Posts Tagged “Gustav Mahler”

Ich bin ein dunkler, verworr´ner Klang,
Der weit aus Thule herüberdrang.
Ich bin deiner Jugend verlühender Traum,
Dein erster Kuß unterm Apfelbaum.
Ich bin deine heil´ge Herzensnot,
Ich ruf dich in Morgen- und Abendrot.
Die Worte des Dichters Carl Busse (1872-1918) aus dem Gedicht Stimme der Sehnsucht, musikalisch umgesetzt von Hans Pfitzner im eröffnenden Titelstück des neuen Albums der niederländischen Sängerin Christianne Stotijn, charakterisieren sehr bildhaft, was den Hörer auf diesem Lieder-Album erwartet: Düster-schwermütige Spätromantik, melancholisch auf die Vergangenheit zurückblickend. Und die aus Delft stammende Mezzosopranistin belegt (einmal mehr), dass sie derzeit zu den besten Lied-Interpretinnen gehört. So variantenreich, so einfühlsam, so zart, so schmerzvoll, so kraftvoll, so stolz, so zerbrechlich singt heute kaum eine andere Sängerin Lieder.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Gustav Mahler, Hans Pfitzner, Lied, Richard Strauss, Spätromantik
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 Frühe Ballade: Cerveri de Girona, Balada - Si voletz que•m laix d'amar (Quelle: Wikipedia)
Ursprünglich war »Ballade« ein Begriff der mittelalterlichen Troubadourtradition in der Romania (vgl. dazu bsplw. Italienisch ballare, Okzitanisch balar= tanzen) und bezeichnete das frei gestaltete Tanzlied, entwickelte sich aber im Laufe der Jahre immer mehr zur festen Form mit wiederkehrenden Strophen und einem narrativen Inhalt. Thematisch waren diese Inhalte breit gefächert, je nach Landschaft und Sprache, tendierten aber alle zu dramatischen Stoffen: Vater- Gatten- und Bruder-Morde, blutige Kriege, rächende Wiedergänger, wunderbare Rettungsaktionen und verhängnisvolle Verzauberungen durch Elfen und Feen.
Endes des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts wurden Balladen besonders in Deutschland beliebt- Die Schriftsteller der Zeit übertrugen diese aus den englischen, keltischen oder skandinavischen Vorlagen: Herder, Goethe, Eichendorff und etliche andere schrieben äußerst populäre Balladen. Die romantischen Komponisten entdeckten die über alle Maßen dramatischen Texte für sich und schufen innerhalb der Gattung Lied einige bekannte Balladen, man denke von an den Erlkönig von Schubert. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts ebbten die deutschsprachigen Balladen wieder ab; nun waren es vor allem englischsprachige Komponisten die Balladen vertonten, noch pathetischer, noch anrührender als die deutschen Vorgänger und für heutige Ohren fast ins Lächerliche puritanisch. De facto sollte beispielsweise die Ballade The Lost Chord von Arthur Sullivan bald nach dem ersten Weltkrieg Zielscheibe zahlreichender beißender Verballhornungen werden. Die Zeiten hatten sich geändert. Hintersinn und Ironie zeichnen schließlich auch in der Ballade The Tale Of The Oyster des US-amerikanischeb Musical-Komponisten Cole Porter aus. In der populären Pop- und Rockmusik heute bezeichnet man sentimentale, langsame Songs als Balladen, so sind ausgerechnet viele Hardrock-Gruppen für ihre übermäßig sentimentalen (und bisweilen sehr kitschigen) Balladen bekannt.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Arthur Sullivan, Ballade, Carl Loewe, Charles Villiers Stanford, Cole Porter, Cyril Scott, Franz Schubert, Gustav Mahler, Hugo Wolf, Johannes Brahms, Lied, Louis Emanuel, Ludwig van Beethoven, Moderne, Robert Schumann, Romantik, Spätromantik, Wiener Klassik
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Geschrieben von Sal Pichireddu in Video
Die Niederländer lieben die Musik des großen Symphonikers Gustav Mahler (1860-1911), der vor genau 151 Jahren (am 7. Juli 1860) im böhmischen in Kalischt geboren wurde. Mit dem Amsterdamer Royal Concertgebouw Orchestra haben die Niederländer einen der besten und traditionsreichsten Mahler-Klangkörper der Welt, der in unzähligen Aufführungen und Aufnahmen seine Ausnahmestellung unter Beweis gestellt hat. Derzeit entsteht nach und nach ein vollständiger Zyklus mit Aufnahmen aller zehn der Sinfonien. Die bisher erschienenen Veröffentlichungen haben grandiose Kritiken erhalten.
Vergangene Woche war anlässlich des Mahler-Jubiläums im niederländischen Kultursender AVRO “Mahler-Woche”: Gesendet wurden Aufführungen des Concertgebouworkest der Sinfonien Nos. 6 – 10; letztes Jahr wurden in der Mahler-Woche die Sinfonien Nos. 1-5 übertragen. Im Online-Archiv der AVRO kann man alle zehn Übertragungen kostenlos in guter Bild- und Tonqualität anschauen. Anders als bei anderen Fernsehanstalten ist dies prinzipiell aus dem Ausland möglich. Es lohnt sich: Die Riege der Dirigenten liest sich wie ein who-is-who der Mahler-Experten: Mariss Jansons, Daniel Harding, Iván Fischer. Daniele Gatti, Lorin Maazel, Pierre Boulez, Bernard Haitink und Eliahu Inbal.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Gustav Mahler, Moderne, Royal Concertgebow Orchestra, sinfonische Musik, Spätromantik, Videostream
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Das Amsterdamer Royal Concertgebouw Orchestra hat bei seinen bisherigen Veröffentlichungen auf dem eigenen Label RCO Live den Schwerpunkt auf Neuaufnahmen unter der Leitung des Letten Mariss Jansons gelegt, der seit 2004 der musikalische Leiter des Ensembles ist. In einem über mehrere Jahre angelegtem Projekt entsteht derzeit nach und nach ein vollständiger Zyklus der Sinfonien von Gustav Mahler (1860-1911): Bereits erschienen ist die Sinfonie No. 1 (2007 veröffentlicht), die “Auferstehungssinfonie” No. 2 (2010), s. → Blogbeitrag dazu, die Sinfonien No. 5 (2008) und No. 6 (2006); außerdem liegt eine Aufnahme der Sinfonie No. 4 unter dem ehemaligen Chefdirigenten Bernard Haitink (2007) vor.
Nun ist eine im Februar letzten Jahres entstandene Live-Aufnahme der Sinfonie No. 3 in d-Moll auf 2 SACDs erschienen; übrigens ist es Mahlers zeitlich längste Sinfonie. Neben dem Amsterdamer Klangkörper wirken der Netherlands Radio Choir und die Knaben des Breda Sacrament Choir und des Rijnmond Boys’ Choir mit. Als Solistin glänzt (einmal mehr) die argentinische Mezzosopranistin Bernarda Fink.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Gustav Mahler, Mariss Jansons, RCO, sinfonische Musik, Spätromantik
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Seit 2004 hat das Amsterdamer Koninklijk Concertgebouworkest, besser bekannt unter seinem englischsprachigen Namen Royal Concertgebouw Orchestra, ein eigenes Label namens RCO Live, auf dem mit aufwendiger Aufnahmetechnik aufgenommene Mitschnitte aus den Konzerten des Weltklasse-Orchesters veröffentlicht werden. Die meisten der bisher 25 Veröffentlichungen entstanden unter der Leitung des Letten Mariss Jansons, der seit 2004 der musikalische Leiter des Ensembles ist, so auch die jüngste Veröffentlichung des Labels, die Sinfonie No. 2 in c-Moll, die sogenannte “Auferstehungssinfonie” des österreichischen Komponisten Gustav Mahler (1860-1911). Neben dem RCO wirkt der Netherlands Radio Choir und die Solistinnen Ricarda Merbeth (Sopran) und Bernarda Fink (Mezzosopran) mit.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Gustav Mahler, Mariss Jansons, RCO, sinfonische Musik, Spätromantik
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Vor einigen Wochen schrieb ich in meiner → Besprechung der Einspielung von Bruckners Sinfonie No. 5 des Residentie Orkest aus Den Haag unter Neeme Järvi: »Für jedes Orchester sind Sinfonien von Anton Bruckner eine besondere Herausforderung (ähnlich wie vielleicht sonst nur bei den Werken Mahlers) (…)«. Da wusste ich noch nicht, dass der niederländische Klangkörper sich nach seiner bemerkenswerten Einspielung der Bruckner-Sinfonie gleich der nächsten besonderen Herausforderung stellen würde, eben der Aufnahme der Sinfonie No. 7 in e-Moll von Gustav Mahler, die nun beim britischen Label Chandos erschienen ist.
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Schlagwörter: 20. Jahrhundert, Gustav Mahler, Moderne, sinfonische Musik, Spätromantik
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