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	<title>blog.codaex.de &#187; Claudio Monteverdi</title>
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		<title>The Sixteen, Harry Christophers: Claudio Monteverdi &#8211; Selva morale e spirituale</title>
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		<pubDate>Tue, 11 Jan 2011 16:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
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		<category><![CDATA[17. Jahrhundert]]></category>
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		<description><![CDATA[Der italienische Komponist Claudio Monteverdi (1567-1643) gilt mit einiger Berechtigung als einer der wichtigsten Erneuerer und Modernisierer der Musik: Er &#8216;erfand&#8217; die Oper (nicht als ihr erster Komponist, wohl aber als ihr erster Meister), revolutionierte die Kirchenmusik und ebnete mit seinen harmonischen Erweiterungen und Experimenten den Weg aus der Renaissance in den Barock. Zu seinen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Claudio-Monteverdi.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[5210]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1366" title="Claudio Monteverdi" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Claudio-Monteverdi-150x150.jpg" alt="Claudio Monteverdi" width="120" height="120" /></a>Der italienische Komponist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi" title="Claudio Monteverdi auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi?referer=');">Claudio Monteverdi</a> (1567-1643) gilt mit  einiger Berechtigung als einer der wichtigsten Erneuerer und  Modernisierer der Musik: Er &#8216;erfand&#8217; die Oper (nicht als ihr erster  Komponist, wohl aber als ihr erster Meister), revolutionierte die Kirchenmusik und ebnete mit seinen harmonischen Erweiterungen und Experimenten den Weg aus der  Renaissance in den Barock. Zu seinen wichtigsten weltlichen Werken gehören seine erste Oper <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%E2%80%99Orfeo" title="C. Monteverdi: L’Orfeo auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/L_E2_80_99Orfeo?referer=');">L’Orfeo</a> (1607) und seine letzte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%E2%80%99incoronazione_di_Poppea" title="C. Monteverdi: L’incoronazione di Poppea auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/L_E2_80_99incoronazione_di_Poppea?referer=');">L’incoronazione di Poppea</a> (1642); ebenso immens wichtig sind seine beiden großen geistlichen Werke <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marienvesper_%28Monteverdi%29" title="C. Monteverdi: Vespro della beata vergine auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Marienvesper_28Monteverdi_29?referer=');">Vespro della beata vergine</a> (1610) und die  <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selva_morale_e_spirituale" title="C. Monteverdi: Selva morale e spirituale auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Selva_morale_e_spirituale?referer=');">Selva morale e spirituale</a> (1641), letzteres eine resümierende Sammlung verschiedenster geistlicher Werke Monteverdis: Eine Messe, dazu zahlreiche Motetten, Hymnen und Psalmenvertonungen, insgesamt 40 Werke, die die gesamte Bandbreite an kompositorischen Stilen, die Monteverdi im Lauf seiner Kapellmeister-Tätigkeit (ab 1613) am Markusdom in Venedig erdacht hat, darstellt. Monteverdi schuf mit dieser Zusammenstellung nichts weniger als ein monumentales Vermächtnis seiner Arbeit.<br />
<span id="more-5210"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/01/The-Sixteen-C.-Monteverdi-Selva-morale-e-spirituale.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[5210]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-5218" title="The Sixteen, H. Christophers: C. Monteverdi - Selva morale e spirituale" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2011/01/The-Sixteen-C.-Monteverdi-Selva-morale-e-spirituale-150x150.jpg" alt="The Sixteen, H. Christophers: C. Monteverdi - Selva morale e spirituale" width="150" height="150" /></a>Der englische Spitzenchor <a href="http://the-sixteen.org.uk/" title="The Sixteen - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/the-sixteen.org.uk/?referer=');">The Sixteen</a> <small>(gerade erst wurden The Sixteen vom britischen Musikmagazin <a href="http://www.gramophone.co.uk/" title="Gramophone - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.gramophone.co.uk/?referer=');">Gramophone</a> als einer der besten 20 Chöre der Welt ausgezeichnet, s. Artikel dazu → <a href="http://blog.codaex.de/2010/12/gramophone-kurt-die-20-besten-chore-der-welt/" title="Gramophone kürt die 20 besten Chöre der Welt" target="_self" class="liinternal">hier</a>)</small> hat nun unter der bewährten Leitung des Gründers Harry Christophers begonnen, die Sammlung <em>Selva morale e spirituale</em> (zu Deutsch “<em>Moralischer und geistiger Wald</em>“) komplett aufzunehmen. Der erste Teil des vermutlich über drei Volumina veröffentlichten Großwerkes liegt nun vor und schon dieses erste Album verspricht eine wegweisende Referenzaufnahme dieses bemerkenswert selten gesamt aufgenommenen Werkes zu werden.</p>
<p>Zum Gelingen dieses ersten Parts trugen verschiedene Faktoren bei: Da wäre zum einen natürlich das ausgezeichnete Ensemble selbst, das seit vielen Jahren als einer der besten Chöre (und Instrumentalisten-Ensembles!) für weltliche und geistliche Chorwerke der Renaissance und des Barock zahlreiche Erfahrungen mit dieser Art von Musik sammeln konnte und dessen Darbietungen an Sicherheit, Präzision und Lebendigkeit nicht zu überbieten sind. Von den allesamt überragenden Sängern <em>muss</em> ich die Sopranistin <a href="http://www.elinmanahanthomas.org/" title="Elin Manahan Thomas - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.elinmanahanthomas.org/?referer=');">Elin Manahan Thomas</a> besonders hervorheben: Was sie etwa mit ihrer wunderschönen Stimme etwa beim &#8220;Salve Regina&#8221; macht, scheint fast nicht von dieser Welt so sein. Ferner wäre da Harry Christophers bemerkenswerte Fähigkeit, aus einer Gruppe von individuell überragenden Sängern und Musikern ein homogenes Gefüge zu schaffen, das wirklich <em>gemeinsam</em> musiziert und da wäre – <em>last but not least</em> – die gute, sehr direkte Aufnahmequalität der CD, die ein warmes, intimes Klangbild schafft und die zu viel Hall vermeidet. Ein Fehler, den man meiner Meinung nach bei viel zu vielen Alte-Musik-Einspielungen immer wieder macht, ist der Versuch einen möglichst &#8216;kathedralischen&#8217; Klang zu reproduzieren, weil man allgemein geistliche Musik gerne mit dem Klischee der gotischen Kirche verbindet. Aber Monteverdis Musik erklang nicht nur im Markusdom, sondern auch in den kleineren Kirchen der Stadt und sie war nicht nur zweckgebundene Musik zum Ausdruck einer tief empfunden Frömmigkeit, sondern auch und vor allem der Ausdruck der künstlerischen Fähigkeiten seines Komponisten.</p>
<p>Der vielleicht wichtigste Punkt beim Gelingen dieser Aufnahme liegt aber auf einer emotionalen Ebene: Es ist die unüberhörbare Freude, mit der Christophers und sein Ensemble hier musizieren. Trotz beachtlicher technischer Schwierigkeiten, bewegen sich die Sänger (und Musiker) mit einer freudigen Gelöstheit durch die Partituren. Monteverdis <em>Selva morale e spirituale</em> ist hier kein düsterer Forst der Erkenntnis reich an dunklen Vorahnungen im Dante&#8217;schen Sinne, sondern ein heller, freundlicher, mannigfach farbenfroher Wald des Lebens. Monteverdis Musik löst die Jenseitsgewandtheit der mittelalterlich geprägten Musik endgültig auf und hat noch nichts von der moralischen Strenge des Hochbarocks. Vielleicht ist seine Musik deswegen für uns heute noch so verständlich und &#8216;modern&#8217;.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Ein erster Teil, der schon die folgenden Teile sehnsüchtig erwarten lässt: Harry Christophers und seine Sixteen arbeiten zweifelsohne an einer Referenzeinspielung der <em>Selva morale e spirituale</em> von Monteverdi. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im November 2010.<br style="clear: both;" /></p>
<div id="gdsr_mureview_block_5210_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Claudio Monteverdi &#8211; Selva morale e spirituale</strong> des Ensembles The Sixteen unter der Leitung von Harry Christophers ist am 19. November 2010 auf Coro (COR 16087) erschienen und kann im    Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und  CD-Versendern  wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0040HPKKO?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0040HPKKO" title="The Sixteen - Claudio Monteverdi - Selva morale e spirituale bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0040HPKKO?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0040HPKKO&amp;referer=');"> amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Claudio-Monteverdi-Selva-morale-e-spirituale-Vol-1/hnum/1639743/iampartner/n31" title="The Sixteen - Claudio Monteverdi - Selva morale e spirituale bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Claudio-Monteverdi-Selva-morale-e-spirituale-Vol-1/hnum/1639743/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt  werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Beatus vir (Primo) a 6</li>
<li>Gloria a 7</li>
<li>Confitebor Terzo alla francese  a 5</li>
<li>Voi ch’ascoltate</li>
<li>Laudate pueri (Primo)</li>
<li>Salve Regina</li>
<li>Chi vol che m’innamori</li>
<li>Deus tuorum militum</li>
<li>Laudate Dominum omnes gentes (Primo)</li>
<li>Dixit Dominus (Secondo)  a 8</li>
</ol>
<p><img src="http://vg05.met.vgwort.de/na/9af0a3f7e8ac4555a9e15d0fc97d4d73" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Emma Kirkby · Ian Partridge · David Thomas · The Parley of Instruments, Roy Goodman &amp; Peter Holman: Claudio Monteverdi &#8211; Sacred Vocal Music</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2010/04/emma-kirkby-%c2%b7-ian-partridge-%c2%b7-david-thomas-%c2%b7-the-parley-of-instruments-roy-goodman-peter-holman-claudio-monteverdi-sacred-vocal-music/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 14:19:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Wiederveröffentlichungen]]></category>
		<category><![CDATA[17. Jahrhundert]]></category>
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		<description><![CDATA[Als das Album &#8220;Sacred Vocal Music&#8221; mit geistlichen Vokalwerken von Claudio Monteverdi (1567-1643) vor fast 30 Jahren 1981 zum ersten Mal erschien, da steckt die Originalklang-Bewegung zwar nicht mehr so recht in den Kinderschuhen, aber sie musste noch mit vielen Vorurteilen (und vielen eingefahrenen Hörgewohnheiten) kämpfen. Erste Erfolge wurden vor allem beim bekannten Repertoire erzielt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Claudio-Monteverdi.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[1365]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1366" title="Claudio Monteverdi" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Claudio-Monteverdi-150x150.jpg" alt="Claudio Monteverdi" width="150" height="150" /></a>Als das Album &#8220;Sacred Vocal Music&#8221; mit geistlichen Vokalwerken von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi" title="Claudio Monteverdi auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi?referer=');">Claudio Monteverdi</a> (1567-1643) vor fast 30 Jahren 1981 zum ersten Mal erschien, da steckt die Originalklang-Bewegung zwar nicht mehr so recht in den Kinderschuhen, aber sie musste noch mit vielen Vorurteilen (und vielen eingefahrenen Hörgewohnheiten) kämpfen. Erste Erfolge wurden vor allem beim bekannten Repertoire erzielt, wo man langsam begann, die Musik anders zu hören und von der unkritischen Rezeption abzurücken. Die Musikwelt begann sich zu verändern. Überall in Europa gründeten sich Ensembles, die sich der authentischen Aufführung verschrieben, die die Quellen studierten, sich über Instrumentenbau und Musikgeschichte beschäftigten. Die Ausführenden wurden selbst zunehmend Forscher.<br />
<span id="more-1365"></span><br />
Erst im 20. Jahrhundert wurde Claudio Monteverdi überhaupt wieder wahrgenommen, als Gian Francesco Malipiero, seine Kompositionen von 1916 bis 1942 in sechzehn Bänden  veröffentlichte. Teile der Musik wurden schnell wieder bekannter, auch Dank der Originalklang-Bewegung, die die Wichtigkeit des Meisters  aus Norditalien herausstellte. Doch derweil seine Opern, vor allem  &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/L%E2%80%99Orfeo" title="Claudio Monteverdi - L'Orfeo auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/L_E2_80_99Orfeo?referer=');">L&#8217;Orfeo</a>&#8221; (die &#8216;erste Oper&#8217; überhaupt) und seine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Marienvesper_%28Monteverdi%29" title="Claudio Monteverdi - Marienvesper auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Marienvesper_28Monteverdi_29?referer=');">Marienvesper</a> schnell an Popularität gewannen, blieben große Teile seines Œuvres weitgehend unbekannt, gerade wenn es sich um die vermeintlich &#8216;konventionelleren&#8217; Psalmvertonungen, Hymnen für und Motetten aus der Sammlung &#8220;<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Selva_morale_e_spirituale" title="Claudio Monteverdi - Selva morale e spirituale auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Selva_morale_e_spirituale?referer=');">Selva morale e spirituale</a>&#8221; (zu Deutsch &#8220;<em>Moralischer und geistiger Wald</em>&#8220;) handelte. Peter Holman, Organist und einer der beiden Dirigenten dieser Aufnahmen schrieb 1981 in den Liner Notes dazu:</p>
<blockquote><p>»(&#8230;) Wohl nur eine Handvoll mit dem  reichhaltigen Angebot an Musik aus den beiden riesigen Werken Selva  morale e spirituale von 1641 und der nach seinem Tode  veröffentlichen Messa a quattro voci et salmi von 1651 vertraut  sind, welche den Großteil des Schaffens von Monteverdi in seinen  dreißig Jahren als Kapellmeister an San Marco in Venedig ausmachen.  Diese Aufnahme soll dazu dienen, hoffentlich viele neue Freunde für die  spätere Kirchenmusik Monteverdis zu gewinnen. Ein Grund, warum diese  wunderbare Musik heute immer noch fast unbekannt ist, liegt darin, dass  sie nicht mit dem modernen Bild von Monteverdi als ein Meister massiver  Chor und Instrumentaleffekte (&#8230;) übereinstimmt; manches davon ist ja noch nicht einmal  echte Chormusik.«</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Claudio-Monteverdi-Sacred-Vocal-Muisc.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[1365]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1376" title="Claudio Monteverdi - Sacred Vocal Music" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/Claudio-Monteverdi-Sacred-Vocal-Muisc-150x150.jpg" alt="Claudio Monteverdi - Sacred Vocal Music" width="150" height="150" /></a>Tatsächlich wird auf diesem Album ein anderer, auch heute noch weitgehend unbeachteter Monteverdi (zumindest im Vergleich zu seinen Opern, Oratorien und Madrigalen) präsentiert, aber wenn wir uns heute zumindest etwas besser in der sakralen Musik Monteverdis jenseits seiner großen Oratorien auskennen, dann ist das gewiss auch das Verdienst dieses Albums. Mit einer bemerkenswerten Leichtigkeit musizierte das nur wenige Monate vor den Aufnahmen gegründete Ensemble <a href="http://www.parley.org.uk/" title="The Parley of Instruments - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.parley.org.uk/?referer=');">Parley of Instruments</a> unter ihrem Gründer <a href="http://www.parley.org.uk/ph_folder/peter_holman.html" title="Peter Holman - Biography" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.parley.org.uk/ph_folder/peter_holman.html?referer=');">Peter Holman</a> und dem Violinisten und Dirigenten <a href="http://www.roygoodman.com/" title="Roy Goodman - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.roygoodman.com/?referer=');">Roy Goodman</a>, mit schlankem, präzisen und warmen Klang. Die Sänger, <a href="http://www.ianpartridge.pwp.blueyonder.co.uk/" title="Ian Partridge - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ianpartridge.pwp.blueyonder.co.uk/?referer=');">Ian Partridge</a> (Tenor), <a href="http://www.bach-cantatas.com/Bio/Thomas-David.htm" title="David Thomas - Biography" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.bach-cantatas.com/Bio/Thomas-David.htm?referer=');">David Thomas</a> (Bass) und &#8211; allen voran &#8211; die damals auf ihrem künstlerischen Zenit angekommene <a href="http://www.emmakirkby.com/" title="Emma Kirkby - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.emmakirkby.com/?referer=');">Emma Kirkby</a> (Sopran), singen so natürlich,  so unverkrampft, dass sie diese kleinen Meisterwerke des Frühbarocks wie selbstverständlich klingen lassen. Was heute noch ebenso fasziniert wie vor 30 Jahren, ist die  <em>Humanität</em> (!), die Wärme, die (noch) verhaltene Pracht, die dieser Musik innewohnt. Fern scheint der strafende, richtende strenge Gott zu sein, in dieser Musik steckt nicht nur die Keimzelle aller prächtigen Barockmusik, die bald schon folgen sollte, in ihr steckt auch etwas zeitlos Modernes (!), etwas, das heute ebenso verständlich ist, wie vor 400 Jahren.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Die digitale Aufnahmen, immerhin auch schon nahezu 30 Jahre alt, klingen nach wie vor völlig natürlich und makellos. Auch nach 30 Jahren führt kein Weg an dieser CD vorbei: Ich wünscht&#8217;, alle Monteverdi-Aufnahmen der vergangenen Jahre wären so beseelt, so inspiriert eingespielt worden. Natürlich: <em>Die besondere CD</em> im Monat März 2010.<br style="clear: both;" /></p>
<div id="gdsr_mureview_block_1365_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Das Album <strong>Sacred Vocal Music</strong> des Ensembles <strong>The Parley of Instruments</strong> unter der Leitung von <strong>Roy Goodman</strong> und <strong>Peter Holman</strong> mit <strong>Emma Kirkby</strong>, <strong>Ian Partridge</strong> und <strong>David Thomas</strong> als Solisten, ist am 19. März auf Helios (CDH55345), dem Budget-Label von Hyperion, wiederveröffentlicht worden und und  kann im  Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und    CD-Versendern    wie → <a href="http://www.amazon.de/Geistliche-Vokalmusik-Kirkby/dp/B0034JV6IO%3FSubscriptionId%3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ%26tag%3Dklassikdtdast-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0034JV6IO" title="Claudio Monteverdi - Sacred Vocal Muisc auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/Geistliche-Vokalmusik-Kirkby/dp/B0034JV6IO_3FSubscriptionId_3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ_26tag_3Dklassikdtdast-21_26linkCode_3Dxm2_26camp_3D2025_26creative_3D165953_26creativeASIN_3DB0034JV6IO?referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Claudio-Monteverdi-Geistliche-Vokalwerke/hnum/5517739/iampartner/n31" title="Claudio Monteverdi - Sacred Vocal Muisc auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Claudio-Monteverdi-Geistliche-Vokalwerke/hnum/5517739/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt       werden.</p>
<p>Inhalt:</p>
<ol>
<li>Su le penne de&#8217; venti, SV333</li>
<li>Confitebor tibi Domine, SV266</li>
<li>Iste confessor Domini sacratus, SV279</li>
<li>Laudate Dominum omnes gentes, SV197</li>
<li>Confitebor tibi Domine, SV194</li>
<li>Confitebor tibi Domine &#8216;Alla francese&#8217;, SV267</li>
<li>Ab aeterno ordinata sum, SV262</li>
<li>Nisi Dominus, SV200</li>
<li>Deus tuorum militum, SV280</li>
</ol>
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          if (d.getElementById(id)) {return;}
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        }(document, "script", "facebook-jssdk"));</script>
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		<title>Carolyn Sampson &amp; Matthew Wadsworth: Not just Dowland – Songs for soprano and lute</title>
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		<comments>http://blog.codaex.de/2010/03/carolyn-sampson-matthew-wadsworth-not-just-dowland-%e2%80%93-songs-for-soprano-and-lute/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 13:51:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Alessandro Grandi]]></category>
		<category><![CDATA[Alfonso Ferrabosco]]></category>
		<category><![CDATA[Claudio Monteverdi]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni Kapsberger]]></category>
		<category><![CDATA[Giulio Caccini]]></category>
		<category><![CDATA[John Dowland]]></category>
		<category><![CDATA[Laute]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Rosseter]]></category>
		<category><![CDATA[Renaissance]]></category>
		<category><![CDATA[Robert Johnson]]></category>
		<category><![CDATA[Songs]]></category>
		<category><![CDATA[Sopran]]></category>
		<category><![CDATA[Taequinio Merula]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für Renaissance-Musik: Die poetischen Texte und die schlicht arrangierten Melodien sind auch heute noch aktuell. Erstaunlich, wie sehr uns diese alte Musik heute noch ansprechen kann, mehr noch: Die Lieder der Renaissance scheinen uns näher zu sein, als vieles, was dazwischen kam und was uns chronologisch näher liegt. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für Renaissance-Musik: Die poetischen Texte und die schlicht arrangierten Melodien sind auch heute noch aktuell. Erstaunlich, wie sehr uns diese alte Musik heute noch ansprechen kann, mehr noch: Die Lieder der Renaissance scheinen uns näher zu sein, als vieles, was dazwischen kam und was uns chronologisch näher liegt. Sogar die sogenannte <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/E-,_U-_und_F-Musik" title="E- U- F-Musik auf de.wikipedia.org" target="_self" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/E-_U-_und_F-Musik?referer=');">U-Musik</a> greift immer wieder auf sie zurück, man denke nur an das Album des Pop- und Rocksängers <a href="http://www.sting.com/" title="Sting - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.sting.com/?referer=');">Sting</a> mit Liedern von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Dowland" title="John Dowland auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/John_Dowland?referer=');">John Dowland</a> (&#8220;Songs from the Labyrinth&#8221;, Deutsche Grammophon, 2006) oder an die zahlreichen Adaptionen, die italienische und französische Chansonniers in den 1960er und 1970er Jahre immer wieder zu Gehör brachten. Nun <em>haben der</em> weibliche Gesangsstar der Alte-Musik-Szene, die englische Sopranistin <a href="http://www.ingpen.co.uk/artist_detail.php?aid=101" title="Carolyn Sampson - Biography" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ingpen.co.uk/artist_detail.php?aid=101&amp;referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ingpen.co.uk/artist_detail.php?aid=101&amp;referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dcarolyn%2Bsampson%26x%3D0%26y%3D0');" target="_blank" class="liexternal">Carolyn  Sampson</a> und der Lautist <a href="http://www.matthewwadsworth.com/" title="Matthew Wadsworth - Homepage" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.matthewwadsworth.com/?referer=');pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.matthewwadsworth.com/?referer=http%3A%2F%2Fblog.codaex.de%2F%3Fs%3Dcarolyn%2Bsampson%26x%3D0%26y%3D0');" target="_blank" class="liexternal">Matthew  Wadsworth</a> einen Konzertmitschnitt vom 7. Dezember 2008 aus der <a href="http://www.wigmore-hall.org.uk/" title="Wigmore Hall - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.wigmore-hall.org.uk/?referer=');">Wigmore Hall</a> in London unter dem Titel &#8220;<a href="http://www.wigmore-hall.org.uk/wigmore-hall-live/buy-cds/view/cd034-carolyn-sampson-25361" title="Produktseite auf wigmore-hall.org.uk" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.wigmore-hall.org.uk/wigmore-hall-live/buy-cds/view/cd034-carolyn-sampson-25361?referer=');">Not just Dowland &#8211; Songs for soprano and lute</a>&#8221; veröffentlicht, auf dem Lieder (und Solo-Stücke für Laute und Theorbe) der englischen und italienischen Renaissance zu hören sind, wie der Titel schon sagt, beileibe nicht nur von John Dowland.<br />
<span id="more-1037"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Not-just-Dowland.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[1037]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-1040" title="Not just Dowland - Songs for soprano and lute" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/03/Not-just-Dowland-150x150.jpg" alt="Not just Dowland - Songs for soprano and lute" width="150" height="150" /></a>Es muss ein ganz besonderes Konzert gewesen sein, das damals an einem kalten Winterabend in London stattgefunden hat. Die beiden Künstler saßen nicht nebeneinander oder versetzt zueinander, sondern sich gegenüber, sie blickten sich während der gemeinsamen Nummern an. Es mag diese (inszenierte, aber doch wirksame) Fokussierung sein, dieses »ich singe für Dich«, dieses »ich spiele für Dich«, das den besonderen Reiz, die besondere <em>Intimität</em> dieser CD ausmacht. Carolyn Sampson und Matthew Wadsworth gelingt es von der ersten gemeinsamen Nummer an, eine besonders persönliche Atmosphäre in ihrer Darbietung zu schaffen, die so wichtig ist, um diese Art von Musik authentisch wirken zu lassen. Die Sopranistin Sampson macht nicht den Fehler, ihre durch zahlreiche Opern-, Oratorien-, Arien- und Kantaten-Auftritte und -Aufnahmen geschulte Stimme so klingen zu lassen, wie es bei Barock-Werken (oder noch späteren Epochen) notwendig wäre. Stattdessen singt sie mit <em>natürlicher</em> Stimme, präzise zwar, aber insgesamt gelöster und mit unglaublicher Leichtigkeit sowie einer Sinnlichkeit, die sie ohnehin als Sängerin einzigartig macht. Dabei hört man die genauen Unterschiede in der Art, wie sie einerseits die italienischen, andererseits die englischen Werke interpretiert: Die italienischsprachigen Lieder von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi" title="Claudio Monteverdi auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Claudio_Monteverdi?referer=');">Claudio Monteverdi</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_Grandi" title="Alessandro Grandi auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_Grandi?referer=');">Alessandro Grandi</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Giulio_Caccini" title="Giulio Caccini auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Giulio_Caccini?referer=');">Giulio Caccini</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tarquinio_Merula" title="Tarquinio Merula auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Tarquinio_Merula?referer=');">Tarquinio Merula</a> (in exzellent intoniertem und gut verständlichen Italienisch) singt die Sampson etwas kunstvoller und verzierter, ganz den Kompositionen entsprechend; die englischen Songs von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_Johnson_%28Komponist%29" title="Robert Johnson auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Robert_Johnson_28Komponist_29?referer=');">Robert Johnson</a> (eine echte Entdeckung!) und natürlich von John Dowland bleiben schlichter. Die Texte <em>erzählen</em> nicht nur von der Liebe, hier wird die Liebe auf der Bühne <em>zelebriert</em>, so dass die Illusion gelingt und man glauben <em>möchte</em>, dass es sich tatsächlich um ein Liebespaar handelt, dem man hier lauschen darf. Während der Darbietung hört man kein Rascheln, kein Husten und nach jeder Nummer schweigt das Publikum eine Sekunde lang, so bezaubert, so ergriffen ist es von dem, was es gerade gehört habt.</p>
<p>Die Aufnahmetechnik ist beim Album bewusst simpel gehalten und man hat (natürlich) auf jegliche Nachbearbeitungen verzichtet, so hört man ein-, zweimal das Schnarren einer nicht ganz sauber gezupften Saite. Dies ist keine sterile Studioaufnahme, sondern ein authentischer Mitschnitt. Bei den Duett-Nummern, sie werden immer wieder von Solo-Darbietung an der Laute und Theorbe unterbrochen (zum Luft holen, sozusagen), hört man die Stimme rechts und die Laute links, ganz so, wie man sie an jenem Abend gehört hätte, hätte man unmittelbar vor ihnen gesessen, als sich die beiden vis-à-vis gegenüber saßen und <em>miteinander</em> musizierten.</p>
<p>Der britische Kritiker <a href="http://www.normanlebrecht.com/" title="Norman Lebrecht - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.normanlebrecht.com/?referer=');">Norman Lebrecht</a> resümiert in seiner <a href="http://www.scena.org/columns/lebrecht/070219-NL-Cdsoftheweek.html" title="Norman Lebrecht - CD of the Week" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.scena.org/columns/lebrecht/070219-NL-Cdsoftheweek.html?referer=');">Besprechung</a> zur CD der Woche für das britische Magazin <a href="http://www.scena.org/index-en.asp" title="La Scena Musicale - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.scena.org/index-en.asp?referer=');">La Scena Musicale</a> »<em>Ein Live-Höhepunkt, fast so als sei man selbst dabei gewesen</em>«: Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.</p>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-647" title="CD des Monats - blog.codaex.de" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/01/CD-des-Monats-Codaex.jpg" alt="CD des Monats - blog.codaex.de" width="50" height="50" />Not just Dowland – Songs for soprano and lute</strong> von <strong> </strong><strong>Carolyn Sampson</strong> (Sopran) &amp; <strong>Matthew Wadsworth</strong> (Laute, Theorbe) ist das betörend schönes Tondokument eines besonderen Konzerts und somit die <span style="text-decoration: underline;">CD des Monats März 2010</span> auf <em>blog.codaex.de</em><br style="clear: both;" /></p>
<div id="gdsr_mureview_block_1037_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Not just Dowland – Songs for soprano and lute</strong> von <strong>Carolyn  Sampson &amp; </strong><strong>Matthew Wadsworth</strong> erscheint am 19. März 2010 auf Wigmore Hall Live (0034)  und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern  wie → <a href="http://www.amazon.de/Not-Just-Dowland-Lieder-Sopran-Laute/dp/B0031XYLQM%3FSubscriptionId%3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ%26tag%3Dklassikdtdast-21%26linkCode%3Dxm2%26camp%3D2025%26creative%3D165953%26creativeASIN%3DB0031XYLQM" title="Not just Dowland - Songs for soprano and lute auf amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/Not-Just-Dowland-Lieder-Sopran-Laute/dp/B0031XYLQM_3FSubscriptionId_3DAKIAIV4M5MCTK3LFSAAQ_26tag_3Dklassikdtdast-21_26linkCode_3Dxm2_26camp_3D2025_26creative_3D165953_26creativeASIN_3DB0031XYLQM?referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/1118000/iampartner/n31" title="Not just Dowland - Songs for soprano and lute auf jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/hnum/1118000/iampartner/n31?referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt  werden.</p>
<p>Inhalt:</p>
<ol>
<li>Phillip Rosseter: Prelude <em>solo lute</em></li>
<li>Robert Johnson: Away delights</li>
<li>Robert Johnson: Oh, let us howl</li>
<li>Robert Johnson: Care-charming sleep</li>
<li>Alfonso Ferrabosco: Pavan IV<em> solo lute</em></li>
<li>Anon.: Galliarda <em>solo lute</em></li>
<li>John Dowland: Fortune my foe</li>
<li>Robert Johnson: Pavan in C minor<em> solo lute</em></li>
<li>John Dowland: Can she excuse my wrongs</li>
<li>John Dowland: In darkness let me dwell</li>
<li>Claudio Monteverdi: Quel Sguardo Sdegnosetto</li>
<li>Alessandro Grandi: O quam tu pulchra es</li>
<li>Alessandro Piccinini: Toccata XIII <em>solo theorbo</em></li>
<li>Alessandro Piccinini: Partite Variate Sopra La Folia <em>solo theorbo</em></li>
<li>Giulio Caccini: Amarilli mia bella (published 1602) My fair Amaryllis</li>
<li>Giovanni Kapsberger: Toccata arpeggiata<em> solo theorbo</em></li>
<li>Giovanni Kapsberger: ‘Kapsberger’ <em>solo theorbo</em></li>
<li>Tarquinio Merula: Canzonetta spirituale sopra alla nonna</li>
<li><em>announcement</em></li>
<li>Robert Johnson: Have you seen the bright lily grow?</li>
</ol>
<p><img src="http://vg03.met.vgwort.de/na/e0e68b5be48c49149ce113a48b43f433" width="1" height="1" alt=""></p>
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