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	<title>blog.codaex.de &#187; Spätromantik</title>
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	<description>Neuigkeiten, Besprechungen, Tipps und Termine</description>
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		<title>Residentie Orchestra The Hague, Neeme Järvi: Gustav Mahler &#8211; Symphony No. 7</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Aug 2010 12:30:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Wochen schrieb ich in meiner → Besprechung der Einspielung von Bruckners Sinfonie No. 5 des Residentie Orkest aus Den Haag unter Neeme Järvi: »Für jedes Orchester sind Sinfonien von Anton Bruckner eine besondere Herausforderung (ähnlich wie vielleicht sonst nur bei den Werken Mahlers) (&#8230;)«. Da wusste ich noch nicht, dass der niederländische Klangkörper [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/Residentie_Orkest_big.jpg" rel="shadowbox[post-3354];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Residentie Orkest - Quelle: residentieorkest.nl, Foto: © Janiek Dam"><img class="size-medium wp-image-3358 alignright" title="Residentie Orkest - Quelle: residentieorkest.nl, Foto: © Janiek Dam" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/Residentie_Orkest_big-300x194.jpg" alt="Residentie Orkest - Quelle: residentieorkest.nl, Foto: © Janiek Dam" width="180" height="116" /></a>Vor einigen Wochen schrieb ich in meiner → <a href="http://blog.codaex.de/2010/04/residentie-orchestra-the-hague-neeme-jarvi-anton-bruckner-symphony-no-5/" title="Residentie Orchestra The Hague, Neeme Järvi: Anton Bruckner – Symphony No. 5 auf blog.codaex.de" target="_self" class="liinternal">Besprechung</a> der Einspielung von Bruckners Sinfonie No. 5 des <a href="http://www.residentieorkest.nl/" title="Residentie Orkest - Homepage" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.residentieorkest.nl/?referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.residentieorkest.nl/?referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dbruckner%26x%3D0%26y%3D0');" target="_blank" class="liexternal">Residentie  Orkest</a> aus Den Haag unter <a href="http://www.neemejarvi.ee/" title="Neeme Järvi - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.neemejarvi.ee/?referer=');">Neeme Järvi</a>: »<em>Für jedes Orchester sind Sinfonien von Anton  Bruckner eine besondere Herausforderung (ähnlich wie vielleicht sonst nur bei den Werken Mahlers) (&#8230;)</em>«. Da wusste ich noch nicht, dass der niederländische Klangkörper sich nach seiner bemerkenswerten Einspielung der Bruckner-Sinfonie gleich der nächsten <em>besonderen Herausforderung</em> stellen würde, eben der Aufnahme der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/7._Sinfonie_%28Mahler%29" title="G. Mahler: Sinfonie No. 7 auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/7._Sinfonie_28Mahler_29?referer=');">Sinfonie No. 7 in e-Moll</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Mahler" title="Gustav Mahler auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Mahler?referer=');">Gustav Mahler</a>, die nun beim  britischen Label <a href="http://www.chandos.net/" title="Chandos - Homepage" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.chandos.net/?referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.chandos.net/?referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dbruckner%26x%3D0%26y%3D0');" target="_blank" class="liexternal">Chandos</a> erschienen ist.<br />
<span id="more-3354"></span><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/Gustav-Mahler.jpg" rel="shadowbox[post-3354];player=img;" class="liimagelink" title="Gustav Mahler"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3362" title="Gustav Mahler" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/Gustav-Mahler-150x150.jpg" alt="Gustav Mahler" width="150" height="150" /></a>Gustav Mahlers Sinfonie No. 7 gehört sicherlich zu den unbekannteren, unerforschteren Sinfonien Mahlers. Anders als andere Sinfonien Mahlers hat sie kein Motto, keine Überschrift und es scheint so, als ob diese Sinfonie jene sei, auf die »<em>niemand gewartet hat</em>« &#8211; so Olaf Wilhelmer in seiner lesenswerten <a href="http://www.berliner-philharmoniker.de/en/forum/pamphlets/details/heft/eine-grosse-nachtmusik/" title="Eine große Nachtmusik - Gustav Mahlers Symphonie Nr. 7 e-Moll von Olaf Wilhelmer" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.berliner-philharmoniker.de/en/forum/pamphlets/details/heft/eine-grosse-nachtmusik/?referer=');">Werksanalyse</a> &#8220;Eine große Nachtmusik&#8221; &#8211; eine Sinfonie mit der »<em>sich Mahler zwischen alle Stühle gesetzt {hat], obwohl er es gerade hier einmal allen recht machen wollte.</em>« Ironischerweise bewertete er selbst die Sinfonie ganz anders: »<em>Es ist mein bestes Werk und vorwiegend heiteren Charakters</em>«, schrieb er  Anfang 1908 an einen Konzertveranstalter.</p>
<p>Mahlers nur schwer nachvollziehbaren Charakterisierung zum Trotz ist es tatsächlich jene Sinfonie, die aus seinem Œuvre am ehesten übergangen oder vergessen wird. Von keiner anderen Sinfonie Mahlers gibt es so wenig Einzelaufnahmen, die nicht im Rahmen eines großen Gesamtaufnahme-Projekts (erst-) veröffentlicht wurden, wie von der Siebten. Umso bemerkenswerter ist es, wenn ein Orchester mit seinem (relativ) neuem Chefdirigenten ausgerechnet mit dieser Sinfonie debütiert. Andererseits: Sowohl das Orchester, als auch der Dirigent sind freilich nicht gänzlich unbeleckt und haben Mahlers Werke sowohl aufgeführt, als auch anfgenommen, wenn auch nicht gemeinsam.</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/N.-Järvi-Gustav-Mahler-Symphony-No.-7.jpg" rel="shadowbox[post-3354];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="N. Järvi: Gustav Mahler - Symphony No. 7"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-3367" title="N. Järvi: Gustav Mahler - Symphony No. 7" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/N.-Järvi-Gustav-Mahler-Symphony-No.-7-150x150.jpg" alt="N. Järvi: Gustav Mahler - Symphony No. 7" width="150" height="150" /></a>Wie aber nähern sich Järvi und seine niederländischen Musiker der Sinfonie? Nun,sie tun es bemerkenswert zügig (rund 70 Minuten brauchen sie für das fünfsätzige Werk, statt der üblichen 80), jedoch ohne große Gesten, ohne eine voreilige Deutung, weder die traditionelle spätromantische, noch die das Moderne darin betonende. Die Sinfonie, die Mahler zügig im Sommer 1904 begann (in dem er die beiden Nachtmusiken, respektive die Sätze II und IV schrieb) und die dann lange brach lag und erst im darauffolgenden Jahr sehr schnell vollendet wurde, macht es dem Hörer auch wirklich nicht leicht. Sie wirkt etwas zerrissen (gemessen an anderen Sinfonien Mahlers), ohne den sonst so nachvollziehbaren Zusammenhalt. Es steckt etwas <em>Übergangshaftes</em> in Järvis Deutung, das immer wieder andeutet, dass Mahler hier tatsächlich &#8220;zwischen allen Stühlen&#8221; saß. Vielleicht ist das die unsichtbare Überschrift dieser Sinfonie: Veränderung, Bewegung, Übergang. Der Kontrast zwischen Tag und Nacht, etwa zwischen dem ersten und zweiten Satz, ist schroff; noch gespenstischer ist der 3. Satz (zwischen den beiden Nachtmusiken), einem Scherzo mit der Anweisung <em>&#8216;schattenhaft</em>&#8216;, der hier bei Järvi fast wie der Prototyp eines beißend-spottenden Satzes einer Shostakovich-Sinfonie wirkt. Grelle Effekte wechseln sich mit poetischen Momenten ab, Licht mit Dunkelheit, »Film noir und Romanze« wie Wilhelmer schreibt.</p>
<p>Mahlers Siebte bleibt in Järvis Interpretation rätselhaft, widersprüchlich, gleichzeitig stößt sie mit der unüberhörbaren Abkehr von Konventionen die Tür zur Moderne ganz weit auf, gerade im 3. und 4. Satz. Nicht umsonst war Arnold Schönberg einer der ersten und prominentesten Fürsprecher für dieses Werk.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_3354_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die SACD  <strong>Gustav Mahler -  Symphony No. 7</strong> des <strong>Residentie Orchestra The Hague</strong> unter <strong>Neeme Järvi</strong> ist am 23. Juli 2010 auf Chandos (CHSA 5079) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen  Buch- und CD-Versendern    wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003OEFUH2?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003OEFUH2" title="Residentie Orkest, N. Järvi: G. Mahler - Symphonie No. 7 bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B003OEFUH2?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B003OEFUH2&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Gustav-Mahler-Symphonie-Nr-7/hnum/4498949/iampartner/n31" title="Residentie Orkest, N. Järvi: G. Mahler - Symphonie No. 7 bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Gustav-Mahler-Symphonie-Nr-7/hnum/4498949/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.<br />
<img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/65122cbf8b4341bdb07d07c604161e5f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Ida Haendel · Czech Philharmonic Orchestra, Karel Ančerl: Ludwig van Beethoven &#8211; Violin Concerto in D major · Jean Sibelius &#8211; Violin Concerto in D minor</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/07/ida-haendel-%c2%b7-czech-philharmonic-orchestra-karel-ancerl-ludwig-van-beethoven-violin-concerto-in-d-major-%c2%b7-jean-sibelius-violin-concerto-in-d-minor/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 16:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die in Warschau geborene und zwischen Paris und London aufgewachsene Violinistin Ida Haendel (*1928) war eine der ersten Frauen, die sich in der Männerdomäne Violine behaupten konnte, lange bevor Frauen wie Anne-Sophie Mutter (übrigens eine glühende Bewunderin Haendels) und und zahlreiche Violin-Nymphen die Podien eroberten. Bereits mit sieben Jahren wurde sie als Schülerin von Mieczyslaw [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Ida-Haendel-Beethoven-Sibelius-Violin-Concertos.gif" rel="shadowbox[post-1624];player=img;" class="liimagelink" title="Ida Haendel: Beethoven / Sibelius - Violin Concertos"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2960" title="Ida Haendel: Beethoven / Sibelius - Violin Concertos" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Ida-Haendel-Beethoven-Sibelius-Violin-Concertos-150x150.gif" alt="Ida Haendel: Beethoven / Sibelius - Violin Concertos" width="150" height="150" /></a>Die in Warschau geborene und zwischen Paris und London aufgewachsene Violinistin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ida_Haendel" title="Ida Haendel auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Ida_Haendel?referer=');">Ida Haendel</a> (*1928) war eine der ersten Frauen, die sich in der Männerdomäne Violine behaupten konnte, lange bevor Frauen wie Anne-Sophie Mutter (übrigens eine glühende Bewunderin Haendels) und und zahlreiche Violin-Nymphen die Podien eroberten. Bereits mit sieben Jahren wurde sie als Schülerin von Mieczyslaw Michalowicz an der Musikakademie Warschau aufgenommen. Als 1935 ihre Familie nach Paris verzog, studierte sie dort bei Carl Flesch und später bei George Enescu. Sie gilt als Spezialistin für Stravinsky, Tchaikovsky und Sibelius und sie hat mehrfach betont, dass ihr die deutschen Komponisten (Beethoven und Brahms) stets besonders am Herzen gelegen hätten. In der Tat gilt ihre Aufnahme des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Violinkonzert_%28Beethoven%29" title="L. van Beethoven - Violinkonzert auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Violinkonzert_28Beethoven_29?referer=');">Violinkonzerts in D-Dur, op. 61</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven" title="Ludwig van Beethoven auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven?referer=');">Ludwig van Beethoven</a> (1770-1827)  aus dem Jahre 1949  (mit dem Philarmonia Orchestra unter Rafael Kubelik) als Meilenstein in der Musikgeschichte, dasselbe gilt für ihre Aufnahme des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Violinkonzert_%28Sibelius%29" title="J. Sibelius - Violinkonzert auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Violinkonzert_28Sibelius_29?referer=');">Violinkonzerts in d-Moll, op. 47</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Sibelius" title="Jean Sibelius auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Jean_Sibelius?referer=');">Jean Sibelius</a> (1865-1957) aus dem Jahre 1993 (!) mit dem jungen  Simon Rattle und dem Birmingham Symphony Orchestra. Sibelius selbst hatte sie 1949 mit seinem Konzert spielen gehört und über sie geschwärmt, dass sein Konzert in Ida Haendel »eine Interpretin von seltenem Können« gefunden habe.<br />
<span id="more-1624"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Jean-Sibelius.jpg" rel="shadowbox[post-1624];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Jean Sibelius"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-2969" title="Jean Sibelius" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Jean-Sibelius-e1280241286201-150x150.jpg" alt="Jean Sibelius" width="125" height="125" /></a>Nun ist erstmalig eine Radio-Aufnahme auf dem tschechischen Label <a href="http://www.supraphon.com/" title="Supraphon - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.supraphon.com/?referer=');">Supraphon</a> erschienen, die unmittelbar nach dem Tod Sibelius&#8217; (am 20. September 1957) im Rudolphinum in Prag (am 18. Oktober 1957) mit der Tschechische Philharmonie unter dem legendären Karel Ančerl entstanden ist. Auf der CD befindet sich neben dem Violinkonzert von Sibelius auch eine Live-Aufnahme des Konzerts von Beethoven desselben Abends. Und hört man nun diesen über 50 Jahre alten Mono-Mitschnitt, von den Toningenieuren in Prag behutsam und kompetent restauriert und remastert, dann wird klar, warum man bei der <em>Grande Dame der Violine</em> immer wieder von ihrem geradezu vulkanischem Temperament liest. Ida Haendel spielt das Violinkonzert in d-Moll so kraftvoll, so emotional, so souverän, dass sie fasst das vorzügliche Orchester, das sie begleitet, in den Schatten stellt. Die Aufnahmetechnik tut dabei ihr übriges, in dem sie auf Ida Hanedels Violine stark fokussiert (in heutigen audiophilen Zeiten würde sich das kein halbwegs selbstbewusstes Ensemble mehr bieten lassen &#8211; aber zu Mono-Zeiten wurde oft so gearbeitet). <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Ludwig-van-Beethoven.jpg" rel="shadowbox[post-1624];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Ludwig van Beethoven"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1628" title="Ludwig van Beethoven" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Ludwig-van-Beethoven-e1280244543975-150x150.jpg" alt="Ludwig van Beethoven" width="125" height="125" /></a>Wenn dann die Solo-Violine zum ersten Mal für einige Takte im ersten Satz des Konzerts schweigt, dann wird der Hörer förmlich von den mächtigen tschechischen Philharmonikern umgeworfen. Was für ein großartiges Orchester schon damals in Prag arbeitete. Doch dann setzt die Violine wieder ein und reißt den Zuhörer in den Strudel aus Emotionen und Musik hinein. Es steckt so vieles in dieser Aufnahme: Trauer um Sibelius, den verstorbenen Komponisten, fortwährende Freude an seiner Musik und Bewunderung für sein Werk &#8211; zweifelsohne ist dieses Zeitdokument eine gefühlvolle Hommage an den finnischen Komponisten.</p>
<p>Und ihr Beethoven ist nicht minder überzeugend, im Gegenteil: So komplexe, so schwierige, so technisch vertrackte Kadanzen (jene von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Joachim" title="Joseph Joachim auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Joseph_Joachim?referer=');">Joseph Joachim</a>), wie sie die fast 30-jährige Haendel hier spielt, traut sich heutzutage kaum noch einer auf dem Podium zu bringen. Auch hier überrascht Ida Haendel mit kräftigem, selbstbewusst-temperamentvollen Bogenstrich; auch in ihrem Beethoven steckt viel Bewunderung, viel Freude.</p>
<p>Das vielleicht Faszinierende an diesen Aufnahmen ist: Die virtuosesten, technisch anspruchsvollsten Momente werden so mühelos, so <em>schwerlos</em> gespielt, dass sie federleicht erscheinen. Auch wenn Ida Haendel der ganz große Weltruhm ihre Kollegen verwehrt bliebt (und sie wohl auf ewig ein wenig unterschätzt bleiben wird): Ida Haendel gehört zu den ganz großen ihrer Zunft. Diese CD ist ein Beleg dafür.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_1624_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD  <strong>Ludwig van Beethoven &#8211; Violin Concerto in D major · Jean Sibelius &#8211; Violin Concerto in D minor</strong> mit <strong>Ida Haendel</strong> als Solistin und dem <strong>Czech Philharmonic Orchestra</strong> unter der Leitung von <strong>Karel Ančerl</strong> ist am  23. Juli 2010 bei Supraphon (5186 317) erschienen und kann im Fachhandel  erworben oder bei großen  Buch- und CD-Versendern    wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003MY556A?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003MY556A" title="Ida Haendel: Beethoven / Sibelius - Violinkonzerte bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B003MY556A?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B003MY556A&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-Violinkonzert-op-61/hnum/9399348/iampartner/n31" title="Ida Haendel: Beethoven / Sibelius - Violinkonzerte bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-Violinkonzert-op-61/hnum/9399348/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt     werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Ludwig van Beethoven &#8211; Violin Concerto in D major</li>
<li>Jean Sibelius &#8211; Violin Concerto in D minor</li>
</ol>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/85c5d3280ffe44ff94f6ccd061113c8f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>»Echo 2010« für Sir Charles Mackerras für &#8220;Bohuslav Martinů &#8211; Three Fragments from the Opera Juliette&#8221;</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/07/%c2%bbecho-2010%c2%ab-fur-sir-charles-mackerras-fur-bohuslav-martinu-three-fragments-from-the-opera-juliette/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 12:16:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nur wenige Tage nach seinem Tod (blog.codaex.de berichtete) und rund einen Monat nach Bekanntgabe, dass Charles Mackerras (1925-2010) für seine CD &#8220;Antonín Dvořák – Symphonic Poems”C (eingespielt mit der Tschechischen Philharmonie) den renommierten Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2010 (blog.codaex.de berichtete) erhält, wurde heute bekannt gegeben, dass das bei Supraphon erschienene Album &#8220;Bohuslav Martinů &#8211; Three [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Martinu-Fragments.gif" rel="shadowbox[post-2787];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="B. Martinů - 3 Fragments from »Juliette«"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2813" title="B. Martinů - 3 Fragments from »Juliette«" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Martinu-Fragments-150x150.gif" alt="CPO, Ch. Mackerras: B. Martinů - 3 Fragments from »Juliette«" width="150" height="150" /></a>Nur wenige Tage nach seinem Tod <small>(blog.codaex.de <a href="http://blog.codaex.de/2010/07/sir-charles-mackerras-verstorben/" title="Sir Charles Mackerras versotben auf blog.codaex.de" target="_self" class="liinternal">berichtete</a>)</small> und rund einen Monat nach Bekanntgabe, dass <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Charles_Mackerras" title="Charles Mackerras auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Charles_Mackerras?referer=');">Charles Mackerras</a> (1925-2010) für seine CD &#8220;Antonín  Dvořák – Symphonic Poems”C (eingespielt mit der Tschechischen Philharmonie) den renommierten <strong>Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2010</strong> <small>(blog.codaex.de <a href="http://blog.codaex.de/2010/06/%C2%BBpreis-der-deutschen-schallplattenkritik%C2%AB-fur-antonin-dvorak-%E2%80%93-symphonic-poems-des-czech-philharmonic-orchestra-unter-charles-mackerras/" title="»Preis der deutschen Schallplattenkritik« für “Antonín Dvořák – Symphonic Poems” des Czech Philharmonic Orchestra unter Charles Mackerras auf blog.codaex.de" target="_self" class="liinternal">berichtete</a>)</small> erhält, wurde heute bekannt gegeben, dass das bei <a href="http://www.supraphon.com/" title="Supraphon - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.supraphon.com/?referer=');">Supraphon</a> erschienene Album &#8220;Bohuslav Martinů &#8211; Three Fragments from the Opera Juliette&#8221;, ebenfalls eingespielt mit der Tschechischen Philharmonie, den <strong>Klassik-Echo 2010</strong> für die beste »Welt-Ersteinspielung des Jahres« erhält.</p>
<p>Mackerras galt, neben anderen Schwerpunkten seiner Arbeit, als kompetentester Dirigent für tschechische Musik und hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Musik der großen tschechischen Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts Bedřich Smetana, Antonín Dvořák, Leoš Janáček, Bohuslav Martinů usw. heute international wahrgenommen und anerkannt wird.</p>
<p>→ <a href="http://www.echoklassik.de/" title="Echo Klassik - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.echoklassik.de/?referer=');">www.echoklassik.de</a></p>
<p>Die CD <strong>Bohuslav Martinů &#8211; Three Fragments from the Opera »Juliette«</strong>,  gespielt von  der <strong>Tschechische Philharmonie</strong> unter <strong>Charles  Mackerras</strong>, ist am 25. Mai 2009 auf Supraphon (3994-2)  erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und  CD-Versendern  wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0023T9XRM?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0023T9XRM" title="CPO, Ch. Mackerras: B. Martinů - Three Fragments from the Opera »Juliette« bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0023T9XRM?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0023T9XRM&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Bohuslav-Martinu-3-Fragmente-aus-der-Oper-Juliette/hnum/1045818/iampartner/n31" title="CPO, Ch. Mackerras: B. Martinů - Three Fragments from the Opera »Juliette« bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Bohuslav-Martinu-3-Fragmente-aus-der-Oper-Juliette/hnum/1045818/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt  werden.</p>
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		<title>Katia &amp; Marielle Labèque: George Gershwin &#8211; Rhapsody in Blue &amp; Piano Concerto in F (Versions for two pianos)</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/07/katia-marielle-labeque-george-gershwin-rhapsody-in-blue-piano-concerto-in-f-versions-for-two-pianos/</link>
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		<pubDate>Fri, 09 Jul 2010 14:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[George Gershwin]]></category>
		<category><![CDATA[Impressionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Jazz]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
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		<description><![CDATA[Als die beiden Schwestern Katia und Marielle Labèque Anfang der 1980er mit Bearbeotungen für Piano-Duo der Musik von George Gershwin (1898-1937) auf Schallplatte, wenig später auch auf CD (für das niederländische Philips-Label) debütierten &#8211; es sollte eine der allerersten CDs überhaupt sein, die veröffentlicht wurden &#8211; war alles an dieser Veröffentlichung ungewöhnlich: Zwei bildhübsche Schwestern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als die beiden Schwestern <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Katia_und_Marielle_Lab%C3%A8que" title="Katia &amp; Marielle Labeque auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Katia_und_Marielle_Lab_C3_A8que?referer=');">Katia und Marielle Labèque</a> Anfang der 1980er mit Bearbeotungen für Piano-Duo der Musik von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/George_Gershwin" title="George Gershwin auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/George_Gershwin?referer=');">George Gershwin</a> (1898-1937) auf Schallplatte, wenig später auch auf CD (für das niederländische Philips-Label) debütierten &#8211; es sollte eine der allerersten CDs überhaupt sein, die veröffentlicht wurden &#8211; war alles an dieser Veröffentlichung ungewöhnlich: Zwei bildhübsche Schwestern aus Frankreich mit offensichtlich ganz unterschiedlichem Temperamenten spielten Musik eines US-Amerikaners, dessen Musik in Klassik-Kreisen kaum als &#8216;ernsthafte Musik&#8217; angesehen wurde. Mit dieser Aufnahme wurde der Grundstein für die ungewöhnliche Weltkarriere der beiden Schwestern gelegt, die bis heute andauert. Sie waren schon damals Grenzgängerinnen zwischen den Genres, die zu herausragenden Leistungen sowohl in der populären Musik, als auch in der klassischen Musik fähig sind.<br />
<span id="more-2685"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Labeque-Gershwin.jpg" rel="shadowbox[post-2685];player=img;" class="liimagelink" title="Katia &amp;  Marielle Labeque: George Gershwin"><img class="alignleft size-thumbnail  wp-image-2690" title="Katia &amp;  Marielle Labeque: George Gershwin" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/07/Labeque-Gershwin-150x150.jpg" alt="Katia &amp; Marielle Labeque: George Gershwin" width="150" height="150" /></a>Dreißig Jahre nach der Erstveröffentlichung und lange nachdem diese CD aus den Regalen der Plattenläden verschwunden ist, wurde diese Aufnahme so wie sie damals auf den Markt kam auf dem neuen niederländischen Label <a href="http://www.newtonclassics.com/" title="Newton Classics - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.newtonclassics.com/?referer=');">Newton Classics</a> wiederveröffentlicht. Newton Classics hat es sich zur Aufgabe gemacht, »alte Freunde« (so die Website) wieder in die Gegenwart zurück zu holen: Mit dieser fast zärtlichen Bezeichnung meinen die Macher von Newton Classics herausragende Aufnahmen von Major Labels (wie Philips, Decca, Deutsche Grammophon etc.), die bei der Original-Plattenfirma längst gestrichen sind. Dieses Album mit den Duo-Aufnahmen der Labèques der &#8220;Rhapsody in Blue&#8221; und des &#8220;Piano Concerto in F&#8221;, jeweils in der Fassung für zwei Klaviere, belegt, dass diese alten Aufnahmen (Gute Güte, sind denn schon 30 Jahre vergangen?!) nichts von ihrer Spontaneität und Originalität verloren haben.</p>
<p>Anders als viele andere Interpreten, die aus der klassischen Musik kommen und die sich an Gershwin versucht haben, war den beiden Französinnen von Anfang bewusst, dass Gershwin selbst (wie sie) ein Grenzgänger war. Seine Einflüsse waren mannigfaltig und reichten vom virtuosen Spätromantizismus eines Sergei Rachmaninov über den farbig-perlenden Impressionismus des Maurice Ravel, bis hin zum Jazz und den Melodien der populären Broadway-Musicals. Nur wenn man diese sehr eigene Gershwin-Mischung nachempfinden kann und sich sowohl in der klassischen Musik, als auch im Jazz zu Hause fühlt, wird man der Musik Gershwins gerecht. Die Schwester stellen nicht die Frage, ob Gershwin &#8216;ernsthaft&#8217; war, sie haben ihn einfach gespielt, seine Musik mit Leben gefüllt, mehr noch: Katia und Marielle Labèque haben es bei diesen Aufnahmen (und bei noch zahlreichen anderen, die folgen sollten) geschafft, sich in das <em>Wesen</em> der Musik hinein zu denken. Ihr Gershwin versucht erst gar nicht seine Jazz-Wurzeln zu kaschieren, im Gegenteil: Wann hatte man jemals zuvor ein so <em>grooviges</em> Klavierduo musizieren gehört? Andererseits offenbart ihre furios-virtuose Interpretation des Materials auch seine Nähe zur klassischen Musik seiner Zeit: Ein Grenzgänger eben, gespielt von zwei Grenzgängerinnen.</p>
<p>Eine schöne (Wieder-) Entdeckung eines musikalischen Phänomens der aufstrebenden US-amerikanischen Musikkultur der 1920er und 1930er Jahre.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_2685_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 40px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Das Album <strong>George Gershwin &#8211; Rhapsody in Blue &amp; Piano Concerto in F</strong> von <strong>Katia &amp; Marielle Labèque</strong> wurde am 25. Juni 2010 auf Newton Classics (8802004) wiederveröffentlicht &#8211; die Originalveröffentlichung ist schon lange vergriffen &#8211; und kann im Fachhandel erworben oder bei großen  Buch- und  CD-Versendern   wie →  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003J4MLHY?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003J4MLHY" title="K. &amp; M. Labèque: George Gershwin bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B003J4MLHY?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B003J4MLHY&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/George-Gershwin-Arrangements-f%FCr-2-Klaviere/hnum/9616631/iampartner/n31" title="K. &amp; M. Labèque: George Gershwin bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/George-Gershwin-Arrangements-f_FCr-2-Klaviere/hnum/9616631/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die  jeweilige Produktseite)</small> bestellt   werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Rhapsody in Blue <em>(Version for 2 pianos)</em></li>
<li>Piano Concerto in F <em>(Version for 2 pianos)</em></li>
</ol>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/7261b6a1726b4a6cb358326827aa862b" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Pieter Wispelwey · Flanders Symphony Orchestra, Seikyo Kim: Benjamin Britten &#8211; Symphony for Cello and Orchestra · Cello Suite No. 1</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/06/pieter-wispelwey-%c2%b7-flanders-symphony-orchestra-seikyo-kim-benjamin-britten-symphony-for-cello-and-orchestra-%c2%b7-cello-suite-no-1/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jun 2010 15:48:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
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		<description><![CDATA[Der englische Komponist Benjamin Britten (1913-1976) gehört zu den vielseitigsten Komponisten des 20. Jahrhundert. Er hat für quasi jede Gattung und für eine Vielzahl von Soloinstrumenten Konzerte und kammermusikalische Werke komponiert, die zu den wichtigsten ihrer Art des vergangenen Jahrhunderts gehören. Auch für das Cello schrieb Britten eine ganze Reihe von Werken, was nicht verwunderlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/06/Benjamin-Britten.jpg" rel="shadowbox[post-2340];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Benjamin Britten"><img class="size-thumbnail wp-image-2345 alignleft" title="Benjamin Britten" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/06/Benjamin-Britten-150x150.jpg" alt="Benjamin Britten" width="150" height="150" /></a>Der englische Komponist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Britten" title="Benjamin Britten auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Benjamin_Britten?referer=');">Benjamin Britten</a> (1913-1976) gehört zu den vielseitigsten Komponisten des 20. Jahrhundert. Er hat für quasi jede Gattung und für eine Vielzahl von Soloinstrumenten Konzerte und kammermusikalische Werke komponiert, die zu den wichtigsten ihrer Art des vergangenen Jahrhunderts gehören. Auch für das Cello schrieb Britten eine ganze Reihe von Werken, was nicht verwunderlich ist, denn er war mit <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mstislav_Rostropovich" title="Mstislav Rostropovich auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Mstislav_Rostropovich?referer=');">Mstislav Rostropovich</a>, einem der bedeutendsten Cellisten des Jahrhunderts, befreundet, dem auch auch alle Werke für Cello gewidmet wurden. Die vorliegende CD des niederländischen Cellisten <a href="http://www.pieterwispelwey.com/" title="Pieter Wispelwey - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.pieterwispelwey.com/?referer=');">Pieter Wispelwey</a>, erschienen beim britischen Label <a href="http://www.onyxclassics.com/" title="Onyx Classics - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.onyxclassics.com/?referer=');">Onyx Classics</a>, beinhaltet zwei dieser Werke für Cello, die &#8220;Cello Symphony, op. 68&#8243; für Cello und Orchester und die &#8220;Cello Suite No. 1, op. 72&#8243; für Solo-Cello.<br />
<span id="more-2340"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/06/P.-Wispelwey-B.-Britten-Cello-Symphony-Cello-Suite.jpg" rel="shadowbox[post-2340];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="P. Wispelwey - B. Britten - Cello Symphony Cello Suite"><img class="size-thumbnail wp-image-2354 alignright" title="P. Wispelwey - B. Britten - Cello Symphony Cello Suite" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/06/P.-Wispelwey-B.-Britten-Cello-Symphony-Cello-Suite-150x150.jpg" alt="P. Wispelwey - B. Britten - Cello Symphony Cello Suite" width="150" height="150" /></a>Pieter Wispelwey schreibt in seinen Anmerkungen zu dieser Aufnahme:</p>
<blockquote><p>»<em>Wie kommt es, dass solch ein atemberaubendes Statement so selten aufgeführt und so unterschätzt wird? (&#8230;) War Britten als Opernkomponist so erfolgreich, dass man seine Instrumentalmusik nicht ernst genug nehmen konnte? Oder war es das modernistische Establishment seiner Zeit, das sich weigerte, das schiere Genie dieses Mannes anzuerkennen? Dies ist meine erste Begegnung mit seinem Konzert (denn das ist es natürlich) und es war ein profunder, erfreulicher Schock. Dieses Meisterwerk gehört für mich zu den allerbesten im Cellorepertoire.</em>«</p></blockquote>
<p>Sein leidenschaftliches Plädoyer für dieses oft übersehene Werk Brittens stellt nicht nur interessante Fragen (die letzten Endes freilich nur die Zeit beantworten kann), es offenbart auch viel von seiner eigenen Begeisterung für das Werk, die man der Aufnahme von der ersten Sekunde an anmerkt. Die Cello Symphony ist ein emotionales Werk, gespickt mit zahlreichen technischen Schwierigkeiten, die den Solisten sehr weit in den Vordergrund rücken. Ohne jeden Zweifel hat Britten es verstanden das Solo-Instrument Cello  wirkungsvoll einzusetzen. Für einen technisch brillanten Cellisten wie Pieter Wispelwey, der über ein wohlklingendes Cello verfügt (er spielt auf einem 1760 erbauten Instrument von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Guadagnini" title="Giovanni Battista Guadagnini auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Guadagnini?referer=');">Giovanni Battista Guadagnini</a>) ist die Cello Symphony geradezu ein Paradestück, weil es die bestmöglichen Eigenschaften eines Cellisten unterstreicht. Wispelwey spielt mit bemerkenswerter Leichtigkeit selbst die schwierigsten Passagen und auch wenn sich vieles bei der Cello Symphony um den Solisten dreht, so ist die Leistung des belgischen <a href="http://www.symfonieorkest.be/" title="Flanders Symphony Orchestra - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.symfonieorkest.be/?referer=');">Flanders Symphony Orchestra</a> (auch bekannt unter seinem niederländischen Namen <em>Symphonieorkest Vlaaderen</em>) unter der Leitung des jungen japanischen Dirigenten <a href="http://www.seikyokim.com/en/" title="Seikyo Kim - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.seikyokim.com/en/?referer=');">Seikyo Kim</a> nicht zu unterschätzen. Der belgische Klangkörper spielt rhythmisch betont mit schlanken, frischem Klang und unterstreicht den gefühlvollen Charakter des Konzerts.</p>
<p>Zeitnah zur Cello Symphony (1963) entstand 1964 die Suite No. 1 für Cello solo, op. 72 und obwohl sie die beiden Stücke von der Art und der Grundstimmung unterscheiden haben sie auch einiges gemeinsam: Technisch anspruchsvolle Passagen, in denen die klanglichen Möglichkeiten des Cellos immer wieder voll ausgereizt werden, wechseln sich mit langen, elegischen Passagen ab. Nicht umsonst benutzt Britten bei den Satzbezeichnungen zahlreiche Begriffe aus der Vokalmusik: &#8220;Canto&#8221; (zu Dt. <em>Gesang</em>), &#8220;Lamento&#8221; (zu Dt. <em>Klagelied</em>) und Serenata (zu Dt. <em>Abendständchen</em>) unterstreichen den kantilenen Charakter der Suite. Auch ohne Orchesterbegleitung beweist Wispelwey seine besondere Affinität für Brittens Musik: Allein schon diese durch und durch inspirierte und bewegende Aufnahme der Cellosuite ist ein guter Grund in diese CD hinein zu hören.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Wispelwey empfiehlt sich mit dieser auch klanglich sehr überzeugenden CD als einer der derzeit sensibelsten und fähigsten Britten-Interpreten. Wer ein Faible für diese introvertierten und gewiss nicht auf den ersten Durchlauf eingängigen Werke hat, der ist mit dieser Einspielung bestens bedient. &#8216;<em>Die besondere CD</em>&#8216; des Monats Mai 2010.<br style="clear: both;" /></p>
<div id="gdsr_mureview_block_2340_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Benjamin Britten &#8211; Symphony for Cello and Orchestra · Cello Suite No. 1</strong>, eingespielt von <strong>Pieter Wispelwey</strong> als Solist und dem <strong>Flanders Symphony Orchestra</strong> unter Seikyo Kim ist am 21. Mai 2010 bei Onyx Classics (4058) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern    wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003FONYWE?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003FONYWE" title="P. Wispelwey: B. Britten - Cello Symphony auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B003FONYWE?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B003FONYWE&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/2657297/iampartner/n31" title="P. Wispelwey: B. Britten - Cello Symphony auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/2657297/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt  werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Cello Symphony (mit dem <em>Flanders Symphony Orchestra, Seikyo Kim</em>)</li>
<li>Cello Suite No. 1</li>
</ol>
<p><img src="http://vg04.met.vgwort.de/na/1218094552ff4d1bbaa1371a2ef27b49" alt="" width="1" height="1" /></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>The Florestan Trio: Bedřich Smetana · Bohuslav Martinů · Petr Eben &#8211; Piano Trios</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/05/the-florestan-trio-bedrich-smetana-%c2%b7-bohuslav-martinu-%c2%b7-petr-eben-piano-trios/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 May 2010 16:16:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Bedrich Smetana]]></category>
		<category><![CDATA[Bohuslav Martinu]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Moderne]]></category>
		<category><![CDATA[Petr Eben]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
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		<description><![CDATA[Obwohl Bedřich Smetana (1824 &#8211; 1884), Bohuslav Martinů (1890 &#8211; 1959) und Petr Eben (1929 &#8211; 2007) drei unterschiedlichen Epochen, drei unterschiedlichen Komponistengenerationen und drei unterschiedlichen Stilrichtungen angehören, verbindet sie durch ihre tschechische Herkunft mehr, als man gemeinhin annehmen könnte. Bei böhmischen und mährischen Komponisten scheint sich ein schwer definierbares, jedoch unverkennbares Band der Gemeinsamkeiten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/05/The-Florestan-Trio-Czech-Piano-Trios.jpg" rel="shadowbox[post-2133];player=img;" class="liimagelink" title="The Florestan Trio - Czech Piano Trios"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-2137" title="The Florestan Trio - Czech Piano Trios" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/05/The-Florestan-Trio-Czech-Piano-Trios-150x150.jpg" alt="The Florestan Trio - Czech Piano Trios" width="150" height="150" /></a>Obwohl <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bed%C5%99ich_Smetana" title="Bedřich Smetana auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Bed_C5_99ich_Smetana?referer=');">Bedřich Smetana</a> (1824 &#8211; 1884), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bohuslav_Martin%C5%AF" title="Bohuslav Martinů auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Bohuslav_Martin_C5_AF?referer=');">Bohuslav Martinů</a> (1890 &#8211; 1959) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Petr_Eben" title="Petr Eben auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Petr_Eben?referer=');">Petr Eben</a> (1929 &#8211; 2007) drei unterschiedlichen Epochen, drei unterschiedlichen Komponistengenerationen und drei unterschiedlichen Stilrichtungen angehören, verbindet sie durch ihre tschechische Herkunft mehr, als man gemeinhin annehmen könnte. Bei böhmischen und mährischen Komponisten scheint sich ein schwer definierbares, jedoch unverkennbares Band der Gemeinsamkeiten durch die verschiedenen Generationen zu ziehen: Es ist eine Verbindung aus Kantabilität, volksmusikhaften Rhythmen und Melodien  und einer besonderen Wärme im Klang, die die tschechische Musik auszuzeichnen scheint, so zumindest das Klischee. Das britische <a href="http://www.florestantrio.com/" title="The Florestan Trio - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.florestantrio.com/?referer=');">Florestan Trio</a> hat nun auf seinem neuesten Album drei tschechische Klaviertrios aufgenommen. Das Erstaunliche an den ausgewählten Werken ist: Sie belegen und widerlegen das Klischee der tschechischen Musik gleichzeitig.<br />
<span id="more-2133"></span><br />
In der Musik ist eben nicht alles so linear, wie in unseren Vorstellungen davon. Als Smetana das  Klaviertrio schrieb, war er 31 Jahre alt, stand gerade am Anfang seiner Komponisten-Karriere und hatte durch einen Schicksalsschlag seine geliebte Tochter verloren. Die melancholischen Grundstimmung des Werkes steht musikalisch noch unüberhörbar unter dem Einfluss der damaligen Komponistengrößen, vor allem Robert Schumann und Franz Liszt. Von der typischen Volksmusikhaftigkeit Smetanas ist noch nichts zu hören. Trotzdem steckt in diesem Werk der Grundstein für einen eigenen Nationalstil. Aus der kraftvoll Strenge und Virtuosität der Vorbilder formt Smetana melancholische, wehmütige Melodien, die trotz aller Trauer, die in damals bewegte, eine für ihn typische Wärme beibehält.</p>
<p>Als Martinů 1930 sein erstes Klaviertrio  schrieb, befand er sich mitten in einer entscheidenden Phase seiner Komponisten-Laufbahn: Seit 1923 lebte er in Paris und hatte (endlich) seine Kompositionsstudien bei Albert Roussel vollendet. In Paris setzte er sich stark mit der kosmopolitischen Kulturszene der 1920er und 1930er auseinander: Vor allem die Rhythmik des Jazz und der Neoklassizismus Igor Stravinskys beeinflussten ihn nachhaltig, als er sein erstes von drei Klaviertrios schrieb, das den Untertitel &#8220;Cinq pièces brèves&#8221; &#8211; fünf kurze Stücke &#8211; trägt. <span style="font-size: xx-small;">Robert Philip, d</span>er Autor der Liner Notes des vorliegenden Albums, schreibt dazu:</p>
<blockquote><p>»<em>Musik, die aus kleinen Zellen  konstruiert ist (ein Wort, das Martinů selbst benutzte) und  insistierende Rhythmen hat, die sich über die herkömmliche  Regelmäßigkeit hinwegsetzen, teilweise durch jazzartige Einflüsse,  teilweise durch beißende Harmonien und teilweise durch ein  feingearbeitetes kontrapunktisches Netzwerk. Der Effekt ist eine  musikalische Sprache, die wie eine Art kubistische Rekonstruktion  barocker Techniken funktioniert.</em>«</p></blockquote>
<p>In der nervösen Rhythmik steckt also auch ein volksmusikhaftes Element (denn der Jazz entstand ja aus den Volksmusik der Nachkommen der US-amerikanischen Sklaven), etwas wie ungezähmte Wildheit einer noch nicht begradigten, unverfälschten Musik.</p>
<p>Petr Eben, einer der wichtigsten tschechischen Komponisten des 20. Jahrhunderts (wenn auch hierzulande noch recht unentdeckt), bezog sich bei seinem 1986 entstandenen Klaviertrio auf den Neoklassizismus Martinůs und seiner  Zeitgenossen und entwickelte daraus seinen eigenen Ansatz.</p>
<div id="attachment_2145" class="wp-caption alignright" style="width: 231px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/05/The-Florestan-Trio.jpg" rel="shadowbox[post-2133];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="The Florestan Trio - Quelle: florestantrio.com / Fotografie: Richard Lewisohn"><img class="size-medium wp-image-2145 " title="The Florestan Trio - Quelle: florestantrio.com / Fotografie: Richard Lewisohn" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/05/The-Florestan-Trio-300x204.jpg" alt="The Florestan Trio - Quelle: florestantrio.com / Fotografie: Richard Lewisohn" width="221" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">The Florestan Trio - Fotografie: Richard Lewisohn</p></div>
<p>Das Florestan Trio spielt diese drei eigenen, sehr unterschiedlichen Werke  eindringlich, präzise, bei Smetana melancholisch und bei Martinů und Eben mit der gebotenen rhythmischen Schärfe. Ihr Mut sich als nicht-tschechisches Ensemble an die beiden tschechischen Ikonen Smetana und Martinů zu wagen, ist beachtlich; sie so bravourös, so stringent zu meistern, ist nicht selbstverständlich, zeugt aber von ihrer Flexibilität. Denn Smetana, Martinů und Eben waren eben nicht nur drei <em>tschechische</em> Komponisten, die die heimische Musik nachhaltig geprägt haben, sie &#8216;gehören&#8217; auch dem Rest der Musikwelt, so wie sie selbst in ihren Werken Bezug auf die gesamte Musikwelt nahmen. Das Florestan Trio spielt diese Werke ebenso souverän, wie man es von einem tschechischen Ensemble erwarten würde. Und das ist schon ziemlich beeindruckend.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_2133_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Czech Piano Trios</strong> des <strong>Florestan Trio</strong> mit Werken von <strong>Bedřich Smetana</strong>, <strong>Bohuslav Martinů</strong> und <strong>Petr Eben</strong> ist am 21. Mai  2010 auf Hyperion Records (CDA67730) erschienen und  kann im   Fachhandel erworben   oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie →  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003C1SQ14?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003C1SQ14" title="The Florestan Trio - Czech Piano Trios auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B003C1SQ14?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B003C1SQ14&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Florestan-Trio/hnum/1837567/iampartner/n31" title="The Florestan Trio - Czech Piano Trios auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Florestan-Trio/hnum/1837567/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die  jeweilige Produktseite)</small> bestellt  werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Bedřich Smetana &#8211; Piano Trio in G Minor</li>
<li>Bohuslav Martinů &#8211; Piano Trio No, 1 &#8211; Cinq pièces brèves</li>
<li>Petr Eben &#8211; Piano Trio</li>
</ol>
<p><img src="http://vg09.met.vgwort.de/na/efade039581649c5b0f324c3fa4f46de" width="1" height="1" alt=""></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Piano Duo Trenkner/Speidel: Nikolai Rimsky-Korsakov &#8211; Scheherazade · Arthur Honegger &#8211; Pacific 231 · Maurice Ravel &#8211; Boléro</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/04/piano-duo-trenknerspeidel-nikolai-rimsky-korsakov-scheherazade-%c2%b7-arthur-honegger-pacific-231-%c2%b7-maurice-ravel-bolero/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2010/04/piano-duo-trenknerspeidel-nikolai-rimsky-korsakov-scheherazade-%c2%b7-arthur-honegger-pacific-231-%c2%b7-maurice-ravel-bolero/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 15:59:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Arthur Honegger]]></category>
		<category><![CDATA[Impressionismus]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Les Six]]></category>
		<category><![CDATA[Maurice Ravel]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolai Rimsky-Korsakov]]></category>
		<category><![CDATA[Spätromantik]]></category>

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		<description><![CDATA[Bearbeitungen für Klavier zu vier Händen (oder für zwei Klaviere) hatten bis weit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein eine eminente Bedeutung bei der Popularisierung von (neuer) klassischer Musik. Zwar verbreitete sich das Grammophon zunehmend und immer mehr Werke waren als Schallplatte erhältlich, doch waren die frühen Schallplatten zeitlich sehr begrenzt, die Aufnahmetechnik [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bearbeitungen für Klavier zu vier Händen (oder für zwei Klaviere) hatten bis weit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein eine eminente Bedeutung bei der Popularisierung von (neuer) klassischer Musik. Zwar verbreitete sich das Grammophon zunehmend und immer mehr Werke waren als Schallplatte erhältlich, doch waren die frühen Schallplatten zeitlich sehr begrenzt, die Aufnahmetechnik steckte noch in den Kinderschuhen (von einem natürlichen Klangbild konnte noch lange nicht die Rede sein) und die Auswahl der Aufnahmen beschränkte sich auf populäre Massenware. Neue Werke wurden selten aufgenommen. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Piano-Duo-Trenkner-Speidel-Ravel-Honegger-Rimsky-Korsakov.jpg" rel="shadowbox[post-1545];player=img;" class="liimagelink" title="Piano Duo Trenkner-Speidel - Ravel - Honegger - Rimsky-Korsakov"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1549" title="Piano Duo Trenkner-Speidel - Ravel - Honegger - Rimsky-Korsakov" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Piano-Duo-Trenkner-Speidel-Ravel-Honegger-Rimsky-Korsakov-150x150.jpg" alt="Piano Duo Trenkner-Speidel - Ravel - Honegger - Rimsky-Korsakov" width="150" height="150" /></a>Sie waren dem Konzertsaal oder der privaten Aufführung im bürgerlichen Ambiente vorbehalten. Darüber hinaus hatte das gemeinsame Musizieren und hier insbesondere das gemeinsame Musizieren am Klavier eine eigene <em>soziale</em> Rolle: Nahezu puritanisch anmutende Gesellschaftskonventionen machten es Männern und Frauen nicht leicht, sich (buchstäblich) näher zu kommen. Das gemeinsame Musizieren war auch ein willkommener Anlass, um sonst nicht schickliche räumliche Nähe zwischen den Geschlechtern zuzulassen.</p>
<p>Es war üblich von größeren symphonischen Werken Fassungen für Klavier, für Klavier-Duo und/oder für Klavier zu vier Händen anzufertigen. Das brachte den Komponisten eine lukrative zusätzliche Einnahmequelle und half bei der Verbreitung der neuen Werke, brachte sie auch ohne Orchester einem breiteren Publikum zu Gehör. Oft genug fertigen die Schüler oder Assistenten der Komponisten diese Arrangements an, in nicht seltenen Fällen arbeiteten die Komponisten selbst diese Bearbeitungen aus, die oft genug mit den Fassungen Dritter (zurecht!) nicht einverstanden waren. Auf der vorliegenden CD des Duos   <a href="http://www.mdg.de/artists/pianoduo.htm" title="Trenkner-Speidel-Duo auf mdg.de" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.mdg.de/artists/pianoduo.htm?referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.mdg.de/artists/pianoduo.htm?referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dtrenkner%26x%3D13%26y%3D5');" target="_blank" class="liexternal">Trenkner/Speidel</a> (mit den Pianistinnen Evelinde Trenkner und <a href="http://www.sontraud-speidel.de/" title="Sontraud Speidel - Homepage" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sontraud-speidel.de/?referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sontraud-speidel.de/?referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dtrenkner%26x%3D13%26y%3D5');" target="_blank" class="liexternal">Sontraud   Speidel</a>) finden sich drei Werke, die von  ihren Komponisten selbst für Klavier zu vier Händen  arrangiert wurden: Die Reduktion für Klavier zu vier Händen der symphonischen Suite <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Scheherazade_%28Rimski-Korsakow%29" title="N. Rimsky-Korsakov - Scheherazade auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Scheherazade_28Rimski-Korsakow_29?referer=');">Scheherazade</a>, op 35 (aus dem Jahre 1899) von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Andrejewitsch_Rimski-Korsakow" title="Eduard Napravnik auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Nikolai_Andrejewitsch_Rimski-Korsakow?referer=');">Nikolai Rimsky-Korsakov</a> (1844-1908); die Reduktion des symphonischen Satzes <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Pacific_231" title="A. Honegger - Pacific 231 auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Pacific_231?referer=');">Pacific 231</a> (1924) von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Honegger" title="Arthur Honegger auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Arthur_Honegger?referer=');">Arthur Honegger</a> (1892-1955) und der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bol%C3%A9ro" title="M. Ravel - Boléro auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Bol_C3_A9ro?referer=');">Boléro</a> von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Ravel" title="Maurice Ravel auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Maurice_Ravel?referer=');">Maurice Ravel</a> (1875-1937) in der Transkription für Klavier zu vier Händen (1929, ein Jahr später fertigte Ravel noch eine weitere Bearbeitung für zwei Klaviere an).<br />
<span id="more-1545"></span></p>
<p>Schon in der Vergangenheit hat das Duo Trenkner/Speidel sehr viel  Lob für ihre CDs mit Arrangements für vierhändiges Klavier bzw. für  Klavierduo erhalten. Kein Wunder, denn kaum hat man die ersten Noten ihres Spiels vernommen, schon merkt man, wie <em>symbiotisch</em> ihre künstlerische Verbindung ist. Es wirkt nicht so, als ob hier zwei autarke Persönlichkeiten sehr gut eingespielt miteinander musizieren würden, sondern so, als ob es den beiden Künstlerinnen gelänge, ihre Ausdrucksmöglichkeiten so sehr ineinander zu verschmelzen, dass ihr Spiel ein ein Ganzes (und nicht wie zwei Teile eines Ganzen) wirkt. Wenn man den beiden (übrigens auch als Solistinnen) bemerkenswerten Künstlerinnen  zuhört, möchte man stellenweise eher an ein pianistisches Wunderwesen mit vier Händen glauben, als an zwei Individuen, so harmonisch, so (ich sag es noch einmal) <em>symbiotisch</em> ist das Ergebnis.</p>
<div id="attachment_368" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/01/Maurice-Ravel.jpg" rel="shadowbox[post-1545];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Maurice Ravel"><img class="size-thumbnail wp-image-368 " title="Maurice Ravel" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/01/Maurice-Ravel-150x150.jpg" alt="Maurice Ravel" width="120" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Maurice Ravel</p></div>
<p>Die Arrangements mögen allesamt aus der Feder ihres Komponisten stammen, doch ansonsten halten sich die Ähnlichkeiten der Ausarbeitungen in Grenzen und das obwohl alle drei Werke in einem Zeitraum von 30 Jahren geschrieben wurden. Es war eben eine Zeit, in der viele Strömungen gleichzeitig existierten. Abgesehen von prinzipiellen stilistischen Unterschieden zwischen den drei Komponisten haben die ursprünglichen Kompositionen zumindest gemein, dass sie über ausgefeilte und wohl durchdachte Orchestrierungen verfügen. Diese Wuchtigkeit, mit der sich die Originale in Szene setzen, bleibt nicht immer erhalten. Während Rimsky-Korsakov und Honegger ihre Bearbeitungen nicht <em>Réduction </em>zufällig  nennen &#8211; und die Fassungen tatsächlich wie Reduzierungen der Originale wirken &#8211; ist Ravels Bearbeitung des <em>Boléro</em> eine <em>Transcription</em>, die viel stärker als Honeggers oder gar Rimsky-Korsakovs Bearbeitung darauf aus ist, die rhythmischen und klanglichen Orchestereffekte mit dem Klavier zu vier Händen zu imitieren, sie zu <em>umschreiben</em>.</p>
<div id="attachment_1555" class="wp-caption alignright" style="width: 130px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Arthur-Honegger.jpg" rel="shadowbox[post-1545];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Arthur Honegger"><img class="size-thumbnail wp-image-1555 " title="Arthur Honegger" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Arthur-Honegger-150x150.jpg" alt="Arthur Honegger" width="120" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Arthur Honegger</p></div>
<p>Honeggers <em>Pacific 231</em> (benannt nach einer Anfang des 20. Jahrhunderts weit verbreiteten, sehr schnellen Dampflok) in der reduzierten Fassung für Klavier zu vier Händen wirkt noch rhythmischer, als die Orchestervorlage. Durch die Konzentration auf das Klavier mit seinen melodischen und rhythmischen Möglichkeiten, wird Honeggers genialer Ansatz in gewisser Weise noch transparenter: Nicht das Tempo der Musik beschleunigt sich (wenn die Dampflok Fahrt aufnimmt), sondern die Notenwerte verkürzen sich, während das eigentliche Tempo stets dasselbe bleibt.</p>
<p>Hier ein experimenteller Kurzfilm von 1949, gedreht von Jean Mitry, mit der Originalmusik von Honegger (der Komponist dirigiert selbst):<br />
<code><br />
<object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/Bw-DukkgAmk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/Bw-DukkgAmk&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;color1=0x3a3a3a&amp;color2=0x999999" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></code></p>
<div id="attachment_1409" class="wp-caption alignleft" style="width: 130px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Nikolai-Rimsky-Korsakov.jpg" rel="shadowbox[post-1545];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Nikolai Rimsky-Korsakov"><img class="size-thumbnail wp-image-1409 " title="Nikolai Rimsky-Korsakov" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Nikolai-Rimsky-Korsakov-150x150.jpg" alt="Nikolai Rimsky-Korsakov" width="120" height="120" /></a><p class="wp-caption-text">Nikolai Rimsky-Korsakov</p></div>
<p>Rimsky-Korsakovs Fassung für Klavier zu vier Händen seines Wohl populärsten Werkes <em>Scheherazade</em> <small>(über Wohl und Wehe der Beschränkung Rimsky-Korsakovs auf ein Stück <a href="http://blog.codaex.de/2010/04/russian-national-orchestra-mikhail-pletnev-nikolai-rimsky-korsakov-orchestral-suites/" title="RNO, Mikhail Pletnev: N. Rimsky-Korsakov – Orchestral Suites auf blog.codaex.de" target="_self" class="liinternal">schrieb</a> ich im Zusammenhang mit der Neuveröffentlichung des Albums &#8220;Orchestral Suites&#8221; des Russian National Orchestra unter Mikhail Pletnev)</small> vermittelt einen ganz anderen Höreindruck, als das Original. Während Rimsky-Korsakovs Orchesterfassung in opulenten Klängen schwelgerisch wirkt und geradezu verschwenderisch mit den Klanfarben des Orchesters ausgestattet ist &#8211; Rimsky-Korsakov galt nicht zu Unrecht als ein Meister der Orchestrierung &#8211; ist die vorliegende Klavierfassung deutlich schlichter ausgefallen. Durch den Wegfall des Orchesters wirkt die Suite auf einmal gar nicht mehr so dezidiert <em>russisch</em>, wie die Vorlage: Am Klavier offenbart sich die durch und durch romantische Seele des Werkes. Es ist schon erstaunlich wie <em>anders</em> das Werk so reduziert nun wirkt. Wollte der Komponist eine andere Facette der Suite offenbaren oder ist der veränderte Höreindruck wirklich nur Ergebnis der Unmöglichkeit die Klangfarben der Klangfarben des Originals am Klavier zu imitieren?</p>
<p>Drei Orchesterwerke, dreimal auf unterschiedliche Art und Weise für Klavier zu vier Händen umgesetzt, dreimal einfühlsam und mit unglaublicher Präzision im synchronen Spiel  vom Duo Trenkner/Speidel interpretiert. Wenn man das Duo so muszieren hört, dann bereut man, dass diese Tradition heute so weit in den Hintergrund getreten ist. Andererseits: Es gibt noch genügend Material, dass das Duo einspielen kann.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_1545_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Das Album des <strong>Piano Duo Trenkner/Speidel</strong> mit Werken von <strong>Nikolai Rimsky-Korsakov</strong>, <strong>Arthur Honegger</strong> und <strong>Maurice Ravel</strong> für Klavier zu vier Händen erscheint am 23. April 2010 auf MDG (330 1616-2) und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie →  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B003DZBY90?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B003DZBY90" title="Trenkner-Speidel - Rimsky-Korsakov, Honegger, Ravel auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B003DZBY90?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B003DZBY90&amp;referer=');">amazon.de</a> und →<a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Klavierduo-Trenkner-Speidel/hnum/5717598/iampartner/n31" title="Trenkner-Speidel - Rimsky-Korsakov, Honegger, Ravel auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Klavierduo-Trenkner-Speidel/hnum/5717598/iampartner/n31?referer=');"> jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt  bzw.  vorbestellt werden.</p>
<p><em>Inhalt</em>:</p>
<ol>
<li>Nikolai Rimsky-Korsakov Sheherazade &#8211; Suite Symphonique op. 35. <em>Réduction pour Piano à 4 mains</em></li>
<li>Arthur Honegger &#8211; Pacific 231, Mouvement Symphonique. <em>Réduction pour Piano à 4 mains</em></li>
<li>Maurice Ravel &#8211; Boléro. <em>Transcription pour Piano à 4 mains</em></li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Piers Lane: J. S. Bach &#8211; Piano Transcriptions, Vol. 8 – Eugen d&#8217;Albert</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/03/piers-lane-j-s-bach-piano-transcriptions-vol-8-%e2%80%93-eugen-dalbert/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2010/03/piers-lane-j-s-bach-piano-transcriptions-vol-8-%e2%80%93-eugen-dalbert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2010 17:49:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Barock]]></category>
		<category><![CDATA[Eugen D'Albert]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Sebastian Bach]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Spätromantik]]></category>
		<category><![CDATA[Transkription]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht erst in jüngerer Zeit machen sich Musiker und Komponisten Gedanken über eine sinnvolle Reproduktion alter Musik. Schon in der Romantik und noch mehr in der Spätromantik haben sich Komponisten und Musikverleger darum bemüht, die &#8216;alten Meister&#8217; Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel adäquat umzusetzen. Was für das Verständnis mancher Originalklang-Puristen heute wie ein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht erst in jüngerer Zeit machen sich Musiker und Komponisten Gedanken über eine sinnvolle Reproduktion alter Musik. Schon in der Romantik und noch mehr in der Spätromantik haben sich Komponisten und Musikverleger darum bemüht, die &#8216;alten Meister&#8217; <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach" title="J. S. Bach auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach?referer=');">Johann Sebastian Bach</a> und Georg Friedrich Händel <em>adäquat</em> umzusetzen. Was für das Verständnis mancher Originalklang-Puristen heute wie ein unzulässiger Eingriff in die Komposition wirken mag, war damals, im Zeitalter <em>vor</em> der technischen Reproduzierbarkeit von Musik, der einzig sinnvolle Weg diese Musik auf damaligen Instrumenten <em>überhaupt</em> wiederzugeben. Wir dürfen nicht vergessen, dass das Musizieren im Hause damals die geläufigste Art der Musik war: So wie man heute CDs kauft, kaufte man damals Noten. Ein weiterer Grund für Transkriptionen war die nimmersatte Zunft der Berufspianisten, die spätestens seit Franz Liszt durch die Europa reisten und stets auf der Suche nach unverbrauchtem Material waren, an dem sie ihre Künste beweisen konnten. Den Bearbeitern Ferruccio Busoni, Max Reger, Eugen d&#8217;Albert etc. ging es um das <em>Erhalten</em> der Musik, um das Aufschließen der barocken Meister für ein Publikum, das eine andere Klangwelt gewohnt war.<br />
<span id="more-1103"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Bach-Piano-Transcriptions-Vol.-8-–-Eugen-dAlbert.jpg" rel="shadowbox[post-1103];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Bach Piano Transcriptions, Vol. 8 – Eugen d'><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1106" title="Bach Piano Transcriptions, Vol. 8 – Eugen d'Albert" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Bach-Piano-Transcriptions-Vol.-8-–-Eugen-dAlbert-150x150.jpg" alt="Bach Piano Transcriptions, Vol. 8 – Eugen d'Albert" width="150" height="150" /></a>Das britische Label <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/" title="Hyperion Records - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/?referer=');">Hyperion</a> veröffentlicht seit einigen Jahren in loser Folge diese Bach-Transkriptionen der Spätromantik: Nach Alben mit den Bearbeitungen von Ferruccio Busoni (Vol. 1 &amp; 2), Ignacy Friedman, Percy Granger und William Murdoch (Vol 3), Samuel Feinberg (Vol 4), Alexander Goedicke, Georgy Catoire und Alexander Siloti (Vol 5), Walter Rummel (Vol. 6) und Max Reger (Vol. 7) erscheint nun ein Album mit den Transkriptionen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eugen_d%E2%80%99Albert" title="Eugen d'Albert auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Eugen_d_E2_80_99Albert?referer=');">Eugen d&#8217;Albert</a>, eingespielt vom australischen Pianisten <a href="http://www.pierslane.com/" title="Piers Lane - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.pierslane.com/?referer=');">Piers Lane</a>, der sich bereits für Vol. 3 der Reihe verantwortlich zeigte und dafür von Seiten der Musikpresse allgemein hochgelobt wurde.</p>
<div id="attachment_1107" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Piers-Lane.jpg" rel="shadowbox[post-1103];player=img;" class="liimagelink" title="Piers Lane - Quelle: hyperion.co.uk"><img class="size-medium wp-image-1107" title="Piers Lane - Quelle: hyperion.co.uk" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Piers-Lane-214x300.jpg" alt="Piers Lane" width="150" height="209" /></a><p class="wp-caption-text">Piers Lane - Quelle: hyperion.co.uk</p></div>
<p>Eugen d&#8217;Albert (1864-1932) war, gelinde gesagt, ein exzentrischer Mensch: Nicht nur dass er sechs Mal verheiratet war (eine siebte Ehe wurde nur durch seinen Tod verhindert, der ihn ereilte, als er nach Riga reiste, um dort eine Eil-Scheidung von seiner sechsten Ehefrau durchführen zu lassen), er hatte auch eine <em>kreative</em> Vorstellung von seiner Nationalität: Er wuchs in Schottland als Sohn eines  in Deutschland geborenen französisch-italienischen Vaters und einer  englischen Mutter auf, siedelte aber 1884 nach ersten Erfolgen in England als Pianist und Komponist (unter anderem als Assistent von Arthur Sullivan) nach Deutschland über, nicht ohne seine nun frei gewählte patriotische Loyalität öffentlich in einer deutschen Zeitung kundzutun. So ließ er die Musikwelt wissen »<em>Vor allem lehne ich den Titel &#8220;englischer Pianist&#8221; ab! Leider habe ich eine beachtliche Zeit in jenem Land der Nebel studiert, aber während dieser Zeit habe ich absolut nichts gelernt. Wäre ich dort noch länger geblieben, es wäre mein völliger Ruin gewesen. Erst seit ich jenes barbarische Land verließ, habe ich begonnen zu leben. Und ich lebe nun für die einzigartige, wahre, glorreiche deutsche Kunst.</em>« Selbstredend hatte Eugen d&#8217;Albert damit alle Brücken zum Land seiner Jugend abgebrochen und die schwärmerische, aber naive Rede des 20-jährigen d&#8217;Albert mag dazu beigetragen haben, dass er in seinem Geburtsland fortan so gut es irgend ging ignoriert wurde. Vielleicht war es ja auch diese Deutschtümelei, die Adolf Hitler später bewog, d&#8217;Alberts einzig erfolgreiche Komposition, die Oper &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tiefland_%28Oper%29" title="Tiefland auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tiefland_28Oper_29?referer=');">Tiefland</a>&#8221; (1903) zu einer seiner Lieblingsopern zu küren.</p>
<p>Vor seinem Opernerfolg (und lange vor seinem verzweifelten Versuch diesen Erfolg mit zahlreichen folgenden Opern zu wiederholen), war Eugen d&#8217;Albert vor allem ein gefeierter Pianist und nach seiner selbst gewählten &#8216;Germanisierung&#8217; spielte er (natürlich) bevorzugt Beethoven und Bach. Bei Letzteren stand er jedoch schon bald vor dem Problem der umfangreichen Pedalstimmen, die Bach für mehrere seiner spektakuläreren Tasteninstrument-Stücke geschrieben hatte, die eben meistens primär <em>Orgelwerke</em> waren. Es lag nahe, diese Stücke entsprechend zu arrangieren, so dass sie auf dem Klavier bewältigt werden konnten und der <em>Pianist</em> d&#8217;Albert mit dem Bach, transkribiert vom <em>Komponisten</em> d&#8217;Albert glänzen konnte. Anders als Ferruccio Busoni wählte d&#8217;Albert nicht den Weg die Werke durch Ergänzungen klaviertauglich zu machen, im Gegenteil: d&#8217;Albert vereinfachte die Stücke, versuchte in seinen Transkriptionen den Grundcharakter, den vordergründigen Klangeindruck der Werke zu erhalten, in dem er sie entschlackte, ausdünnte. So klingen die Stücke, die auf der vorliegenden CD &#8220;Bach Piano Transcriptions Vol. 8&#8243; zusammengefasst sind manchmal verblüffend leicht und transparent (vor allem, wenn man anschließend die Original-Fassung auf der Orgel gegenhört). Piers Lane spielt diese Transkriptionen mit genau jenem romantisierenden Klang, mit dem auch d&#8217;Albert selbst wohl den barocken Kompositionen zu Leibe gerückt war. So anachronistisch uns heute solche Bearbeitungen erscheinen mögen, so wichtig sind sie, wenn man verstehen will, wie Bach durch die Jahrhunderte stets neu entdeckt, neu erfunden wurde. Und eines schimmert durch Lanes flüssig-weiches, aber dennoch präzises Spiel bei aller Vereinfachung und bei aller Romantik immer wieder durch: Wenn d&#8217;Albert es tatsächlich wichtig war, die <em>Essenz</em> der Bachwerke am Klavier nachzuformen, ohne zu viel Eigenes hinzuzufügen, so kann man nur konstatieren, dass ihm das mit seinen Bearbeitungen gelungen ist. Es mag nicht viel d&#8217;Albert in diesen Bearbeitungen stecken, aber es steckt &#8211; trotz der Vereinfachungen &#8211; immer noch eine Menge Bach darin.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_1103_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Bach Piano Transcriptions 8</strong> mit den Bearbeitungen von <strong>Eugen d&#8217;Albert</strong>,  eingespielt von <strong>Piers Lane</strong>, wird  am  19. März 2010 auf Hyperion (CDA 67709)  erscheinen und kann im  Fachhandel erworben oder  bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/Bach-Klaviertranskriptionen-8-Piers-Lane/dp/B0034JV6FM%3FSubscriptionId%3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ%26tag%3Dklassikdtdast-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0034JV6FM" title="Bach Transcriptions 8 - Eugen d'Albert auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/Bach-Klaviertranskriptionen-8-Piers-Lane/dp/B0034JV6FM_3FSubscriptionId_3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ_26tag_3Dklassikdtdast-21_26linkCode_3Dxm2_26camp_3D2025_26creative_3D165953_26creativeASIN_3DB0034JV6FM?referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/4297617/iampartner/n31" title="Bach Transcriptions 8 - Eugen d'Albert auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/4297617/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt    werden.</p>
<p><em>Tipp</em>: Auf der <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/al.asp?al=CDA67709" title="Bach Transcriptions 8 - Eugen d'Albert auf hyperion-records.co.uk" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/al.asp?al=CDA67709&amp;referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/al.asp?al=CDA67811&amp;referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F');" target="_blank" class="liexternal">Produktseite</a> auf <em>hyperion-records.co.uk</em> kann man in alle Stücke des Albums   hineinhören und die Liner Notes  (auch auf Deutsch) lesen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Passacaglia in C minor, BWV582, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
<li>Fantasia and Fugue in C minor, BWV537, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert </em></li>
<li>Prelude and Fugue in G major, BWV541, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
<li>Toccata and Fugue in F major, BWV540, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
<li>Prelude and Fugue in A major, BWV536, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
<li>Prelude and Fugue in F minor, BWV53, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
<li>Toccata and Fugue in D minor &#8216;Dorian&#8217;, BWV538, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
<li>Prelude and Fugue in D major, BWV532, <em>arr. Eugen d&#8217; Albert</em></li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Academy of St. Martin in the Fields, Neville Marriner: Gordon Getty &#8211; Orchestral Music</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/03/academy-of-st-martin-in-the-fields-neville-marriner-gordon-getty-orchestral-music/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 12:28:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Spätromantik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer wie Gordon Getty, Sohn des legendären Öl-Tycoons Jean Paul Getty, zu den reichsten Menschen der USA gehört, der mag (so die Vorstellung jener, die wie ich nicht dazu gehören) ein leichtes Leben haben, in dem nur jeder erdenkliche Wunsch erfüllbar scheint. Als Komponist jedoch kann der Name (und das Geld) eine Bürde sein: Der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer wie <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Gordon_Getty" title="Gordon Getty auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Gordon_Getty?referer=');">Gordon Getty</a>, Sohn des legendären Öl-Tycoons <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jean_Paul_Getty" title="Jean Paul Getty auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Jean_Paul_Getty?referer=');">Jean Paul Getty</a>, zu den reichsten Menschen der USA gehört, der mag (so die Vorstellung jener, die wie ich nicht dazu gehören) ein leichtes Leben haben, in dem nur jeder erdenkliche Wunsch erfüllbar scheint. Als Komponist jedoch kann der Name (und das Geld) eine Bürde sein: Der Verdacht, man würde sich Aufmerksamkeit aus reinem Geltungsbedürfnis erkaufen, steht sofort (wenn auch meistens unausgesprochen) im Raum. Beispiele für solch einen Generalverdacht mag es reichlich geben, wenn man bedenkt, wie viele Millionäre (und Millionärsgattinnen!) sich singend, tanzend und schauspielend blamiert haben: Man erinnere sich nur an die legendäre <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Florence_Foster_Jenkins" title="Florence Foster-Jenkins auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Florence_Foster_Jenkins?referer=');">Florence Foster-Jenkins</a>, der schlechtesten Sängerin aller Zeiten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Gordon Getty ist keiner dieser sich selbst überschätzenden Millionäre, er hat sein Handwerk von Grund auf gelernt, seine Aufnahmen und Aufführungen sind nicht teuer erkauft, sondern wohl verdienter Lohn eines Komponisten.<br />
<span id="more-1047"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Gordon-Getty-Orchestral-Works.jpg" rel="shadowbox[post-1047];player=img;" class="liimagelink" title="Gordon Getty - Orchestral Works"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1048" title="Gordon Getty - Orchestral Works" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Gordon-Getty-Orchestral-Works-150x150.jpg" alt="Gordon Getty - Orchestral Works" width="150" height="150" /></a>Nach vier Alben mit Vokalmusik, erscheint nun beim audiophilen Label <a href="http://www.pentatonemusic.com/" title="PentaTone Classics - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.pentatonemusic.com/?referer=');">PentaTone</a> ein Album mit einigen Orchesterwerken von Gordon Getty, eingespielt von der berühmten <a href="http://www.asmf.org/" title="Academy of St. Martin in the Fields - Homepage" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.asmf.org/?referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.asmf.org/?referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dgetty%26x%3D0%26y%3D0');" target="_blank" class="liexternal">Academy  of St. Martin in the Fields</a> unter ihrem Gründer und langjährigem  Leiter Neville Marriner. Getty bezeichnet sich selbst als altmodischen Komponisten: »<em>Ich bin zu zwei Dritteln ein Komponist des 19. Jahrhunderts</em>« und in der Tat: Hört man die hier zusammengefassten Orchesterwerke, so glaubt man, es hätte keinen Ives, keinen Schönberg und keinen Varèse, erst recht keinen Stockhausen oder Glass gegeben. Sein musikalisches Vokabular ist eine gut anzuhörende Mischung aus spätromantischen und neoklassizistischen Elementen und erinnert mit den auffällig tänzerischen Rhythmen an die frühen Ballettmusiken Igor Stravinskys, freilich ohne den revolutionären Ansatz, der einst das musikalische 20. Jahrhundert einläutete. Man muss schon einen Faible für solche Musik haben, um mit Gettys Musik aus einer anderen Zeit warm zu werden: Getty ist kein Erneuerer, er ist ein Bewahrer, ein Nostalgiker sogar.</p>
<p>Die Academy of St. Martin in the Fields spielt wie immer makellos. Neville Marriner gelingt es, die rhythmisch-tänzerischen Sequenzen in Gettys Kompositionen schwungvoll auszuarbeiten: Gerade das Hauptwerk des Albums, die Ballettmusik &#8220;Ancestors Suite&#8221; mit ihren zahlreichen Tänzen, 2009 in Russland uraufgeführt, könnte man sich nicht besser, nicht nostalgischer, nicht <em>altmodischer </em>vorstellen, denn genauso ist Gettys Musik intendiert. Die Aufnahmetechnik des Albums ist, wie immer bei PentaTone-Neuveröffentlichungen, absolut makellos; das Booklet ist schlicht und informativ gehalten und wenn man einmal die holprige deutsche Übersetzung ignoriert, so erfährt man in den Liner Notes vieles über Gettys Musik und seinen musikalischen Hintergrund.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_1047_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die SACD <strong>Orchestral Works</strong> mit Werken von <strong>Gordon Getty</strong>, eingespielt von der <strong>Academy of St. Martin in the Fields</strong> unter der Leitung von <strong>Neville Marriner</strong> erscheint am 19. März 2010 auf PentaTone (5186 356)  und kann im  Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern  wie → <a href="http://www.amazon.de/Orchesterwerke-Marriner/dp/B0031O7V7C%3FSubscriptionId%3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ%26tag%3Dklassikdtdast-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0031O7V7C" title="Gordon Getty - Orchestral Works auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/Orchesterwerke-Marriner/dp/B0031O7V7C_3FSubscriptionId_3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ_26tag_3Dklassikdtdast-21_26linkCode_3Dxm2_26camp_3D2025_26creative_3D165953_26creativeASIN_3DB0031O7V7C?referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Gordon-Getty-Orchesterwerke/hnum/5916954/iampartner/n31" title="Gordon Getty - Orchestral Works auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Gordon-Getty-Orchesterwerke/hnum/5916954/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt   werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Overture &#8216;Plump Jack&#8217;</li>
<li>Ancestor Suite</li>
<li>Tiefer und Tiefer</li>
<li>Homework Suite</li>
<li>The Fiddler of Ballykeel</li>
<li>Raise the Colors</li>
</ol>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ilona Then-Bergh &amp; Michael Schäfer: Sylvio Lazzari / Volkmar Andreae &#8211; Sämtliche Werke für Violine und Klavier</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/02/ilona-then-bergh-michael-schafer-sylvio-lazzari-volkmar-andreae-samtliche-werke-fur-violine-und-klavier/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2010/02/ilona-then-bergh-michael-schafer-sylvio-lazzari-volkmar-andreae-samtliche-werke-fur-violine-und-klavier/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 21 Feb 2010 16:56:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Fin De Siècle]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Spätromantik]]></category>
		<category><![CDATA[Sylvio Lazzari]]></category>
		<category><![CDATA[Volkmar Andreae]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Binsenweisheit besagt: »Nicht alles, was in der Musik hörenswert wäre, wird gehört; nicht alles, was gehört wird, ist wirklich hörenswert« Jeder, der sich mit Musik gleich welcher Art beschäftigt, erfährt sofort, dass Erfolg und Bekanntheitsgrad eines Werkes oder eines Künstlers nur ein sehr zweifelhafter Gradmesser für die Qualität der Musik ist; umgekehrt ist gewiss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_840" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Ilona-Then-Bergh.jpg" rel="shadowbox[post-836];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Ilona Then-Bergh, Bild © genuin.de"><img class="size-thumbnail wp-image-840" title="Ilona Then-Bergh, Bild © genuin.de" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Ilona-Then-Bergh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Ilona Then-Bergh, Bild © genuin.de</p></div>
<div id="attachment_841" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Markus-Schäfer.jpg" rel="shadowbox[post-836];player=img;" class="liimagelink" title="Markus Schäfer, Bild © genuin.de"><img class="size-thumbnail wp-image-841" title="Markus Schäfer, Bild © genuin.de" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Markus-Schäfer-150x150.jpg" alt="Markus Schäfer" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Markus Schäfer, Bild © genuin.de</p></div>
<p>Eine Binsenweisheit besagt: »Nicht alles, was in der Musik hörenswert wäre, wird gehört; nicht alles, was gehört wird, ist wirklich hörenswert« Jeder, der sich mit Musik gleich welcher Art beschäftigt, erfährt sofort, dass Erfolg und Bekanntheitsgrad eines Werkes oder eines Künstlers nur ein sehr zweifelhafter Gradmesser für die Qualität der Musik ist; umgekehrt ist gewiss nicht alles Gold, was auf goldenen Schallplatten glänzt. Wer das nicht glauben will, der mag einfach nur ein beliebiges Mainstream-Radio einschalten und hören, was uns dort vorgedudelt wird. Zwar ist der Klassik-Sektor bisher weitgehend von solchen Manipulationen verschont geblieben, doch auch hier häufen sich die Versuche dem Hörer ein X (für x-beliebig) für ein U, <em>Pardon</em>, für ein E (wie E-Musik) vorzumachen. Auch der eine oder andere Klassiksender beschränkt sich bei seinem Programm auf die &#8216;Greatest Hits&#8217; oder noch schlimmer, auf die bekannten Themen der &#8216;Greatest Hits&#8217;, wie schauderhaft!<br />
<span id="more-836"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/lazzari.jpg" rel="shadowbox[post-836];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Sylvio Lazzari / Volkmar Andreae - Sämtliche Werke für Violine und Klavier"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-845" title="Sylvio Lazzari / Volkmar Andreae - Sämtliche Werke für Violine und Klavier" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/lazzari-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie wundervoll ist es hingegen, wenn sich Künstler als Forscher betätigen und in den Archiven Vergessenes und Seltenes zu Tage fördern, das bisher ungehört bliebt und das nun dem Entdecker unter den Musikfreunden zu Gehör gebracht wird. Das Münchener Kammerduo Ilona Then-Bergh (Violine) und Michael Schäfer (Klavier) hat auf seiner neuen CD für das Dresdner Label <a href="http://www.genuin.de" title="genuin.de - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.genuin.de?referer=');">Genuin</a> mit Werken für Violine und Klavier der <em>Fin-De-Siècle</em>-Komponisten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Sylvio_Lazzari" title="Sylvio Lazzari auf en.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Sylvio_Lazzari?referer=');">Sylvio Lazzari</a> (1857-1944) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Volkmar_Andreae" title="Volkmar Andreae auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Volkmar_Andreae?referer=');">Volkmar Andreae </a>(1879-1962) solch vergessene Kleinode zu Tage gefördert und was man zu hören kriegt, ist sowohl kompositorisch, als auch interpretatorisch Kammermusik vom Feinsten, nur eben solche, die abseits der eingetretenen Wege der Kammermusik für Violine und Klavier stattfindet.</p>
<div id="attachment_846" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Sylvio-Lazzari.jpg" rel="shadowbox[post-836];player=img;" target="_blank" class="liimagelink" title="Sylvio Lazzari"><img class="size-thumbnail wp-image-846" title="Sylvio Lazzari" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Sylvio-Lazzari-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Sylvio Lazzari</p></div>
<p>Sylvio Lazzari, geboren im damals noch österreichischen Bozen (heute bekanntermaßen als <em>Bolzano</em> ein Teil der autonomen Region Südtirol in Italien), reiste nach einem Jurastudium in Wien nach Paris, um dort am Konservatorium zu studieren. Dort ließ es sich dauerhaft nieder und wurde 1896 französischer Staatsbürger. Zu diesem Zeitpunkt war er schon eine bekannte Figur im musikalischen Leben der Hauptstadt, u.a. war er Präsident der französischen Wagner-Gesellschaft. Seine Wahlheimat Frankreich und seine glühende Verehrung für Richard Wagner sind dann auch die beiden Haupteinflüsse auf seine Musik gewesen. Seine Sonate für Violine und Klavier in E-Dur, op. 24 von 1894 ist eine faszinierende Mischung aus Wagner&#8217;schen Zitaten und impressionistischen Klängen (immerhin war Lazzaris Freund und ehemalige Lehrer César Franck), dies alles in Form einer Beethoven&#8217;schen Sonate (speziell der Kreutzersonate). Erfreulich, dass Ilona Then-Bergh bei ihrem Spiel auf allzu süßlichen oder pathetischen Klang verzichtet und so die gesamte Bandbreite der Fin-De-Siècle-Komposition mit all ihren konkurrierenden und widersprüchlichen Tendenzen ausgestaltet. Gerade bei den ersten beiden Sätzen entpuppt sich Lazzari als überaus versierter und eigenständiger Komponist, der geschickt sein zweigeteiltes musikalisches Credo in eine stringente Form bringt.</p>
<div id="attachment_847" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Volkmar-Andreae.jpg" rel="shadowbox[post-836];player=img;" class="liimagelink" title="Volkmar Andreae"><img class="size-thumbnail wp-image-847" title="Volkmar Andreae" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Volkmar-Andreae-e1266759521963-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Volkmar Andreae</p></div>
<p>Weniger französisch als bei Lazzari geht es in der Sonate für Violine und Klavier in D-Dur, op. 4 zu des Schweizer Dirigenten und Komponisten Volkmar Andreae zu. Andreaes Œuvre als Komponist ist, wie so oft bei Dirigenten, heutzutage völlig in Vergessenheit geraten. Das Vorurteil, das Dirigenten das Komponieren nur nebenher betreiben und <em>Kapellmeistermusik</em> schreiben (und gibt es nicht genügend Beispiele, wo dies so sein mag?), kann beim Anhören der Violinsonate Andreaes beim besten Willen nicht bestätigt werden. Der langjährige Dirigent des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tonhalle-Orchester_Z%C3%BCrich#Chefdirigenten" title="Tonhalle-Orchester Zurich auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tonhalle-Orchester_Z_C3_BCrich_Chefdirigenten?referer=');">Tonhalle-Orchester Zürich</a> belegt, dass er bei seiner Sonate, die er als 25-jähriger 1904 schrieb, sehr genau die klassischen Formen der Sonate beherrschte und mit Leben und Persönlichkeit zu füllen wusste. Seine Anklänge an Wagner <em>und</em> Brahms (!) werden von Then-Bergh und Schäfer als Ausdruck einer Zeit gedeutet, in der sich das scheinbar Unvereinbare sehr wohl vereinbaren ließ (fast schon im postmodernen Sinne). Standen sich Brahms und Wagner als führende Vertreter zweier Auffassungen gegenüber (und ihre Anhänger sogar noch viel mehr), so schafft Andreae in seiner Musik eine Synthese aus beiden und so schaffen es wiederum die beiden Musiker diesen aufgelösten Antagonismus lebendig zu gestalten. Hört man diese Aufnahmen, dann wird einem klar, was im Booklet der »Schmelztiegel-Charakter« der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts genannt wird, der in die komplexe und sehr individuelle Fin-de-Siècle-Ästhetik Lazzaris und Andreaes mündete.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="" width="50" height="50" />Die hörenswerte Einspielung mit hörens- und entdeckenswerten <strong>Werken für Violine und Klavier</strong> von <strong>Sylvio Lazzari</strong> und <strong>Volkmar Andreae</strong>, gespielt von <strong>Ilona Then-Bergh &amp; Michael Schäfer</strong>, erhält das Prädikat »<span style="text-decoration: underline;">Die besondere CD</span>« Februar 2010 auf <em>blog.codaex.de</em><br style="clear: both;" /></p>
<div id="gdsr_mureview_block_836_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Sylvio Lazzari / Volkmar Andreae &#8211; Sämtliche Werke für Violine und Klavier</strong> von <strong>Ilona Then-Bergh &amp; Michael Schäfer </strong>ist am 19. Februar 2010 auf Genuin erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/S%C3%A4mtliche-Werke-f%C3%BCr-Violine-Klavier/dp/B0035WARX0%3FSubscriptionId%3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ%26tag%3Dklassikdtdast-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0035WARX0" title="Sylvio Lazzari / Volkmar Andreae - Sämtliche Werke für Violine und Klavier bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/S_C3_A4mtliche-Werke-f_C3_BCr-Violine-Klavier/dp/B0035WARX0_3FSubscriptionId_3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ_26tag_3Dklassikdtdast-21_26linkCode_3Dxm2_26camp_3D2025_26creative_3D165953_26creativeASIN_3DB0035WARX0?referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/8976633/iampartner/n31" title="Sylvio Lazzari / Volkmar Andreae - Sämtliche Werke für Violine und Klavier bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/8976633/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p>Inhalt:</p>
<ol>
<li>Sylvio Lazzari: Sonate für Violine und Klavier in E-Dur, op. 24</li>
<li>Sylvio Lazzari: Scherzo in gis-Moll für Violine und Klavier</li>
<li>Volkmar Andreae: Sonate für Violine und Klavier in D-Dur, op. 4</li>
</ol>
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