Irgendwie habe ich diesen Monat kein passendes Schmankerl zum Monatsende für die Leser des Blogs gefunden. Dann tue ich das, was im Fernsehen gang und gäbe ist: Ich wiederhole.
Der Düsseldorfer Pianist Tobias Koch gehört zu den “Stars” des Blogs. Seine letztjährigen Schumann-CDs gehören zu den diskografischen Highlights des letzten Jahres, aber auch ansonsten ist der charismatische Musiker immer beachtenswert. Hier spielt er mit dem Orchester RheinKlang Düsseldorf unter der Leitung Florian Merz den 2. Satz Klavierkonzert Nr. 2 fis-moll op. 69 von Ferdinand Hiller (1811-1885), einem vergessenen Jubilar des Jahres.
Die CD Robert und Clara Schumann – Klavierwerke aus Dresden 1845-1849 von Tobias Koch ist am 20. Januar 2010 auf Genuin erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Das Doppelalbum Robert Schumann – Klaviermusik für die Jugend von Tobias Koch ist am 21. Mai 2010 auf Genuin (10170) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Schon das erste Interview mit Tobias Koch (s. oben) auf diesen Seiten, im Januar anlässlich der CD “Robert und Clara Schumann: Klavierwerke aus Dresden” (erschienen auf Genuin; »CD des Monats Januar 2010«, s. auch die → Besprechung auf blog.codaex.de) veröffentlicht, war eine höchst vergnüglich zu lesende, höchst aufschlussreiche Lektüre, die viel über den Künstler Tobias Koch und sein Verständnis von Robert Schumann (und darüber hinaus) offenbarte. Der Düsseldorfer Pianist ist halt nicht nur ein bemerkenswerter Musiker, sondern auch ein eloquenter, wortwitziger Gesprächspartner.
Anlässlich der vor einigen Wochen erschienenen Doppel-CD “Klaviermusik für die Jugend” (ebenfalls erschienen auf Genuin; »CD des Monats Mai 2010«, s. auch die → Besprechung auf blog.codaex.de) hatte ich erneut das Vergnügen, Tobias Koch einige Fragen stellen zu dürfen. Ich habe versucht, meine Fragen vor allem auf das neue Album zu beziehen, aber wie schon das letzte Mal war die Verlockung zu groß, den Bogen im Gespräch mit Herrn Koch etwas weiter zu spannen. Wie schon beim ersten Mal ist das Interview ungekürzt. Den Rest des Eintrages lesen »
Ich habe ehrlich gesagt schon damit gerechnet, dass das neue Album von Tobias Koch “Klaviermusik für die Jugend” (→ CD des Monats Mai 2010 auf blog.codaex.de) mit Werken von Robert Schumann (der heute übrigens 200. Geburtstag hat) bei der Fachpresse auf äußerst positive Resonanz stoßen wird. Mit dieser authentischen und vor allem inspirierten Einspielung, natürlich auch mit all den vorangegangenen Veröffentlichungen, hat sich der Düsseldorfer Pianist zurecht den Ruf erworben, der Schumann-Spezialist im deutschsprachigen Raum zu sein. Den Rest des Eintrages lesen »
Ich glaube, es ist nicht zu weit hergeholt, wenn ich an dieser Stelle behaupte, dass der Düsseldorfer Pianist Tobias Koch (nicht nur) für mich der Interpret für Robert Schumann (1810 – 1856) ist: Seine beiden diesjährigen Schumann-Veröffentlichungen “Robert und Clara Schumann – Klavierwerke aus Dresden 1845-1849″ (→ CD des Monats Januar 2010) und ganz aktuell “Tobias Koch: Robert Schumann – Klaviermusik für die Jugend” (→ CD des Monats Mai 2010) gehören nicht nur zu den allerbesten Beiträgen des aktuellen »Schumann-Jahres«, sondern sind insgesamt echte Highlights des bisherigen diskografischen Jahres. Den Rest des Eintrages lesen »
Spätestens seit Januar dieses Jahres, als das Album “Klavierwerke aus Dresden 1845-1849″ (u. a. Album des Monats Januar auf blog.codaex.de, s. → Rezension dazu), gilt der Düsseldorfer Pianist Tobias Koch als einer der kompetentesten und versierten Interpreten für die Musik von Robert Schumann (und selbstverständlich darüber hinaus): Ihn zeichnet nicht nur seine brillante Technik und sein tiefes musikwissenschaftliches Verständnis für das Wesen und das Werk Schumanns aus, Koch wählt auch bei seinen Aufnahmen bewusst die Instrumente aus, auf denen er musiziert – ein Punkt, den er vielen anderen Pianisten voraus hat, die immer auf demselben Instrument, zumeist einem modernen Konzertflügel, spielen. Für Tobias Koch kommen prinzipiell nur Instrumente der entsprechenden Zeit der Komposition/des Komponisten (im Original, nicht im Nachbau!) in Frage: Die Begründung ist ebenso einfach, wie logisch: Die Werke wurden auf diesen Instrumenten, für diese Instrumente komponiert. Der Komponist hatte dieses Klangbild im Kopf. Wenn man also Musik möglichst authentisch wiedergeben will – und Koch ist so intelligent zu wissen, dass dies kein Selbstzweck ist, sondern immer dem Stück nützt, weil der gesamte erwünschte Klangeindruck auf die jeweils zeitgenössischen Instrumente zugeschnitten war – dann muss man jene Instrumente einsetzen, die der Komponist selbst kannte und schätzte. (Zu Kochs musikalischem Selbstverständnis lese man auch seine interessanten Ausführungen im → Interview auf diesen Seiten). Den Rest des Eintrages lesen »
Es muss nicht immer ein wilder Maitanz sein: blog.codaex.de wünscht allen Lesern, dass sie gut in den Wonnemonat Mai gelangen, ob tanzend, feiernd, gar um um Feuer kreisend, oder einfach nur so, mit etwas Musik.
Gestern erschien auf blog.coadex.de die Rezension des neuen Albums des Düsseldorfer Pianisten Tobias Koch “Robert und Clara Schmann: Klavierwerke aus Dresden” und wurde als “CD des Monats” hier im Blog ausgezeichnet. Hier nun ein langes eMail-Interview, dass ich im Vorfeld der Besprechung mit Tobias Koch geführt habe. Ich habe mich entschlossen es, trotz seiner beträchtlichen Länge, ungekürzt zu veröffentlichen. Ich bin sicher, die Leser werden ebenso wie ich die ausführlichen und frischen Antworten dieses ungewöhnlichen Pianisten zu schätzen wissen:
Das Album “Robert und Clara Schumann: Klavierwerke aus Dresden” ist nun erschienen. Die vorab veröffentlichten Besprechungen (Platte der Woche auf mdr Figaro) waren durchweg sehr positiv. Sind Sie selbst mit dem Ergebnis, so wie es jetzt im Laden steht, zufrieden?
Um Himmelswillen, zufrieden?! Die Vorstellung, eigene Aufnahmen abhören zu müssen, entspricht exakt meinen Alpträumen von der bösartigsten aller denkbaren akustischen Folterkammern. Dann lieber mit zweiundzwanzig Mobiltelefonen, Metronomen oder Marihuanazüchtern in einer Streichholzschachtel eingesperrt sein … Wirklich, ich bin einfach nicht entspannt, wenn ich mir selber zuhöre, und so geht es wohl auch den meisten Kollegen – wenn sie ehrlich sind. Warum? Sie kennen doch bestimmt das Phänomen, wenn Sie die Tonaufnahme Ihrer eigenen Stimme hören. Sie haben sich zum Beispiel mit einem Freund verabredet, auf seinen Anrufbeantworter gesprochen, und stehen dann Stunden später plötzlich in seiner Wohnung, weil er vor der Verabredung noch nicht zuhause war, und nun kommen Sie zusammen da an, er hört ab und Sie sind drauf: Das befremdet doch sehr, nicht wahr?
Aber ein Freund von mir, ein Möbeldesigner, hat mir neulich gesagt: »Man soll seine Produkte lieben«. Recht hat er ja auch! Natürlich freue ich mich also, dass die CD nun da ist, und dass Andere sie zu mögen scheinen. Es steckt ja nicht nur Arbeit, sondern noch mehr Herzblut darin, lange Vorbereitung und viele unausgesprochene Wünsche, die man nur in der Musik äußert. Außerdem ist dies die erste Aufnahme auf meinem neuen Instrument. Das ist ja gewissermaßen der beste Freund, dem man tagtäglich so Vieles anvertraut. Da war ich im Studio auf jeden Fall in guter Gesellschaft. Und schön ist auch, dass ich bei meiner Plattenfirma fast unbegrenzte Freiheiten genieße, nicht nur, was die Repertoirewahl betrifft, sondern ich kann auch meine Gedanken zur Aufnahme im Beiheft niederlegen, die Fotos und Abbildungen selber auswählen – und darum will ich jetzt einfach mal versuchen, damit zufrieden zu sein!
Das am 20. Januar 2010 beim Leipziger Label Genuin erscheinende Album “Robert und Clara Schumann: Klavierwerke aus Dresden 1845-1849″ des deutschen Pianisten Tobias Koch ist derzeit die → CD der Woche (Artikel und Podcast) beim ostdeutschen Klassikradio mdr Figaro. Das Album zeichnet die intensive Beschäftigung der Eheleute Schumanns mit Johann Sebastian Bach nach. So ist es nicht verwunderlich, dass das Album Präludien und Fugen von Clara und Robert Schumann (auch Skizzen und bisher unveröffentlichtes) beinhaltet, bei denen der Einfluss Bachs unüberhörbar wird. Nicht umsonst gilt Robert Schumann als einer der wichtigsten Wiederentdecker und Förderer der “Alten Musik” (im Sinne der Musik vor der Klassik und Romantik) im 19. Jahrhundert, insbesondere jener Johann Sebastian Bachs.