Während sich die meisten anderen deutschsprachigen Radiosender in diesem Jahr mit Besprechungen von Codaex-Neuveröffentlichungen noch etwas zurückhalten, werden kommende Woche, vom 7. bis 11. Februar 2011 auf hr2 Kultur in der Sendung »Der CD-Tipp – Klassik und mehr« von 13:05 bis 13:30 Uhr gleich fünf (!) aktuelle Codaex-Titel besprochen, einige der Titel habe ich bereits an dieser Stelle vorgestellt, andere werden in den nächsten Tagen folgen.
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Schlagwörter:
Felix Mendelssohn,
František Jiránek,
Franz Liszt,
Frederic Chopin,
hr 2 Kultur,
Nikolai Rimsky-Korsakov
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Der russische Komponist Nikolai Rimsky-Korsakov (1844-1908) wird heute hauptsächlich als Komponist seiner sinfonischen Suite Scheherazade, op 35 (aus dem Jahre 1888) wahrgenommen (und des Capriccio Espagnol, op. 34), obwohl er auch fünfzehn Opern, drei Sinfonien, zahlreiche weitere Orchesterwerke und bis heute nahezu völlig unbekannte Kammermusik schrieb. Die Beliebtheit dieses sehr opulenten Programmmusik-Werkes hat einen guten Grund: Rimsky Korsakov gelang es in der Scheherazade-Suite wie in kaum einem anderen seiner Werke seine musikalischen Tugenden zu konzentrieren: Temperamentvolle, bildhafte Partituren mit ausgefeilten Orchestrierungen, schwelgenden Klängen mit betörenden Melodien.
Welch Ironie des Schicksals: Das bekannteste Werk aus dem Œuvre des einst mächtigen und einflussreichen Komponisten der Gruppe der Fünf (auch etwas despektierlich ‘das mächtige Häuflein’ genannt) basiert auf einer arabischen Märchensammlung und nicht auf russischen Überlieferungen.
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Schlagwörter:
19. Jahrhundert,
Nikolai Rimsky-Korsakov,
sinfonische Musik,
Spätromantik
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Bearbeitungen für Klavier zu vier Händen (oder für zwei Klaviere) hatten bis weit in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts hinein eine eminente Bedeutung bei der Popularisierung von (neuer) klassischer Musik. Zwar verbreitete sich das Grammophon zunehmend und immer mehr Werke waren als Schallplatte erhältlich, doch waren die frühen Schallplatten zeitlich sehr begrenzt, die Aufnahmetechnik steckte noch in den Kinderschuhen (von einem natürlichen Klangbild konnte noch lange nicht die Rede sein) und die Auswahl der Aufnahmen beschränkte sich auf populäre Massenware. Neue Werke wurden selten aufgenommen.
Sie waren dem Konzertsaal oder der privaten Aufführung im bürgerlichen Ambiente vorbehalten. Darüber hinaus hatte das gemeinsame Musizieren und hier insbesondere das gemeinsame Musizieren am Klavier eine eigene soziale Rolle: Nahezu puritanisch anmutende Gesellschaftskonventionen machten es Männern und Frauen nicht leicht, sich (buchstäblich) näher zu kommen. Das gemeinsame Musizieren war auch ein willkommener Anlass, um sonst nicht schickliche räumliche Nähe zwischen den Geschlechtern zuzulassen.
Es war üblich von größeren symphonischen Werken Fassungen für Klavier, für Klavier-Duo und/oder für Klavier zu vier Händen anzufertigen. Das brachte den Komponisten eine lukrative zusätzliche Einnahmequelle und half bei der Verbreitung der neuen Werke, brachte sie auch ohne Orchester einem breiteren Publikum zu Gehör. Oft genug fertigen die Schüler oder Assistenten der Komponisten diese Arrangements an, in nicht seltenen Fällen arbeiteten die Komponisten selbst diese Bearbeitungen aus, die oft genug mit den Fassungen Dritter (zurecht!) nicht einverstanden waren. Auf der vorliegenden CD des Duos Trenkner/Speidel (mit den Pianistinnen Evelinde Trenkner und Sontraud Speidel) finden sich drei Werke, die von ihren Komponisten selbst für Klavier zu vier Händen arrangiert wurden: Die Reduktion für Klavier zu vier Händen der symphonischen Suite Scheherazade, op 35 (aus dem Jahre 1899) von Nikolai Rimsky-Korsakov (1844-1908); die Reduktion des symphonischen Satzes Pacific 231 (1924) von Arthur Honegger (1892-1955) und der Boléro von Maurice Ravel (1875-1937) in der Transkription für Klavier zu vier Händen (1929, ein Jahr später fertigte Ravel noch eine weitere Bearbeitung für zwei Klaviere an).
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Schlagwörter:
Arthur Honegger,
Impressionismus,
Kammermusik,
Klavier,
Les Six,
Maurice Ravel,
Nikolai Rimsky-Korsakov,
Spätromantik
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Der russische Ausnahmemusiker Mikhail Pletnev, gefeierter Pianist, geachteter Komponist und umjubelter Dirigent, fühlt sich bei PentaTone offenbar sehr wohl. Das von Pletnev gegründete Russian National Orchestra legt nun sein 21. Album (!) für das audiophile Label aus den Niederlanden vor. Es beinhaltet drei Orchestersuiten des russischen Romantikers Nikolai Rimsky-Korsakov, die man nicht alle Tage zu hören bekommt: Es sind die Suiten aus den Opern “Schneeflöckchen”, “Die Legende von der unsichtbaren Stadt Kitesch und der Jungfrau Fevronija” und “Nuit sur le Mont Triglav” (dem 3. Akt der Ballett-Oper “Mlada”), Aufnahmen also, die endlich einmal nicht die bekannten Suiten Scheherazade und Capriccio Espagnol bieten.
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Schlagwörter:
19. Jahrhundert,
Nikolai Rimsky-Korsakov,
Romantik,
sinfonische Musik
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