Posts Tagged “Robert Schumann”
F ür das Debüt des deutschen Cello-Nachwuchsstars Benedict Klöckner (Jahrgang 1989; 2010 1. Preisträger des New Talent Wettbewerbs der EBU) hat sich das Leipziger Label Genuin für ein interessantes Experiment eingelassen: Ausgewählte wurde das bekannte Cellokonzert in a-Moll, op. 129 von Robert Schumann (1810-1856), jedoch in zwei völlig neuen Besetzungsvariationen: Zum einen in einer Fassung für Cello und Streichorchester, zum anderen in einer Fassung für Cello Quartett. Letzteres wurde von den vier Cellisten Benedict Klöckner und Leander Kippenberg, Lukas Sieber sowie Michael Preuß eingespielt, die Streicherfassung entstand abermals mit Benedict Klöckner als Solisten und der Deutschen Streichephilharmonie unter Michael Sanderling. Dieses “Spitzen-Nachwuchsstar musiziert mit Spitzen-Nachwuchsorchester”-Konzept fand in der Rubrik »Take 5« beim mitteldeutschen Kultursender mdr Figaro lobende Erwähnung.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Cello, Konzert, mdr figaro, Robert Schumann, Romantik
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Unser Gast-Rezensent Nils-Christian Engel studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Prag, Leipzig und Halle (Saale). Er arbeitet als PR-Journalist, bevorzugt an Streicherthemen, mit der persönlichen Begeisterung eines Amateur-Cellisten.
„Une soirée chez Brahms“ – wer wollte das nicht? Unter diesem verlockenden Titel haben der Cellist Franz Ortner und die Pianistin Caroline Boirot bei Lyrinx eine hörenswerte Aufnahme romantischer Kammermusik eingespielt. Zwei junge Musiker zelebrieren die Freundschaft, nach den Begriffen einer vergangenen Zeit.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Cello, Gast-Rezension, Johannes Brahms, Kammermusik, Klavier, Robert Fuchs, Robert Schumann, Romantik, Theodor Kirchner
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 Frühe Ballade: Cerveri de Girona, Balada - Si voletz que•m laix d'amar (Quelle: Wikipedia)
Ursprünglich war »Ballade« ein Begriff der mittelalterlichen Troubadourtradition in der Romania (vgl. dazu bsplw. Italienisch ballare, Okzitanisch balar= tanzen) und bezeichnete das frei gestaltete Tanzlied, entwickelte sich aber im Laufe der Jahre immer mehr zur festen Form mit wiederkehrenden Strophen und einem narrativen Inhalt. Thematisch waren diese Inhalte breit gefächert, je nach Landschaft und Sprache, tendierten aber alle zu dramatischen Stoffen: Vater- Gatten- und Bruder-Morde, blutige Kriege, rächende Wiedergänger, wunderbare Rettungsaktionen und verhängnisvolle Verzauberungen durch Elfen und Feen.
Endes des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Balladen besonders in Deutschland beliebt- Die Schriftsteller der Zeit übertrugen diese aus den englischen, keltischen oder skandinavischen Vorlagen: Herder, Goethe, Eichendorff und etliche andere schrieben äußerst populäre Balladen. Die romantischen Komponisten entdeckten die über alle Maßen dramatischen Texte für sich und schufen innerhalb der Gattung Lied einige bekannte Balladen, man denke von an den Erlkönig von Schubert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ebbten die deutschsprachigen Balladen wieder ab; nun waren es vor allem englischsprachige Komponisten die Balladen vertonten, noch pathetischer, noch anrührender als die deutschen Vorgänger und für heutige Ohren fast ins Lächerliche puritanisch. De facto sollte beispielsweise die Ballade The Lost Chord von Arthur Sullivan bald nach dem ersten Weltkrieg Zielscheibe zahlreichender beißender Verballhornungen werden. Die Zeiten hatten sich geändert. Hintersinn und Ironie zeichnen schließlich auch in der Ballade The Tale Of The Oyster des US-amerikanischeb Musical-Komponisten Cole Porter aus. In der populären Pop- und Rockmusik heute bezeichnet man sentimentale, langsame Songs als Balladen, so sind ausgerechnet viele Hardrock-Gruppen für ihre übermäßig sentimentalen (und bisweilen sehr kitschigen) Balladen bekannt.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Arthur Sullivan, Ballade, Carl Loewe, Charles Villiers Stanford, Cole Porter, Cyril Scott, Franz Schubert, Gustav Mahler, Hugo Wolf, Johannes Brahms, Lied, Louis Emanuel, Ludwig van Beethoven, Moderne, Robert Schumann, Romantik, Spätromantik, Wiener Klassik
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Das Konzeptalbum ist ein Begriff, den man eigentlich nur aus der Rockmusik kennt. Dort arbeiteten experimentierfreudige Musiker Mitte/Ende der 1960er Jahre die Idee eines übergeordneten Konzepts, einer verbindenden “Story” oder “Idee” auf einem Musikalbum heraus. Man denke einmal an bekannte Alben wie Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967) der Beatles, Days of Future Passed (1967) von The Moody Blues, The Lamb Lies Down On Broadway (1974) von Genesis oder – noch etwas später – The Wall (1979) von Pink Floyd.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Barock, Countertenor, Geoffrey Burgon, Giovanni Kapsberger, Henry Howells, Henry Purcell, John Dowland, Laute, Lied, Moderne, Renaissance, Robert Schumann, Romantik, Rory Boyle, Spätromantik, Thomas Campion, Wiener Klassik, Wolfgang Amadeus Mozart
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Nicht so populär wie das Klavierquartett, op. 44 und das Klavierquintett, op.47, nicht einmal so bekannt wie die Streichquartette, op. 41, 1-3, sind die drei Klaviertrios von Robert Schumann (1810-1856). Dies ist eigentlich erstaunlich, handelt es sich doch um ausgesprochen freundliche, liebenswürdige und äußerst gelungene Werke. Ob es daran liegt, dass sie, anders als die meisten anderen Kammermusikwerke (die Streichquartette, das Klavierquintett, das Klavierquartett und die vier Phantasiestücke, op. 88) nicht 1842 – dem Kammermusikjahr Schumanns – sondern einige Jahre später, nämlich 1847 (Nos. 1 & 2) und 1851 (No. 3) entstanden sind? Bei der Rezeption Schumanns neigt(e) man ja zu Schubladendenken – ich hoffe, das gerade abgelaufene Schumann-Jahr hat in dieser Hinsicht einiges zurecht gerückt – wundern würde es mich nicht, wenn man die späteren Kammermusikwerke aufgrund ihres Entstehungsdatums in der Vergangenheit eher missachtet hätte.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Ilya Gringolts, Kammermusik, Klaviertrio, Robert Schumann, Romantik
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In der Rubrik “Internet-Tipp zum Monatsende” präsentiere ich zum Monatsende besondere Audio- oder Video-Fundstücke aus dem Internet von arriviereten Codaex-Künstlern: Einfach nur so – aus Freude an der Musik.
Der junge Berliner Pianist Martin Helmchen gilt als derzeit einer der gefragtesten Pianisten für das romantische Repertoire des 19. Jahrhunderts. Durch sein sensibles Spiel stellt er sich in die große deutsche Tradition der romantischen Pianisten und erfreut sein Publikum immer wieder mit gefühlvoll-sinnlichen Einspielungen von Werken von Schubert, Mendelssohn, Brahms oder Schumann.
Derzeit kann man sich von seinen pianistischen und interpretatorischen Fähigkeiten mit dem “Musikstück der Woche”, der Arabeske für Klavier C-Dur, op. 18 von Robert Schumann (1810-1856) beim südwestdeutschen Kultursender SWR 2 überzeugen, das man dort kostenlos downloaden (Link s. unten) oder anhören kann. Es handelt sich dabei um einen Live-Mitschnitt aus der SWR-Konzertreihe “Internationale Pianisten in Mainz”, aufgenommen im Frankfurter Hof im Januar 2009.
Martin Helmchen: Robert Schumann – Arabeske für Klavier C-Dur, op. 18 (als ‘Musikstück der Woche’ bei swr2.de)
► klicken zum abspielen | DOWNLOAD → hier (rechte Maustaste klicken und “Speichern unter…” auswählen)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Die aktuelle SACD des Pianisten Martin Helmchen: Felix Mendelssohn Bartholdy – The Pianos Concertos · Rondo brilliant, op. 29 ist am 17. September 2010 bei PentaTone Classics (PTC 5186366) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Schlagwörter: Download, Klavier, kostenlos, Martin Helmchen, Robert Schumann, Romantik, SWR2
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Kommt es mir nur so vor, oder ist es tatsächlich so, dass die Leistungsspitze bei den Kammermusikensembles, speziell im deutschsprachigen Raum, größer geworden ist? Heute könnte ich ad hoc über ein halbes Dutzend Kammermusik-Ensembles aus dem Deutschland und Österreich nennen, die ich ohne zu zögern der absoluten Weltspitze zurechnen würde (das Artemis Quartett, das Auryn Quartett, das Gewandhaus-Quartett, das Hagen Quartett, das Leipziger Streichquartett, das Mandelring-Quartett, das Razumovsky Quartett und das Fauré Quartett – und ich bin sicher, ich habe einige wichtige Vertreter vergessen; von den zahlreichen jungen, aufstrebenden Ensembles sollte auf jeden Fall das Schweizer Casal Quartett nicht unerwähnt bleiben).
In den 1960er, 1970er und 1980er Jahren, als die ersten Stereo-Aufnahmen der bekanntesten Zyklen der Kammermusik entstanden, gab es im deutschsprachigen Raum zwar viele sehr gute, aber nur zwei wirklich herausragende Ensembles, die international wahrgenommen wurden: das Alban Berg Quartett aus Wien und das Melos Quartett aus Stuttgart. Sie teilen sich, als Kollegen und oft genug als Konkurrenten in der Gunst der Kritiker und Musikfreunde, bis zum heutigen Tage eine ganze Reihe von Referenz-Einspielungen.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Johannes Brahms, Kammermusik, Robert Schumann, Romantik, Streichquartett
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Als Kind spielte ich gerne
Wenn das Wörtchen wenn nicht wär…
Aber nicht nur als Kinderreim ist dieses Gedankenspiel, dieses Spiel mit dem Was-wäre-wenn äußerst beliebt, bisweilen ist es auch in der Musik eine äußerst unterhaltsame, äußerst spannende Überlegung.
Der englische Autor, Musikpädagoge, Radiomoderator, CD-Produzent, Rektor der Londoner Royal Academy of Music und (last but not least) Trompeter Jonathan Freeman-Attwood stellt diese Frage auf seinen Solo-CDs immer wieder: Was wäre wenn die Trompete einen anderen Stellenwert als Soloinstrument eingenommen hätte und speziell im Fall seiner jüngsten Veröffentlichung “The Romantic Trumpet”: Was wäre wenn »drei kleine Sonaten von sagen wir mal Weber, Mendelssohn und Schumann, dem Vorbild eines Konzerts von Hummel folgend, ein Mini-Genre initiiert hätten?« Nun, auf The Romantic Trumpet kann man sich anhören, wie es vielleicht geklungen hätte, hätte die Romantik nicht (nur) die Violine und das Klavier als Solo-Instrument auserkoren, sondern eben (auch) die Trompete. Zu hören sind Werke von Edvard Grieg (1843-1907), Robert Schumann (1810-1856), Felix Mendelssohn und Karl Pilss (1902-1979). Bis auf die Sonate von Pilss sind es allesamt Bearbeitungen von Sonaten für andere Solo-Instrumente.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Edvard Grieg, Felix Mendelssohn, Kammermusik, Karl Pilss, Klavier, Robert Schumann, Romantik, Transkription, Trompete
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Die kanadischen Pianistin (mit Wohnsitz in Umbrien) Angela Hewitt gehört zu den derzeit beliebtesten und erfolgreichsten Pianistinnen der Welt. Da wäre es schon fast ein wenig verwunderlich gewesen, wenn sie im nun zu Ende gehenden Jubiläumsjahr keine CD mit Werken von Robert Schumann veröffentlicht hätte, zumal sie bereits 2007 ein von der Kritik hochgelobtes Album mit der Klaviersonate No. 1 in fis-Moll op. 11 und der Humoresque, op. 20 vorgelegt hatte. Nun, rechtzeitig vor Jahresende, folgt also doch ihr Beitrag zum ‘Schumann-Jahr’ mit einer neuen CD mit Aufnahmen der Davidsbündlertänze, op. 6, des wohl berühmtesten Schumann-Zyklus überhaupt, den Kinderszenen, op. 15 und der Klaviersonate No. 2 in g-Moll, op. 22, wie immer für das britische Label Hyperion und ich denke, es ist keine Überraschung, wenn ich vorweg nehme, dass auch dieses Mal die Kritiker voll des Lobes sind.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Angela Hewitt, Kammermusik, Klavier, Robert Schumann, Romantik
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Heute schütteln wir mit einem gewissen Unverständnis den Kopf, wenn wir über die (aus unserer Sicht) massiven Eingriffe der Romantiker in die Musik Bachs und Händels sprechen. Da wurde gnadenlos gestrichen, gekürzt, umarrangiert, dazukomponiert und weggelassen. Die Ergebnisse klingen aus unserer heutigen Sicht ‘falsch’, weil sie eindeutig romantisiert sind, einem Zeitgeschmack angepasst, der nicht mehr der unsrige ist, der nach rund 50 Jahren historisch-informierter Aufführungspraxis zu wissen glaubt, wie der wahre Bach zu klingen hat.
Dabei ist solcher Hochmut sicher nicht angebracht: Noch vor einigen Jahren war es für den Klassikfreund selbstverständlich barocke Werke von vollen Sinfonieorchester gespielt zu hören, in Partituren, bei denen heftigst in die Instrumentierung eingegriffen wurde, um sie für die moderne Orchestergröße passend zu machen, Chöre wurden verdoppelt und verdreifacht, barocke Musik wurde opulent ausgebreitet und klang unterm Strich dann auch nicht viel anders als Kompositionen der Wiener Klassik oder der Romantik, die wir auch heute noch völlig bedenkenlos gerne auf einem Instrumentarium musizieren lassen, für die sie seinerzeit nicht geschrieben wurden. Die Claviersonaten von Bach und Händel spielen wir heute auf dem modernen Konzertflügel (Und wer würde den Bach-Interpretationen von Glenn Gould, Svjatoslav Richter oder Angela Hewitt ihren künstlerischen Wert wegen der Wahl des Instrumentes wirklich ernsthaft absprechen wollen?), die Bach’schen Cellosuiten auf Aluminumsaiten mit modernem Bogen und Mussorgskys »Bilder einer Ausstellung« kennen wir vor allem in der Orchestrierung des Impressionisten Ravels – kurzum: Wir sind alles andere als gefeit vor Modernisierungen und Anpassungen an unsere Hörgewohnheiten.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Felix Mendelssohn, Ferdinand David, Friedrich Wilhelm Ressel, Johann Sebastian Bach, Kammermusik, Klavier, Robert Schumann, Romantik, Transkription, Violine
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