Posts Tagged “Claude Debussy”

Complete Roge Debussy Vol. V2005 startete der französische Pianist Pascal Rogé (der Ambassadeur de la musique française) mit seiner Gesamtaufnahme aller Klavierwerke von Claude Debussy (1862-1918). Auf dem nun erschienenen fünften und letzten Volumen der Reihe spielt Rogé gemeinsam mit seiner Frau Ami die Werke für zwei Klaviere und für Klavier zu vier Händen. Das bei Onyx Classics erschienene Album in der Rubrik »Take « beim ostdeutschen Sender mdr Figaro vom Redakteur Michael Kuhlmann vorgestellt worden.
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Brooklyn Rider plays Philip GlassDas New Yorker Ensemble Brooklyn Rider hat gerade eine exzellente Gesamteinspielung der Werke für Streichquartett von Philip Glass (*1938) veröffentlicht (Besprechung im Blog → hier) und hat sich damit als eines der interessantesten US-amerikanischen Kammerensembles für zeitgenössische Musik empfohlen.

Aber Brooklyn Rider können deutlich mehr, als “heimische Musik” interpretieren: Sie haben ein ausgesprochenes Faible (und Talent) für die Musik von Claude Debussy (1862-1918), schreiben ihre eigenen hochinteressanten Werke oder arrangieren persische oder kurdische Volkslieder zu spannenden, effektvollen Streichquartett-Miniaturen.
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Alban Gerhardt - Casals EncorsDer Berliner Cellist Alban Gerhardt verdankt seine ersten musikalischen Impulse dem wohl wichtigsten Cellisten des 20. Jahrhunderts, dem Spanier (genauer, dem Katalanen) Pablo Casals (1876-1973). Wie so viele andere Cellisten (und Musikfreunde!) vor und nach ihm, lernte er Casals über dessen zahlreichen Schallplattenaufnahmen kennen und liebte an ihm »seine Eindringlichkeit, seine Artikulation und seine “interpretierende” Intonation (er spielte die kleine Terz sehr tief, Leittöne sehr hoch usw.)«. Obwohl Gerhardts späterer Lehrer Boris Pergamenschikov ihm »eine modernere und großzügigere Art des Cellospiels« beibrachte, blieb seine Liebe zu Casals’ Stil  ungebrochen.

Vielleicht war es auch diese besondere Hingabe, die ihn dazu veranlasste, aus den fünf Schallplatten Casals mit Zugaben seine 20 liebsten Stücke herauszusuchen und sie auf einer Art Tribute-Album zusammenzufassen. Die Kunst dabei war, Casals nicht zu imitieren (was sicher schwer, vor allem aber sinnlos wäre), sondern als Alban Gerhardt diese Miniaturen, die teilweise der ‘leichten’ Salonmusik zuzuordnen sind, mit der selben Empfindsamkeit und Ernsthaftigkeit zu spielen, mit der es Casals getan hat. Das Ergebnis “Encores – as performed by Pablo Casals” ist nun auf Hyperion Records erschienen.
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J.-E.-Bavouzet · BBCSO, Y. P. Tortelier: Ravel Debussy MassenetDer französische Pianist Jean-Efflam Bavouzet ist einer der fleißigsten Pianisten des abgelaufenen Jahres gewesen: Drei höchst unterschiedliche, sehr gelungene Alben erschienen 2010 bei Chandos mit seiner maßgeblichen Beteiligung: Im März der erste Teil seines langfristigen Aufnahmeprojekts sämtlicher Klaviersonaten von Joseph Haydn (s. Besprechung → hier); im September folgte dann seine Gesamtaufnahme der Klavierkonzerte Béla Bartóks (s. Besprechung → hier) und vor einigen Wochen im November die nun vorliegende SACD mit Werken für Klavier und Orchester von Claude Debussy (1862-1918) und Maurice Ravel (1875-1937), ergänzt durch einige Klavier-Solowerke von Jules Massenet (1842-1912). Mit ihm musiziert das BBC Symphony Orchestra (das moderner ausgerichtete Orchester des britischen Rundfunks) unter der Leitung von Yan Pascal Tortelier: Es war ein Debüt für die beiden Franzosen, die zuvor noch nie miteinander zusammengearbeitet hatten und eine glückliche Fügung des Schicksals bin ich fast versucht zu schreiben (letzten Endes wohl aber eher eine gelungene Idee der Plattenfirma), denn was Bavouzet und Tortelier und der exzellente englische Klangkörper zu Gehör bringen ist wirklich bemerkenswert.
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Claude Debussy

Claude Debussy

Maurice Ravel

Als im Dezember 1893 das Streichquartett von Claude Debussy uraufgeführt wurde, war die Reaktion sehr gespalten: Ein Teil der Kritik zeigte sich begeistert, ein anderer Teil – darunter pikanterweise eine Reihe Komponisten – waren von dem Quartett nicht angetan. Dennoch setzte sich das ungewöhnliche Quartett, das so gar nicht in das Schema der klassischen Streichquartetts im Sinne von Haydn und Beethoven passt, nach und nach durch und inspirierte Maurice Ravel, den anderen Hauptvertreter des Impressionismus (obwohl längst nicht alles von Ravel impressionistisch ist) zu seinem Streichquartett, das 1904 uraufgeführt wurde. Das Streichquartett sollte ein Wendepunkt in der Wahrnehmung von Ravel Komponisten darstellen: Zuvor war er allzu oft als Salon-Komponist abgetan worden, das Streichquartett war der bisherige Höhepunkt seines Schaffens und barg – neben einiger struktureller Ähnlichkeiten zum Quartett seines Freundes Debussy – einen ganz persönlichen Charakter.
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