Posts Tagged “Frühbarock”
Das ging aber wirklich schnell: Übermorgen ist bereits Heiligabend! Während der ganz normale Weihnachtswahnnsinn so langsam auf die Konsum-Zielgeraden einbiegt (wobei die Läden gerade an diesen letzten Tagen aus allen Nähten platzen), bleibt vielleicht gerade noch die Zeit für den Hinweis auf eine hörenswerte CD mit weihnachtlicher Musik. Wer jetzt schnell bestellt, sollte die CD noch gerade rechtzeitig zum Fest bekommen; gut sortierte Plattenläden sollten das heute vorgestellte Album ebenfalls auf Lager haben.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, Chorwerke, Frühbarock, Michael Praetorius, sakrale Musik, Weihnachten
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Der italienische Komponist Claudio Monteverdi (1567-1643) gilt mit einiger Berechtigung als einer der wichtigsten Erneuerer und Modernisierer der Musik: Er ‘erfand’ die Oper (nicht als ihr erster Komponist, wohl aber als ihr erster Meister), revolutionierte die Kirchenmusik und ebnete mit seinen harmonischen Erweiterungen und Experimenten den Weg aus der Renaissance in den Barock. Zu seinen wichtigsten weltlichen Werken gehören seine erste Oper L’Orfeo (1607) und seine letzte L’incoronazione di Poppea (1642); ebenso immens wichtig sind seine beiden großen geistlichen Werke Vespro della beata vergine (1610) und die Selva morale e spirituale (1641), letzteres eine resümierende Sammlung verschiedenster geistlicher Werke Monteverdis: Eine Messe, dazu zahlreiche Motetten, Hymnen und Psalmenvertonungen, insgesamt 40 Werke, die die gesamte Bandbreite an kompositorischen Stilen, die Monteverdi im Lauf seiner Kapellmeister-Tätigkeit (ab 1613) am Markusdom in Venedig erdacht hat, darstellt. Monteverdi schuf mit dieser Zusammenstellung nichts weniger als ein monumentales Vermächtnis seiner Arbeit.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, Chorwerke, Claudio Monteverdi, Frühbarock, sakrale Musik, The Sixteen
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Vor einigen Wochen habe ich an dieser Stelle das neue Album “Songs from the British Isles” des österreichischen Quadriga Consort vorgestellt (‘Der besondere Tipp‘ Juli 2010 → Besprechung auf blog.codaex.de). Das in Freistadt/ Oberösterreich beheimatete Ensemble überzeugt darauf durch mitreißende Fassungen englischer, irischer und schottischer Volkslieder. Das Besondere: Das Quadriga Consort verzichtet auf elektrische und elektronische Instrumente und auf jegliche Modernisierungen und nähert sich der Folkmusik von Seiten der Alten Musik und musiziert auf Originalinstrumenten. Dieses überaus spannende (und gelungene!) musikalische Konzept hat mich neugierig gemacht. Ich bin froh darüber, dass sich Nikolaus Newerkla, der künstlerische Leiter und Cembalist des Septetts, dazu bereit erklärt hat, einige Fragen hier an dieser Stelle zu beantworten.
Die neue CD ist seit einigen Wochen auf dem Markt. Sind Sie zufrieden mit dem Album? Wie war die bisherige Resonanz in der Presse und vom Publikum?
Auf diese Live-CD können wir, wie ich glaube, zu recht stolz sein. Handelt es sich dabei doch um den Mitschnitt eines einzigen Konzerts, also ohne Gegenschnitte zu einem zweiten Konzert oder Generalprobenaufnahmen, wie das sonst ja durchaus üblich ist. Das heißt, es gab keinen doppelten Boden, kein Fangnetz, es durfte einfach nichts passieren. Trotz dieses Drucks so inspiriert und inspirierend agiert zu haben, ist denke ich die größte Leistung der Aufnahmen und ein ziemlich kräftiges Statement unserer Live-Stärke. Das Publikum schätzt es sehr, nach einem Konzertbesuch endlich auch die direkte Emotion des Konzerterlebnisses mit nach Hause nehmen zu können – und es wird uns immer öfter bescheinigt, dass die CD stärker und unmittelbarer zu wirken vermag als unsere bisherigen Studio-CDs.
Was die Presse anlangt, so war sicherlich die Wahl zur »Klassik-CD der Woche auf Deutschlandradio Kultur« (blog.codaex.de berichtete) ein schöner Einstieg, auf weitere Resonanz in den Medien warten und hoffen wir noch.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, Alte Musik, Barock, England, Frühbarock, Interview, Irland, Originalinstrumente, Quadriga Consort, Renaissance, Schottland, Volkslieder
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Erst vor einigen Tagen besprach ich auf diesen Seiten die neue CD des österreichischen Quadriga Consort “Songs from the British Isles” (‘Die besondere CD’ Juli 2010, Besprechung s. → hier), auf der das Septett mit viel Fingerspitzengefühl alte (Folk-) Songs von den britischen Inseln historisch-informiert auf Originalinstrumenten vorträgt. Sie belegen (einmal mehr), dass E- und U-Musik mehr Berührungspunkte haben, als man glauben möchte und dass man Alte Musik auch so gestalten kann, dass sie Hörerschichten anspricht, die mit dem, was sonst unter dem Label ‘klassische Musik’ definiert wird, nicht viel anfangen können. Ausgerechnet die Alte Musik erweist sich hier als guter Einstieg in die Klassik-Welt.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, Barock, England, Frühbarock, Irland, Originalinstrumente, Quadriga Consort, Renaissance, Schottland, Traditionals, Volkslieder
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Bei den meisten sogenannten Mittelalter- und Renaissance-Bands, die heute teilweise mit recht großem Erfolg durch die Lande tingeln, mag ich deren Trivialisierung, ja Vulgarisierung der Alten Musik nicht. Sicher, die Volksmusiken waren noch nie kunstvoll ausgeschmückte Barock-Opern, aber mir scheint, dass Einfachheit und Volksnähe zu oft mit Derbheit verwechselt wird. Wenn das Zotige zum Selbstzweck verkommt, dann taugt die dargebotene Musik zumeist eher als lärmende Untermalung des nächsten Mittelalter-Jahrmarktes. Mit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit der Pop(ulär)musik der Vergangenheit hat das nicht viel gemein, was unendlich schade ist, denn es gibt gerade bei den einfachen Liedern aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Frühbarock viel Kunstvolles zu entdecken und es gibt nicht wenige, die den Ursprung unserer heutigen Song-orientierten Pop-Musik genau in diesen alten Liedern sehen.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, Barock, England, Frühbarock, Irland, Niel Gow, Originalinstrumente, Quadriga Consort, Renaissance, Schottland, Traditionals, Turlough O’Carolan, Volkslieder
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Ich freue mich immer wieder darüber, wenn die deutschen Kulturradios auch CDs abseits vom Klassik-Mainstream besprechen, wenn CDs besprochen werden, deren Material vielleicht nicht immer direkt mit ‘klassischer Musik’ assoziiert wird. Der überregionale deutsche Sender Deutschlandradio Kultur präsentiert diese Woche als »CD der Woche« in der Sparte Klassik das neue (Live-) Album “Songs from the British Isles” der early music band (Eigendefinition) Quadriga Consort. Dieses österreichische Originalinstrumente-Ensemble hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Volksmusik-Schätze vergangener Jahrhunderte authentisch, lebendig und doch zeitgemäß aufzuführen. Angenehmerweise verzichtet das Ensemble dabei gänzlich auf moderne Instrumente (wie elektronische Sounds und Beats), ebenso verzichtet das Quadriga Consort auf aufgesetzte Künstlichkeit und auch auf zur Schau gestellter Derbheit (was bei vielen sogenannten Mittelalter- und Renaissance-Bands leider zum Alltag gehört). Das siebenköpfige Ensemble findet bei seinen Arrangements, die der Bandleader Nikolaus Newerkla in den allermeisten Fällen selbst schreibt, eine angenehme Balance zwischen Natürlichkeit und Kunst.
Deutschlandradio Kultur-Redakteurin Bettina Schmidt lobt in ihrer Besprechung des nun erschienenen vierten Albums des Septetts, das Debüt für das renommierte, kleine aber feine Wiener Label Gramola, den »gelungenen Spagat« zwischen »historischem und modernem Stilgefühl« und konstatiert »“Lieder von den Britischen Inseln” bietet so genannten “early music pop”, und das vom Feinsten.«
Den gesamten Artikel kann man → hier nachlesen.
Eine Besprechung des Albums auf diesen Seiten folgt in den nächsten Tagen ist seit dem 26.07. → hier abrufbar.
Das Album Songs from the British Isles, gespielt vom österreichischen Quadriga Consort ist am 23. Juli auf Gramola (98876) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Schlagwörter: 17. Jahrhundert, 18. Jahrhundert, Barock, Deutschlandradio Kultur, England, Frühbarock, Irland, Originalinstrumente, Renaissance, Schottland, Volkslieder
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 L'Armonia Sonora, Quelle: ramee.org
 Hana Blažíková, Quelle: ramee.org
Die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts war in Deutschland geprägt vom Dreißigjährigen Krieg. Nach dem westfälischen Frieden 1648 erholte sich das Land auch kulturell nur langsam. Das Ende der kriegerischen Auseinandersetzungen war kein Ende der religiösen Differenzen. Mehr denn je war geistliche Musik gefragtes Gut, sowohl in den katholischen, als auch in den evangelischen Kirchen. Rechtzeitig zur heute beginnenden Fastenzeit, erscheint auf dem Label für Alte Musik Ramée das Album “Harmoniae Sacrae”, eine Sammlung mit Kantaten (oder »geistlichen Konzerten« wie es auf dem Cover heißt), die unmittelbar nach der verheerenden Zäsur des Krieges in Deutschland entstanden. Das belgische Originalinstrumente-Ensemble L’Armonia Sonora, geleitet von der Gambistin Mieneke van der Velden hat sich gemeinsam mit der jungen tschechischen Sopranistin Hana Blažíková und einem der derzeit besten und gefragtesten Bässe in der Szene für Alte Musik, dem Niederländer Peter Kooij Kompositionen kleiner Meister vorgenommen, deren Namen heute fast vergessen sind und deren Werke heute selten aufgenommen und aufgeführt werden.
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Schlagwörter: 17. Jahrhundert, Benedictus Buns, Christoph Bernhard, Frany Tunder, Frühbarock, Heinrich Ignaz Franz von Biber, Johann Valentin Meder, Matthias Weckmann, sakrale Musik
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