Dirigenten-Legende Kurt Sanderling gestorben
Geschrieben von Sal Pichireddu in NachrichtenEinen Tag vor seinem 99. Geburtstag ist die ostdeutsche Dirigenten-Legende Kurt Sanderling am Sonntagmorgen in Berlin gestorben. Er sei friedlich im Kreise der Familie eingeschlafen, teilte sein Sohn Stefan mit.
Sanderling galt als einer der letzten großen Dirigenten seiner Generation und als Koryphäe unter den Musikern in der DDR. Von 1960 bis 1977 leitete er das Berliner Sinfonie-Orchester, von 1964 bis 1967 leitete er gleichzeitig die Sächsische Staatskapelle Dresden. Er verfügte über ein reiches Repertoire, so galt er als ein besonders qualifizierter Interpret für das sinfonische Repertoire der Romantik. Seine Aufnahmen der Sinfonien von Johannes Brahms (1833-1897), Anton Bruckner (1824-1896) , Gustav Mahler (1860.1911), Jean Sibelius (1865-1954) u. a. blieben nach ihrem Erscheinen quasi ununterbrochen in der Katalogen der Plattenfirmen. Auch sowjetische Musikerkollegen wie die Komponisten Dmitri Shostakovich (1906-1975) und Sergei Prokofiev (1891-1953) oder der Violinist David Oistrach (1908-1974) waren ihm künstlerisch und freundschaftlich verbunden. Sanderlings Söhne Thomas, Stefan und Michael Sanderling sind mittlerweile ebenfalls alle drei als Dirigenten erfolgreich.
Quelle : http://www.tagesschau.de/
Im Codaex-Programm befinden sich von Kurt Sanderling besonders rare Aufnahmen aus seiner frühen sowjetischen Zeit, in der er unter anderem von 1942 – 1960 (gemeinsam mit Jevgeni Mravinski) der Chefdirigent der Leningrader Philharmoniker war und außerdem als Gastdirigent quasi aller bedeutender sowjetischer Orchester arbeitete. Beim russischen Label Melodiya befinden sich derzeit vier Veröffentlichungen mit Kurt Sanderling im Programm, bei denen Sanderling mit Sviatoslav Richter (MEL 1000731, MEL 1000732), David Oistrach (MEL 1000876) und Yavov Zak (MEL 1001789) zu hören ist.
Schlagwörter: Kurt Sanderling, Todesfall



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