Benjamin Britten (1913-1976) gehört zu den vielseitigsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Für quasi jede Gattung hat der Engländer bedeutende Werke komponiert; ein Schwerpunkt seiner Arbeit war stets die Oper. Zwischen den 1940er und den frühen 1970er Jahren schrieb Britten nicht weniger als elf Opern, darunter so herausragende Meisterwerke wie Peter Grimes (1945), A Midsummer Night’s Dream (1960), Death in Venice (1973) und The Turn of the Screw (1954), die zu den erfolgreichsten und bedeutendsten Opern des 20. Jahrhunderts gehörten. Sie erfreuen sich bis heute ungebrochener Beliebtheit und tauchen nicht selten auf den Spielplänen der Opernhäuser weltweit auf. Sowohl die von Britten gewählten, teilweise mit seinem Lebensgefährten, dem Tenor Peter Pears (1910-1986), gemeinsam geschriebenen Libretti, als auch die kunstvoll komponierte und instrumentierte Musik tragen zum dauerhaften Erfolg seiner Opern bei.
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Von ca. 1810 bis ca. 1850 dominierte der Belcanto die Opernwelt. Vor allem die italienischen Komponisten Giacchino Rossini (1792-1868), Gaetano Donizetti (1797-1848) und Vincenzo Bellini (1801-1835) waren mit ihren Opern überaus erfolgreich, nicht nur in Italien, sondern auch im Ausland. Speziell in England und Frankreich feierten die heute noch populären Belcanto-Opern große Erfolge. Das Théâtre-Italien de Paris gehörte seinerzeit zu den erfolgreichsten Aufführungsorten, das viele erfolgreiche Premieren jener Jahre beherbergte. Auch die letzte Oper des früh verstorbenen sizilianischen Opernkomponisten Vincenzo Bellini I Puritani (Libretto von Carlo Pepoli (1796-1881)) wurde am 24. Januar 1835, nur acht Monate vor Bellinis Tod, dort uraufgeführt. Sie gilt, neben seiner bekanntesten Oper Norma, als sein Meisterwerk.
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19. Jahrhundert,
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Antonín Dvořák (1841-1904) wendete sich in den letzten Jahren seines Lebens noch einmal intensiv der Oper zu. Zwar hatte er in allen Phasen seiner Karriere bereits Opern geschrieben – seine erste Oper “Alfred” entstand 1870 – doch nachdem er mit der Orchester- und Kammermusik endgültig abgeschlossen hatte, fand er ausreichend Zeit und widmete sich ausschließlich der Oper. Innerhalb seiner letzten sechs Lebensjahre entstanden drei seiner gelungensten Opern: Čert a Káča (zu Dt. ‘Die Teufelskrähe‘, 1898/99) op. 112, Rusalka, op. 114 (1900) und Armida, op. 115 (1902/3).
Vor allem die lyrische Oper Rusalka, die Dvořák 1900 nach einem Libretto von Jaroslav Kvapil geschrieben hatte und die am 31. März 1901 am Prager Nationaltheater uraufgeführt wurde, wurde schnell weit über die Landesgrenzen hinaus populär und gilt heute, gemeinsam mit Prodaná nevěsta (zu Dt. ‘Die verkaufte Braut‘) von Bedřich Smetana, als beliebteste und bekannteste tschechische Oper.
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