
Yakov Kreizberg - Photo © Marco Borggreve
Gestern verstarb im Alter von 51 Jahren in Monte Carlo der Dirigent Yakov Kreizberg nach langer Krankheit. Der österreichisch-amerikanische Dirigent russischer Abstammung (übrigens der jüngere Bruder des bekannten Dirigenten Semyon Bychkov) war zuletzt Chefdirigent des Orchestre Philharmonique de Monte Carlo des Nederlands Philharmonisch Orkest und des Nederlands Kammerorkest, außerdem war er erster Gastdirigent der Wiener Symphoniker. Kreizberg galt als einer der besten (wenn auch nicht sich in den Vordergrund drängenden) Dirigenten seiner Generation.
Erst im Dezember vergangenen Jahres war Kreizberg mit dem OPMC auf erfolgreicher Deutschland-Tournee gewesen und hatte mit dem Orchester zwei Alben (auf dem OPMC-eigenen Label) mit Musik von Stravinsky und Ravel/Debussy veröffentlicht. Außerdem werden am Freitag seine hochgelobten Einspielungen (für PentaTone) der Violinkonzerte Mozarts (mit Julia Fischer als Solistin) in einer Box wiederveröffentlicht.
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Gestern verstarb im Alter von 84 Jahren in London der Dirigent Charles Mackerras an Krebs. Der gebürtige Australier Mackerras war einer höchst angesehenen und meist respektierten Orchesterleiter des 20. und frühen 21. Jahrhunderts, der bis zuletzt, auch nach seiner Erkrankung, bei Konzerten und bei Schallplatten-Aufnahmen (zuletzt mit Mozart und Dvořák) tätig blieb. Mit Mackerras verliert die Musikwelt einen der Allerbesten.
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Stéphane Denève, derzeit noch Chefdirigent des Royal Scottish National Orchestra, wird ab September 2011 die Nachfolge von Roger Norrington beim renommiertesten deutschen Radio-Sinfonieorchester, dem RSO Stuttgart des SWR antreten. Gleichzeitig hat Denève seinen Vertrag beim RSNO bis 2012 verlängert, so dass Denèves letzte Saison beim RSNO gleichzeitig seine erste beim RSO Stuttgart sein wird. Wer seine Nachfolge beim schottischen Traditionsklangkörper wird, ist noch nicht entschieden.
Der in Deutschland weitgehend unbekannte Newcomer, hat in seinen bisher fünf Jahren beim RSNO hervorragende Aufbauarbeit geleistet und das Orchester zu einem europäischen Spitzenensemble geformt, das sich auch auf dem Gebiet der Neuen Musik verdient gemacht hat. Erst vor einigen Wochen erschien ihre allgemein hochgelobte Aufnahme (u.a. CD des Monats im französischen Magazin Classica/Le Monde de la Musique) Guillaume Connessons “Cosmic Trilogy” (→ Besprechung auf blog.codaex.de). Es steht zu Erwarten, dass Denève sich in Stuttgart, neben der Pflege des klassischen Repertoires, auch für die Förderung zeitgenössischer Musik einsetzen wird.
→ Ausführlicher Artikel mit dem Videobeitrag “Liebe auf dem ersten Blick” und Audio-Meldung zur Ablösung Norringtons in Stuttgart auf swr.de
→ RSNO Music Director commits through 2012 and announces new European appointment auf rsno.org.uk
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