Samuil Feinberg - Violin SonatasWas lange währt, wird endlich gut: Schön, dass auch eine Nischen-Veröffentlichung wie die vor einigen Monaten erschienene CD des Münchener “Entdecker-Duos” Ilona Then-Bergh und Michael Schäfer mit den Violinsonaten von Grigorij Krein (1879-1957) und Samuil Feinberg (1890-1962) (unsere → CD des Monats April 2011)  nach und nach von der der Kritik wahrgenommen wird. Man kann gar nicht oft genug betonen, dass es sich bei diesem Album, trotz (oder gerade wegen?) der unbekannten Komponisten und Kompositionen, um eines der interessantesten Kammermusik-Alben des Jahres handelt.
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Paris am Ende des 19. Jahrhundert war zumindest für viele das künstlerische Epizentrum der Welt. Kaum eine andere Stadt hatte eine größere Anziehungskraft auf Künstler, in keiner anderen Stadt trafen Komponisten, Musiker, Maler, Bildhauer, Schriftsteller, Tänzer und Bohemiens aus der halben Welt so selbstverständlich aufeinander, wie in Paris. Maurice RavelWährend sich in den anderen europäischen Zentren wie Wien, Leipzig und London ein bestimmter Status Quo auf hohem Niveau etablierte, wirkte der Schmelztiegel Paris wie ein großer Katalysator auf die Kunst und war das Zentrum quasi aller Strömungen und Gegen-Strömungen. Hier entwickelte man neue Ideen (und verwarf sie), hier wurde experimentiert, hier gab es Skandale en masse, heftige Diskussionen und mutige Experimente; erst der zweite Weltkrieg sollte eine Zäsur bringen und die Kunst nachhaltig verändern.

Die Lebendigkeit der Pariser Szene wirkte selbstverständlich auch auf die heimischen Komponisten: Sie rückten international immer öfter in den Vordergrund. Waren zeitgenössische französische Komponisten zuvor hauptsächlich als Opern- und Ballettkomponisten in Erscheinung getreten, so rückte nun verstärkt die französische Orchester- und Kammermusik in den Vordergrund. In der Pariser Hoch-Zeit feierten Komponisten wie Camille Saint-Saëns (1835-1921) und Gabriel Fauré (1845-1924), vor allem aber Claude Debussy (1862-1918) und Maurice Ravel (1875-1937) weltweite Erfolge und waren gleichzeitig wichtige Innovatoren der Musik.
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Alina Ibragimova & Cédric Tiberghien: Maurice Ravel - Complete Music for Violin & PianoDie russisch-englische Violinistin Alina Ibragimova gehört für mich zu den Aufsteigern des Jahres. Nicht nur, dass sie gemeinsam mit ihrem kongenialen Partner Cédric Tiberghien am Klavier mit Bravour den Zyklus der Beethoven’schen Violinsonaten vor einigen Monaten abgeschlossen hat (s. Besprechung) und damit auf auch live auf jeder Ebene überzeugen konnte, auch ihre neueste CD mit Musik für Violine und Klavier von Maurice Ravel (1775-1937) und dem relativ unbekannten Belgier Guillaume Lekeu (1870-1894) gehört zu den absoluten Highlights der diesjährigen Kammermusik-CDs (eine ausführliche Besprechung des Albums folgt morgen an dieser Stelle). Nun wurde dieses neue Album als CD-Tipp beim süddeutschen Kultursender BR-Klassik von der Redakteurin Meret Forster vorgestellt.
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Grażyna BacewiczDie polnische Violinistin und Komponistin Grażyna Bacewicz (1909-1969) hatte das Pech, dass sie in einer Zeit lebte, in der der eiserne Vorhang quasi undurchdringlich war. Nur die wenigsten Komponisten des (sogenannten) Ostblocks konnten weltweit die gebührende Anerkennung erlangen. Das hatte beileibe nicht immer etwas mit der Qualität ihrer Werke zu tun. In der Nachrkriegsära, einer Zeit der Rückbesinnung auf traditionelle Rollenklischees (hüben wie drüben), waren sicher auch die Vorurteile komponierenden Frauen gegenüber noch deutlich tiefer in der Gesellschaft verwurzelt, als heute, so dass die überaus originelle und produktive Komponistin und Meisterin der Instrumentierung kaum über die Grenzen ihres Heimatlandes bekannt wurde.

Heute, über 40 Jahre nach ihrem Tod, entdeckt man in Grażyna Bacewicz einer der interessantesten und versiertesten Komponistinnen des 20. Jahrhunderts und einer der bedeutendsten Vertreter der modernen polnischen Musik, ein Urteil, das ihr Kollege Witold Lutosławski (1913-1994) schon vorwegnahm, als er ausdrücklich ihre kompositorischen Qualitäten lobte.
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Alina Ibragimova & Cédric Tiberghien - L. van Beethoven - Violin Sonatas - Vol. 3Gleich zwei Titel aus dem Codaex-Vertrieb werden diese Woche beim ostdeutschen Kultursender mdr-Figaro in der Sendung »Take 5« vom Redakteur Dr. Michael Oehme empfohlen: Zum einen das an dieser Stelle gestern besprochene Album “Ludwig van Beethoven – Violin Sonatas – Vol. 3″ von Alina Ibragimova und Cédric Tiberghien, die Oehme als Musiker lobt, die »auf unspektakuläre Weise Schritt für Schritt neues Terrain erobern und dabei immer höchste Maßstäbe erfüllen«, Ana-Marija Markovina: Anton Urspruch - Complete Works for Piano Vol. 1zum anderen das neue Album “Anton Urspruch – Complete Works for Piano Vol. 1″ der experimentierfreudigen Kölner Pianistin Ana-Marija Markovina mit  dem ersten Teil sämtlicher Gesamtaufnahme der Klavierwerke von Anton Urspruch (1850-1907), den Oehme »als Komponist von großer Ausdruckskraft« lobt.

Den gesamten Artikel zur Take-5-Ausgabe vom 11. Juli 2011 findet man → hier.
Den Podacast zur Sendung findet man → hier. (noch nicht veröffentlicht, wird nachgereicht)

Die CD Ludwig van Beethoven – Violin Sonatas – Vol. 3 von Alina Ibragimova und Cédric Tiberghien ist am 17. Juni 2011 auf Wigmore Hall Live (WHLIVE 0045) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de(Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

Die CD Anton Urspruch – Complete Works for Piano Vol. 1 von Ana-Marija Markovina ist am 15. April 2011 bei Genuin (GEN 11205) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de(Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Alina Ibragimova & Cédric Tiberghien - L. van Beethoven - Violin Sonatas - Vol. 3Vor einigen Monaten schrieb ich an dieser Stelle über den Vol. 2 der Gesamteinspielung der Violinsonaten von Ludwig van Beethoven (1770-1827) durch die junge russisch-englische Violinistin Alina Ibragimova und dem französischen Pianisten Cédric Tiberghien:

Hier bahnt sich eine überaus gelungene, lebendige und harmonische Gesamteinspielung der Violinsonaten Beethovens an (…) Ihnen gelingt unverkrampft und nahezu spielerisch, was längst nicht allen arrivierteren Musikern gelungen ist, die sich mit den Violinsonaten im Ganzen beschäftigt haben: Durch und durch stringente, lebendige und inspirierte Umsetzungen aller zehn Violinsonaten.

Nun ist der dritte und letzte Volumen der Einspielungen auf Wigmore Hall Live erschienen und – natürlich – haben die beiden ihr Versprechen eingelöst und auch die fehlenden drei Sonaten, darunter die bekannteste Violinsonate Beethovens, die Kreutzersonate, mit der gleichen Perfektion und Inspiration eingespielt.
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