Das Konzeptalbum ist ein Begriff, den man eigentlich nur aus der Rockmusik kennt. Dort arbeiteten experimentierfreudige Musiker Mitte/Ende der 1960er Jahre die Idee eines übergeordneten Konzepts, einer verbindenden “Story” oder “Idee” auf einem Musikalbum heraus. Man denke einmal an bekannte Alben wie Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band (1967) der Beatles, Days of Future Passed (1967) von The Moody Blues, The Lamb Lies Down On Broadway (1974) von Genesis oder – noch etwas später – The Wall (1979) von Pink Floyd. Den Rest des Eintrages lesen »
Wohl keine andere Plattenfirma hat sich in den letzten Jahrzehnten um das romantische und spätromantische Liedgut so verdient gemacht, wie das britische Label Hyperion. Die Londoner Plattenfirma hat das umfangreiche Lied-Werk von Franz Schubert (1797-1828), Robert Schumann (1810-1856), Gabriel Fauré (1845-1924) und Richard Strauss (1864-1949) komplett veröffentlicht und dabei sowohl enzyklopädisch, als auch künstlerisch eine bemerkenswerte Großtat vollbracht. Im diesjährigen Liszt-Jahr begann man das umfangreiche und zum Großteil noch unentdeckte Lied-Œuvre von Franz Liszt (1811-1886) einspielen zu lassen (→ Vol. 1 ist bereits erschienen) und bereits letztes Jahr hat mag begonnen mit den besten Sängern unserer Tage unter der künstlerischen Leitung von Graham Johnson sämtliche Lieder von Johannes Brahms (1833-1897) aufzunehmen. Den Anfang der auf mehrere Jahre angelegten Reihe machte die österreichische Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager, die auf dem → ersten Volumen der Reihe eine ganz persönliche Auswahl an Brahms-Liedern aufgenommen hatte, nun folgt die deutsche Star-Sopranistin Christine Schäfer. Den Rest des Eintrages lesen »
Der Schwanengesang von Franz Schubert (1797-1828) ist kein vom Komponisten selbst zusammengestellter Zyklus, sondern (wie der Titel schon suggeriert) eine postum von seinem Verleger Tobias Haslinger zusammengestellte Liedsammlung. Nichtsdestotrotz bietet das Werk einige der schönsten Lieder Schuberts und erfreut sich ungebrochener Beliebtheit sowohl beim Publikum, als auch bei den Interpreten.
Die Neuaufnahme des Schwanengesang durch den jungen niederländischen Baritons Thomas Oliemans mit dem Routinier Malcolm Martineau am Klavier, war der → besonderer Tipp im Januar auf blog.codaex.de und als ich meine Besprechung mit dem Fazit abschloss »Eine wirklich überraschend hochklassige Einspielung des Schwanengesang mit einem Sänger, dessen Namen man sich unbedingt merken sollte.« hoffte ich wirklich, dass diese Veröffentlichung wirklich die Aufmerksamkeit von der internationalen Fachpresse (und den Musikhörern) erhalten würde, die sie verdient. Den Rest des Eintrages lesen »
Und weiter geht es mit den ‘Codaex-Wochen’ beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Schon wieder wurde eine Neuveröffentlichung aus dem Codaex-Vetrieb in der Rubrik »CD-Tipp« beim süddeutschen Kultursender BR-Klassik vorgestellt.
Dieses Mal geht es um eine Nischenveröffentlichung des niederländischen Labels Etcetera: Auf dem Album Franz Peter Schubert – Schubertiade Nachtmusik präsentiert das belgische Orpheon Ensemble (dahinter verbergen sich die männlichen Solisten des berühmten des Collegium Vocale Gent) unter der Leitung von Daniel Reuss mir Jan Vermeulen am Fortepiano eine unterhaltsame Mischung aus Chorliedern von Franz Schubert (1797-1828) und einigen seiner Klavierminiaturen. Den Rest des Eintrages lesen »
In der Rubrik Vorschau werden zu Monatsbeginn ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb vorgestellt. Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 15. April 2011 in den Handel.
NEU: Ab sofort kann man die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter bestellen, in der alle Codaex-Veröffentlichungen des kommenden Monats aufgelistet werden. → Codaex-Newsletter abonnieren
Im gestrigen Teil I der Vorschau stelle ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen nun die Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. geistliche und weltliche Vokalmusik und 4. Wiederveröffentlichungen.. Den Rest des Eintrages lesen »
Kaum ein anderer Komponist war so produktiv, wie der Ungar Franz Liszt (1811-1886). Bis zum heutigen Tage gibt es keine Gesamtausgabe seines Œuvres. Die existierende “Carl-Alexander-Ausgabe” (sie wurde 1888 von der in Weimar gegründeten Franz-Liszt-Stiftung durch den Großherzog Carl Alexander von Sachsen-Weimar-Eisenach initiiert) umfasst immerhin 34 Bände, bleibt aber unvollständig und die “Neue Liszt Ausgabe” (begonnen 1970!) ist weit davon entfernt, abgeschlossen zu sein. Der englische Komponist und Musikwissenschaftler Humphrey Searle erstellte ein systematisches Werkverzeichnis (deswegen tragen viele Liszt-Werke das Kürzel S. + Nummer) und kam auf 702 Titel, auch dieses Verzeichnis ist alles andere als vollständig. Nach diesem Verzeichnis hat Liszt immerhin 77 Lieder geschrieben, sie gehören allerdings zu den unbekanntesten Werken Liszts. Den Rest des Eintrages lesen »
In der Rubrik Vorschau werden zu Monatsbeginn ausgesuchte Titel aus den anstehenden Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb vorgestellt. Die meisten der folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 18. Februar 2011 in den Handel (einige wenige eine Woche früher).
Im gestrigen 1. Teil der Vorschau stelle ich 1. Orchesterwerke, 2. Kammermusik und 3. Oper vor; heute folgen nun die Neuerscheinungen aus dem Bereich 4. Alte Musik und 5. Wiederveröffentlichungen. Den Rest des Eintrages lesen »
Der niederländische Bariton Thomas Oliemans sorgte mit seiner Neueinspielung des Schwanengesang von Franz Schubert (1797-1828) für das Etcetera-Label für eine erste Überraschung im diskografisch noch jungem Jahr. Zusammen mit dem erfahrenen schottischen Liedbegleiter Malcolm Martineau hat der32-jährige Oliemans eine überzeugende, jugendliche, aber durch und durch nachvollziehbare Interpretation der letzten Lieder Schuberts vorgelegt, die sich durchaus an den Einspielungen bekannterer Sänger messen lassen kann.
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Dieses Video entstand bei den Aufnahmen des Albums im März 2010 in der All Saints Church in East Finchley, London. Die Dialoge sind zum größten Teil auf Niederländisch, lassen sich aber mit etwas Sprachgefühl gut verstehen.
Meine Besprechung zum Album (‘Der besondere Tipp 01/11′) findet man → hier.
Die CD Franz Schubert – Schwanengesang des Bariton Thomas Oliemans, begleitet von Malcolm Martineau ist am 14. Januar 2011 auf Etcetera (KTC 1420) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Im Gegensatz zu Die Schöne Müllerin und Winterreise ist der Schwanengesang kein von Franz Schubert (1797-1828) selbst zusammengestellter Zyklus, sondern (wie der Titel schon suggeriert) eine postum von seinem Verleger Tobias Haslinger zusammengestellte Liedsammlung. Die dreizehn von Schubert im Autograph unmittelbar hintereinander niedergeschriebenen Lieder entstanden allerdings tatsächlich kurz vor seinem Tod und waren höchstwahrscheinlich von Schubert selbst als zusammenhängender Zyklus geplant. Das abschließende Lied »Die Taubenpost« wurde allerdings von Haslinger eigenmächtig hinzugefügt. Obwohl es als das letzte Werk von Schubert gilt, gehörte es nicht zu der Reihe der Lieder, die von Schubert vermutlich als Zyklus intendiert waren. Trotzdem wird heute der Schwanengesang fast immer mit diesem Lied beendet, auch wenn es von der Stimmung her und von der Dramaturgie nicht hundertprozentig passen will. C’est la vie… Den Rest des Eintrages lesen »
Für mich teilen sich die Klassik-Stars heutzutage in zwei Lager: In der einen Gruppe genießen die Musiker und Musikerinnen eine unglaubliche Medienpräsenz, werden in TV-Shows, in Anzeigen und auf Plakaten fast wie Popstars inszeniert. Ihr Repertoire ist (folgerichtig?) auf ein breites Publikum angelegt, ihr zweifelsfrei vorhandenes Talent wird von der Werbemaschinerie ins Unendliche (der Beste! die Schönste! die Wundervollste! der Unerreichte!) übersteigert, wo kein Superlativ ausgelassen wird, auch (und gerade) wenn die Vergleiche noch so sehr hinken und die musikalischen Ergebnisse letzten Endes mittelmäßig bleiben. Dann gibt es noch die andere Gruppe, die oft so titulierten stillen Stars, die kompromisslos und sorgfältigst ihre Musik einstudieren und aufführen, die genau vorbereitete Aufnahmen veröffentlichen, die neues Repertoire entdecken, Sperriges oder Unmodernes zu Gehör bringen, die sich nicht auf einst errungenen Lorbeeren ausruhen und sich nicht auf Moden, schnelle Erfolge oder populäre Melodie-Schnipsel reduzieren lassen wollen. Den Rest des Eintrages lesen »