Posts Tagged “Gambe”

L´Art Du Bois - Quelle: artdubois.deOhne die Alte-Musik-Bewegung und der daraus erwachsenen historischen Aufführungspraxis würde die heutige Musiklandschaft deutlich ärmer sein. Kaum eine Szene, die sich so rapide weiterentwickelt, wie jene anfangs belächelte, nonkonformistische der Alten Musik. Von den Anfängen in den späten 1950er-Jahren (durch die  Cappella Coloniensis in Köln, den Concentus Musicus Wien und zahlreiche andere Ensembles) bis heute hat sich die Szene zyklisch weiterentwickelt, erweitert, spezialisiert und perfektioniert, sowohl vom Erkenntnisstand, als auch vom Repertoire und der Spieltechnik. Wer heute Alte Musik macht, verfügt über profunde Kenntnisse in Musikgeschichte, Instrumentenbau, historischen Spieltechniken usw. Zahlreiche Ensembles präsentieren heute ihren ganz persönlichen Mikrokosmos des quasi unerschöpflichen Fundus der Musik und eröffnen so immer neue, immer wieder spannende Einblicke in unsere musikalische Vergangenheit. Ein gutes Beispiel für die Vitalität und Jugend der Alten-Musik-Szene (sic!) ist das Freiburger Ensemble L’Art du Bois (zu Deutsch “Die Kunst der Holzbläser“), das seit einigen Jahren mit bemerkenswerten Veröffentlichungen und Konzerten früher Blockflötenmusik (als Trio oder mit Begleitung als Sextett) auf sich aufmerksam gemacht hat.
Den Rest des Eintrages lesen »

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Comments Keine Kommentare »

Tobias Hume - Passion and DivisionIn wenigen Tagen, am 19. März um genau zu sein, erscheint beim britischen Label Hyperion Records das zweite Solo-Album “Passion & Division” der Gambistin Susanne Heinrich mit Werken des englischen Gambisten, Söldners (!) und Komponisten Tobias Hume. (Eine Besprechung (Prädikat: Die besondere CD) zu diesem Album findet man in diesem Blog → hier). Susanne Heinrich, die ursprünglich aus Weilheim in Oberbayern (unweit des Starnberger Sees) stammt, lebt seit 1993 in England und wohnt in Oxford und beantwortete mir freundlicherweise in einem eMail-Interview sehr spontan meine meine Fragen:

Ihr zweites Solo-Album mit Werken des englischen Komponisten Tobias Hume ist gerade erschienen. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden?

Ich hoffe, dass die, die sich die Aufnahme anhören, genauso zufrieden sein werden, wie ich. Es war, genauso wie bei der ersten Aufnahme mit Musik von Carl Friedrich Abel, eine aufregende Reise, in diese eher unbekannte Musik abzutauchen und sich mal richtig darauf zu konzentrieren. Von beiden Komponisten werden allgemein oft nur einige ausgesuchte ‘Pralinen’ gespielt, und es war sehr interessant, sich mit den etwas unbekannteren Werken zu beschäftigen, die zu Unrecht übersehen werden.
Den Rest des Eintrages lesen »

Schlagwörter: , , , , ,

Comments Keine Kommentare »

Tobias Hume - Passion and DivisionTobias Hume (ca. 1579-1645) muss eine schillernde Figur seiner Epoche gewesen sein. Seine Berufe und die wenigen Berichte, die es über ihn gibt, weisen darauf hin, doch tatsächlich belegt ist wenig: Gewitzter Schelm oder arroganter, sich selbst überschätzender Amateur, nonkonformistischer Erneuerer oder aufschneiderisches Großmaul, wir können heute nicht mehr mit Bestimmtheit sagen, wie die Person Tobias Hume war und wie er auf seine Mitmenschen gewirkt hat. Immerhin gesichert ist, dass er als Komponist, Musiker und Söldner (!) in der schwedischen und russischen Armee tätig war und dass er zwei Sammlungen von Gamben- und Gesangsstücken veröffentlicht hat: “Captain Humes Poeticall Musicke” (1607) und zuvor “The First Part of Ayres – Captain Humes Musicall Humors” (1605). Aus diesem Erstlingswerk stammen die Gambenstücke, die Susanne Heinrich auf ihrer zweiten Solo-CD “Passion & Division” für Hyperion Records eingespielt hat. Über die in Großbritannien lebende deutsche Gambistin der Extraklasse schrieb das Classic CD Magazine anlässlich ihrer Debüt-Veröffentlichung vor einigen Jahren, sie spiele »smooth as melted chocolate«.
Den Rest des Eintrages lesen »

Schlagwörter: , , ,

Comments Keine Kommentare »