Posts Tagged “Oper”
Ich muss zugeben, ich bin mittlerweile skeptisch, wenn ich neue Recital-CDs von Opernsängern und Sängerinnen sehe. Mittlerweile werden erstaunlicherweise manche Sänger zu regelrechten Pop-Stars stilisiert. Sie treten in Samstagabend-Shows auf und ihre neuen CDs werden auf den Litfaßsäulen beworben, als sei es das Album einer angesagten Souldiva. Ihre CDs landen in Zeiten sinkender Verkäufe immer öfter auf den oberen Positionen der Verkaufscharts, etwas, was noch vor zehn, fünfzehn Jahren völlig utopisch erschien. Aber so sehr ich mich darüber freue, dass die Oper offensichtlich nicht mehr in der öffentlichen Wahrnehmung als altmodisch und angestaubt gilt, so sehr ich mich darüber freue, dass sowohl Sänger und Sängerinnen, als auch die Öffentlichkeit das Klischee von der “dicken Frau mit der lauten Stimme” offenbar überwunden ist, so enttäuscht bin ich meistens, wenn ich dann die künstlerischen Ergebnisse der “neuen Klassikstars” anhöre. Zählte früher die Stimme, die Technik, die Ausstrahlung und die Wandlungsfähigkeit, so wird heute scheinbar viel mehr Gewicht auf Fotogenität und Konformität gelegt. Den Mythos erschafft dann die Marketing-Maschinerie von fast alleine. De facto sind die Ergebnisse dieser Künstler oft ordentlich, aber nicht wirklich überragend (wie der Medien- und Marketingrummel suggeriert). Außerdem beschränkt man sich oft auf ein “Best-of”-Repertoire, damit Klassik-Einsteiger ja nicht verschreckt werden von schrillen Tönen (eine Haltung, die ich für ausgesprochen kurzsichtig und falsch halte), kurzum: Wer auch nur ein wenig die Nase, pardon, die Ohren in die Opernaufnahmen der letzten 50 Jahre gesteckt hat, der wird von den Hochglanz-Veröffentlichungen enttäuscht sein.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Antonio Salieri, Domenico Cimarosa, Joseph Haydn, Oper, Sopran, Wiener Klassik, Wolfgang Amadeus Mozart
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In der Rubrik Vorschau wird am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Ein Teil dieser vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen.
Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 16. September 2011.
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Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke, 2. Kammermusik und 3. Wiederveröffentlichungen vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 4. Oper & Chor und 5. Alte Musik.
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Schlagwörter: 2011, Alte Musik, Chorwerke, Oper, September
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Sydney gilt heute als eine der wichtigsten Kulturmetropolen der Welt, nicht zuletzt wegen des berühmten 1973 fertiggestellten Sydney Opera House mit seiner spektakulären Architektur. Die Anfänge der Oper in Australien waren allerdings deutlich bescheidener und sind fast in Vergessenheit geraten. Der Dreiakter Don John of Austria ist gewissermaßen die Geburtsstunde der australischen Musik, war es doch die erste Oper, die jemals auf australischen Boden geschrieben und aufgeführt wurde. Komponiert hat sie der nach Australien ausgewanderte englische Journalist, Musikwissenschaftler und Komponist Isaac Nathan (ca. 1792-1864). 1847 wurde sie in Sydney uraufgeführt und hatte noch sechs weitere erfolgreiche Aufführungen, bevor sie immer mehr in Vergessenheit geriet.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Deutschlandradio Kultur, Isaac Nathan, Oper
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In der Vorschau-Rubrik werden ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb kurz vorgestellt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 19. August 2011 in den Handel. Einige dieser Titel werden in den kommenden Wochen in diesem Blog ausführlicher besprochen werden.
Achtung: Ab sofort kann man die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter bestellen, in der alle Codaex-Veröffentlichungen des kommenden Monats aufgelistet werden. → Codaex-Newsletter abonnieren
Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Oper, 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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Schlagwörter: 2011, Alte Musik, August, Neue Musik, Oper
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Benjamin Britten (1913-1976) gehört zu den vielseitigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Für quasi jede Gattung hat der Engländer bedeutende Werke komponiert; ein Schwerpunkt seiner Arbeit war stets die Oper. Zwischen den 1940er und den frühen 1970er Jahren schrieb Britten nicht weniger als elf Opern, darunter so herausragende Meisterwerke wie Peter Grimes (1945), A Midsummer Night’s Dream (1960), Death in Venice (1973) und The Turn of the Screw (1954), die zu den erfolgreichsten und bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts gehörten. Sie erfreuen sich bis heute ungebrochener Beliebtheit und tauchen nicht selten auf den Spielplänen der Opernhäuser weltweit auf. Sowohl die von Britten gewählten, teilweise mit seinem Lebensgefährten, dem Tenor Peter Pears (1910-1986), gemeinsam geschriebenen Libretti, als auch die kunstvoll komponierte und instrumentierte Musik tragen zum dauerhaften Erfolg seiner Opern bei.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Benjamin Britten, Glyndebourne, Moderne, Oper
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In der Vorschau-Rubrik werden ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb kurz vorgestellt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 15. Juli 2011 in den Handel. Einige dieser Titel werden in den kommenden Wochen in diesem Blog ausführlicher besprochen werden.
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Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Oper, 4. Alte Musik und 5. Wiederveröffentlichungen.
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Schlagwörter: 2011, Alte Musik, Juli, Oper, Wiederveröffentlichungen
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Für den Schweizer Komponisten Frank Martin (1890-1974) waren Schönbergs Zwölftontechnik und die traditionelle (‘klassische’) tonalen Musik kein sich ausschließender Widerspruch. Er strebte in seinem Personalstil eine Synthese aus diesen beiden Welten an, die von vielen als absolut gegensätzlich und unvereinbar betrachtet werden, nicht zuletzt, weil die Auseinandersetzung um das Für und Wider der Zweiten Wiener Schule und ihre neuen Konzepte schnell zum ideologischen Glaubenskrieg wurde.
Frank Martin hat lange Zeit gebraucht, um seine eigene Klangsprache zu finden, danach allerdings waren die Ergebnisse erstaunlich kohärent. Es war erst Anfang der 1940er Jahre, bei seinem Oratorium Le vin herbé, als er konstatieren konnte »das erste große Werk, in dem ich meine eigene Sprache gesprochen habe« geschrieben zu haben. Nun folgtenin rascher Folge die Liederzyklen Sechs Monologe aus Jedermann und Der Cornet, dann die Petite symphonie concertante, die moderne Passion Golgotha und das Konzert für sieben Bläser, Pauken, Schlagzeug und Streichorchester. Innerhalb von zehn Jahren wurde er bekannt und bekam eine Reihe interessanter Kompositionsaufträge, unter anderem auch die Fünf Gesänge des Ariel, seiner ersten Auseinandersetzung mit William Shakespeares The Tempest, die Initialzündung für seine spätere Oper Der Sturm.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Frank Martin, Moderne, Oper
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Der britische Komponist Michael Nyman (*1944) gehört zu den derzeit weltweit bekanntesten und erfolgreichsten zeitgenössischen Komponisten. Er ist hierzulande vor allem für seine Filmmusiken (und hier insbesondere für die Musik des Jane-Campion-Films Das Piano) bekannt; seine zahlreichen Opern, seine Kammermusik und Orchesterwerke bleiben für große Teilen des Publikums ein Geheimtipp, den es zu entdecken gilt. Wie so viele Komponisten des 20. Jahrhunderts (s. auch zuletzt hier im Blog → Nino Rota), ist die Filmmusik nur eine Facette des künstlerischen Schaffens, die aufgrund ihres Erfolgs die gesamte Bandbreite des Œuvres ein wenig überlagert. In der englischsprachigen Welt finden allerdings auch jene Werke ein breiteres Publikum, die nicht spezifisch für Filme geschrieben wurden, eine Tendenz, die sich in den vergangenen Jahren erfreulicherweise auch auf Kontinentaleuropa und insbesondere auf Deutschland zu übertragen scheint. In Zusammenarbeit mit dem Badischen Staatstheater in Karlsruhe wurden zwischen 2002 und 2005 gleich drei seiner Opern uraufgeführt: Im Jahr 2002 »Facing Goya«, 2004 »Man and Boy: DaDa« und 2005 »Love Counts«.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Michael Nyman, Minimal Music, Oper
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In der Rubrik Vorschau werden zu Monatsbeginn ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb vorgestellt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 20. Mai 2011 in den Handel.
NEU: Ab sofort kann man die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter bestellen, in der alle Codaex-Veröffentlichungen des kommenden Monats aufgelistet werden. → Codaex-Newsletter abonnieren
Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Oper, 4. Alte Musik und 5. Archiv- und Wiederveröffentlichungen.
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Schlagwörter: 2011, Alte Musik, historische Aufnahmen, Mai, Oper, Wiederveröffentlichungen
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Hand auf’s Herz: Wem fällt heutzutage noch viel zu John Blow (1649-1708) ein? Sicher, der langjährige Organist der Westminster Abbey war ein englischer Komponist des Barock in Zeiten der Restauration, aber über seinen wirklichen Stellenwert innerhalb der englischen Musik ist hierzulande nicht viel bekannt. Dabei war John Blow nicht nur der Lehrer und Mentor des ungleich berühmteren Henry Purcell (1659-1695), er hat auch sehr wahrscheinlich Purcells Meisterwerk, die Oper Dido und Aeneas mit seinem eigenen Magnum Opus maßgeblich beeinflusst, der (nominellen) Masque aus dem Jahre 1683 (vielleicht auch schon 1681) Venus and Adonis, die in Wirklichkeit mit ihrer komplett gesungenen Handlung nichts anderes ist, als eine Oper, wie sie Italienischsprachig Ende des 17. Jahrhunderts in Kontinental-Europa durchaus schon üblich war. John Blow gebührt also die Ehre die erste englische Oper verfasst zu haben, ein Genre, das bald nach seinem Tod (nicht zuletzt durch Georg Friedrich Händel (1685-1759)) in London große Erfolge feiern sollte.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, Barock, John Blow, Masque, Michel Lambert, Oper, Originalinstrumente, Robert de Visée
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