Posts Tagged “Pyotr Ilyich Tchaikovsky”

Pyotr Ilyich TchaikovskyKaum ein anderer Komponist hat einen so ambivalenten Ruf wie Pyotr Illyich Tchaikovsky (1840-1893). Üblicherweise gilt ja das Œuvre eines jeden Komponisten per definitionem als erhaben – ein Usus, den ich übrigens nie nachvollziehen konnte, als ob es in der Vergangenheit nur musikalische Genies gegeben hätte, die ausschließlich Meisterwerke komponierten – doch bei Tchaikovsky wird oft genug offen gelästert: Zu seicht, zu einfach gestrickt, zu vordergründig, zu unausgewogen, zu plakativ, zu süßlich – Kritikpunkte, die man freilich bei den meisten Komponisten (insbesondere der Romantik, wie mir scheint) mehr oder minder ungerechtfertigt und verallgemeinernd anbringen könnte, aber für Tchaikovsky bleiben diese undifferenzierten Einschätzungen, zumindest in den arrivierten Kritikerkreisen, en vogue.
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Pyotr Ilyich TchaikovskyDer Russe Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1893) gehört zu den beliebtesten und meistgespielten (und meist aufgenommenen) Komponisten aller Zeiten. Seine Ballettmusiken (Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker), seine Sinfonien, seine Orchestersuiten und Ouvertüren (Romeo und Julia, Capriccio Italien, Ouvertüre 1812 usw.), sein Violinkonzert und sein erstes Klavierkonzert, neuerdings auch wieder häufiger seine Opern, seine Kammermusik und seine Klaviermusik – es gibt kaum etwas, was von Tchaikovsky unbeachtet bliebe. Obwohl er schon zu Lebzeiten bei Kollegen und Kritikern nicht unumstritten war (und erst recht im 20. Jahrhundert, wo seine Musik für ihre anachronistische, allzu gefällige Art von den modernen Komponisten reichlich Häme erntete), bleibt seine Musik ein ungebrochener Publikumsfavorit und es gibt kein ein großes Orchester, kaum ein bedeutender Dirigent des 20. Jahrhunderts, der Tchaikovskys Werke links liegen ließ.

Heute sind seine Melodien allgegenwärtig, vom monophon piependen Klingelton über die Verwendung des einen oder anderen Themas als Hintergrundmusik in der Radio/TV-Werbung bis hin zu Rock- und Pop-Bearbeitungen und -Zitaten, vor einigen Monaten erst beim britischen Erfolgsduo Pet Shop Boys.
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Orchestre Philharmonique de Monte Carlo - LogoEs sei noch einmal daran erinnert: Das traditionsreiche Orchestre Philharmonique de Monte Carlo ist ab Morgen auf einer kleinen Deutschland-Tournee. Unter der Leitung von Maestro Yakov Kreizberg und mit dem Pianisten Nikolai Tokarev als Solisten wird das OPMC das berühmte Klavierkonzert No. 1 in b-moll, op. 23 von Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1893) und die Sinfonie No. 2 in e-Moll, op. 27 von Sergei Rachmaninov (1873-1943) spielen.

Für alle vier Konzertabende sind noch Karten zu bekommen!

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30 Years Hyperion

Der vielleicht beste deutschsprachige Musikversender JPC schreibt auf seiner Labelseite über die britische Plattenfirma Hyperion Records:

»Britain’s brightest record label« nennt sich Hyperion Records – und tatsächlich ist »bright« ein gutes Wort, um sich selbst zu beschreiben, entspricht es doch laut Lexikon deutschen Wörtern wie »leuchtend«, »gescheit«, »fröhlich« und »vielversprechend«. In dieser Geisteshaltung widmet sich die unabhängige britische Produktionsfirma seit nunmehr 30 Jahren dem Ziel, Musik aller Zeiten und Stile vom 12. bis ins 21. Jahrhundert anzubieten, und hat so manchem Musikfreund ganz neue Horizonte erschlossen.

Entgegen dem Trend immer schneller, immer billiger, immer mehr Ware für den Massenmarkt (Welcher Massenmarkt?) zu produzieren, hat sich Hyperion erfolgreich als Qualitätslabel nicht nur auf dem wichtigen britischen, sondern auf dem Weltmarkt etabliert, das auf allen Ebenen der CD-Produktion auf höchste Qualität achtet, angefangen von der Auswahl, der Förderung und der Betreuung der Künstler, über das zu einspielende Repertoire bis hin zur Aufnahmetechnik, dem Artwork und – oft genug das Stiefkind der CD-Produktionen – den sachkundigen Begleittexten.
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Die Reihe The Romantic Piano Concerto des britischen Labels Hyperion gehört seit 1991 zu den interessantesten lang angelegten Aufnahmeprojekten in der Musiklandschaft. In bisher 49 Ausgaben wurden zahlreiche nahezu vergessene Schätze der romantischen Klavierkonzert-Literatur gehoben: Die Klavierkonzerte von Eugen d’Albert, Charles-Valentin Alkan, Mili BalakiStephen Hough - Pyotr Tchaikovsky - Piano Concertos 1 - 3rev, Ferruccio Busoni, Ernö Dohnányi, Adolph von Henselt, Henry Charles Litolff, Erich Wolfgang Korngold, Joseph Marx, Nikolai Medtner,Eduard Nápravník, Nikolai Rimsky-Korsakov, Anton Rubinstein und vielen anderen Komponisten wurden größtenteils zum ersten Mal aufgenommen und so dem interessierten Hörer zugänglich gemacht.

Für die 50. Veröffentlichung dieser vielfach ausgezeichneten Reihe hat man sich etwas Besonderes einfallen lassen: Das Jubiläumsalbum präsentiert sämtliche Werke für Klavier und Orchester von Pyotr Ilyich Tchaikovsky (1840-1893): Neben dem berühmten Klavierkonzert No. 1 in b-Moll sind auch die selten zu hörenden (und selten aufgenommenen) Klavierkonzerte No. 2 in G-Dur (mit dem ungekürzten 2. Satz) und das unvollendete Klavierkonzert No. 3 in Es-Dur zu hören, außerdem die Konzertfantasie op. 56 für Klavier und Orchester, die zwar zu Lebzeiten des Komponisten beliebt war, danach aber in Vergessenheit geriet. Darüber hinaus wurden zwei Alternativ-Fassungen des 2. Satzes aus dem 2. Klavierkonzert angehängt: Die gekürzte Fassung des Pianisten der Uraufführung Alexander Siloti (dessen radikale Einschnitte Tchaikovsky vehement ablehnte) und eine behutsamere Neufassung des hier grandios agierenden Pianisten Stephen Hough. des vielleicht »besten Pianisten Großbritanniens« (so The Sunday Times), der dieses Doppelalbum mit dem Minnesota Orchestra (»the greatest orchestra in the world« so The New York Times) unter Osmo Vänska aufgenommen hat.
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Die Deutsche Streicherphilharmonie ist ein Jugendorchester (allerdings kein vollständiges Symphonie-Orchester, sondern ein reines Streichorchester), das sich aus den talentiertesten Nachwuchsmusikern (im Alter von 13 – 19 Jahren) der deutschen Musikschulen zusammensetzt. Das Orchester, heute mit Sitz in Bonn, entstand 1973 als Auswahl-Streichorchester der Musikschulen der DDR als Festivalorchester für die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten in Ost-Berlin und war danach unter dem Namen Rundfunk-Musikschulorchester (RMO)  eng an den DDR-Rundfunk angebunden und zumindest im Osten der Republik ein Begriff. Noch heute ist das Rundfunkorchester Berlin das Patenorchester der Deutschen Streichphilharmonie (DSP), die seit 1991 unter Trägerschaft des Verbandes deutscher Musikschulen steht und sich nun freilich aus jungen Musikern und Musikerinnen aus der gesamten Republik zusammensetzt.
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Frederic ChopinFrédéric François Chopin (eigentlich Fryderyk Franciszek Chopin) wurde am 1. März 2010 in Żelazowa Wola im Herzogtum Warschau geboren und starb jung, bereits am 17. Oktober 1849 in Paris. In den 39 Jahren seines Lebens wurde er einer der einflussreichsten und beliebtesten Komponisten für Klaviermusik im 19. Jahrhundert, dessen Ruhm und dessen Wirkung auch heute noch, 200 Jahre nach seinem Geburtstag, ungemindert nachwirken. 2010 wird in der Welt der klassischen Musik als Chopin-Jahr (und ebenso als Schumann-Jahr und Mahler-Jahr) gefeiert. Zahllose Neu- und Wiederveröffentlichungen mit Musik von Chopin überschwemmen in diesen Wochen den Klassik-Markt, deutlich mehr als bei den anderen beiden Jubilaren und oft genug von deutlich minderer Qualität. Andererseits: Chopin gehört zu jenen Komponisten, die auch von denen gehört werden, die normalerweise keine klassische Musik hören. Er ist der Inbegriff (manche würden sagen, das Klischee) der Romantik und der romantischen Klaviermusik. Vielleicht ist es deswegen auch nicht wirklich verwunderlich, wenn die Musikergenerationen nach ihm auf sein Werk immer wieder Bezug genommen haben. Dabei war das Werk, mehr noch das Wirken Frédéric Chopins niemals unumstritten. Um es mit den Worten des Komponisten und Klavier-Virtuosen Ferruccio Busoni zu sagen: »Mich hat Chopin ein Leben lang angezogen und zugleich abgestoßen; ich habe einfach seine Musik zu oft gehört – prostituiert, profaniert und banalisiert
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Sviatoslav Richter in Prag 1954Dass Sviatoslav Richter (1915-1997) unbestritten zu den besten und einflussreichsten, wohl auch zu den emsigsten Pianisten des 20. Jahrhunderts gehörte, ist wohl unbestritten. Neben zahlloser Aufnahmen für west- und osteuropäische Labels (Melodiya, Supraphon, EMI, Columbia, Decca, Deutsche Grammophon, Philips, RCA) gibt es eine nicht enden wollende Anzahl an autorisierten und unautorisierten Konzert- und Radiomitschnitten: Kaum ein anderer Pianist ist so umfangreich diskografisch dokumentiert wie Richter, freilich sind nicht alle Aufnahmen wirklich empfehlenswert: Zwar spielte Richter über die gesamte Länge seiner Karriere auf einem bemerkenswert hohem Niveau, doch oft genug handelt es sich bei diesen Mitschnitten um minderwertig aufgenommenes, schlecht konserviertes und lieblos digitalisiertes Material.
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