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	<title>blog.codaex.de &#187; Renaissance</title>
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	<description>Neuigkeiten, Besprechungen, Tipps und Termine</description>
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		<title>Westminster Cathedral Choir, Martin Baker: Tomás Luis de Victoria &#8211; Missa De Beata Maria Virgine · Missa Surge propera · Salve regina</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Dec 2011 13:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils-Christian Engel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
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		<category><![CDATA[16. Jahrhundert]]></category>
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		<description><![CDATA[Gerade hat Sal Pichireddu die wiederveröffentlichte Praetorius-CD „Christmas Music“ mit dem Knabenchor der Westminster Cathedral als geschmackvolle Weihnachtsmusik empfohlen – da schließe ich mich gern mit einer weiteren, neuen Aufnahme dieses Spitzenensembles an, die ebenfalls bei Hyperion Records erschienen ist. Diese CD ist, theologisch betrachtet, eine perfekte Fortsetzung des Weihnachts-Festkreises und versammelt zwei Marienmessen von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/12/Westminster-Cathedral-Choir-Martin-Baker-Tom%C3%A1s-Luis-de-Victoria-De-Beata-Maria-Virgine-%C2%B7-Surge-propera.png" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9036]"><img src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/12/Westminster-Cathedral-Choir-Martin-Baker-Tom%C3%A1s-Luis-de-Victoria-De-Beata-Maria-Virgine-%C2%B7-Surge-propera-150x150.png" alt="Westminster Cathedral Choir, Martin Baker: Tomás Luis de Victoria – Missa De Beata Maria Virgine · Missa Surge propera · Salve regina" class="size-thumbnail wp-image-9050 alignright" height="150" width="150" /></a>Gerade hat Sal Pichireddu die wiederveröffentlichte Praetorius-CD „Christmas Music“ mit dem Knabenchor der Westminster Cathedral als geschmackvolle Weihnachtsmusik <a href="http://blog.codaex.de/2011/12/weihnachtliche-cds-3-the-parley-of-instruments-%c2%b7-westminster-cathedral-choir-david-hill-michael-praetorius-christmas-music/" class="liinternal">empfohlen</a> – da schließe ich mich gern mit einer weiteren, neuen Aufnahme dieses Spitzenensembles an, die ebenfalls bei <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/" target="_blank" title="Hyperion Records - Homepage" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/?referer=');">Hyperion Records</a> erschienen ist. Diese CD ist, theologisch betrachtet, eine perfekte Fortsetzung des Weihnachts-Festkreises und versammelt zwei Marienmessen von Tomás Luis de Victoria, neben der Antiphon „Salve regina“ desselben Meisters und Palestrinas Motette „Surge, propera amica mea, et veni“. Unter der Leitung von Martin Baker setzt der Chor seine Beschäftigung mit dem Werk de Victorias fort und fügt dieser <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/c.asp?c=C617" target="_blank" title="Aufnahmen mit Werken von Tomás Luis de Victoria bei Hyperion Records" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/c.asp?c=C617&amp;referer=');">feinen, langen Reihe</a> hörenswerter CDs einen weiteren Titel hinzu, der musikalisch erstklassig, voll spannender Entdeckungen und geistlich nahrhaft ist.<br />
<span id="more-9036"></span><br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom%C3%A1s_Luis_de_Victoria" target="_blank" title="Tomás Luis de Victoria auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tom_C3_A1s_Luis_de_Victoria?referer=');">Tomás Luis de Victoria</a> (1548-1611) gehört ohne Zweifel zu den interessantesten Komponisten der Renaissance, eine unverkennbare Stimme aus dem goldenen Zeitalter der Polyphonie, leidenschaftlich und von einer Intensität, die diese vorzügliche Interpretation dicht, aber klar und transparent ausformuliert. <img src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Tomas-Luis-de-Victoria.jpg" alt="Tomás Luis de Victoria" class="size-full wp-image-6413 alignleft" height="160" width="119" />Selbst gegen den Widerstand, den der mächtige Hall der berühmten Kathedrale ausübt, setzen sich die Knaben und „Lay clerks“ von Westminster durch; hier kommt die beste Aufnahmetechnik an ihre Grenzen, aber da solche Raumbedingungen der natürliche Ort geistlicher Chormusik sind, mag man sich daran nicht stören.</p>
<p>Darüber hinaus gelingt es dem klug gewählten Programm dieser CD, sich nicht in der Schönheit des Stils zu verlieren, sondern den Beziehungsreichtum herauszuarbeiten, der als das künstlerische Geheimnis dieser Epoche gelten kann: eine fließende, sich um Grenzen kaum scherende Bewegtheit – während Europa mit seiner konfessionellen Neusortierung beschäftigt war und langsam auf die Katastrophe des Dreißigjährigen Krieges zutrieb. Imitation und Überbietung sind die zentralen Mittel solcher Kunst, sei es im Rückgriff auf die liturgischen Schwergewichte des Mittelalters oder auf die Werke von Kollegen und Konkurrenten. Für die Arbeit an der Tradition steht hier die „Missa De Beata Maria Virgine“, veröffentlicht im Jahre 1576, eine Paraphrasen-Messe über die IX. gregorianische Messe „Cum iubilo“ aus dem 12. Jahrhundert. Nach der ausgezeichneten Eröffnung durch die Antiphon „Salve Regina“ ist der polyphone Kosmos dieser Messe gut geeignet, sich darin zu verlieren – allein, die vergleichsweise strenge Motette „Surge, propera amica mea, et veni“ von Giovanni Pierluigi da Palestrina unterbricht den Flug, um zu ihrer eigenen Überbietung in der Parodie-Messe „Missa Surge propera“ von de Victoria überzuleiten. Mit dieser ergiebigen Gegenüberstellung deutet das Programm zugleich an, wie fließend selbst die Grenzen von geistlicher und weltlicher Musik im späten 16. Jahrhundert geworden waren, ein Spielraum, in dem gerade Palestrina mit seinen Motetten vs. Madrigalen hohe Virtuosität entfaltete. Sein Lieblings-Sujet, das biblische Hohelied, führt dabei unmittelbar zurück in die Marienfrömmigkeit, und damit zu de Victoria, der Palestrina besonders gern mit Parodien würdigte.</p>
<p>Diese Vielfalt fasziniert, ich gebe es zu, selbst den protestantischsten Rezensenten. Um die CD als Weihnachtsgeschenk zu empfehlen, ist es nunmehr zu spät, aber wer sich oder anderen damit Gutes tun will, kann auch das Hochfest der Gottesmutter Maria am 1. Januar zum Anlass nehmen, und wer sie zu den weiteren marianischen Feiertagen erneut hervorholt, den erwartet wenigstens in dieser Hinsicht kein schlechtes Jahr.</p>
<p><em>Unser Gast-Rezensent Nils-Christian Engel studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Prag, Leipzig und Halle (Saale). Er arbeitet als PR-Journalist, bevorzugt an Streicherthemen, mit der persönlichen Begeisterung eines Amateur-Cellisten.</em></p>
<div id="gdsr_mureview_block_9036_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Tomás Luis de Victoria &#8211; Missa De Beata Maria Virgine · Missa Surge propera · Salve Regina</strong> des <strong>Westminster Cathedral Choir</strong> unter der Leitung von <strong>Martin Baker</strong> ist am 18.November 2011 bei Hyperion Records (CDA 67891) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005OCESL6/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B005OCESL6" target="_blank" title="Westminster Cathedral Choir, Martin Baker: Tomás Luis de Victoria – Missa De Beata Maria Virgine · Missa Surge propera · Salve regina bei amazon.de" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B005OCESL6/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B005OCESL6&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Tomas-Louis-de-Victoria-1548-1611-Missa-Surge-Propera/hnum/1477024?iampartner=n31" target="_blank" title="Westminster Cathedral Choir, Martin Baker: Tomás Luis de Victoria – Missa De Beata Maria Virgine · Missa Surge propera · Salve regina bei jpc.de" class="liinternal">jpc.de</a> <span style="font-size: xx-small">(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</span> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>T. L. de Victoria &#8211; Salve Regina</li>
<li>T. L. de Victoria &#8211; Missa De Beata Maria Virgine</li>
<li>G. P. da Palestrina &#8211; Surge, propera amica mea, et veni</li>
<li>T. L. de Victoria &#8211; Missa Surge propera</li>
</ol>
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		<title>The Brabant Ensemble, Stephen Rice: Orlande de Lassus &#8211; Prophetiae Sibyllarum</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2011/09/the-brabant-ensemble-stephen-rice-orlande-de-lassus-prophetiae-sibyllarum/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2011/09/the-brabant-ensemble-stephen-rice-orlande-de-lassus-prophetiae-sibyllarum/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 05 Sep 2011 08:00:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Chorwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Orlando di Lasso]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Der aus Mons (im heutigen Belgien) stammende Orlando di Lasso (oder in der englischsprachigen Schreibweise Orlande de Lassus,1532-1594) ist schon zu Lebzeiten einer der bekanntesten und wichtigsten Komponisten seines Jahrhunderts gewesen. Wegen seines außerordentlichen Talentes bereiste er schon früh alle wichtigen europäischen Musikzentren, wo er zunächst als Chorknabe, dann als Solist, bald nach dem Stimmbruch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Orlando-di-Lasso.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[8062]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6456" title="Orlando di Lasso" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Orlando-di-Lasso-150x150.jpg" alt="Orlando di Lasso" width="150" height="150" /></a>Der aus Mons (im heutigen Belgien) stammende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orlando_di_Lasso" title="Orlando di Lasso auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Orlando_di_Lasso?referer=');">Orlando di Lasso</a> (oder in der englischsprachigen Schreibweise <em>Orlande de Lassus</em>,1532-1594) ist schon zu Lebzeiten einer der bekanntesten und wichtigsten Komponisten seines Jahrhunderts gewesen. Wegen seines außerordentlichen Talentes bereiste er schon früh alle wichtigen europäischen Musikzentren, wo er zunächst als Chorknabe, dann als Solist, bald nach dem Stimmbruch aber schon als versierter Komponist in Erscheinung trat. So lebte und arbeitete di Lasso in Italien, in Flandern und, als Leiter der Hofkapelle Albrechts V., in Bayern. Von seinen Bewunderern wurde Orlando di Lasso schon zu Lebzeiten»princeps musicorum« (zu Deutsch <em>Fürst der Musiker</em>) oder »le divin Orlande« (<em>Der göttliche Orlando</em>) genannt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Werke keines anderen Komponisten der damaligen Zeit häufiger gedruckt wurden. Er war nicht nur der meist geachtete, sondern auch der produktivste Komponist seiner Epoche: Heute kennt  man von ihm rund 70 Messen, über 100 Magnificats, über 500 Motetten sowie mehrere hundert weltliche Werke.<br />
<span id="more-8062"></span><br />
Einen besonderen Stellenwert in seinem Œuvre nimmt die Vertonung der Weissagungen der zwölf Sibyllen <em>Prophetiae Sibyllarum</em> ein, die di Lasso erstaunlicherweise schon relativ früh in seiner Karriere, vielleicht schon 1555, auf jeden Fall aber vor 1560 geschrieben hat, also in der Zeit, in der di Lasso seinen Lebensmittelpunkt von Italien nach Mitteleuropa (Antwerpen, später dann München) verlagerte. Im Druck erschien es zwar erst nach seinem Tode, aber schon zu Lebzeiten besaßen die <em>Prophetiae</em> einen legendären Ruf, nicht zuletzt wegen ihrer kühnen musikalischen Einfälle und der Thematik. Der Rückgriff auf die heidnischen Weissagungen der berühmten Seherinnen der Antike spiegelt die Tendenz des Renaissance wieder, das Christentum mit der Antike verbinden zu wollen, ja in der Weisheit der Antike schon Zeichen des kommenden Christentums hinein deuten zu wollen. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/09/Orlande-de-Lassus-Prophetiae-Sibyllarum.png" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[8062]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8068" title="The Brabant Ensemble: Orlande de Lassus - Prophetiae Sibyllarum" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/09/Orlande-de-Lassus-Prophetiae-Sibyllarum-150x150.png" alt="The Brabant Ensemble: Orlande de Lassus - Prophetiae Sibyllarum" width="150" height="150" /></a>Das dreizehnsätzige Werk (ein Prolog und jeweils ein Satz pro Sibylle, in sechs Paaren zusammengefasst) ist eine kunstvolle Umsetzung dieser Verquickung antiker Elemente mit christlichen Botschaften und steckt voll kunstvoller Zahlensymbolik.</p>
<p>Wenn vom englischen <a href="http://www.brabantensemble.com/index.cfm" title="Brabant Ensemble - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.brabantensemble.com/index.cfm?referer=');">Brabant Ensemble</a> die Rede ist, so verwenden Kritiker oft die Umschreibung eines natürlichen, geradezu instinktiv aufführenden Klangkörpers. Was sich hinter ihrem ganz besonderen Klang verbirgt, ist allerdings (vermutlich) alles andere als bloße Intuition. Das Brabant Ensemble klingt bei seinem Konzerten und seinen Aufnahmen gänzlich unakademisch, soll heißen: Die gewiss nicht zu unterschätzende musikwissenschaftliche Arbeit, die jeder ihrer Aufnahmen (und gerade bei einem so komplexen Werk wie den <em>Prophetiae Sibyllarum</em>) zugrunde liegt, hört man nicht heraus, zumindest nicht, wenn man darunter versteht, dass die Umsetzung in irgendeiner Weise kühl, akademisch oder hölzern-theoretisch wirkt. Das Brabant Ensemble wirkt nicht wie eine Gruppe von trockenen, praxisfernen Musikwissenschaftlern, die ihre theoretischen Analysen in Gesang umsetzen, vielmehr ist ihr Gesang durch und durch natürlich. Bei allen Studien, die die Voraussetzung sind, um solche Werke heute kohärent aufführen zu können, legt das Ensemble offenbar genauso viel Wert auf die Einhaltung der Sanglichkeit des Materials, wie auf Authentizität und Präzision. Das Ergebnis ist ein bemerkenswert organisch und macht das Brabant Ensemble zum idealen Klangkörper für komplexe Renaissancemusik.</p>
<p>»Listen and be moved« – <em>Lausche und sei bewegt</em> schrieb Stephen Pritchard vom <em>Observer</em> in seiner <a href="http://www.guardian.co.uk/music/2011/aug/21/lassus-propetiae-sibyllarum-brabant-review" title="Lassus: Prophetiae Sibyllarum – review" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.guardian.co.uk/music/2011/aug/21/lassus-propetiae-sibyllarum-brabant-review?referer=');">Besprechung</a> diesen Albums. In der Tat scheint mir dies das Motto zu sein, dessen Prämisse Stephen Rice und sein Brabant Ensemble hier (wie auch schon zuvor) musizierend folgen.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_8062_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Orlande de Lassus &#8211; Prophetiae Sibyllarum</strong> von <strong>The Brabant Ensemble</strong> unter der Leitung von <strong>Stephen Rice</strong> ist am 19.August 2011 auf Hyperion (CDA 67887) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0054RVSQY/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0054RVSQY" title="The Brabant Ensemble: Orlande de Lassus - Profetiae Sibyllarum bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0054RVSQY/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0054RVSQY&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Orlando-di-Lasso-Lassus-1532-1594-Missa-Amor-ecco-colei/hnum/4921068/iampartner/n31" title="The Brabant Ensemble: Orlande de Lassus - Profetiae Sibyllarum bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Orlando-di-Lasso-Lassus-1532-1594-Missa-Amor-ecco-colei/hnum/4921068/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Prophetiae Sibyllarum, 4vv</li>
<li>Magnificat Quant&#8217; in mille anni il ciel, 6vv</li>
<li>Iustorum animae, 5vv</li>
<li>Deficiat in dolore vita mea, 6vv</li>
<li>Tristis est anima mea, 5vv</li>
<li>Missa Amor ecco colei, 6vv</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/80f2f93571df4bf68cf5a783630f1c94" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>The Sixteen, Harry Christophers: Giovanni Pierluigi da Palestrina &#8211; Volume 1</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Aug 2011 10:24:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[Giovanni Pierluigi da Palestrina]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach ihrem erst vor wenigen Wochen veröffentlichtem &#8216;Ausflug&#8217; in die zeitgenössische (Chor-) Musik auf  »O Guiding Night · The Spanish Mystics« (s. → Besprechung), veröffentlicht der englische Weltklasse-Chor The Sixteen nun den ersten Volumen eines langfristigen Projektes, das sich mit dem vielleicht bedeutendsten Renaissance-Komponisten Giovanni Pierluigi da Palestrina (1514/15-1594) beschäftigt. Harry Christophers, Gründer und Leiter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/Giovanni-Pierluigi-da-Palestrina-bw.png" class="liimagelink" rel="lightbox[7842]"><img class="alignleft size-medium wp-image-7854" title="Giovanni Pierluigi da Palestrina" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/Giovanni-Pierluigi-da-Palestrina-bw-216x300.png" alt="Giovanni Pierluigi da Palestrina" width="108" height="150" /></a>Nach ihrem erst vor wenigen Wochen veröffentlichtem &#8216;Ausflug&#8217; in die zeitgenössische (Chor-) Musik auf  »O Guiding Night · The Spanish Mystics« (s. → <a href="http://blog.codaex.de/2011/07/the-sixteen-harry-christophers-tarek-oregan-%c2%b7-ruth-brychmore-%c2%b7-roderick-williams-o-guiding-night-%c2%b7-the-spanish-mystics/" title="The Sixteen, Harry Christophers: Tarek O’Regan · Ruth Brychmore · Roderick Williams – O Guiding Night · The Spanish Mystics" class="liinternal">Besprechung</a>), veröffentlicht der englische Weltklasse-Chor <a href="http://www.the-sixteen.org.uk/" title="The Sixteen - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.the-sixteen.org.uk/?referer=');">The Sixteen</a> nun den ersten Volumen eines langfristigen Projektes, das sich mit dem vielleicht bedeutendsten Renaissance-Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Pierluigi_da_Palestrina" title="Giovanni Pierluigi da Palestrina auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Pierluigi_da_Palestrina?referer=');">Giovanni Pierluigi da Palestrina</a> (1514/15-1594) beschäftigt. Harry Christophers, Gründer und Leiter des Ensembles, erläutert im Vorwort, dass man nicht vorhabe, jedes Werk Palestrinas aufzunehmen. Dies wäre »<em>mehr als eine Lebensaufgabe, wenn man bedenkt, dass er 104 Messen geschrieben hat</em>«. Stattdessen werde man eine noch nicht bestimmte Anzahl von Volumina herausgeben, die jeweils eine Messe und thematisch verwandtes Material beinhalten werden.<br />
<span id="more-7842"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/The-Sixteen-Palestrina-Vol.-1.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[7842]"><img class="size-thumbnail wp-image-7850 alignright" title="The Sixteen, Harry Christophers: Palestrina Vol. 1" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/The-Sixteen-Palestrina-Vol.-1-150x150.jpg" alt="The Sixteen, Harry Christophers: Palestrina Vol. 1" width="150" height="150" /></a>In meiner <a href="http://blog.codaex.de/2011/07/vorschau-auf-interessante-codaex-veroffentlichungen-im-juli-2011-teil-ii-oper-%c2%b7-alte-musik-%c2%b7-wiederveroffentlichungen/" title="Vorschau auf interessante Codaex-Veröffentlichungen im Juli 2011 – Teil II: Oper · Alte Musik · Wiederveröffentlichungen" class="liinternal">Vorankündigung</a> des Albums schrieb ich vor einigen Wochen</p>
<blockquote><p>»<em>Wenn sich einer der besten Vokalensembles der Welt, nämlich Harry Christophers&#8217; The Sixteen, einem der unbestritten besten Komponisten der Renaissance, Giovanni Pierluigi da Palestrina, widmet, dann kann man auf großartige Musik in unübertrefflicher Qualität hoffen.</em>«</p></blockquote>
<p>Dabei war ich mir durchaus bewusst, dass sich The Sixteen in ihrer 30-jährigen Geschichte bisher auffallend zurückhaltend dem immensen Œuvre des italienischen Kirchenmusik-Erneuerers genähert haben und stattdessen einen Schwerpunkt bei der Renaissancemusik auf das Werk von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom%C3%A1s_Luis_de_Victoria" title="Tomás Luis de Victoria auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tom_C3_A1s_Luis_de_Victoria?referer=');">Tomás Luis de Victoria</a> (ca. 1548-1611) gelegt haben. Harry Christophers mangelte es dabei gewiss nicht an der nötigen Anerkennung des Verdienst Palestrinas. In seinen Anmerkungen formuliert er explizit seine Bewunderung für das unübertreffliche Maß an <em>perfekter Handwerkskunst</em>, das viele nachfolgende Komponisten-Generationen versucht haben zu erreichen. Christophers vertritt allerdings die Ansicht, dass es genau »<em>diese perfekte Handwerkskunst </em>[ist]<em>, die Palestrinas Musik manchmal zu perfekt und gelegentlich zu akademisch</em>« wirken lässt. Doch Harry Christophers wäre nicht einer der anerkannt besten Chorleiter der Welt, wenn er nicht eine genaue Vorstellung von dessen hätte, was er machen muss, um der Musik und den Texten gerecht zu werden, um die »<em>Musik atmen zu lassen</em>«, wie er es nennt.</p>
<p>Es ist nicht so, dass Christophers radikale Einschnitte vorgenommen hat, um einen völlig neuartigen Palestrina zu generieren. Jeder der die Diskografie der <em>Sixteen</em> kennt, der weiß, wie akribisch genau und wie behutsam das Ensemble mit dem Material umgeht, Christophers verlässt sich aber bei Palestrina nicht nur auf die Partitur, sondern auch auf seine Erfahrung als Chorleiter und Renaissance-Experte. Vielleicht war es gut und richtig so, sich so lange Zeit für Palestrina zu lassen, damit man nun, mit der gesamten 30-jährigen Erfahrung, ein bemerkenswertes Resultat erzielen konnte. Christophers lässt seinen Chor behutsam die Silben aussingen und gibt den Stimmen ein Quäntchen mehr Zeit, um sich im Raum zu entfalten. Der Kunstgriff ist wirklich behutsam dosiert, aber die Wirkung (im Vergleich zu anderen Palestrina-Aufnahmen) ist wahrnehmbar: Dieser Palestrina ist immer noch ein perfekter Erbauer von überirdisch schönen Klangkathedralen, gleichzeitig ist dies menschlichste Palestrina, den ich seit langem gehört habe.</p>
<p>Christophers deutet also weniger Palestrina, als die bisherige Palestrina-Rezeption vorsichtig um und schlägt damit ein neues Kapitel auf. Eine behutsame Evolution reicht in diesem Fall aus, um individuelle Ergebnisse zu erzielen, die mich neugierig auf die folgenden Ausgaben machen. Und spätestens wenn man eröffnende <em>Salve Regina</em> gehört hat, ist man sowieso in den Bann dieses bemerkenswerten Chors und dieses schlichtweg genialen Komponisten gezogen.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Der Beginn einer künstlerisch und inhaltlich essentiellen Palestrina-Sammlung. The Sixteen sind einmal mehr eine wichtige Referenz für sakrale Chormusik, nun auch bei Palestrina. <em>Die besondere CD,</em> erschienen im Juli 2011.<code><br style="clear: both;" /></code></p>
<div id="gdsr_mureview_block_7842_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Giovanni Pierluigi da Palestrina &#8211; Volume 1</strong> von <strong>The Sixteen</strong> unter der Leitung von <strong>Harry Christophers</strong> ist am 15. Juli 2011 auf Coro (COR 16091) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004YQVEH4/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B004YQVEH4" title="The Sixteen, Harry Christophers: Palestrina - Vol. 1 bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B004YQVEH4/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B004YQVEH4&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Giovanni-Perluigi-da-Palestrina-1525-1594-Palestrina-Edition-Vol-1-The-Sixteen/hnum/1156506" title="The Sixteen, Harry Christophers: Palestrina - Vol. 1 bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Giovanni-Perluigi-da-Palestrina-1525-1594-Palestrina-Edition-Vol-1-The-Sixteen/hnum/1156506?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Salve Regina</li>
<li>Assumpta est Maria a 6 (Motette)</li>
<li>Missa Assumpta est Maria</li>
<li>Ave Regina caelorum</li>
<li>Song of Songs: Nos. 9 &#8211; 11</li>
<li>Diffusa est gratia</li>
<li>Assumpta est Maria a 5 (Offertorium)</li>
<li>Ave Maria</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/9a482ec10e324166acb9cb473281066d" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;John Danyel &#8211; Songs to Mistress Anne Greene&#8221; von A Garden of Eloquence ist die »CD der Woche« beim Deutschlandradio Kultur</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 09:16:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Presse, TV, Radio, Internet]]></category>
		<category><![CDATA[17. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandradio Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[John Danyel]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie erfreulich! Schon wieder wurde eine Nischen-Veröffentlichung im Codaex-Vertrieb als »CD der Woche« beim Deutschlandradio Kultur ausgezeichnet. Letzte Woche was es die Erstaufnahme des Dreiakters Don John of Austria von Isaac Nathan (ca. 1792-1864), der (fast vergessenen) Geburtsstunde der australischen Musik, diese Woche ist es das CD-Debüt des israelisch-britischen Trios A Garden of Eloquence,  das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/A-Garden-of-Eloquence-John-Danyel-Songs-to-Mistress-Anne-Greene.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[7817]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7736" title="A Garden of Eloquence: John Danyel - Songs to Mistress Anne Greene" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/A-Garden-of-Eloquence-John-Danyel-Songs-to-Mistress-Anne-Greene-150x150.jpg" alt="A Garden of Eloquence: John Danyel - Songs to Mistress Anne Greene" width="125" height="125" /></a>Wie erfreulich! Schon wieder wurde eine Nischen-Veröffentlichung im Codaex-Vertrieb als »CD der Woche« beim <a href="http://www.dradio.de/dkultur/" title="Deutschlandradio Kultur - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dradio.de/dkultur/?referer=');">Deutschlandradio Kultur</a> ausgezeichnet. <a href="http://blog.codaex.de/2011/08/isaac-nathan-don-john-of-austria-vom-sydney-symphony-orchestra-unter-alexander-briger-ist-die-%c2%bbcd-der-woche%c2%ab-beim-deutschlandradio-kultur/" title="“Isaac Nathan – Don John of Austria” vom Sydney Symphony Orchestra unter Alexander Briger ist die »CD der Woche« beim Deutschlandradio Kultur" class="liinternal">Letzte Woche</a> was es die Erstaufnahme des Dreiakters <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Don_John_of_Austria_%28opera%29" title="I. Nathan: Don John of Austria auf en.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Don_John_of_Austria_28opera_29?referer=');">Don John of Austria</a> von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Isaac_Nathan" title="Isaac Nathan auf en.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Isaac_Nathan?referer=');">Isaac Nathan</a> (ca. 1792-1864), der (fast vergessenen) Geburtsstunde der australischen Musik, diese Woche ist es das CD-Debüt des israelisch-britischen Trios <a href="http://www.wix.com/agardenofeloquence/a-garden-of-eloquence#%21" title="A Garden of Eloquence - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.wix.com/agardenofeloquence/a-garden-of-eloquence_21?referer=');">A Garden of Eloquence</a>,  das mit seiner Aufnahme der “Songs for the Lute, Viol and Voice” des in Vergessenheit geratenen englischer Sängers, Lautenisten und Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Danyel" title="John Danyel auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/John_Danyel?referer=');">John Danyel</a> (1564- ca. 1626) nicht nur ein sehr interessantes Album vorgelegt hat, sondern auch ein Stück beachtenswerte Musikgeschichte wiederbelebt hat.</p>
<p>Redakteurin Eva Blaskewitz meint dazu:</p>
<blockquote><p>»<em>Die Lieder sind zarter Ausdruck zwischenmenschlicher Gefühle, hauchfeine musikalische Liebesdichtungen, die Katharine Hawnt mit silbrig schimmernder Stimme zum Leben erweckt.</em>«</p></blockquote>
<p>Den vollständigen Artikel zur »CD der Woche« kann man → <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/cdderwoche/1522773/" title="A Garden of Eloquence: John Danyel – Songs to Mistress Anne Greene bei dradio.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dradio.de/dkultur/sendungen/cdderwoche/1522773/?referer=');">hier</a> nachlesen.<br />
Eine ausführliche Kritik (mit Hörbeispiel) zum Album kann man → <a href="http://blog.codaex.de/2011/08/a-garden-of-eloquence-john-danyel-songs-to-mistress-anne-greene/" title="A Garden of Eloquence: John Danyel – Songs to Mistress Anne Greene" class="liinternal">hier</a> im Blog finden.</p>
<p>Die CD <strong>John Danyel: Songs to Mistress Anne Greene</strong> von <strong>A Garden of Eloquence</strong> ist am 15. Juli 2011 auf Etcetera (KTC 1423) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0050MBUBG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0050MBUBG" title="A Garden of Eloquence: John Danyel – Songs to Mistress Anne Greene bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0050MBUBG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0050MBUBG&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/John-Danyel-1564-1626-Songs/hnum/7335817" title="A Garden of Eloquence: John Danyel – Songs to Mistress Anne Greene bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/John-Danyel-1564-1626-Songs/hnum/7335817?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>A Garden of Eloquence: John Danyel &#8211; Songs to Mistress Anne Greene</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Aug 2011 09:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Songs]]></category>

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		<description><![CDATA[Viel ist über John Danyel (1564- ca. 1626) heutzutage nicht bekannt, gerade einmal dass er ein englischer Sänger, Lautenist und Komponist war. John war der jüngere Bruder des seinerzeit bekannten Dichters Samuel Danyel (1562–1619), dessen Dichtungen oft vertont wurden, auch von John. Kurz vor seinem Tode, im Jahre 1625, wurde John Danyel der Kammerlautenist und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/Reinassance-Laute.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[7730]"><img class="alignright size-medium wp-image-7731" title="Reinassance Laute - Foto (cc) Cezar Mateus" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/Reinassance-Laute-300x218.jpg" alt="Reinassance Laute - Foto (cc) Cezar Mateus" width="150" height="109" /></a>Viel ist über <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Danyel" title="John Danyel auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/John_Danyel?referer=');">John Danyel</a> (1564- ca. 1626) heutzutage nicht bekannt, gerade einmal dass er ein englischer Sänger, Lautenist und Komponist war. John war der jüngere Bruder des seinerzeit bekannten Dichters Samuel Danyel (1562–1619), dessen Dichtungen oft vertont wurden, auch von John. Kurz vor seinem Tode, im Jahre 1625, wurde John Danyel der Kammerlautenist und -sänger am Hofe des glücklosen englischen Königs <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Karl_I._%28England%29" title="Karl I. von England auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Karl_I._28England_29?referer=');">Karl I.</a>, der später, 1949, von Oliver Cromwell gestürzt und wegen Hochverrats verurteilt und enthauptet werden sollte.<br />
<span id="more-7730"></span><br />
Vom Komponisten John Danyel ist nicht viel Material erhalten, entsprechend dünn ist also auch die Diskographie mit gerade einmal drei Titeln. Doch die magere Quantität steht in keinerlei Verhältnis zur bemerkenswerten Qualität seines Œuvres: Seine einzige erhaltene Sammlung &#8220;Songs for the Lute, Viol and Voice&#8221; stammt von 1606 ist einer <em>Mistress Anne Grene</em> (in modernem Englisch <em>Anne Greene</em> oder <em>Green</em> geschrieben) gewidmet, einer damals 16-jährigen Tochter aus besserem Hause, deren (deutlich älterer!) Musiklehrer Danyel gewesen war. In petrarkistischer Weise – die meisten Texte stammen von Samuel Danyel, einige sind anonym (von John Danyel selbst?), ferner wurden Übersetzungen einiger Texte des zeitgenössischen Petrakisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Guarini" title="Giovanni Battista Guarini auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Battista_Guarini?referer=');">Giovanni Battista Guarini</a> (1538-1612) und von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Petrarca" title="Francesco Petrarca auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Francesco_Petrarca?referer=');">Francesco Petrarca</a> (1304-1374) selbst verwendet – ist der Liederzyklus kunstvoll aufgebaut, ineinander thematisch verwoben und hat zahlreiche offene und versteckte Wortspiele und intertextuelle Bezüge um den Namen der Verehrten.</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/A-Garden-of-Eloquence-John-Danyel-Songs-to-Mistress-Anne-Greene.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[7730]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7736" title="A Garden of Eloquence: John Danyel - Songs to Mistress Anne Greene" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/08/A-Garden-of-Eloquence-John-Danyel-Songs-to-Mistress-Anne-Greene-150x150.jpg" alt="A Garden of Eloquence: John Danyel - Songs to Mistress Anne Greene" width="150" height="150" /></a>Das israelisch-britische Ensemble <a href="http://www.wix.com/agardenofeloquence/a-garden-of-eloquence#%21" title="A Garden of Eloquence - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.wix.com/agardenofeloquence/a-garden-of-eloquence_21?referer=');">A Garden of Eloquence</a> gründete sich 2006, anlässlich des 400. Jahrestages der Veröffentlichung von John Danyels <em>Songs for the Lute, Viol and Voice</em>, doch die drei Musiker Katharine Hawnt (Sopran), Ziv Braha (Laute) und Uri Smilansky (Viola da gamba) kannten sich bereits von ihrer gemeinsamen Studienzeit an der Schola Cantorum Basiliensis.</p>
<p>Für ihre Debüt-CD &#8220;Songs to Mistress Anne Greene&#8221; (Achtung, auf dem CD-Rücken findet man die Schreibvariante Anne <em>Grene</em>), die nun beim niederländischen Label <a href="http://www.etcetera-records.com/" title="Etcetera - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.etcetera-records.com/?referer=');">Etcetera</a> erschienen ist, konnten sie niemand Geringeres als Gordon Sumner alias <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sting" title="Sting auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Sting?referer=');">Sting</a> als <em>Executive Producer</em> gewinnen. Sting selbst hatte bereits 2006 sein Interesse am englischen Renaissance-Lied mit seinem eigenen Album &#8220;Songs from the Labyrinth&#8221; (Deutsche Grammophon) mit Werken von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Dowland" title="John Dowland auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/John_Dowland?referer=');">John Dowland</a> (1563-1626) unter Beweis gestellt.</p>
<p>Das junge, dreiköpfige Ensemble spielt Danyels Lieder unverkrampft und mit Eleganz und bleibt in seinem Ansatz dem schlichten Originalzyklus eng treu. Dies sind keine &#8220;modernen Adaptionen&#8221;, Danyels zeitlose Songs benötigen allerdings auch keiner Modernisierung. Die Sängerin Katharine Hawnt verzichtete bei den Aufnahmen bewusst auf ihre geschulten Sopran und sang die Lieder stattdessen mit ihrer natürlichen, klaren Stimme, was die melancholische Grundstimmung der Lieder unterstreicht. Eine opernhafte Kunststimme wäre bei dieser intimen Musik auch alles andere als angebracht gewesen. Ziv Braha an der Laute und Uri Smilansky an der Viola da gamba überzeugen durch klangschönes, präzises und sauberes Spiel.</p>
<p>Alles in allem ist dies eine erstaunlich ausgereifte Produktion für ein so neues, debütierendes Ensemble. Dem Trio hört man an, dass es sich mit dem Zyklus schon seit einigen Jahren immer wieder bei Auftritten beschäftigt und verinnerlicht hat. Ein wundervoller Beitrag für Freunde der Renaissance-Musik, der hoffentlich dazu beitragen kann, dass Danyels Songzyklus endlich jene Aufmerksamkeit erhält, die ihm gebührt.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/eCBkQEqLNJI?rel=0" frameborder="0" width="500" height="314"></iframe></p>
<div id="gdsr_mureview_block_7730_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>John Danyel: Songs to Mistress Anne Greene</strong> von <strong>A Garden of Eloquence</strong> ist am 15. Juli 2011 auf Etcetera (KTC 1423) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0050MBUBG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0050MBUBG" title="A Garden of Eloquence: John Danyel – Songs to Mistress Anne Greene bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0050MBUBG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0050MBUBG&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/John-Danyel-1564-1626-Songs/hnum/7335817" title="A Garden of Eloquence: John Danyel – Songs to Mistress Anne Greene bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/John-Danyel-1564-1626-Songs/hnum/7335817?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Coy Daphne fled</li>
<li>Thou pretie Bird</li>
<li>Hee whose desires</li>
<li>Lyke as the Lute</li>
<li>Dost thou withdraw</li>
<li>Why canst thou not</li>
<li>Stay cruell stay</li>
<li>Tyme cruell tyme</li>
<li>Griefe keepe within- First part</li>
<li>Drop not mine Eies- Second part</li>
<li>Have all our passions- Third part</li>
<li>Let not Cloris think</li>
<li>Can dolefull notes- First part</li>
<li>No, let Chromatique tunes- Second part</li>
<li>Uncertaine certaine turnes- Third part</li>
<li>Eies looke no more</li>
<li>If I could shut the gate</li>
<li>I dye when as I doe not see</li>
<li>What delight can they enjoy</li>
<li>Now the Earth, the Skies, the Ayre</li>
<li>Mistress Anne Grene her leaves bee greene</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/7e39633059854eb6911561a0c5aa2326" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Cinquecento: Philipp Schoendorff &#8211; The Complete Works</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2011/06/cinquecento-philipp-schoendorff-the-complete-works/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2011/06/cinquecento-philipp-schoendorff-the-complete-works/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Jun 2011 14:26:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Chorwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Philipp Schoendorff]]></category>
		<category><![CDATA[Philippe de Monte]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer war Philipp Schoendorff? Das ist eine Frage, die (derzeit) noch nicht einmal die Wikipedia beantworten kann. So viel weiß man immerhin: Philipp Schoendorff (1565/70 – in oder nach 1617) wirkte zu Zeiten des Kaisers (des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation) Rudolf II. (1552-1612) als Musiker am Prager Hof. Der Regent gilt heute als »schwacher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_7120" class="wp-caption alignright" style="width: 132px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/488px-Arcimboldovertemnus.jpeg.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[7113]"><img class="size-medium wp-image-7120 " title="Allegorisches Porträt Kaiser Rudolfs II. (von Giuseppe Arcimboldo, 1590)" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/488px-Arcimboldovertemnus.jpeg-244x300.jpg" alt="Allegorisches Porträt Kaiser Rudolfs II. (von Giuseppe Arcimboldo, 1590)" width="122" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Porträt Rudolfs II. (Giuseppe Arcimboldo, 1590)</p></div>
<p>Wer war Philipp Schoendorff? Das ist eine Frage, die (derzeit) noch nicht einmal die Wikipedia beantworten kann. So viel weiß man immerhin: Philipp Schoendorff (1565/70 – in oder nach 1617) wirkte zu Zeiten des Kaisers (des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation)  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_II._%28HRR%29" title="Rudolf II. auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Rudolf_II._28HRR_29?referer=');">Rudolf II.</a> (1552-1612) als Musiker am Prager Hof. Der Regent gilt heute als »<em>schwacher Herrscher</em>« der »<em>zumindest in den letzten Jahren faktisch regierungsunfähig</em>« war. Davon abgesehen war eben auch ein gebildeter Humanist, der sich gerne mit  berühmten Wissenschaftlern und Künstlern umgab und dem man einen gewissen Hang zur Großzügigkeit, aber auch zum Überfluss nachsagte. Zu den bekanntesten Künstlern an seinem Hof gehörte der Maler <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Arcimboldo" title="Giuseppe Arcimboldo auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Giuseppe_Arcimboldo?referer=');">Giuseppe Arcimboldo</a> (ca. 1526-1593), den er  seit frühester Kindheit kannte, da dieser bereits seinem Vater und  Großvater gedient hatte. Arcimboldo malte Rudolph II. dann auch folgerichtig als  allegorisches Sinnbild des Überflusses des Herbstes (<em>Vertumnus,</em> s .rechts).</p>
<p>Bei den Musikern am Prager Hof war der flämische Meister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philipp_de_Monte" title="Philipp de Monte auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Philipp_de_Monte?referer=');">Philipp(e) de Monte</a> (1524-1603) aus Lüttich die herausragende Persönlichkeit. Daneben gab es zahlreiche andere Musiker, die am Hofe zeitweise oder fest angestellt wirkten, darunter der ebenfalls aus Lüttich stammende Trompeter, Sänger und  Komponist Philipp Schoendorff.<br />
<span id="more-7113"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/Cinquecento-Philipp-Schoendorff.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[7113]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7125" title="Cinquecento: The Complete Works of Philipp Schoendorff" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/Cinquecento-Philipp-Schoendorff-150x150.jpg" alt="Cinquecento: The Complete Works of Philipp Schoendorff" width="150" height="150" /></a>Schoendorff war eine überaus interessante Figur am Hofe, der offenbar als <em>Universal-Musikus</em> flexibel eingesetzt werden konnte. In einer Schar von rund fünfzig Musikern konnte er als junger Komponist am besten auf sich aufmerksam machen, wenn er seinem Monarchen eine Komposition widmete, was er dann 1587 mit seiner <em>Missa super La dolce vista</em> auch tat.  Gleichzeitig zollte er mit dem Werk seinem Vorgesetzten (und Lehrer) de Monte Tribut, da er eines seiner Madrigale hierfür verarbeitete. Außerdem komponierte er eine Messe für sechs Stimmen, zwei Motetten und ein Magnifikat, sowie mindestens sechs weltliche Motetten, die leider nicht vollständig erhalten wurden, weil die beiden Oberstimmen fehlen.</p>
<p>Das paneuropäische Gesangsensemble <a href="http://www.ensemblecinquecento.com/" title="Ensemble Cinquecento - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ensemblecinquecento.com/?referer=');">Cinquecento</a>, sechs Sänger aus fünf Nationen (Belgien, Deutschland, England,Österreich,Schweiz) und benannt nach dem italienischen Begriff für das 16. Jahrhundert, präsentiert erstmals sämtliche (vollständig erhaltene) Werke Schoendorffs, die erst kürzlich transkribiert und publiziert worden sind. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/Nov2008Cinquecento1000px.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[7113]"><img class="alignright size-medium wp-image-7131" title="Cinquecento; Quelle © ensemblecinquecento.com" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/Nov2008Cinquecento1000px-300x224.jpg" alt="Cinquecento; Quelle © ensemblecinquecento.com" width="200" height="150" /></a>Ergänzt wird ihr mittlerweile sechstes Album für das englische <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/" title="Hyperion Records - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/?referer=');">Hyperion</a> Label durch eben jene Werke de Montes, die Schoendorff als Ausgangspunkte für seine zwei Messen dienten, nämlich die Madrigale <em>La Dolce Vista Della Donna Mia</em> und <em>Usquequo Domine Oblivisceris Me</em>.</p>
<p>Wie schon bei den vorangegangenen Alben glänzen die sechs Sänger durch bemerkenswert schöne Stimmen, verständliche Intonation (was gar nicht mal so selbstverständlich bei lateinischen Texten ist, finde ich), schlafwandlerische Sicherheit, sowie einer schlichtweg perfekten Balance der Stimmen untereinander. Wenn sich das Ensemble Cinquecento solcher Werke annimmt, dann klingt die Musik ungezwungen, federleicht und gleichzeitig so natürlich-schlicht und zutiefst andächtig, so dass man wirklich fasziniert in diese Musik hineingezogen wird.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Das Ensemble wurde trotz seiner relativ kurzen Geschichte – es gründete sich im Oktober 2004 – zurecht mit zahlreichen Preisen bedacht, unter anderem dem Förderpreis des Deutschlandfunks 2009 und dem Preis der deutschen Schallplattenkritik und wird von den Kritikern in ganz Europa regelmäßig in den höchsten Tönen gelobt. Ich bin mir sehr sicher, dass auch diese klanglich exzellente CD größtmöglichen Beifall finden wird und sich auf den Jahresbestenlisten so mancher Alte-Musik-Experten wiederfinden wird. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im Mai 2011.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_7113_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Philipp Schoendorff &#8211; The Complete Works</strong> von <strong>Cinquecento</strong> ist am 20. Mai 2011 auf Hyperion (CDA 67854) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004S7ZYYI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B004S7ZYYI" title="Cinquecento: Philipp Schoendorff – The Complete Works bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B004S7ZYYI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B004S7ZYYI&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Philipp-Sch%F6ndorff-1565-1617-S%E4mtliche-Werke/hnum/1641534/iampartner/n31" title="Cinquecento: Philipp Schoendorff – The Complete Works bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Philipp-Sch_F6ndorff-1565-1617-S_E4mtliche-Werke/hnum/1641534/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li><em>Philippe de Monte</em> -  Usquequo Domine Oblivisceris Me</li>
<li><em>Philipp Schoendorff</em> &#8211; Missa Usquequo Domine</li>
<li><em>Philipp Schoendorff</em> &#8211; Magnificat Sexti Toni</li>
<li><em>Philipp Schoendorff</em> &#8211; Te Decet Hymnus</li>
<li><em>Philippe de Monte</em> &#8211; Magnificat Quarti Toni</li>
<li><em>Philipp Schoendorff</em> &#8211; Veni Sancte Spiritus</li>
<li><em>Philippe de Monte</em> &#8211; La Dolce Vista Della Donna Mia</li>
<li><em>Philipp Schoendorff</em> &#8211; Missa Super La Dolce Vista</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/d6c1c55b9dfb489487983bd23bd745b9" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Lawrence Zazzo &amp; Shizuko Noiri: Lunarcy &#8211; Songs of Madness and the Moon</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Jun 2011 15:13:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Konzeptalbum ist ein Begriff, den man eigentlich nur aus der Rockmusik kennt. Dort arbeiteten experimentierfreudige Musiker Mitte/Ende der 1960er Jahre die Idee eines übergeordneten Konzepts, einer verbindenden &#8220;Story&#8221; oder &#8220;Idee&#8221; auf einem Musikalbum heraus. Man denke einmal an bekannte Alben wie Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967) der Beatles, Days of Future Passed [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Konzeptalbum" title="Konzeptalbum auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Konzeptalbum?referer=');">Konzeptalbum</a> ist ein Begriff, den man eigentlich nur aus der Rockmusik kennt. Dort arbeiteten experimentierfreudige Musiker Mitte/Ende der 1960er Jahre die Idee eines übergeordneten Konzepts, einer verbindenden &#8220;Story&#8221; oder &#8220;Idee&#8221; auf einem Musikalbum heraus. Man denke einmal an bekannte Alben wie <em>Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band</em> (1967) der Beatles, <em>Days of Future Passed</em> (1967) von The Moody Blues, <em>The Lamb Lies Down On Broadway</em> (1974) von Genesis oder &#8211; noch etwas später &#8211; <em>The Wall</em> (1979) von Pink Floyd.<br />
<span id="more-7076"></span><br />
In der klassischen Musikwelt bleibt dieser Begriff weitgehend unbenutzt, obwohl es natürlich auch im Rahmen der klassischen Musik jede Menge &#8220;Konzeptalben&#8221; gibt, zum einen, die offenkundigen, nämlich die Opernaufnahmen, die ja <em>per definitionem</em> eine &#8220;Story&#8221; erzählen, zum anderen die von den Künstlern selbst gewählten Programme, die die präsentierte Musik thematisch verbinden (auch wenn man diese Idee als Hörer nicht immer nachvollziehen kann, zumindest geht es mir oft genug so).</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/Lawrence-Zazzo-Lunarcy.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[7076]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7085" title="Lawrence Zazzo &amp; Shizuko Noiri: Lunarcy – Songs of Madness and the Moon" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/06/Lawrence-Zazzo-Lunarcy-150x150.jpg" alt="Lawrence Zazzo &amp; Shizuko Noiri: Lunarcy – Songs of Madness and the Moon" width="150" height="150" /></a>Tatsächlich so etwas wie ein <em>Konzeptalbum</em> haben nun der US-amerikanische Countertenor <a href="http://www.lawrencezazzo.com/" title="Lawrence Zazzo - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.lawrencezazzo.com/?referer=');">Lawrence Zazzo</a> und die japanische Lautenistin Shizuko Noiri mit »<em>Lunarcy &#8211; Songs of Madness and the Moon</em>« veröffentlicht. Das beim experimentierfreudigen belgischen Label <a href="http://www.eprclassic.eu/" title="EPRC - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.eprclassic.eu/?referer=');">Evil Penguin Records Classic</a> (!) erschienene Album, beinhaltet Musik aus vier Jahrhunderten, vom 17. bis zum 20. Jahrhundert, von so unterschiedlichen Komponisten wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Howells" title="Herbert Howells auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Herbert_Howells?referer=');">Herbert Howells</a> (1892-1983), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henry_Purcell" title="Henry Purcell auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Henry_Purcell?referer=');">Henry Purcell</a> (1659-1695), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Campion" title="Thomas Campion auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Campion?referer=');">Thomas Campion</a> (1567-1620), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Hieronymus_Kapsberger" title="Giovanni Girolamo Kapsberger auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Johann_Hieronymus_Kapsberger?referer=');">Giovanni  Kapsberger</a> (ca. 1580-1651) <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Geoffrey_Burgon" title="Geoffrey Burgon auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Geoffrey_Burgon?referer=');">Geoffrey Burgon</a> (1941-2010), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Dowland" title="John Dowland auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/John_Dowland?referer=');">John Downland</a> (1563-1626), <a href="http://www.roryboyle.com/" title="Rory Boyle - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.roryboyle.com/?referer=');">Rory Boyle</a> (*1951), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schumann" title="Robert Schumann auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Robert_Schumann?referer=');">Robert Schumann</a> (1810-1856) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Amadeus_Mozart" title="Wolfgang Amadeus Mozart auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Wolfgang_Amadeus_Mozart?referer=');">Wolfgang Amadeus Mozart</a> (1756-1791) in einer der schlichtest möglichen Besetzungen für ein Gesangsrecital: Countertenor und Laute.</p>
<p>So unterschiedlich auch die Komponisten und Epochen sein mögen, aus denen die Werke stammen, sie alle thematisieren wie der Mondschein Stimmungen, Gemütszustände und Geisteszustände der Menschen stark beeinflusst. Der Titel des Albums <em>Lunarcy</em> ist ein Wortspiel aus <em>Lunar</em> (mondlich, zum Mond gehörend) und <em>Lunacy</em> (Wahnsinn, Verrücktheit) und weist auf die explizite Dualität des Konzepts hin: Der Mond und der Wahnsinn und wie beides miteinander im Menschen interagieren kann. Das schlichte, aber elegante Cover in seiner schwarz-weiß-Optik verstärkt noch einmal die Idee des Programms.</p>
<p>Hier ein Video, dass das Album kurz klanglich und inhaltlich vorstellt:</p>
<p><iframe width="560" height="349" src="http://www.youtube.com/embed/dv_bs_dhsDU?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Es war niemand Geringeres als der belgische Dirigent (und Countertenor) René Jacobs, der Zazzo zum vielseitigsten Countertenor seiner Generation erklärte. In  der Tat erweist sich Zazzo als inspirierter und sehr lebendiger Interpret dieser insgesamt doch sehr unterschiedlichen Lieder. Sicher kommt ihm bei diesem Recital seine Erfahrung als Opernsänger zugute, aber bei diesen intimen Aufnahmen glänzt Zazzo als sensibler Interpret. Die eigentliche Überraschung des Albums ist für mich allerdings die hervorragende Lautenistin Shizuku Noiri. Auf den beiden Instrumenten, die sie auf dieser Aufnahme verwendet, einer Renaissancelaute und einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Erzlaute" title="Erzlaute auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Erzlaute?referer=');">Erzlaute</a>, zeigt sie eine beeindruckende Bandbreite an Spieltechniken und Ausdrucksmöglichkeiten, so dass diese Lieder auch musikalisch sehr lebendig wirken. Als Highlights des Albums erweisen sich überraschenderweise ausgerechnet die beiden Lieder, die ursprünglich nicht für Laute und Gesang komponiert wurden: Schumanns <em>Mondnacht</em> und Mozarts <em>Abendempfindung an Laura</em> erstrahlen in ganzen neuem (Mond-)Licht.</p>
<p>Eine in ihrer Schlichtheit und Reinheit bezaubernde CD: Nicht nur ein Tipp für Alte-Musik-Liebhaber, sondern auch für Freunde der klassisch-romantischen Lied-Kunst. Es steckt etwas enorm zeitloses in diesen Aufnahmen.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_7076_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Lunarcy &#8211; Songs of Madness and the Moon</strong> von <strong>Lawrence Zazzo</strong> und <strong>Shizuko Noiri</strong> ist am 20. Mai 2011 bei Evil Penguin Records Classic (EPRC 010) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004UGGTQ4/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B004UGGTQ4" title="Lawrence Zazzo &amp; Shizuko Noiri: Lunarcy – Songs of Madness and the Moon bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B004UGGTQ4/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B004UGGTQ4&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Lawrence-Zazzo-Lunarcy-Songs-of-Madness-and-the-Moon/hnum/4937598/iampartner/n31" title="Lawrence Zazzo &amp; Shizuko Noiri: Lunarcy – Songs of Madness and the Moon bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Lawrence-Zazzo-Lunarcy-Songs-of-Madness-and-the-Moon/hnum/4937598/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p>Inhalt:</p>
<ol>
<li><em>Herbert Howells</em>: Full moon</li>
<li><em>Henry Purcell</em>: From Rosy Bow’rs</li>
<li><em>Thomas Campion</em>: The cypress curtain of the night</li>
<li><em>Giovanni Girolamo Kapsberger</em>: Toccata  prima</li>
<li><em>Geoffrey Burgon</em>: Lunar Beauty
<ol>
<li>I. This lunar beauty</li>
<li>II. Lady, weeping at the crossroads</li>
<li>III. Orpheus</li>
<li>IV. Lullaby</li>
<li>V. For X</li>
<li>VI. Now through nights caressing grip</li>
</ol>
</li>
<li><em>John Dowland</em>: Preludium</li>
<li><em>John Dowland</em>: In darkness let me dwell</li>
<li><em>John Dowland</em>: What poor astronomers are they</li>
<li><em>Rory Boyle</em>: Two love lyrics
<ol>
<li>I. Sonnet found in a deserted mad-house</li>
<li>II. My love in her attires</li>
</ol>
</li>
<li><em>Henry Purcell</em>: I’ll sail upon the Dog Star</li>
<li><em>Robert Schumann</em>: Mondnacht</li>
<li><em>Wolfgang Amadeus Mozart</em>: Abendempfindung an Laura</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/588241f1423e4e4abaec1270503d5351" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<item>
		<title>Netherlands Chamber Choir: Jan Pieterszoon Sweelinck &#8211; Choral Works Vol. 1 &#8211; 3</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2011/05/netherlands-chamber-choir-jan-pieterszoon-sweelinck-choral-works-vol-1-3/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2011/05/netherlands-chamber-choir-jan-pieterszoon-sweelinck-choral-works-vol-1-3/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 01 May 2011 15:40:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik zur Passions- und Osterzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederveröffentlichungen]]></category>
		<category><![CDATA[16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[17. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Chorwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Pieterszoon Sweelinck]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch eine Woche nach dem Osterwochenende ist die eigentliche Osterfest in der christlichen Welt nicht vorüber. Auch wenn wir uns dessen heute nicht mehr bewusst sind, so dauert die soganannte österliche Freudezeit noch bis zum Pfingstfest (dieses Jahr am 12./13. Juni). In der Musik-Welt ebben allerdings nun die Neu- und Wiederveröffentlichungen aus dem Bereich der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>Auch eine Woche nach dem Osterwochenende ist die eigentliche Osterfest in der christlichen Welt nicht vorüber. Auch wenn wir uns dessen heute nicht mehr bewusst sind, so dauert die soganannte <em>österliche Freudezeit</em> noch bis zum Pfingstfest (dieses Jahr am 12./13. Juni). In der Musik-Welt ebben allerdings nun die Neu- und Wiederveröffentlichungen aus dem Bereich der sakralen Musik ab und reduzieren sich auf ein normales Niveau.</h6>
<h6>Alle Besprechungen zum Thema <a href="http://blog.codaex.de/category/rezension/musik-zur-passions-und-osterzeit/" title="Musik zur Passions- und Osterzeit auf blog.codaex.de" class="liinternal">Passions- und Osterzeit</a> finden sich → <a href="http://blog.codaex.de/category/rezension/musik-zur-passions-und-osterzeit/" title="Musik zur Passions- und Osterzeit auf blog.codaex.de" class="liinternal">hier</a>.</h6>
<p style="text-align: center;">♦</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/05/Jan-Pieterszoon-Sweelinck.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[6647]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-6649" title="Jan Pieterszoon Sweelinck" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/05/Jan-Pieterszoon-Sweelinck-e1304256039890-150x150.jpg" alt="Jan Pieterszoon Sweelinck" width="150" height="150" /></a><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Pieterszoon_Sweelinck" title="Jan Pieterszoon Sweelinck auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Jan_Pieterszoon_Sweelinck?referer=');">Jan Pieterszoon Sweelinck</a> (1562-1621) ist einer der wenigen niederländischen Komponisten, die über die Grenzen des westeuropäischen Landes bekannt geworden ist, mehr noch: Seinen Ruhm erwarb der &#8216;Orpheus aus Amsterdam&#8217; bereits zu Lebzeiten, obwohl er sehr heimatverbunden war und seine Heimatstadt nur sehr selten und nicht sehr lange verließ. Seine weiteste Reise unternahm er nach Antwerpen (rund 160 Kilometer von Amsterdam entfernt), wo er im Auftrag der Stadt ein repräsentatives Cembalo bei den bekannten Instrumentenbauern der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ruckers" title="Ruckers auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Ruckers?referer=');">Ruckers</a>-Familie kaufte. Anders als seine umfangreiche Instrumental-Musik, von der nur sehr wenig in den Druck gelangte und von der heute kein einziges Autograph erhalten ist (und bei der man sich heute nur noch auf unsichere Handschriften und Kopien berufen kann), wurden seine Chorwerke in allen wichtigen europäischen Verlagsstädten wie Amsterdam, Antwerpen und Paris gedruckt. Anders als man es bei seiner Heimatverbundenheit vermuten mag, ist seine Musik alles andere als provinziell oder beschränkt. Insgesamt weist sein Œuvre ohne jeden Zweifel Kenntnisse aller großen europäischen Musiktraditionen auf.<br />
<span id="more-6647"></span><br />
Die Chormusik Sweelincks lässt sich grob in zwei Kategorien unterteilen: Zum einen wären da die französischsprachigen Psalmen, die Sweelinck wohl eher mit Blick auf die wohlhabenden Bürger seines Landes schrieb, wo Französisch <em>en vogue</em> war. In den calvinistischen Gottesdiensten mit ihren rigiden Regeln war kein Platz für frankophone Motetten, dennoch verfolgte Swelinck das Projekt seiner Psalmenvertonungen sein ganzes Leben lang. Zum anderen wären da die lateinischen <em>Cantiones sacrae</em>, 1619 im weltoffenen Antwerpen im Druck erschienen, ein Magnum Opus, dessen Kompositionen mit ihren lateinischen Texten ebenfalls nicht für die protestantischen Gottesdienste geeignet waren. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/05/NKK-Jan-Pieterszoon-Sweelink-Choral-Works.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[6647]"><img class="alignleft size-medium wp-image-6653" title="NKK: Jan Pieterszoon Sweelink - Choral Works" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/05/NKK-Jan-Pieterszoon-Sweelink-Choral-Works-283x300.jpg" alt="NKK: Jan Pieterszoon Sweelink - Choral Works" width="170" height="180" /></a>Sweelinck widmete sie einem katholischen Freund. Erstaunlicherweise hat Sweelinck keinen einzigen Text in seiner Sprache vertont, wohl aber neben lateinischen und französischen Texten auch italienische und damit die Internationalität seines Werkes (und seiner Stilrichtungen) unterstrichen.</p>
<p>Ende der 1980er Jahre nahm der <a href="http://en.nederlandskamerkoor.nl/" title="Nederlands Kamerkoor - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.nederlandskamerkoor.nl/?referer=');">Nederlands Kamerkoor</a> (hierzulande unter seinem englischsprachigen Namen Netherlands Chamber Choir bekannt) eine dreiteilige Reihe mit den wichtigsten Chorwerke Sweelincks auf. Diese Aufnahmereihe gehörte zu den allerersten Aufnahmen von Chorwerken Sweelincks überhaupt. Trotz einiger Vorläufer gelten die Aufnahmen heute als Beginn eines wieder aufgeflammten Interesses an der Musik des Organisten an der Oude Kerk in Amsterdam. Für das ambitionierte Unterfangen gewann das Spitzenensemble, damals geleitet vom deutschen Chordirigenten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Gronostay" title="Uwe Gronostay auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Gronostay?referer=');">Uwe Gronostay</a>, einige der renommiertesten musikalischen Leiter der Alten Musik, um die Aufgabe kompetent bewältigen zu können: Peter Phillips (der langjährige Leiter der <a href="http://www.thetallisscholars.co.uk/" title="The Tallis Scholars - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.thetallisscholars.co.uk/?referer=');">Tallis Scholars</a>), <a href="http://www.tonkoopman.nl/" title="Ton Koopman - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.tonkoopman.nl/?referer=');">Ton Koopman</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Christie" title="William Christie auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/William_Christie?referer=');">William Christie</a>, Jan Boeke, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philippe_Herreweghe" title="Philippe Herreweghe auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Philippe_Herreweghe?referer=');">Philippe Herreweghe</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Van_Nevel" title="Paul Van Nevel auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Paul_Van_Nevel?referer=');">Paul Van Nevel</a> leiteten bei den Aufnahmen (Vol. 1 entstand zwischen 1986 und 1987, Vol. 2 1988 und Vol. 3 1989/30) den Chor und die wenigen Instrumentalisten die hie und da zusätzlich zu hören sind. Lange Zeit waren diese Aufnahmen vergriffen. Das niederländische Label Etcetera hatte die Alben als drei Einzel-CDs 2008 wiederveröffentlicht, nun erscheinen die drei CDs in einem hübschen Pappschuber zum günstigen Preis.</p>
<p>Die Aufnahmen haben auch nach fast 25 Jahren nichts von ihrer unmittelbaren Schönheit verloren. Sie präsentieren Sweelinck als den vielleicht letzten großen Meister der Polyphonie der Renaissance. Sweelincks Werke, zu Unrecht im 20. Jahrhundert fast vergessen, gehören zu den facettenreichsten und sind (in gewisser Weise) überraschend modern und weltoffen für die protestantisch geprägte erste Hälfte des 17. Jahrhundert in Mitteleuropa.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_6647_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die 3-CD-Box <strong>Jan Pieterszoon Sweelinck &#8211; Choral Works Vol. 1 &#8211; 3</strong> des  <strong>Netherlands Chamber Choir</strong> unter der Leitung von <strong>Peter Phillips</strong>, <strong>Ton Koopman</strong>, <strong>William Christie</strong>, <strong>Jan Boeke</strong>, <strong>Philippe Herreweghe</strong> und <strong>Paul Van Nevel</strong> ist am 18. März 2011 auf Etcetera (KTC 1426) veröffentlicht worden und  kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie →  <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004M8F4CU/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B004M8F4CU" title="Netherlands Chamber Choir: Jan Pieterszoon Sweelinck - Choral Works bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B004M8F4CU/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B004M8F4CU&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Jan-Pieterszoon-Sweelinck-Chorwerke-I-III/hnum/4961289/iampartner/n31" title="Netherlands Chamber Choir: Jan Pieterszoon Sweelinck - Choral Works bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Jan-Pieterszoon-Sweelinck-Chorwerke-I-III/hnum/4961289/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Or soit loué (Psalm 150)</li>
<li>Resveillez-vous (Psalm 33)</li>
<li>Le fol malin  (Psalm 53)</li>
<li>Hodie Christus natus est</li>
<li>Te Deum Laudamus</li>
<li>Vous tous les  habitans de cieux (Psalm 148)</li>
<li>Ab Oriente venerunt Magi</li>
<li>Oraison  Dominicale</li>
<li>De Profundis (Psalm 130)</li>
<li>Chantez à Dieu (Psalm 980)</li>
<li>Gaude et laetere</li>
<li>Ecce prandium</li>
<hr />
<li>Gefreut hat sich mein Herz und Muth (Psalm 122)</li>
<li>Ainsi qu’on oit le  cerf bruire (Psalm 42)</li>
<li>Vide, homo, quae pro te patior</li>
<li>Revenge moy,  pren la querelle (Psalm 43)</li>
<li>Non omnis qui dicit mihi</li>
<li>In te Domine  speravi</li>
<li>Qui vult venire post me</li>
<li>Beati pauperes</li>
<li>Mon Coeur est  dispos, Ô mon Dieu (Psalm 108)</li>
<li>Mon Dieu me paist (Psalm 23)</li>
<li>Estans  assis aux rives aquatiques (Psalm 137)</li>
<li>Cantate Domino</li>
<li>Le  Toutpuissant à mon Seigneur (Psalm 110)  -</li>
<li>Regina coeli laetare</li>
<li>Or est  maintenant l’Eternel regnant (Psalm 99)</li>
<hr />
<li>Diligam te Domine (Psalm 109)</li>
<li>O Dieu, mon honneur et ma gloire</li>
<li> Tanto  tempore vobiscum sum</li>
<li>A Dieux ma voix j’ai haussée (Psalm 77)</li>
<li>Che  giova posseder cittadi e regni</li>
<li>Yeux qui guidez mon âme</li>
<li>Dolcissimo  ben mio</li>
<li>O Domine Jesu Christe</li>
<li>Quand Israel hors d’Egypte sortit  (Psalm 114)</li>
<li>Timor Domini</li>
<li>Mein junges Leben hat ein End</li>
<li>Qual vive  Salamandra</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/7bae4f976ea346ff95d5261070b17f96" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>The Tallis Scholars singen Victoria</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2011/04/the-tallis-scholars-singen-victoria/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2011/04/the-tallis-scholars-singen-victoria/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 24 Apr 2011 08:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik zur Passions- und Osterzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>
		<category><![CDATA[The Tallis Scholars]]></category>
		<category><![CDATA[Tomas Luis de Victoria]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein frohes Osterfest mit den Tallis Scholars, die das erste Klagelied Jeremias zum Karfreitag von Tomás Luis de Victoria (ca. 1548-1611) singen: Die 3-CD-Box The Victoria Collection von The Tallis Scholars unter der Leitung von Peter Phillips ist am 15. April 2011 auf Gimell (GIMBX 304) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein frohes Osterfest mit den <a href="http://www.thetallisscholars.co.uk/" title="The Tallis Scholars - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.thetallisscholars.co.uk/?referer=');">Tallis Scholars</a>, die das erste Klagelied Jeremias zum Karfreitag von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom%C3%A1s_Luis_de_Victoria" title="Tomás Luis de Victoria auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tom_C3_A1s_Luis_de_Victoria?referer=');">Tomás Luis de Victoria</a> (ca. 1548-1611)  singen:</p>
<p><code><iframe title="YouTube video player" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/f510B8GFZzI?rel=0" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
</code></p>
<p>Die 3-CD-Box <strong>The Victoria Collection</strong> von <strong>The Tallis Scholars</strong> unter der Leitung von <strong>Peter Phillips</strong> ist am 15. April 2011 auf Gimell (GIMBX 304) erschienen und kann im  Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004JKDXQK/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B004JKDXQK" title="The Tallis Scholars - The Victoria Collection bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B004JKDXQK/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B004JKDXQK&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/The-Tallis-Scholars-The-Victoria-Collection/hnum/1146668/iampartner/n31" title="The Tallis Scholars - The Victoria Collection bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/The-Tallis-Scholars-The-Victoria-Collection/hnum/1146668/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
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		<title>Choir of St John’s College, Cambridge, Andrew Nethsingha: Laudent Deum &#8211; Sacred Music by Orlande de Lassus</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2011/04/choir-of-st-john%e2%80%99s-college-cambridge-andrew-nethsingha-laudent-deum-sacred-music-by-orlande-de-lassus/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 15:30:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musik zur Passions- und Osterzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[16. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Choir of St John's College]]></category>
		<category><![CDATA[Chorwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Orlando di Lasso]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.codaex.de/2011/04/choir-of-st-john%e2%80%99s-college-cambridge-andrew-nethsingha-laudent-deum-sacred-music-by-orlande-de-lassus/</guid>
		<description><![CDATA[An den kommenden Tagen rund ums nahende Osterfest werde ich verstärkt CDs mit sakraler Musik vorstellen, die entweder direkt oder zumindest doch mittelbar mit der Passions- und Osterzeit zu tun hat. Gerade die Zeit zwischen Aschermittwoch und Christi Himmelfahrt hat in der Liturgie und damit auch in der sakralen Musik eine eminent wichtige Bedeutung. Bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h6>An den kommenden Tagen rund ums nahende Osterfest werde ich verstärkt CDs mit sakraler Musik vorstellen, die entweder direkt oder zumindest doch mittelbar mit der Passions- und Osterzeit zu tun hat. Gerade die Zeit zwischen Aschermittwoch und Christi Himmelfahrt hat in der Liturgie und damit auch in der sakralen Musik eine eminent wichtige Bedeutung. Bei den Artikeln soll es darum gehen, möglichst ungewöhnlich, herausragende Neu- und Wiederveröffentlichungen zum Thema <a href="http://blog.codaex.de/category/rezension/musik-zur-passions-und-osterzeit/" title="Musik zur Passions- und Osterzeit auf blog.codaex.de" class="liinternal">Musik zur Passions- und Osterzeit </a>vorzustellen.</h6>
<p style="text-align: center;">♦</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Orlando-di-Lasso.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[6448]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6456" title="Orlando di Lasso" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Orlando-di-Lasso-150x150.jpg" alt="Orlando di Lasso" width="125" height="125" /></a>Der aus der heute belgischen Stadt Mons stammende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Orlando_di_Lasso" title="Orlando di Lasso auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Orlando_di_Lasso?referer=');">Orlando di Lasso</a> (oder in der Schreibweise der englischsprachigen Welt <em>Orlande de Lassus</em>,1532-1594) ist schon zu Lebzeiten einer der bekanntesten und wichtigsten Komponisten seines Jahrhunderts gewesen. Schon früh bereiste er halb Europa, wo er zunächst als Chorknabe, dann als Solist, bald nach dem Stimmbruch aber schon als Komponist in Erscheinung trat. In seinen jungen Jahren fand er einige adelige Förderer in Italien, bis er zunächst in Florenz, bald darauf in Rom als Kapellmeister der Kirche S. Giovanni in Laterano (der zweitwichtigsten Kirche in Rom, nach dem Petersdom) als Komponist geistlicher Werke wirkte. Nur die Nachricht von der schweren Krankheit seiner Eltern ließ ihn 1555 seine Stellung kündigen und nach Mons reisen, wo er allerdings seine Eltern nicht mehr lebend antraf. Di Lasso sollte daraufhin noch weitere Reisen unternehmen, bis er schließlich als Leiter der Hofkapelle Albrechts V. von Bayern seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft nach München verlagerte, wo er auch verstarb.<br />
<span id="more-6448"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Choir-of-St-Johns-College-Cambridge-Laudent-Deum-Sacred-Music-by-Orlande-de-Lassus.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[6448]"><img class="size-thumbnail wp-image-6460 alignright" title="Choir of St John's College, Cambridge: Laudent Deum - Sacred Music by Orlande de Lassus" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/04/Choir-of-St-Johns-College-Cambridge-Laudent-Deum-Sacred-Music-by-Orlande-de-Lassus-150x150.jpg" alt="Choir of St John's College, Cambridge: Laudent Deum - Sacred Music by Orlande de Lassus" width="150" height="150" /></a>Der <a href="http://www.sjcchoir.co.uk/default.php?page=home" title="Choir of St John's, Cambridge - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sjcchoir.co.uk/default.php?page=home&amp;referer=');">Choir of St John’s College</a> aus Cambridge ist einer der renommiertesten Kinderchöre Englands und widmet sich auf seiner neuesten Veröffentlichung für das <a href="http://www.chandos.net/" title="Chandos - Homepage" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.chandos.net/?referer=');">Chandos</a>-Label der sakralen Musik di Lassos. Insgesamt 24 Stücke (bei einer Laufzeit von 71 Minuten) erklingen nicht weniger als 15 Weltersteinspielungen, die teilweise mit der Unterstützung des jungen Organisten Timothy Ravalde und/oder dem Bläserensemble <a href="http://www.hmsc.co.uk/" title="HMSC - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hmsc.co.uk/?referer=');">His Majestys Sagbutts &amp; Cornetts</a> entstanden.</p>
<p>Die kluge Auswahl der Werke stellt das breite Spektrum der geistlichen Musik Di Lassos gut dar und verdeutlicht, wie sehr sich seine Kompositionstechnik von jener seiner großen Zeitgenossen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Pierluigi_da_Palestrina" title="Giovanni Pierluigi da Palestrina auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Giovanni_Pierluigi_da_Palestrina?referer=');">Giovanni Pierluigi da Palestrina</a> (1525-1594) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tom%C3%A1s_Luis_de_Victoria" title="Tomás Luis de Victoria auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tom_C3_A1s_Luis_de_Victoria?referer=');">Tomás Luis de Victoria</a> (ca. 1548-1611) unterscheidet. Di Lassos Wanderjahre durch Italien, seine Zeit als Komponist weltlicher Lieder und seine Faszination für die Improvisationen der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Commedia_dell%E2%80%99arte" title="Commedia dell'arte auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Commedia_dell_E2_80_99arte?referer=');">Commedia dell’arte</a>, seine Erfahrungen als Sänger und Kapellmeister ließen ihn einen besonders kunstvollen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Homophonie_%28Musik%29" title="Homophonie auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Homophonie_28Musik_29?referer=');">homophonen</a> Stil entwickeln, dessen Klang unüberhörbar diesseitsgewandter ist, als man damals üblicherweise komponierte. Di Lassos Musik ist gesanglich besonders ausgefeilt und kündigt im Kern schon jene Veränderungen an, die im 17. Jahrhundert durch das Aufkommen der Oper den Gesang nachhaltig verändern sollten.</p>
<p>Der von <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Andrew_Nethsingha" title="Andrew Nethsingha auf en.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Andrew_Nethsingha?referer=');">Andrew Nethsingha</a> sicher geleitete, wie immer technisch brillante und ungemein ausdrucksstarke Chor des St. John&#8217;s College, der Organist Timothy Ravalde (ehemalige Junior-Scholar an der Orgel desselben College)  und nicht zuletzt das bewegliche, saubere Spiel des Bläserensembles <em>His Majestys Sagbutts &amp; Cornetts</em> machen aus diesem Album einen ungetrübten Hörgenuss, das den Hörer tief eintauchen lässt in die immer wieder überraschende Klangwelt des polyglotten, multikulturell gebildeten Niederländers. So sinnlich, so erfinderisch, so vielschichtig und so frei hat im 16. Jahrhundert sonst niemand auf diesem Niveau komponiert.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_6448_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Laudent Deum &#8211; Sacred Music by Orlande de Lassus</strong> des <strong>Choir of St John’s College, Cambridge</strong> unter der Leitung von <strong>Andrew Nethsingha</strong> unter der Beiteilung des Organisten <strong>Timothy Ravalde</strong> und des Bläserensembles <strong>His Majestys Sagbutts &amp; Cornetts </strong>ist am 18. März 2011 auf Chandos (CHAN 0778) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B004LHOZXQ/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B004LHOZXQ" title="Choir of St John's College, Cambridge: Laudent Deum - Sacred Music by Orlande de Lassus bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B004LHOZXQ/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B004LHOZXQ&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Orlando-di-Lasso-Lassus-Geistliche-Werke-Laudent-Deum/hnum/1242559/iampartner/n31" title="Choir of St John's College, Cambridge: Laudent Deum - Sacred Music by Orlande de Lassus bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Orlando-di-Lasso-Lassus-Geistliche-Werke-Laudent-Deum/hnum/1242559/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Ecce nunc benedicite</li>
<li>Veni in hortum meum</li>
<li>Qui sequitur me</li>
<li>Resonet in laudibus</li>
<li>Cantiones duarum vocum sine text: Sine textu No. 15</li>
<li>Omnes de Saba venient</li>
<li>Qui moderatur sermones suos</li>
<li>Exaudi Deus orationem meam</li>
<li>Jubilate Deo omnis terra</li>
<li>Cantiones duarum vocum sine text: Sine textu No. 19</li>
<li>Timor et tremor</li>
<li>Omnia tempus habent</li>
<li>Alleluia laus et gloria</li>
<li>Magnificat tertii toni</li>
<li>Quid gloriaris</li>
<li>Laudate pueri Dominum</li>
<li>O Maria clausus hortus</li>
<li>Laetentur coeli</li>
<li>Laudent Deum cythara</li>
<li>Cantiones duarum vocum sine text: Sine textu No. 13</li>
<li>O peccator</li>
<li>Fratres qui gloriatur</li>
<li>Agimus tibi gratias</li>
<li>Magnidicat &#8216;O che vezzosa aurora&#8217;</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/2c757bfdaeff46b2a2781ffff79bc799" alt="" width="1" height="1" /></p>
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