Posts Tagged “Kammermusik”
Die Musik von Georg Philipp Telemann (1681-1767) steht heutzutage immer noch etwas im Schatten seines ungleich bekannteren und populäreren Freundes Johann Sebastian Bach (1685-1750). Das war zu Lebzeiten völlig anders, da galt Telemann als sehr einflussreicher Impulsgeber und Innovator der Musik. Spätestens ab 1721, als er Stadtmusikdirektor in Hamburg wurde (und wenig später auch die Leitung der dortigen Oper übernahm), wurde er landesweit berühmt; ein ausgedehnter Besuch in Paris 1737/38 brachte den internationalen Durchbruch.
Telemann war nicht nur äußerst bekannt und erfolgreich, er war auch ungemein produktiv. In der Wikipedia kann man nachlesen:
Mit über 3600 verzeichneten Werken ist Telemann einer der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte. Dieser große Umfang ist teils auf seine flüssige Arbeitsweise, teils auf eine mit 75 Jahren sehr lange Schaffensphase zurückzuführen. (…) Telemanns Erbe umfasst alle zu seiner Zeit verbreiteten Gattungen. Allerdings sind viele Kompositionen verschollen. Aus Telemanns Anfangszeit sind nur wenige Werke erhalten; der Großteil der überlieferten Stücke fällt in die Zeit von Frankfurt und Hamburg.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Barock, Folklore, Georg Philipp Telemann, Holland Baroque Society, Kammermusik, Mähren, Polen, Slowakei, Tänze, Tschechien, Ungarn
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Gleich zwei Titel aus dem Codaex-Vertrieb werden diese Woche beim ostdeutschen Kultursender mdr-Figaro in der Sendung »Take 5« vom Redakteur Claus Fischer empfohlen: Zum einen die Analekta-Neueinspielung der Orchestersuiten Nos. 2 und 4 von Johann Sebastian Bach (1685-1750) des Ensembles Four Centuries of Bach unter der Leitung des Oboisten John Abberger, die Fischer wegen der neuen Perspektive von der Oboe aus als »frappierend« empfindet, da man »die Musik wie zum ersten Mal« hören würde; zum anderen die audiophile Wiederveröffentlichung der legendären 1976-Einspielungen aus der Paul-Gerhardt-Kirche der vier Sinfonien von Johannes Brahms (1833-1897) vom Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Kurt Masur durch Pentatone Classics. Hier freut sich Claus Fischer darüber, dass durch die Wiederveröffentlichung diese »DDR Referenzaufnahmen« nun endlich wieder ein Vergleich zwischen den moderneren Brahms-Interpretationen unserer Tage und jenen des »Altmeister(s) Masur« möglich ist.
Den gesamten Artikel zur Take-5-Ausgabe vom 12.September 2011 findet man → hier.
Die CD Johann Sebastian Bach – Orchestral Suites Nos. 2 & 4 vom Four Centuries of Bach Ensemble unter der Leitung von John Abberger ist am 17. Juni 2011 auf Analekta (AN 29945) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
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Das 3-SACD-Set Johannes Brahms – The 4 Symphonies des Gewandhausorchester Leipzig unter der Leitung von Kurt Masur ist am 15. Juli 2011 bei Pentatone Classics (PTC 5186182) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Schlagwörter: 18. Jahrhundert, 19. Jahrhundert, Barock, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Kammermusik, mdr figaro, Romantik, sinfonische Musik
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Der Beitrag, den Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) im Bereich der Musik mit Blasinstrumenten geleistet hat, wird heutzutage oft unterschätzt. Angesichts seiner strahlenden Verdienste um die Oper, um die sinfonische Musik und die Klaviermusik (sowohl als Solo-Instrument auch im Klavierkonzert) verblassen seine bahnbrechenden Veränderungen in jenen Genres, die wir heute ein wenig aus dem Blickfeld verloren haben. Mozart hat nicht nur einige sehr wichtige Konzerte für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn geschrieben, er widmete sich mit seiner gesamten Kunstfertigkeit den Blasinstrumenten auch in der Kammermusik. Viele dieser Werke sind zu Höhepunkten des Repertoires geworden, seiner Experimentierfreudigkeit und Innovationskraft sollten nur noch wenige Komponisten folgen können.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Kammermusik, Wiener Klassik, Wolfgang Amadeus Mozart
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In der zweiteiligen Rubrik Vorschau wird stets am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Üblicherweise kommen die Titel in der zweiten Monatshälfte in den Handel. Ein Teil dieser vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen.
Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 16. September 2011.
Die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter mit Infos zu allen anstehenden Veröffentlichungen im Codaex-Vertrieb kann man → hier abonnieren.
Im heutigen Teil I der Vorschau präsentiere ich meine Auswahl an Highlights aus den Bereichen 1. Orchesterwerke, 2. Kammermusik und 3. Wiederveröffentlichungen; morgen im Teil II folgen dann die Höhepunkte der Neuerscheinungen aus den Bereichen 4. Oper & Chor und 5. Alte Musik.
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Schlagwörter: 2011, Kammermusik, Orchesterwerke, September, sinfonische Musik, Wiederveröffentlichungen
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Die Kammermusikwerke von Franz Schubert (1797-1828) gehören zu den unbestrittenen Höhepunkten des Musikschaffens des 19. Jahrhunderts und sind vielfach aufgenommen worden. Schubert konnte nicht nur den spätestens seit Haydn populären Streichquartetten einige sehr wichtige Beiträge hinzufügen, er experimentierte bisweilen auch mit Besetzungen – man denke nur an das ungewöhnlich besetzte Streichquintett in C-Dur mit zwei Celli (statt zwei Bratschen) oder an das Forellenquintett, D 667 einem Klavierquintett mit nur einer Violine, dafür aber mit Cello und Kontrabass – und mit ungewöhnlichen Instrumenten. So schrieb er für die Arpeggione (einem sechssaitigen Streichinstrument mit dem Korpus einer Gitarre) eine auch heute noch oft aufgeführte Sonate mit Klavierbegleitung, wenngleich die Arpeggione üblicherweise mit einem Cello ersetzt wird.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Franz Schubert, historische Aufführungspraxis, Kammermusik, Romantik, Wiener Klassik
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Die Minimal Music des US-amerikanischen Komponisten Philip Glass (*1937) hat in ihrem Grundcharakter etwas ungemein perkussives: Die sich ständig wiederholenden Segmente, die quasi mechanische Spieltechnik und das Repetitive der Kompositionen lässt Glass’ Musik gleichzeitig als facettenreiches Klanggebilde und als quasi ununterbrechbar fortwährenden Rhythmus wahrnehmen.
Es ist auf den ersten Blick verwunderlich, dass Glass so wenig konkret für Schlagwerk komponiert hat, andererseits sind all seine Werke so offen gestaltet, dass man sie für andere Instrumente bearbeiten kann. Das Ergebnis generiert dann radikal neue Höreindrücke, die eine völlig andere Betrachtungsweise der Grundstimmung des Original-Werkes zulässt, etwas was bei traditionellen Komponisten längst nicht so einfach vorzunehmen ist und drastische Veränderungen des Ausgangsmaterials verlangt.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Kammermusik, Minimal Music, Philip Glass
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Der Engländer Edward Elgar (1857-1934) ist vielleicht der am meisten fehlgedeutete Komponist seines Landes: Für viele seiner Landsleute war er der erste bedeutende englische Komponist seit Henry Purcell (1659-1695) und erfüllte endlich die heimliche (geradezu imperiale) Sehnsucht der großen Musik-Nation England nach einem großen Komponisten. Sein Ruhm im Ausland war allerdings nur kurz und ist heute zu weiten Teilen – zumindest außerhalb der englischsprachigen Welt – verblasst, wird er doch allermeistens auf wenige Auszüge seines Œuvres reduziert, nämlich auf die Enigma-Variationen, op. 36 von 1899 und auf die Pomp and Circumstance Marches Nos. 1–5 op. 39 von 1901–07 und von diesen insbesondere der erste, der bis heute jedes Jahr bei der Last Night of the Proms für nationale Glücksgefühle sorgt.
Hier eine gemeinfreie Aufnahme des ‘March No. 1′ aus “Pomp and Circumstance” aus dem Jahre 1926. Edward Elgar dirigiert das Royal Albert Hall Orchestra:
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Edward Elgar, Kammermusik, Klavier, Klavierquintett, Spätromantik, Streichquartett
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Das Album “Encores – as performed by Pablo Casals” des Berliner Cellisten Alban Gerhardt und der Pianistin Cecile Licad stößt erfreulicherweise auf ein breites Echo in den Medien. Wer hätte das gedacht bei einem Album mit etwas altmodisch anmutenden Miniaturen, die der katalanische Cellist Pablo Casals (1876-1973) gerne als Zugabe spielte.
Nicht nur hier im Blog und beim norddeutschen Sender NDR Kultur ist die CD sehr gut angekommen, der nordostdeutsche Kultursender rbb Kulturradio hat Encores nun zu seiner »CD der Woche« gekürt.
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Schlagwörter: Cello, Kammermusik, Klavier, Pablo Casals, rbb Kulturradio
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In der Rubrik Vorschau wird immer am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Üblicherweise kommen die Titel in der zweiten Monatshälfte in den Handel. Einen Teil der hier vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen werden.
Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 19. August 2011.
Achtung: Ab sofort kann man die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter bestellen, in der alle Codaex-Veröffentlichungen des kommenden Monats aufgelistet werden. → Codaex-Newsletter abonnieren
Im heutigen Teil I der Vorschau präsentiere ich meine Auswahl an besonders interessanten und vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik; morgen im Teil II folgen dann die Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Oper, 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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Schlagwörter: 2011, August, Kammermusik, Orchesterwerke, sinfonische Musik
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Das New Yorker Ensemble Brooklyn Rider hat gerade eine exzellente Gesamteinspielung der Werke für Streichquartett von Philip Glass (*1938) veröffentlicht (Besprechung im Blog → hier) und hat sich damit als eines der interessantesten US-amerikanischen Kammerensembles für zeitgenössische Musik empfohlen.
Aber Brooklyn Rider können deutlich mehr, als “heimische Musik” interpretieren: Sie haben ein ausgesprochenes Faible (und Talent) für die Musik von Claude Debussy (1862-1918), schreiben ihre eigenen hochinteressanten Werke oder arrangieren persische oder kurdische Volkslieder zu spannenden, effektvollen Streichquartett-Miniaturen.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Brooklyn Rider, Claude Debussy, Colin Jacobsen, Folklore, Kammermusik, Minimal Music, Streichquartett, Weltmusik
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