Benjamin-Joseph Steens: Johann Sebastian Bach – Goldberg Variations, BWV 988
Geschrieben von Sal Pichireddu in Neuerscheinungen, Rezension
Vor einigen Monaten schrieb, anlässlich der → Besprechung von Pieter Dirksens Aufnahme der Goldberg-Variationen auf einem zweimanualigen Cembalo, folgende Einführung:
»Die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach (1685-1750) sind zweifelsohne der Höhepunkt der barocken Variationskunst. Die “Clavier Ubung bestehend in einer ARIA mit verschiedenen Veraenderungen vors Clavicimbal mit 2 Manualen”, wie Bach sie selbst bei dem von ihm in Auftrag gegebenen Erstdruck nannte, blieben trotz einiger Versuche in der Romantik und Spätromantik, sie durch Bearbeitungen für das Klavier bekannter zu machen, weitgehend unbeachtet. Erst nach dem 2. Weltkrieg wurden die Goldberg-Variationen zu einem festen Begriff beim Publikum.«
Der Rest ist freilich Legende: Seitdem der kanadischen Pianist Glenn Gould mit seiner Einspielung von 1955 die Goldberg-Variationen quasi über Nacht weltberühmt gemacht hat und sie ein Teil der (Pop-) Kultur wurden, sind die Variationen zahllose Male aufgenommen und uminterpretiert worden; Auf dem Klavier, auf dem Cembalo, auf der Orgel, in Streichtrio- und Orchester-Fassungen, vom Jacques Loussier Jazz-Trio, auf Gitarre(n) und (gar nicht so selten) auf dem Akkordeon.
Den Rest des Eintrages lesen »

Einträge (RSS)