Posts Tagged “Joseph Haydn”
Die Echo Klassik-Preisträger 2010 wurden gestern durch die Deutsche Phono-Akademie bekanntgegeben. Der Echo Klassik ist wohl der bekannteste und wichtigste Musikpreis Deutschlands und wird seit 1992 jährlich vergeben. Am 17. Oktober 2010 findet eine große Echo 2010-Gala, der”Echo der Stars” in der Essener Philharmonie statt, moderiert von Thomas Gottschalk und übertragen vom ZDF.
Von Codaex vertriebene Labels haben auch bei dieser Auflage des Echo Klassik zahlreiche Auszeichnungen gewonnen. Alleine das Detmolder Label Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) hat acht Preise erringen können, mehr als jede andere einzelne Plattenfirma. Insgesamt wurden 14 Veröffentlichungen aus der Codaex-Familie ausgezeichnet.
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Schlagwörter: 2010, Antonin Dvorak, Arabella Steinbacher, Arnold Schönberg, Bohuslav Martinu, Casal Quartett, Charles Mackerras, Christian Zacharias, Cybele Records, Echo Klassik, Francis Poulenc, Gioacchino Rossini, Hardy Rittner, Johann Sebastian Bach, Jörg Straube, Joseph Haydn, Karel Szymanowski, Karl Amadeus Hartmann, Martin Schmeding, Ma’alot Quintet, MDG, Milan Turkovic, Minguet Quartett, Neos Music, Norddeutscher Figuralchor, PentaTone Classics, Peter Ruzicka, Selmer Saxharmonic, Siegbert Rampe, Solo Musica, Supraphon, Wiener Klaviertrio, Wilhelm Friedemann Bach, Wolfgang Amadeus Mozart
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Weniger ist mehr: Manchmal sind es nicht großen, geradezu übermenschlichen Leistungen, die einen nachhaltig beeindrucken können, sondern die kleinen Dinge, die fast unbemerkt geblieben wären. Nun sind die Klavierkonzerte von Joseph Haydn (1732-1809) zwar weit davon entfernt ‘unbemerkt’ zu sein, zu den wirklich großen, bahnbrechenden und wichtigen Klavierkonzerten werden sie aber selten hinzugezählt, da dominieren die monumentalen Werke der Romantik. Selbst bei den Kollegen der Wiener Klassik, bei Mozart und Beethoven, scheint es mehrere deutlich wichtigere Werke zu geben, die Haydns Klavierkonzerte (es gibt derer elf, dazu einige weitere von zweifelhafter Echtheit) in den Schatten stellen: Haydns Sinfonien, seine Streichquartette und generell seine Kammermusik, seine Oratorien, vielleicht seine Opern, die in letzter Zeit mehr und mehr (wieder-) entdeckt werden, aber seine Klavierkonzerte? Die werden oft übersehen.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Joseph Haydn, Klavier, Konzert, Wiener Klassik
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Die erfrischend unverkrampfte und unakademische Herangehensweise des französischen Pianisten Jean-Efflam Bavouzet bei der ersten Veröffentlichung als langjähriges Projekt angelegten Gesamteinspielung aller Klaviersonaten von Joseph Haydn, steht im Mittelpunkt der Betrachtungen eines Beitrags der Redakteurin Julia Schölzel beim süddeutschen Kultursenders BR Klassik über das bereits im März erschienene Album “Piano Sonatas Vol. 1″ (→ Rezension auf blog.codaex.de). Das Album, erschienen beim britischen Label Chandos, ist dort gerade als »CD-Tipp der Woche« gekürt worden.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Joseph Haydn, Kammermusik, Klavier, Podcast, Wiener Klassik
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Am Karfreitag 1787 (es war der 6. April) wurde die ursprüngliche Orchesterfassung der “Sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“, Hob. XX/1:A von Joseph Haydn (1732-1809) in der Grotto Santa Cueva bei Cádiz uraufgeführt. Es war eine Auftragsarbeit des Domherren von Cadíz gewesen, mit der dezidierten Forderung nach sieben langsamen, meditativen Sätze für jedes der sieben letzten Worte Jesu:
I. Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun
II. Fürwahr, ich sage dir: Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein
III. Frau, hier siehe Deinen Sohn!
IV. Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen?
V: Ach, mich dürstet
VI. Es ist vollbracht
VII. Vater, in Deine Hände lege ich meinen Geist
Im Vorwort, das Haydn für die Druckausgabe beim Verlag Breitkopf verfasste, bemerkte er süffisant: »Die Aufgabe, sieben Adagios, wovon jedes gegen zehn Minuten dauern sollte, aufeinander folgen zu lassen, ohne den Zuhörer zu ermüden, war keine von den leichtesten«. Er meisterte die ungewöhnliche Aufgabenstellung: Noch im selben Jahr fertigte Haydn eine Fassung für »Clavicembalo Forte-Piano«, also einen Klavierauszug und eine Fassung für Streichquartett an, 1796 folgte dann noch eine Fassung als Oratorium. Seitdem gehört das Werk in der einen oder anderen Fassung zum festen Repertoire der Konzertsäle (und nicht zuletzt der Kirchen), besonders in der Fasten- und Passionszeit.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Joseph Haydn, Kammermusik, sakrale Musik, Streichquartett, Wiener Klassik
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Das Bild von Joseph Haydn (1732-1809), einer der drei Kronen der Wiener Klassik (gemeinsam mit Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven) hat im letzten Jahr, dem viel beschworenen Haydn-Jahr (zum 200. Todestag des österreichischen Komponisten), vielleicht einen entscheidenden Impuls zur Korrektur des »Papa Haydn«-Images erhalten. Zwar galt er auch in der Vergangenheit immer ruhmreich als Vater bestimmter Gattungen (‘Vater der Sinfonie’, ‘Vater des Streichquartetts’, ‘Vater der Klaviersonate’), gleichzeitig hing ihm aber immer das Vorurteil des angestaubten und etwas langweiligen Komponisten an, gerade im Vergleich zu Mozart und Beethoven. Das Jubiläumsjahr wurde genutzt, um zahlreiche Werke neu einzuspielen, anders zu bewerten, anders zu Gehör zu bringen. Der runderneuerte Haydn, ob historisch informiert oder auf modernen Instrumenten, klang spannender, aufregender, revolutionärer und unterhaltsamer, als man ihm das lange Zeit zugetraut hätte. Seine Sinfonien, seine Messen und Oratorien, seine Klavierwerke wurden zweifelsohne aufgewertet.
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Schlagwörter: 18. Jahrhundert, Joseph Haydn, Klavier, Wiener Klassik
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Trevor Pinnock ist hierzulande vor allem durch zahllose Aufnahmen mit dem von ihm gegründeten Originalinstrumente-Ensemble The English Concert bekannt. Zwischen 1972 und 2003 leitete er das Ensemble und führte es in die absolute Weltspitze der historisch-informierten Klangkörper. 2003 dann trat er als Leiter nach mehr als 30 überaus erfolgreichen Jahren zurück, um sich anderen Projekten als Dirigent und als Solist zuzuwenden. Schon zu Zeiten des Englisch Concert hatte er selbst das Cembalo gespielt.
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Schlagwörter: Barock, Cembalo, Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Joseph Haydn, Trevor Pinnock, Wiener Klassik
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