In der Rubrik Vorschau wird am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Ein Teil dieser vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen
Traditionell erscheinen im Januar immer besonders viele neue Titel auf dem Tonträger-Markt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 20. Januar 2012.
Die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter mit Infos zu allen anstehenden Veröffentlichungen im Codaex-Vertrieb kann man → hier abonnieren.
Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Vokalmusik 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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Wie erfreulich! Schon wieder wurde eine Nischen-Veröffentlichung im Codaex-Vertrieb als »CD der Woche« beim Deutschlandradio Kultur ausgezeichnet. Letzte Woche was es die Erstaufnahme des Dreiakters Don John of Austria von Isaac Nathan (ca. 1792-1864), der (fast vergessenen) Geburtsstunde der australischen Musik, diese Woche ist es das CD-Debüt des israelisch-britischen Trios A Garden of Eloquence, das mit seiner Aufnahme der “Songs for the Lute, Viol and Voice” des in Vergessenheit geratenen englischer Sängers, Lautenisten und Komponisten John Danyel (1564- ca. 1626) nicht nur ein sehr interessantes Album vorgelegt hat, sondern auch ein Stück beachtenswerte Musikgeschichte wiederbelebt hat.
Redakteurin Eva Blaskewitz meint dazu:
»Die Lieder sind zarter Ausdruck zwischenmenschlicher Gefühle, hauchfeine musikalische Liebesdichtungen, die Katharine Hawnt mit silbrig schimmernder Stimme zum Leben erweckt.«
Den vollständigen Artikel zur »CD der Woche« kann man → hier nachlesen.
Eine ausführliche Kritik (mit Hörbeispiel) zum Album kann man → hier im Blog finden.
Die CD John Danyel: Songs to Mistress Anne Greene von A Garden of Eloquence ist am 15. Juli 2011 auf Etcetera (KTC 1423) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
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Viel ist über John Danyel (1564- ca. 1626) heutzutage nicht bekannt, gerade einmal dass er ein englischer Sänger, Lautenist und Komponist war. John war der jüngere Bruder des seinerzeit bekannten Dichters Samuel Danyel (1562–1619), dessen Dichtungen oft vertont wurden, auch von John. Kurz vor seinem Tode, im Jahre 1625, wurde John Danyel der Kammerlautenist und -sänger am Hofe des glücklosen englischen Königs Karl I., der später, 1949, von Oliver Cromwell gestürzt und wegen Hochverrats verurteilt und enthauptet werden sollte.
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Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für Renaissance-Musik: Die poetischen Texte und die schlicht arrangierten Melodien sind auch heute noch aktuell. Erstaunlich, wie sehr uns diese alte Musik heute noch ansprechen kann, mehr noch: Die Lieder der Renaissance scheinen uns näher zu sein, als vieles, was dazwischen kam und was uns chronologisch näher liegt. Sogar die sogenannte U-Musik greift immer wieder auf sie zurück, man denke nur an das Album des Pop- und Rocksängers Sting mit Liedern von John Dowland (“Songs from the Labyrinth”, Deutsche Grammophon, 2006) oder an die zahlreichen Adaptionen, die italienische und französische Chansonniers in den 1960er und 1970er Jahre immer wieder zu Gehör brachten. Nun haben der weibliche Gesangsstar der Alte-Musik-Szene, die englische Sopranistin Carolyn Sampson und der Lautist Matthew Wadsworth einen Konzertmitschnitt vom 7. Dezember 2008 aus der Wigmore Hall in London unter dem Titel “Not just Dowland – Songs for soprano and lute” veröffentlicht, auf dem Lieder (und Solo-Stücke für Laute und Theorbe) der englischen und italienischen Renaissance zu hören sind, wie der Titel schon sagt, beileibe nicht nur von John Dowland.
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