Posts Tagged “Gabriel Fauré”
Das Requiem von Gabriel Fauré (1845-1924) gehört gewiss zu den schönsten und populärsten Werken der gesamten Literatur der sakralen Musik. Die erste Fassung dieses einzigen größeren Kirchenmusik-Werkes von Fauré entstand 1887, vielleicht als Reaktion auf den Tod seines Vaters (1885) und seiner Mutter (1887).
1893 erweiterte Fauré die ursprüngliche Fassung um zwei Sätze – zum einen um das Offertorium (das er 1889 geschrieben hatte), zum anderen um das bereits 1877 als Libera me verfasste Responsorium – und fügte Hörner, Trompeten und Posaunen zur ursprünglichen Instrumentation mit Violas, Cellos, Kontrabass, Solovioline, Harfe, Pauken und Orgel hinzu. Während die Parts für die Trompeten und Posaunen nicht sonderlich umfangreich waren, setze er die Hörner vor allem an prominenter Stelle im Libera me und im Sanctus ein. So entstand eine schlanke, effektvolle Orchesterfassung für ein reduziertes Ensemble, die allerdings niemals aufgeführt wurde.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, Chorwerke, Gabriel Fauré, sakrale Musik
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Man könnte meinen, 2010 sei in Großbritannien ein Jubiläumsjahr des französischen Komponisten Gabriel Fauré (1845-1924), so sorgfältig eingespielt (und getimt) sind die Neuerscheinungen mit seiner Musik. Doch so sehr man auch an den Zahlen herumdrehen mag (auch wenn man bedenkt, dass die Uhren im Vereinigten Königreich anders ticken): Es ist wohl eher Zufall, dass nur einen Monat nach der überragenden Neueinspielung seiner Klavierquintette durch das Schubert Ensemble nun eine ebenfalls exzellente Neuveröffentlichung mit seinen Klavierquartetten (wieder) bei Chandos erschienen ist. Dieses Mal zeichnen sich die einfühlsame Pianistin und Fauré-Expertin Kathryn Stott und das Hermitage Stringtrio (ein Streichtrio, dass aus russischen Musikern besteht, deren Lebensmittelpunkt in Großbritannien liegt) dafür verantwortlich.
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Schlagwörter: 19. Jahrhundert, Gabriel Fauré, Impressionismus, Kammermusik, Romantik
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Der NDR Kultur-Redakteur Raliza Nikolov hat in der Sendung “Klassisch unterwegs” vom 10. Feburar die auch an dieser Stelle hochgelobte Aufnahme des Schubert Ensemble der Klavierquintette von Gabriel Fauré sehr wohlwollend besprochen. Nikolov resümiert: »Zweifellos darf diese Aufnahme zu den Entdeckungen des noch jungen CD-Jahres gezählt werden (…) An den beiden Fauré-Quintetten in der Einspielung durch das Schubert Ensemble führt kein Weg vorbei, wenn man ein Faible für entlegenes Repertoire oder für französische Musik im Allgemeinen hat«.
Den Artikel gibt es hier → Gabriel Fauré: Klavierquintette, erschienen in der täglichen Rubrik “Neue CDs” (bei NDR Kultur); den Podcast mit der Sendung gibt es → hier (rechte Maustaste, “Ziel speichern unter”)
Das Album des Schubert Ensemble mit den Klavierquintetten Nos. 1 und 2 von Gabriel Fauré ist am 20. Januar 2010 bei Chandos (10576) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Schlagwörter: Gabriel Fauré, Impressionismus, Kammermusik, Spätromantik
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 Simon Keenlyside - Lieder
Dass Simon Keenlyside derzeit zu den meistbeschäftigten und besten Baritonen (nicht nur) der britischen Insel gehört, sollte jedem aufmerksamen Beobachter der Szene längst bekannt sein: Seine Leistungen bei einigen der besten Opernaufnahmen der letzten Jahre, etwa bei den “Nozze des Figaro” unter Jacobs (harmonia mundi, 2004) und als “Don Giovanni” unter Charles Mackerras (DVD/ Blu-ray; Opus Arte, 2008) haben sein Renommee als Opernsänger mit exzellenter Stimme, klarer Artikulation und immensen Einfühlungsvermögen beträchtlich vergrößert. Doch Kennlyside hat schon vor seinen spektakulären Opernproduktionen der späten 1990er/200er eine zweite, ebenso beeindruckende Karriere als Lied-Interpret gestartet. Dabei profilierte er sich sowohl als exzellenter Interpret des deutschen Liedes, unter anderem als einer der beteiligten Sänger der epochalen Gesamteinspielung aller Lieder von Franz Schubert (Hyperion, 1987-1999), als auch als versierter Interpret geistlicher und weltlicher französischer Werke. Das alles ist freilich kein Zufall, denn Großbritannien gilt, ähnlich wie Deutschland, schon seit Generationen als Land mit einer besonderen Affinität zur Liedkunst, sei es beim Publikum, sei es bei den Interpreten.
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Schlagwörter: Franz Schubert, Gabriel Fauré, Hugo Wolf, Impressionismus, Lied, Maurice Ravel, Romantik, Spätromantik
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Gabriel Fauré (1845-1924) gehört meiner Meinung nach zu den meist unterschätzten Komponisten des 19. Jahrhunderts, dessen Œuvre heute zu weiten Teilen leider unbeachtet bleibt. Abgesehen von seinem Requiem erklingt seine Musik, die irgendwo zwischen Romantik und Impressionismus liegt, viel zu selten (In gewisser Weise stimmt es, wenn man ihn als missing link, als Bindeglied zwischen Brahms und Debussy bezeichnet.) und steht wohl im Schatten seiner bekannteren Landsleute wie Debussy, Satie und Ravel. Dabei ist sein gesamtes Werk einer genaueren Betrachtung wert: Ein überzeugendes Plädoyer für die Kammermusik Faurés präsentiert das Londoner Schubert Ensemble auf seiner neuesten CD mit den beiden Klavierquintetten des Pariser Meisters.
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Schlagwörter: Gabriel Fauré, Impressionismus, Kammermusik, Romantik
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