Posts Tagged “21. Jahrhundert”
Die Gitarre ist eines der wenigen Instrumente, dass in allen Genres der Musik als Solo-Instrument verwendet wird: Sowohl in der Popmusik, als auch im Jazz, im Blues, in den verschiedenen Volksmusiken (und erst recht bei dem, was man unter Folk zusammenfasst) und ebenso in der klassischen Musik. Vielleicht hat diese Omnipräsenz in der Musik dazu beigetragen, dass die Musik für Gitarre auch oft genreübergreifend komponiert wird, dass selbst ‘klassische’ Komponisten bei ihren Werken für Gitarre auch Einflüsse aus anderen Bereichen der Musik aufgenommen haben: Gitarrenmusik ist immer in erster Linie Musik für Gitarren, ganz gleich unter welchem ‘Etikett’ dann diese gehandelt wird. Für die Connaisseurs dieser Musik ist das nebensächlich. So hat der Flamenco-Gitarrist Paco De Lucía 1978 eigens Noten gelernt, um Kammermusik von Manuel De Falla (1876-1946) aufnehmen zu können, 1991 folgte dann sogar das berühmteste Gitarrenkonzert überhaupt, das Concierto de Aranjuez von Joaquín Rodrigo (1901-1999); der britische Jazz-Gitarrist John McLaughlin wiederum komponierte 1988 sein ‘klassisches’ Mediterranean Concerto für Gitarre und Orchestra.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 18. Jahrhundert, 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Andy Scott, Astor Piazzolla, Bireli Lagrene, Catriona McCay, Eduardo Martin, Egberto Gismonti, Gitarre, Kammermusik, Luigi Boccherini, Quadriga Consort, Tänze
Keine Kommentare »
Cristóbal Halffter (*1930) gehört zu den international profiliertesten und wichtigsten Komponisten Spaniens des 20. Jahrhunderts und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Hierzulande ist Halffter, wenn überhaupt, eher für seine Opern bekannt: 2006 wurde in Kiel seine erste Oper “Don Quijote” unter wohlwollender Beachtung der nationalen Presse aufgeführt; 2009 wurde an gleicher Stelle seine zweite Oper “Lázaro” sogar uraufgeführt. Seine Kammermusik, speziell seine kantigen, schwer zugänglichen Streichquartette, bleiben sowohl in seiner Heimat, als auch im Ausland weitgehend unbeachtet.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Cristobal Halffter, Kammermusik, Moderne, Neue Musik
Keine Kommentare »
Der gebürtige Münchener Jörg Widmann ist von Beginn seiner Karriere gleichzeitig als Komponist, Klarinettist und Dirigent tätig und gehört sowohl als Komponist, als auch als Klarinettist und Dirigent zu den derzeit erfolgreichsten Künstlern im Bereich Neue Musik. Seine neue CD für Neos “Works for Ensemble” vereint mehrere Werke, die er zwischen 1997 und 2004 für verschieden besetzte Ensembles, teilweise mit Gesang, komponiert hat. Zwei der drei Werke (“Sieben Abgesänge” und “Oktett”) liegen auf diesem Album als Weltersteinspielung vor. Interpretiert wird die Musik von Widmann selbst (als Dirigent und/oder als Klarinettist), der Sopranistin Olga Pasichnyk (bei den “Sieben Abgesängen”) und (bei allen Werken) dem Collegium Novum Zürich, dem wichtigsten Schweizer Ensemble für Neue Musik. Das Album wurde vom Schweizer Rundfunk DRS mitproduziert, der sich für die guten Aufnahmen verantwortlich zeigt.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Jörg Widmann, Kammermusik, Moderne, Neue Musik
Keine Kommentare »
Viele haben schon einmal Musik von Geoffrey Burgon (*1941) gehört, ohne den Namen jemals bewusst wahrgenommen zu haben: Er hat (neben vielen anderen Kompositionen für Film und Fernsehen) die Musik zum Monty-Python-Klassiker “Das Leben des Brian” (1979, im Original ‘Monty Python’s Life of Brian’) geschrieben, genauer gesagt schrieb er jene Sequenzen der Filmmusik, die nicht aus der Feder von Eric Idle stammten, der hauptsächlich durch das Lied “Always Look On The Bright Side Of Life” in der Schlusssequenz des Filmes in Erscheinung tritt. Die eigentliche Filmmusik, also die musikalische Begleitung der Dramaturgie stammt von Burgon.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Cello, Geoffrey Burgon, Konzert, Lied, Viola
Keine Kommentare »
Wer wie Gordon Getty, Sohn des legendären Öl-Tycoons Jean Paul Getty, zu den reichsten Menschen der USA gehört, der mag (so die Vorstellung jener, die wie ich nicht dazu gehören) ein leichtes Leben haben, in dem nur jeder erdenkliche Wunsch erfüllbar scheint. Als Komponist jedoch kann der Name (und das Geld) eine Bürde sein: Der Verdacht, man würde sich Aufmerksamkeit aus reinem Geltungsbedürfnis erkaufen, steht sofort (wenn auch meistens unausgesprochen) im Raum. Beispiele für solch einen Generalverdacht mag es reichlich geben, wenn man bedenkt, wie viele Millionäre (und Millionärsgattinnen!) sich singend, tanzend und schauspielend blamiert haben: Man erinnere sich nur an die legendäre Florence Foster-Jenkins, der schlechtesten Sängerin aller Zeiten. Um es gleich vorweg zu nehmen: Gordon Getty ist keiner dieser sich selbst überschätzenden Millionäre, er hat sein Handwerk von Grund auf gelernt, seine Aufnahmen und Aufführungen sind nicht teuer erkauft, sondern wohl verdienter Lohn eines Komponisten.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Gordon Getty, Neoklassizismus, sinfonische Musik, Spätromantik
Keine Kommentare »
Minas Borboudakis ist hierzulande noch nicht allzu bekannt, gilt aber unter Kennern der Neuen-Musik-Szene als vielversprechender Komponist. Die jetzt erschienene Sammlung “Photonic Constuctions” mit Orchester- und Kammermusik-Werken des 1974 geborenen griechischen Komponisten, der seit einigen Jahren in München wohnt (vielleicht ist er deswegen auch vor allem im süddeutschen Raum bekannt), könnte ein wichtiger Schritt sein, das Werk des 35-jährigen bekannter zu machen.
Aufnahmen des Hessischen Rundfunks, des Bayrischen Rundfunks und der staatlichen italienischen Medienanstalt RAI, sowie Aufnahmen aus dem Orff Zentrum München (einem staatlichen Institut zur Erforschung und Verwaltung der Musik Carl Orffs mit einer eigenen Konzertreihe) von verschiedenen Klangkörpers (darunter das renommierte Ensemble Modern aus Frankfurt) machen aus dem Album einen guten, spannungsreichen Überblick über die Musik Borboudakis.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 21. Jahrhundert, Kammermusik, Moderne, Orchesterwerke
Keine Kommentare »
 sonic.art Saxophonquartett - Quelle: sonicartquartett.de
sonic.art Quartett, so lautet der interpunktuell originelle Name eines blutjungen Berliner Kammermusikensembles, genauer gesagt eines Saxophonquartetts, bestehend aus (von links nach rechts auf dem Foto) Martin Posegga (Tenorsaxophon), Ruth Velten (Sopransaxophon), Annegret Schmiedl (Baritonsaxophon) und Alexander Doroshkevich (Altsaxophon). Das Besondere am sonic.art Quartett ist, dass es mit Vorliebe Originalliteratur für Saxophonquartett spielt und nur in Ausnahmefällen auf Bearbeitungen zurückgreift. Das hehre Ziel der vier Musiker und Musikerinnen ist es, das Saxophonquartett generell besser im Bewusstsein der Klassikhörer zu verankern. Freilich: Historisches Material für Saxophonquartett kann es schon wegen des ‘jugendlichen’ Alters des Saxophon nicht geben (das erste Saxophon wurde ja von Adolphe Sax 1842 gebaut); den vier Berlinern bleibt also nur der direkte Kontakt zu zeitgenössischen Komponisten. Auf ihrer bemerkenswerten Debütveröffentlichung spielen die vier dann auch folgerichtig ausschließlich Musik der Moderne und mit einer Ausnahme Originalkompositionen für Saxophonquartett.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 20. Jahrhundert, 21. Jahrhundert, Kammermusik, Moderne, Saxophon
Keine Kommentare »
 G. Connesson - Cosmic Trilogy
Musik ist stets, im Guten wie im weniger Guten, ein Spiegel der Zeit, sie reflektiert die Interessen, die Moden, die Neigungen, die Entwicklungen ihrer Zeit. So ist es nicht verwunderlich, dass Guillaume Connesson (*1970) seine Musik als »ein komplexes Mosaik der modernen Welt« definiert: Popmusik und World Music,Filmmusik, Einflüsse der Minimal Music, des Impressionismus, Jean-Louis Florentz und Henri Dutilleux und nicht zuletzt die beschwörende Kraft der Musik von Krzysztof Penderecki, Connessons Musik ist ein postmodernes Konglomerat an persönlichen Vorlieben und allgegenwärtigen Einflüssen der Gegenwartskultur. Seine Musik klingt hochaktuell und steht dennoch in der Tradition der Musik des 20. Jahrhunderts.
Den Rest des Eintrages lesen »
Schlagwörter: 21. Jahrhundert, Guillaume Connesson, Moderne
Keine Kommentare »
|