Posts Tagged “Antonin Dvorak”

Antonin DvorákDer böhmische Komponist Antonín Dvořák (1841-1904) wurde einmal vom US-amerikanischen Musikkritiker Harold C. Schonberg  als »der glücklichste, am wenigsten neurotische der späten Romantiker« beschrieben. Er war glücklich verheiratet, hatte sechs Kinder und schon früh stellten sich erste Erfolge ein, die sich stetig steigerten und 1892 in Dvořáks Engagement als Direktor des National Conservatory of Music in New York gipfelten. Nachdem seine Musik in weiten Teilen der alten Welt populär war, eroberte er mit seiner Musik nun auch Nordamerika wo er sich zu einigen seiner bekanntesten und erfolgreichsten Werke inspirieren ließ: Die Rede ist freilich von der Sinfonie No. 9 in  e-Moll op. 95 Aus der neuen Welt” und vom Streichquartett No. 12, op. 96, das “Amerikanische Quartett” (beide aus dem Jahre 1893.

Vor seiner Zeit in den USA waren seine Werke vor allem in Großbritannien äußerst populär. Nahezu alle bedeutenden Kompositionen der Jahre 1884 – 1891 waren Auftragsarbeiten von britischen Orchestern und Chören. Insgesamt sechsmal bereiste Dvořák in dieser Zeit die Insel und feierte dort große Erfolge.
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RCO, M. Jansons: Antonin Dvorak - RequiemDas Requiem für Solisten, gemischten Chor und Orchester, op. 89 aus dem Jahre 1890 von Antonín Dvořák (1841-1904) gehört zu den ganz großen Werken der sakralen Musik des 19. Jahrhunderts und ist, wie so viele Requiems der Romantik (man denke nur an Johannes Brahms’ Ein deutsches Requiem oder die Messa da Requiem von Giuseppe Verdi) nicht wirklich für die Kirche, sondern für den Konzertsaal konzipiert. In wenigen Tagen erscheint dieses Requiem, gekoppelt mit der Sinfonie No. 8, op. 88 in einer Liveaufnahme des Royal Concertgebouw Orchestra unter Mariss Jansons. Beim “Requiem” ist außerdem der Wiener Singverein zu hören, die Soloparts übernehmen Krassimira Stoyanova (Sopran), Mihoko Fujimura (Alt), Klaus Florian Vogt (Tenor) und Thomas Quasthoff (Bass).
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Der böhmische Komponist Antonín Dvořák (1841-1904) hat einige der beliebtesten Kompositionen für Orchester überhaupt geschrieben, die auch heute immer wieder im Konzertsaal und auf CD zu hören sind: Seine “Slawische Tänze” op. 46 (1878) und op. 72 (1886), das Violinkonzert in a-Moll, op. 53 (1879/80), das Cellokonzert in h-Moll, op. 104 (1895) und vor allem die Symphonie No. 9 in e-Moll, op. 95 (“Aus der neuen Welt”). Auch einige Kammerwerke (vor allem das “amerikanische” Streichquartett, op. 96; das Klavierquintett No. 2, op 81;  das “Dumky”-Trio, op. 90), sein “Stabat Mater” und die späte Oper “Rusalka” erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit; andere Werke, die zu Lebzeiten äußerst erfolgreich waren, etwa die Reihe der Symphonischen Dichtungen nach Karel Jaromir Erben opp. 107-111 sind in den letzten Jahren immer weiter in den Hintergrund getreten, vielleicht weil die sogenannte Programmmusik nicht mehr den allerbesten Ruf genießt, vielleicht weil die fünf symphonischen Dichtungen etwas nachlässig als Füllstoff bei Konzerten und CD-Veröffentlichungen eingesetzt wurden.
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