Posts Tagged “Robert de Visée”

John BlowHand auf’s Herz: Wem fällt heutzutage noch viel zu John Blow (1649-1708) ein? Sicher, der langjährige Organist der Westminster Abbey war ein englischer Komponist des Barock in Zeiten der Restauration, aber über seinen wirklichen Stellenwert innerhalb der englischen Musik ist hierzulande nicht viel bekannt. Dabei war John Blow nicht nur der Lehrer und Mentor des ungleich berühmteren Henry Purcell (1659-1695), er hat auch sehr wahrscheinlich Purcells Meisterwerk, die Oper Dido und Aeneas mit seinem eigenen Magnum Opus maßgeblich beeinflusst, der (nominellen) Masque aus dem Jahre 1683 (vielleicht auch schon 1681) Venus and Adonis, die in Wirklichkeit mit ihrer komplett gesungenen Handlung nichts anderes ist, als eine Oper, wie sie Italienischsprachig Ende des 17. Jahrhunderts in Kontinental-Europa durchaus schon üblich war. John Blow gebührt also die Ehre die erste englische Oper verfasst zu haben, ein Genre, das bald nach seinem Tod (nicht zuletzt durch Georg Friedrich Händel (1685-1759)) in London große Erfolge feiern sollte.
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Barocke BlockflötenDie Renaissance und der vor allem das Barock waren eine gute Zeit für die Blockflötenmusik. Zahlreiche Varianten der Blockflöte waren in Europa regional und überregional verbreitet und erst gegen Ende des Barocks wurde die Blockflöte von der Querflöte immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Bemerkenswert an den Werken für Blockflöte aus jener Zeit ist, dass sie oft für ein spezifisches, regionales Instrument geschrieben wurden und dass so eine Wechselwirkung aus dem Instrument und der Musik entstand. So unterscheiden sich deutsche, englische, italienische und französische (Block-) Flötenmusik unüberhörbar voneinander, nicht nur in den verwendeten Blockflöten, sondern auch im Charakter.

Der Blockflöte kam in der französischen Barock-Oper oft eine besondere Rolle zu, wurde sie doch oft zur Unterstreichung der pastoralen Ambienti und Szenen genutzt. Andererseits sind nur wenige französische Kammerwerke für Flöte erhalten, diese jedoch haben alle eine schlichte Eleganz und eine betörende Direktheit gemein, die man so nur mit Frankreich assoziieren würde.
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