Posts Tagged “Oper”

Neue CDsIn der Rubrik Vorschau wird am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Ein Teil dieser vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen

Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 24. Februar 2012.

Die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter mit Infos zu allen anstehenden Veröffentlichungen im Codaex-Vertrieb kann man → hier abonnieren.

Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Vokalmusik 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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Es gibt etwas ungemein Internationales an der Musik des US-amerikanische Komponisten Philip Glass (*1937). Kaum ein anderer lebender zeitgenössischer Komponist kann auf ein so großes, geradezu weltweites Netz von Bewunderern und Förderern, von Musikern und Hörern blicken, wie der in Maryland geborene, seit Jahren in New York fest verwurzelte Glass. Philip Glass (Florenz 1993) - Bild: (cc-by-sa 2.0)  Pasquale SalernoDie Werke des Musikers und Komponisten werden überall auf der Welt (ur-)aufgeführt und selbst seine Opern feiern beileibe nicht nur in seiner Heimat große Erfolge. Ob Finnland, die Niederlande, Deutschland Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, England, Portugal oder, wie im Fall der neuen Veröffentlichung In The Penal Colony des Glass-eigenen Label Orange Mountain Music, Wales: Die Musik von Philip Glass scheint überall heimisch zu sein, scheint überall verstanden zu werden. Dieses Finden einer universell verständlichen musikalischen Sprache ist sicher eines der Geheimnisse, die Glass zu einem der wichtigsten und kommerziell erfolgreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts machen.
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RSB, Marek Janowski: Richard Wagner - Die Meistersinger von NürnbergDas aktuelle Album Richard- Wagner – Die Meistersinger von Nürnberg  des Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB)  unter der Leitung von Marek Janowski (s. die → Besprechung hier im Blog) wurde in der aktuellen Ausgabe des renommierten Audio-Magazins als “Klang-Tipp” mit einer Spitzenwertung (Musik 4 ½ / 5 Ohren || Klang 4 ½ / 5 Ohren)  ausgezeichnet.

Der Rezensent Malte Ruhnke schreibt über die Ausrichtung des bei Pentatone erschienene Albums:

»Ganz bewusst bewegt sich die Berliner Aufführung fern von Konventionen und Hörgewohnheiten. Mit dem trockenen Klang der Philharmonie, mit übertriebener Deutlichkeit und fein differenziertem Orchesterton dominiert eine oratorienhafte Ernsthaftigkeit (…)«

und lobt ausdrücklich den Rundfunkchor Berlin

»Ein Genuss der besonderen Art ist dabei die Präzision und Homogenität des Chores, die man in dieser Qualität an keinem Opernhaus der Welt erleben kann.«

Die 4-SACD Richard Wagner – Die Meistersinger von Nürnberg vom Rundfunkchor Berlin mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der Leitung von Marek Janowski ist am 18. November 2011 auf Pentatone (PTC 5186 402) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Wagner-Opern haben in der ohnehin schon diskussionfreudigen und fachkundigen Klassik-Welt eine Sonderstellung. Richard Wagners UnterschriftNichts wird so kontrovers besprochen wie die Aufnahmen und Aufführungen der Opern von Richard Wagner (1813-1883), nirgendwo sonst tut man sich schwerer, von “Referenzaufnahme” zu sprechen, nirgendwo sonst geht man so weit in die Vergangenheit zurück, um Vergleichsaufnahmen zu finden. Wagner-Inszenierungen sind ungebrochen populär, aber sie sind auch eine große Herausforderung für jeden Regisseur, für jeden Dirigenten,für jedes Orchester, für jeden Sänger. Trotz (oder gerade wegen?) dieser etwas zweischneidigen Herausforderung, stellen sich quasi alle Spitzenkräfte der Musikwelt immer wieder dieser doppelte Herausforderung, der künstlerischen, wie der unweigerlichen Kritik danach, freilich, mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und Ergebnissen. Ich gestehe, ich habe vor jedem einen Heidenrespekt,der sich dieser Aufgabe stellt, ganz gleich, wie ich auch das Ergebnis bewerten mag.
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Richard Wagner (Portrait von Caesar willich ca. 1862)Als das Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung von Neeme Järvi  seinen Zyklus mit Arrangements des Niederländers Henk de Vlieger (*1953) mit “The Ring, An Orchestral Adventure” (erschienen 2008) begann, war der Überraschungseffekt groß: Sicher, es hatte schon zuvor orchestrale Bearbeitungen der Opern von Richard Wagner (1813-1883) gegeben, aber so radikal, so genial, so pointiert und dennoch werkgetreu hatte bisher keiner Wagner reduziert, weder Leopold Stokowski oder George Szell, noch Lorin Maazel. Der hauptberufliche Perkussionist (!) der niederländischen Radiophilharmonie de Vlieger bewies auch in den folgenden Bearbeitungen der Reihe “Parsifal, an Orchestral Quest” (2010) und “Tristan und Isolde – an Orchestral Passion” (Februar 2011) ein untrügliches Gespür die charakteristischsten Momente der Oper zu einer sinnvollen (sinfonischen) Einheit zu verbinden, ohne dabei selbst Material hinzu zu komponieren. De Vliegers Ergebnisse sind zweifelsohne genuiner Wagner, allerdings nicht (nur) zu einem “Wagner ohne Worte”, sondern zu einem “sinfonischen Wagner” verdichtet. Wer mit Opern partout nichts anfangen kann, er hat durch de Vliegers Bearbeitungen die Möglichkeit sich dem Genius Wagners’ von einer anderen Seite zu nähern.
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Richard WagnerIch glaube, es gibt kein anderes Feld der klassischen Musik, das von den Musikliebhabern so kontrovers diskutiert wird, wie die Aufnahmen und Aufführungen der Opern von Richard Wagner (1813-1883). Wagner-Inszenierungen sind heutzutage nicht nur eine große Herausforderung für jeden Regisseur, sie gehören auch zu den undankbarsten Arbeiten, werden sie doch nicht selten harsch vom Publikum oder der Kritik abgestraft. Bei den Neuaufnahmen für Schallplatte und CD ist es kaum besser: Einig ist man sich meistens nur, dass es keine ideale Aufnahmen gibt. Entweder bemängelt man den Chor, das Orchester oder seinen Leiter oder (wesentlich öfter) die Solisten; manch historische Aufnahme aus den “goldenen Fünfzigern”, einem unbestritten wichtigen Jahrzehnt der Wagner-Aufnahmen, kann aufnahmetechnisch nicht einmal den geübten Hörer historischer Aufnahmen wirklich glücklich machen. Und natürlich: Jede noch so sachliche vertretene Meinung findet ebenso viele erbitterte Gegner, kurzum: Eine neue Wagner-Veröffentlichung, ganz gleich ob es sich um eine Live- oder eine Studio-Aufnahmen handelt, ganz gleich ob es eine Archiv-Aufnahme oder eine Neuproduktion ist, steht erst einmal im Kreuzfeuer der Kritik, sowohl der professionellen, als auch der der vielen Wagner-Kenner und -Liebhaber.
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Ich muss zugeben, ich bin mittlerweile skeptisch, wenn ich neue Recital-CDs von Opernsängern und Sängerinnen sehe. Mittlerweile werden erstaunlicherweise manche Sänger zu regelrechten Pop-Stars stilisiert. Sie treten in Samstagabend-Shows auf und ihre neuen CDs werden auf den Litfaßsäulen beworben, als sei es das Album einer angesagten Souldiva. Ihre CDs landen in Zeiten sinkender Verkäufe immer öfter auf den oberen Positionen der Verkaufscharts, etwas, was noch vor zehn, fünfzehn Jahren völlig utopisch erschien. Aber so sehr ich mich darüber freue, dass die Oper offensichtlich nicht mehr in der öffentlichen Wahrnehmung als altmodisch und angestaubt gilt, so sehr ich mich darüber freue, dass sowohl Sänger und Sängerinnen, als auch die Öffentlichkeit das Klischee von der “dicken Frau mit der lauten Stimme” offenbar überwunden ist, so enttäuscht bin ich meistens, wenn ich dann die künstlerischen Ergebnisse der “neuen Klassikstars” anhöre. Zählte früher die Stimme, die Technik, die Ausstrahlung und die Wandlungsfähigkeit, so wird heute scheinbar viel mehr Gewicht auf Fotogenität und Konformität gelegt. Den Mythos erschafft dann die Marketing-Maschinerie von fast alleine. De facto sind die Ergebnisse dieser Künstler oft ordentlich, aber nicht wirklich überragend (wie der Medien- und Marketingrummel suggeriert). Außerdem beschränkt man sich  oft auf ein “Best-of”-Repertoire, damit Klassik-Einsteiger ja nicht verschreckt werden von schrillen Tönen (eine Haltung, die ich für ausgesprochen kurzsichtig und falsch halte), kurzum: Wer auch nur ein wenig die Nase, pardon, die Ohren in die Opernaufnahmen der letzten 50 Jahre gesteckt hat, der wird von den Hochglanz-Veröffentlichungen enttäuscht sein.
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Neue CDsIn der Rubrik Vorschau wird am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Ein Teil dieser vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen.

Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 16. September 2011.

Die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter mit Infos zu allen anstehenden Veröffentlichungen im Codaex-Vertrieb kann man → hier abonnieren.

Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke, 2. Kammermusik und 3. Wiederveröffentlichungen vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 4. Oper & Chor und 5. Alte Musik.
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Sydney SO, A. Briger: Isaac Nathan - Don John of AustriaSydney gilt heute als eine der wichtigsten Kulturmetropolen der Welt, nicht zuletzt wegen des berühmten 1973 fertiggestellten Sydney Opera House mit seiner spektakulären Architektur. Die Anfänge der Oper in Australien waren allerdings deutlich bescheidener und sind fast in Vergessenheit geraten. Der Dreiakter Don John of Austria ist gewissermaßen die Geburtsstunde der australischen Musik, war es doch die erste Oper, die jemals auf australischen Boden geschrieben und aufgeführt wurde. Komponiert hat sie der nach Australien ausgewanderte englische Journalist, Musikwissenschaftler und Komponist Isaac Nathan (ca. 1792-1864). 1847 wurde sie in Sydney uraufgeführt und hatte noch sechs weitere erfolgreiche Aufführungen, bevor sie immer mehr in Vergessenheit geriet.
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Neue CDsIn der Vorschau-Rubrik werden ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb kurz vorgestellt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 19. August 2011 in den Handel. Einige dieser Titel werden in den kommenden Wochen in diesem Blog ausführlicher besprochen werden.

Achtung: Ab sofort kann man die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter bestellen, in der alle Codaex-Veröffentlichungen des kommenden Monats aufgelistet werden. → Codaex-Newsletter abonnieren

Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Oper, 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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