Posts Tagged “Podcast”

Markus Becker - BBC NO of Wales, Thierry Fischer - The Romantic Piano Concerto Vol. 55 - Charles-Marie WidorDie 55. Ausgabe der Hyperion-Reihe  The Romantic Piano Concerto kommt offenbar nicht nur bei unserem Gast-Rezensenten Burkhard Schäfer gut an (s. seine Besprechung von gestern), auch die Kritikerkollegen der Kulturradios zeigen sich überrascht und erfreut über diese erneute Schatzhebung in der monumentalen Reihe mit Klavierkonzert-Raritäten aus der Romantik. Die beiden Klavierkonzerte und die Fantaisie für Klavier und Orchester von Charles-Marie Widor (1844–1934). eingespielt vom BBC National Orchestra of Wales (BBCNOW) unter Thierry Fischer mit  Markus Becker als Solisten, waren nun fast zeitgleich der Gegenstand der Betrachtung bei zwei großen deutschen Kultursendern, dem norddeutschen NDR Kultur und dem westdeutschen WDR 3. Beiden gemein ist eine äußerst positive Bewertung von der vorgestellten Musik und den ausführenden Musikern.

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Ramon Ortega Quero: OboenkonzerteNachdem die erst am Freitag bei Genuin erschienene CD Oboenkonzerte -  von J. S. Bach, G. P. Telemann, C. Ph. E Bach des jungen spanischen Oboisten Ramón Ortega Quero beim süddeutschen Kultursender BR-Klassik als CD-Tipp vorgestellt wurde, zieht nun der ostdeutsche Sender mdr Figaro nach. Redakteurin Beatrice Schwartner hat das Album zur dieswöchigen »CD der Woche« gekürt.

Sie schreibt über Ortega Quero:

»Der spanische Oboist Ramón Ortega Quero zählt mit Anfang Zwanzig zwar noch zu den jungen Musikern. Dennoch verfügt er über eine hohe musikalische Reife und Ausdruckskraft.«

und schwärmt über sein Spiel auf der CD:

»Ramón Ortega Quero spielt die Werke voller Tiefgang, lotet die Facetten der Musik gefühlvoll aus und lässt sie glänzen oder den Hörer sanft streicheln. Er spielt das Instrument nicht nur, er wird gleichwohl eins mit der Oboe. Eine innige Erfahrung!«

Den Podcast mit der gesamten Kritik kann man → hier anhören.
Den Artikel zur »CD der Woche« findet man → hier.

Die CD Oboenkonzerte von Ramón Ortega Quero mit der Kammerakademie Potsdam unter der Leitung von Peter Rainer ist am 16. September 2011 bei Genuin (GEN 11209) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Royal Flemish Philharmonic, P. Herreweghe: F. Schubert - Symphony No. 9Wenn man heutzutage symphonisches Standardrepertoire des 19. Jahrhunderts aufnimmt, läuft man Gefahr, dass man von den Hörern und Kritikern schlichtweg ignoriert wird, ob der unübersichtlichen Schwemme an gleichartigen Aufnahmen. Definitiv nicht so ist es Philippe Herreweghe mit seiner Neuinterpretaion der  Sinfonie No. 9 (“Große Sinfonie in C-Dur”) von Franz Schubert (1797-1828) ergangen, wohl auch, weil der belgische Experte für historisch-informiertes Spiel mit seinem Royal Flemish Philharmonic Orchester neue Wege gewagt hat und Schuberts Sinfonie ungewohnt heiter und beschwingt auslegt. Die bei Pentatone Classics erschienene SACD wurde nun zeitgleich von zwei deutschen Kulturradios, dem norddeutschen NDR Kultur und dem ostdeutschen mdr Figaro besprochen. Und wie bei einer so provokanten Neuausrichtung nicht anders sein konnte, mischt sich in die positive Kritik zumindest teilweise auch der eine oder andere kleinere Zweifel. Den Rest des Eintrages lesen »

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Francesco Piemontesi - RecitalDas ging aber wirklich schnell! Kaum wurde am Freitag das neue Album “Recital” des jungen, aus dem Tessin stammenden Pianisten Francesco Piemontesi veröffentlicht – übrigens sein Debüt auf Avanti Classic und sein insgesamt zweites Solo-Album (das Debüt mit Werken von Robert Schumann erschien 2010 bei Claves; außerdem wirkte er auf einigen Alben als Duopartner mit) – schon wurde das Album mit Werken von Georg Friedrich Händel (1685-1759), Johannes Brahms (1833-1897), Johann Sebastian Bach (1685-1750) und Franz Liszt (1811-1886) vom norddeutschen Kultursender NDR Kultur zur »CD der Woche« gekürt.
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Collegium 1704, Vaclav Luks: Anton Reichenauer - ConcertosDer böhmische Komponist Antonín Reichenauer (ca. 1694-1730, auch Johann Anton Reichenauer) ist hierzulande nur wenigen Barock-Experten ein Begriff, gehört aber zum Dunstkreis des Grafen Wenzel Morzin, dem Freund und Förderer von niemand geringerem als Antonio Vivaldi (1678-1741) und Widmungsträger zahlreicher seiner Konzerte, unter anderem auch den berühmten Quattro Stagioni. Reichenauer war einer der zahlreichen hervorragenden Musiker am Hofe Morzins (darunter auch der hier kürzlich vorgestellte František Jiránek (1698–1778)) und betätigte sich ebenfalls als Komponist, dies freilich unter Einfluss der Musik Vivaldis, die er dank seines Dienstherren bestens kannte und studieren konnte. So ist es dann auch gewiss kein Zufall, dass Teile seiner Werke in der Sammlung von Johann Georg Pisendel (1687-1755), dem (anderen) bekannten Vivaldi-Freund in Mitteleuropa fand.
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Collegium Marianum: Frantisk Jiranek - Concertos & SinfoniasSchön, wenn es auch einmal eine ungewöhnliche Nischen-Veröffentlichung schafft, in den Besprechungen der Klassik-Radiosender als CD-Tipp vorgestellt zu werden. Der große ostdeutsche Kultursender mdr Figaro führte diese Woche die Supraphon-CD  “František Jiránek – Concertos & Sinfonias” des Collegium Marianum unter der Leitung von Jana Semerádová als »CD der Woche«.

Die Redakteurin Beatrice Schwartner stellt ihr ihrer Besprechung heraus, dass das »diese Werke aus der Vergessenheit gerissen hat« auf Originalinstrumenten »voller Schwung und Spielfreude« spielen und sich Jiráneks Musik »hörbar an Vivaldi« erinnern und doch »einen ganz eigenen böhmischen Ton« haben, eine Schlussfolgerung, die auch ich in meiner Besprechung gezogen hatte.

Beatrice Schwartners Artikel und den ausführlicheren Podcast mit der Original-Radiosendung findet man → hier
und → hier geht es zur Besprechung der CD auf diesen Seiten.

Die CD František Jiránek – Concertos & Sinfonias des Collegium Marianum unter der Leitung von Jana Semerádová ist am 14. Januar 2011 auf Supraphon (SU 4039) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Schon vor Monatsfrist habe ich in der Rubrik »Internet-Tipp am Monatsende« auf ein → Schmankerl (nämlich Chopins Ballade No. 3, op. 47) des kanadischen Pianisten Marc-André Hamelin hingewiesen, der gerade mit seinem Album »Études« (CD des Monats, September 2010, s.  → Artikel) Kritiker und Publikum gleichermaßen in Erstaunen versetzt hat.

Dieses Mal möchte ich den Blog-Lesern zum Monatsende einen Podcast der Bostoner Radiostation WGBH ans Herz legen, in dem Marc-André Hamelin zusammen mit dem Klarinettisten James Campbell die späten Sonate für Klarinette und Klavier in f-Moll, op. 120/1 von Johannes Brahms (1833-1897) spielt.

Diesen Podcast kann man auch → hier als 128 kbps-MP3 (21,87 MB) kostenlos herunterladen (mit der rechten Maustaste den Link anklicken und “Ziel speichern unter” auswählen).

Die aktuelle CD von Marc-André Hamelin »Études« ist am 17. September 2010 bei Hyperion (CDA 67789) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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N. Altstaedt - J. Gallardo: W. Killmayer - R. SchumannNicht nur mir als Blogger hat das neue Album von Nicolas Altstaedt und José Gallardo mit Werke für Violoncello und Klavier von Robert Schumann und Wilhelm Killmayer außerordentlich gut gefallen, auch bei den deutschsprachigen Kultursendern ist das vor einigen Tagen bei Genuin erschienene Album sehr gut angekommen. Nahezu alle deutschsprachigen Sender haben über die Neuerscheinung besonders positiv berichtet oder werden das Album in den kommenden Wochen ausführlich vorstellen.

Exemplarisch für diese ganze Reihe an Empfehlungen ist die Besprechung von Dagmar Penzlin für den großen norddeutschen Kultursender NDR Kultur. In ihrer Besprechung vom 27.09. schreibt sie über das Album »Wer sich gern überraschen lässt, wird diese CD mögen.« und über Nicolas Altstaedt und José Gallardo schwärmt sie:

»Altstaedt, einer der letzten Schüler von Boris Pergamenschikow, ist mit seinen 28 Jahren bereits eine reife Musikerpersönlichkeit. Das vermittelt jeder Ton, den er seinem wertvollen Lupot-Cello entlockt. Ebenso überzeugend ist Gallardo am Klavier – ein exzellenter Kammermusiker mit Gespür für feinste Nuancen.«

und resümiert:

»[Mit dem Album] beweist Altstaedt, dass er zu den besonders spannenden Musikern der jungen Generation zählt. Eben weil er seinen musikalischen Vorlieben auch abseits der bekannten Pfade folgt. Und das ist erfrischend mutig.«

Den ganzen Artikel “Nicolas Altstaedt spielt Killmayer und Schumann” gibt es → hier in der Rubrik “Neue CDs” bei NDR Kultur.
Den ausführlicheren Podcast dazu gibt es → hier.

Die CD von Nicolas Altstaedt & José Gallardo mit Werken für Violoncello und Klavier von Wilhelm Killmayer und Robert Schumann ist am 24. September 2010 auf Genuin (GEN 10187) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Dunedin Consort: J. S. Bach - Mass in B minorZu einem differenzierten Ergebnis kommt der Redakteur Marcus Stäbler in seiner Besprechung für NDR Kultur der jüngsten Veröffentlichung des schottischen Originalinstrumente-Ensemble Dunedin Consort, der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Auch wenn ich seiner Kritik in einigen Teilen nicht folge, sei seine Rezension an dieser Stelle dargelegt.

Stäbler lobt zunächst den transparenten Klang der Aufnahme und schreibt dazu:

»Nach und nach schichtet Bach die einzelnen Stimmen(…) übereinander – und der Hörer kann diesen Aufbau sehr schön verfolgen. Denn John Butt und sein Dunedin Consort and Players gewähren uns einen ganz klaren Einblick, wie unter einem musikalischen Mikroskop.«

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P Graffin: R. Schumann - Violin ConcertoObwohl wir uns mitten im Schumann-Jahres befinden – es jährt sich heuer ja der 200. Geburtstag von Robert Schumann – ist es eher ungewöhnlich, dass eine Plattenfirma gleich zwei ähnlich geartete Aufnahmen mit Werken Schumanns in einem Monat auf den Markt bringt. Nicht nur, dass das englische Label Onyx Classics im Juli zwei CDs mit Neuaufnahmen Schumann’scher Werke veröffentlichte, es waren auch relativ selten zu hörenden Werke für Violine, die dort eingespielt worden sind.

I. Gringolts: R. Schumann - Violin SonatasAuf der einen CD sind alle drei Violinsonaten von Robert Schumann  zuhören, eingespielt vom russische Violinisten Ilya Gringolts und begleitet von seinem Landsmann Peter Laul, auf der anderen CD hat der französische Violinist Philippe Graffin das Violinkonzert das von Schumann selbst für Violine bearbeitete Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129 aufgenommen, ergänzt durch die Violinsonate No. 2 sowie einigen Werken für Violine und Klavier von Clara Schumann.

In einem Beitrag vom 26.07. hat NDR Kultur-Redakteur Christoph Vratz die beiden CDs mit der »inhaltlichen Schnittmenge« der Violinsonate No. 2 genauer unter die Lupe genommen und kommt zu einem differenziertem Ergebnis, was die Deutung Schumanns bei den beiden Solisten anbelangt.
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