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	<title>blog.codaex.de &#187; Rezension</title>
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	<description>Neuigkeiten, Besprechungen, Tipps und Termine</description>
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		<title>Jens-Uwe Popp: Oremus (Werke von Francisco Tárrega · Antonio Lauro · Agustin Barrios-Mangoré · Miguel Llobet)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 15:30:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn ich ehrlich bin, dann wundert es mich immer wieder, dass viele Gitarrenmusik-CDs in den Klassik-Abteilungen der großen Plattenläden so ein Nischen-Dasein fristen. Die akustische Gitarrenmusik hat Schnittmengen mit (quasi) allen Bereichen der Musik: Folk, Klassik, Jazz, Pop. Wenn man Musik auf sechs Saiten reduziert, scheint es nebensächlich zu sein, ob man das Werk der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/02/Klassische-Gitarre-cc-Martin-Möller-Ausschnitt.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9476]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9481" title="Klassische Gitarre - (cc-by-sa 2.0) Martin Möller (Ausschnitt)" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/02/Klassische-Gitarre-cc-Martin-Möller-Ausschnitt-73x150.jpg" alt="Klassische Gitarre - (cc-by-sa 2.0) Martin Möller (Ausschnitt)" width="73" height="150" /></a>Wenn ich ehrlich bin, dann wundert es mich immer wieder, dass viele Gitarrenmusik-CDs in den Klassik-Abteilungen der großen Plattenläden so ein Nischen-Dasein fristen. Die akustische Gitarrenmusik hat Schnittmengen mit (quasi) allen Bereichen der Musik: Folk, Klassik, Jazz, Pop. Wenn man Musik auf sechs Saiten reduziert, scheint es nebensächlich zu sein, ob man das Werk der einen oder anderen Musikwelt zuspricht. Gitarristen sind in erster Linie <em>Gitarristen</em> und definieren sich nicht über ein einziges, abgrenztes Genre. So gibt es sehr gelungene &#8216;klassische-Musik&#8217;-CDs von Rock-Gitarristen, beispielsweise von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Steve_Hackett" title="Steve Hackett auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Steve_Hackett?referer=');">Steve Hackett</a> (Ex-Genesis) und von Jazz-Größen wie <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_McLaughlin_%28Musiker%29" title="John McLaughlin auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/John_McLaughlin_28Musiker_29?referer=');">John McLaughlin</a>, der zum Beispiel ein sehr gelungenes &#8216;klassisches&#8217; Gitarrenkonzert komponiert hat. Der Flamenco-Gitarrist <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paco_de_Luc%C3%ADa" title="Paco De Lucía auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Paco_de_Luc_C3_ADa?referer=');">Paco De Lucía</a> hat eigens für sein Album <em>Paco De Lucia plays Manuel De Falla</em> (1978) Noten lesen gelernt und auf der anderen Seite hat der australisch-britische &#8216;klassische Gitarrist&#8217; John Williams in seiner Karriere immer wieder mit Jazz und Rock experimentiert – so gründete er unter anderem Mitte der 1970er Jahre die Progressive-Rock-Band Sky. Kurzum: Die Gitarre vermag viele Hörer (und Musiker) ganz unterschiedlicher Genres anzusprechen.<br />
<span id="more-9476"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Jens-Uwe-Popp-Oremus.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9476]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9348" title="Jens-Uwe Popp: Oremus" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Jens-Uwe-Popp-Oremus-150x133.jpg" alt="Jens-Uwe Popp: Oremus" width="150" height="133" /></a>Auch der Hamburger Gitarrist <a href="http://www.jensuwepopp.de/" title="Jens-Uwe Popp - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jensuwepopp.de/?referer=');">Jens-Uwe Popp</a> experimentiert bei seinen zahlreichen Projekten mit den unterschiedlichsten Genres: Weltmusik, Klezmer, Kammermusik: Für sein nun bei <a href="http://vkjk.de/index-de.html" title="Verlagsgruppe Kamprad: Querstand - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/vkjk.de/index-de.html?referer=');">Querstand</a> erschienenes Solo-Debüt <em>Oremus</em> hat er Werke von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Francisco_T%C3%A1rrega" title="Francisco Tárrega auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Francisco_T_C3_A1rrega?referer=');">Francisco Tárrega</a> (1852-1909), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Lauro" title="Antonio Lauro auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Antonio_Lauro?referer=');">Antonio Lauro</a> (1917-1986), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Agust%C3%ADn_Barrios_Mangor%C3%A9" title="Agustin Barrios Mangoré auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Agust_C3_ADn_Barrios_Mangor_C3_A9?referer=');">Agustin Barrios-Mangoré</a> (1885-1944) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Llobet" title="Miguel Llobet auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Miguel_Llobet?referer=');">Miguel Llobet</a> (1878-1938) zusammengestellt.</p>
<p>Es ist in jeder Hinsicht ein äußerst überraschendes und erfreuliches Album geworden: Zum einen überzeugt Popp durch blitzsauberes Spiel: Seine exzellente Anschlag- und Grifftechnik zeichnen ihn als einen der besten deutschen Gitarristen aus. Gleichzeitig bleibt sein Spiel angenehm bescheiden und vermeidet jede virtuose Protzerei. Zum anderen überrascht das Album durch die <em>Auswahl</em> Stücke: Für sein Debütalbum hat Popp Kompositionen ausgesucht, die bestenfalls zum erweiterten Standard-Repertoire der klassischen Gitarre zählen. Gitarren-&#8217;Gassenhauer&#8217; sucht man auf <em>Oremus</em> vergeblich. Stattdessen ist es dem Gitarristen gelungen, die dreizehn ausgewählten Stücke zu einem sinnvollen Ganzen zu verbinden, fast so, als ob sie in dieser Reihenfolge für dieses Album komponiert worden wären. Hier greift ein Stück in das nächste; auf dem Album findet sich nichts Unpassendes oder Überflüssiges (deswegen wohl auch die sehr kurze Spielzeit der CD mit 38 Minuten), weder in der Auswahl, noch in der Interpretation.<em> Oremus</em>, Latein für »Lasst uns beten«, ist dabei nicht nur der Titel eines der hier eingespielten Stücke, sondern auch so etwas wie das Motto des Albums, weniger im religiösen Sinne, wohl aber in der meditativen Konzentration auf <em>eine</em> Botschaft, die sich nicht in Worte fassen lässt, getreu der Widmung, die Popp nach einem Aphorismus von E.T.A. Hoffmann gewählt hat:</p>
<blockquote><p>Wo die Sprache aufhört, fängt die Musik an.</p></blockquote>
<p><em>Oremus</em> ist das beste Gitarrenmusik-Album geworden, das ich seit langer Zeit gehört habe.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="51" height="51" />Ein Gesamtkunstwerk, zusammengefügt aus 13 Einzelteilen. Jens-Uwe Popps Debüt katapultiert ihn umgehend in die erste Liga der deutschen Gitarristen. Ein wundervolles Album, meisterlich gespielt und bemerkenswert gut aufgenommen. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im Januar 2012.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_9476_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Oremus</strong> von<strong> Jens-Uwe Popp</strong> ist am 20. Januar 2012 beim Label Querstand (VKJK 1127) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0060Z4UOG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0060Z4UOG" title="Jens-Uwe Popp - Oremus bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0060Z4UOG/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0060Z4UOG&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Jens-Uwe-Popp-Oremus/hnum/1698488?iampartner=n31" title="Jens-Uwe Popp - Oremus bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Jens-Uwe-Popp-Oremus/hnum/1698488?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Francisco Tárrega &#8211; Endecha</li>
<li>Antonio Lauro &#8211; Vals Venezolano No. 2 &#8220;Adreina&#8221;</li>
<li>Antonio Lauro &#8211; Vals Venezolano No. 3 &#8220;Criollo&#8221;</li>
<li>Agustin Barrios-Mangoré &#8211; Choro de Saudade</li>
<li>Agustin Barrios-Mangoré &#8211; La Catedral &#8211; Preludio</li>
<li>Agustin Barrios-Mangoré &#8211; La Catedral &#8211; Religioso</li>
<li>Agustin Barrios-Mangoré &#8211; La Catedral -Allegro Solemne</li>
<li>Agustin Barrios-Mangoré &#8211; Barcarola</li>
<li>Antonio Lauro &#8211; Registro</li>
<li>Francisco Tárrega &#8211; Oremus</li>
<li>Agustin Barrios-Mangoré &#8211; Valse, op. 8 No. 4</li>
<li>Francisco Tárrega &#8211; Marieta</li>
<li>Anon., arr. Miguel Llobet &#8211; El Testament d&#8217;Amelia</li>
</ol>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/ccddd0b8f6a442dab62fcdf4e5d6794d" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Music Theatre Wales, Michael Rafferty: Philip Glass &#8211; In The Penal Colony</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2012/01/music-theatre-wales-michael-rafferty-philip-glass-in-the-penal-colony/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:00:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Minimal Music]]></category>
		<category><![CDATA[Oper]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Glass]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt etwas ungemein Internationales an der Musik des US-amerikanische Komponisten Philip Glass (*1937). Kaum ein anderer lebender zeitgenössischer Komponist kann auf ein so großes, geradezu weltweites Netz von Bewunderern und Förderern, von Musikern und Hörern blicken, wie der in Maryland geborene, seit Jahren in New York fest verwurzelte Glass. Die Werke des Musikers und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt etwas ungemein Internationales an der Musik des US-amerikanische Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Philip_Glass" title="Philip Glass auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Philip_Glass?referer=');">Philip Glass</a> (*1937). Kaum ein anderer lebender zeitgenössischer Komponist kann auf ein so großes, geradezu weltweites Netz von Bewunderern und Förderern, von Musikern und Hörern blicken, wie der in Maryland geborene, seit Jahren in New York fest verwurzelte Glass. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Philip-Glass-Florenz-1983.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9419]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9425" title="Philip Glass (Florenz 1993) - Bild: (cc-by-sa 2.0)  Pasquale Salerno" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Philip-Glass-Florenz-1983-93x150.jpg" alt="Philip Glass (Florenz 1993) - Bild: (cc-by-sa 2.0)  Pasquale Salerno" width="93" height="150" /></a>Die Werke des Musikers und Komponisten werden überall auf der Welt (ur-)aufgeführt und selbst seine Opern feiern beileibe nicht nur in seiner Heimat große Erfolge. Ob Finnland, die Niederlande, Deutschland Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, England, Portugal oder, wie im Fall der neuen Veröffentlichung <em>In The Penal Colony</em> des Glass-eigenen Label <a href="http://www.orangemountainmusic.com/index.html" title="OMM - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.orangemountainmusic.com/index.html?referer=');">Orange Mountain Music</a>, Wales: Die Musik von Philip Glass scheint überall heimisch zu sein, scheint überall verstanden zu werden. Dieses Finden einer universell verständlichen musikalischen Sprache ist sicher eines der Geheimnisse, die Glass zu einem der wichtigsten und kommerziell erfolgreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts machen.<br />
<span id="more-9419"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Franz-Kafka.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9419]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9426" title="Franz Kafka (1923)" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Franz-Kafka-113x150.jpg" alt="Franz Kafka (1923)" width="113" height="150" /></a>Der deutschsprachige Autor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kafka" title="Franz Kafka auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Franz_Kafka?referer=');">Franz Kafka </a>(1883-1924) gehört, wenn auch auf ganz andere Art und Weise ebenfalls zu den Künstlern des 20. Jahrhunderts, die offenbar weltweit große Bedeutung erlangt haben. Auch fast 100 Jahre nach seinem Tod scheinen seine introspektiven Werke nach wie vor aktuell, offenbaren sie doch offensichtlich die elementarsten, dem Menschen ureigensten Alpträume und Beklemmungen, ganz gleich aus welchem kulturellen Umfeld sie stammen.</p>
<p>Was kommt aber heraus, wenn man eine der verstörendsten Erzählungen Kafkas, nämlich <em><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/In_der_Strafkolonie" title="F. Kafka: In der Strafkolonie auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/In_der_Strafkolonie?referer=');">In der Strafkolonie</a></em> mit der hypnotischen, bisweilen durchaus sehr bedrohlich klingenden <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Minimal_Music" title="Minimal Music auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Minimal_Music?referer=');">Minimal Music</a> von Glass zusammenbringt?</p>
<p>Die vorliegende 2010 entstanden Aufnahme des Ensembles <a href="http://www.musictheatrewales.org.uk/" title="Music Theatre Wales - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.musictheatrewales.org.uk/?referer=');">Music Theatre Wales</a> unter der Leitung von Michael Rafferty mit dem Tenor Michael Bennett in der Rolle des Reisenden und der Bariton <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Omar_Ebrahim" title="Omar Ebrahim auf en.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Omar_Ebrahim?referer=');">Omar Ebrahim</a> als Offizier muss in vielerlei Hinsicht als herausragend bewertet werden. Die beklemmende Atmosphäre der literarischen Vorlage (und des von Rudolph Wurlitzer verfassten Librettos) werden klar verständlich vorgetragen; die bald rätselhafte, bald entsetzliche, bald klaustrophobische, bald bedrohliche Musik wird vom Waliser Musiktheater-Quintett präzise umgesetzt und trägt in nicht unerheblichem Maße zum wachsenden Horror bei; das ohnehin aktionsarme, reduzierte Bühnengeschehen wird durch einige wenige akustische Effekte verdeutlicht, der Rest wird der Phantasie überlassen: Mehr braucht es nicht, um den Spannungsbogen des knapp 80-minütigen Werkes umzusetzen. Ich wäre fast versucht vom <em>Musiktheater als musikalisches Hörbuch</em> zu schreiben, wenn ich damit nicht Glass&#8217; exzellente Komposition zu weit in den Hintergund stellen würde.</p>
<p>Erfreulicherweise kommt die CD in einem ansprechend gestalteten Digipak (mit zusätzlichem Pappschuber) und einem schön gestalteten Booklet, das neben dem kompletten Libretto ebenso viele Bilder der 2010er-Aufführung von <em>In The Penal Colony</em> und eine aufschlussreiche Zusammenfassung und Analyse des Werkes, allerdings nur auf Englisch, beinhaltet. Akustisch, optisch und inhaltlich ein echtes Highlight im OMM-Katalog.</p>
<p>Tipp: Ein ausführliches Interview mit Philip Glass wurde anlässlich der Aufführungen in Großbritannien im Daily Telegraph veröffentlicht und kann → <a href="http://www.telegraph.co.uk/culture/music/opera/7998330/Philip-Glass-Im-drawn-to-Kafkas-darkness.html" title="Philip Glass: I'm drawn to Kafka's darkness" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.telegraph.co.uk/culture/music/opera/7998330/Philip-Glass-Im-drawn-to-Kafkas-darkness.html?referer=');">hier</a> nachgelesen werden.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Musik, Text, Ausführung, Verpackung, Gestaltung: Ein echtes Highlight des späten Glass-Œuvres in einer angemessenen Aufmachung. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im Januar 2012.<br style="clear:both;"></p>
<div id="gdsr_mureview_block_9419_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Philip Glass &#8211; In The Penal Colony</strong> des <strong>Music Theatre Wales</strong> unter der Leitung von <strong>Michael Rafferty</strong> ist am 20. Januar 2012 auf Orange Mountain Music (OMM 0078) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0067OOY6E/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0067OOY6E" title="Music Theatre Wales, Micahel Rafferty: Philip Glass - In The Penal Colony bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0067OOY6E/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0067OOY6E&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Philip-Glass-geb-1937-In-the-Penal-Colony/hnum/4917317?iampartner=n31" title="Music Theatre Wales, Micahel Rafferty: Philip Glass - In The Penal Colony bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Philip-Glass-geb-1937-In-the-Penal-Colony/hnum/4917317?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.<br />
<img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/9ba180cb01734bdc8f03fcc4aeed5d1f" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>Collegium Marianum, Jana Semerádová: Jan Dismas Zelenka &#8211; Sepolcri</title>
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		<comments>http://blog.codaex.de/2012/01/collegium-marianum-jana-semeradova-jan-dismas-zelenka-sepolcri/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 09:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[18. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Barock]]></category>
		<category><![CDATA[Jan Dismas Zelenka]]></category>
		<category><![CDATA[Originalinstrumente]]></category>
		<category><![CDATA[sakrale Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Mitteleuropa zu Zeiten des Barocks ein Zentrum für Musik, speziell für sakrale Musik war, ist wohl kein Geheimnis mehr. Dass unser Blick heute dabei stark auf Johann Sebastian Bach (1685-1750) fokussiert ist, mag viele gute und berechtigte Gründe haben, dass wir dabei aber oft andere originelle und hörenswerte Komponisten allzu leichtfertig übergehen ist ebenso [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dass Mitteleuropa zu Zeiten des Barocks ein Zentrum für Musik, speziell für sakrale Musik war, ist wohl kein Geheimnis mehr. Dass unser Blick heute dabei stark auf <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach" title="Johann Sebastian Bach auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Johann_Sebastian_Bach?referer=');">Johann Sebastian Bach</a> (1685-1750) fokussiert ist, mag viele gute und berechtigte Gründe haben, dass wir dabei aber oft andere originelle und hörenswerte Komponisten allzu leichtfertig übergehen ist ebenso unbestritten. Ein gutes Beispiel für solch einen immer noch unterschätzten Komponisten ist der aus Böhmen stammende, lange Zeit in Dresden wirkende <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Dismas_Zelenka" title="Jan Dismas Zelenka auf de.wikipedia.org" rel="nofollow" target="_blank" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Jan_Dismas_Zelenka?referer=');">Jan Dismas Zelenka</a> (1679-1745). Dieser komponierte, laut <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jan_Dismas_Zelenka#Werk" title="Jan Dismas Zelenka: Werk auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Jan_Dismas_Zelenka_Werk?referer=');">Wikipedia</a>, »<em>höchst originelle und unkonventionelle Orchester- und Vokalwerke</em>«, die auch außerhalb seiner Heimat denselben hohen Stellenwert genießen sollten, die ihnen gebühren.<br />
<span id="more-9403"></span><br />
<a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Collegium-Marianum-Jan-Dismas-Zelenka-Sepolcri.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9403]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9408" title="Collegium Marianum, Jana Semerádová: Jan Dismas Zelenka - Sepolcri" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Collegium-Marianum-Jan-Dismas-Zelenka-Sepolcri-150x150.jpg" alt="Collegium Marianum, Jana Semerádová: Jan Dismas Zelenka - Sepolcri" width="150" height="150" /></a>Die erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts eingesetzte Renaissance seines Œuvres hat eine Fülle erstaunlicher Werke seiner Dresdner Zeit zu Tage gebracht, doch auch sein Frühwerk seiner Prager Zeit oder der ersten Dresdner Jahre – Zelenka lebte und arbeitete seit 1710 (mit einer längeren Unterbrechung von 1716-1719, wo er in Wien bei <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Joseph_Fux" title="Johann Joseph Fux auf de,wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Johann_Joseph_Fux?referer=');">Johann Joseph Fux</a> studierte) am sächsischen Hof in Dresden – birgt einige hochkarätige Momente, die schon vieles beinhalten, was Zelenka in späteren Jahren perfektionieren sollte.</p>
<p title="Osternacht auf de.wikipedia.org">Die auf der neuen CD <em></em>des Prager <a href="http://www.collegiummarianum.cz/en/" title="Collegium Marianum - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.collegiummarianum.cz/en/?referer=');">Collegium Marianum</a>, eines der renommiertesten Alte-Musik-Ensembles der Tschechischen Republik, unter dem Titel <em>Sepolcri</em> (Ital., von Lat. <em>Sepulcrum Sacrum</em>, wörtlich <em>heiliges Grab</em>, allgemeine Bezeichnung der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Osternacht" title="Osternacht auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Osternacht?referer=');">Osternachtfeier</a> im liturgischen Jahr) zusammengetragenen drei Osternacht-Kantaten <em>Immisit Dominus pestilentiam</em> (Prag 1709), <em>Attendite et videte</em> (Dresden 1712) und <em>Deus est fortissime</em> (Wien 1716) gehören zu den frühesten im Autograph erhaltenen Zelenka-Werke. Ihnen gemein ist Zelenkas typische Kühnheit des Nonkonformisten, bisweilen aber auch eine aus Unerfahrenheit resultierende Unausgewogenheit, die er später gänzlich ablegen sollte. Gleichzeitig enthalten die Kantaten einige der schönsten Momente in Zelenkas Schaffen überhaupt, etwa die Arie <em>Orate pro me lacrimae</em> in <em>Immisit Dominus pestilentiam</em> oder die überaus gelungene Stimmenführung im Schlussteil von <em>Deus est fortissime</em>.</p>
<p>Sowohl die fachkundig von Jana Semerádová geleiteten Musiker und Musikerinnen des <a href="http://www.collegiummarianum.cz/en/" title="Collegium Marianum - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.collegiummarianum.cz/en/?referer=');">Collegium Marianum</a> (an Originalinstrumten), als auch die Chor- und Solo-Sänger (herausragend die Sopranistin <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hana_Bla%C5%BE%C3%ADkov%C3%A1" title="Hana Blažíková auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Hana_Bla_C5_BE_C3_ADkov_C3_A1?referer=');">Hana Blažíková</a>) erweisen sich als bestmögliche Botschafter dieser Weltersteinspielungen. Ebenso bemerkenswert ist Semerádovás warmer und reiner Klang an der Querflöte, der in diesen Werken immer wieder gut zur Geltung kommt.</p>
<p>Das Booklet mit lesenswerten Anmerkungen zu Zelenkas nur teilweise bekannter Vita und zu den hier vorgestellten Kantaten in vier Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch und Tschechisch), sämtlichen Libretti und Künstlerbiografien (immerhin zweisprachig, Englisch und Tschechisch) ist vorbildlich. Der Klang der CD ist transparent: Die einzelnen Stimmen und Instrumente sind klar vernehmbar und bleiben auch in den Tutti-Passagen bemerkenswert deutlich dank einer angenehmen Klangarchitektur in Sankt Maria unter der Kette in Prag, in der das Album aufgenommen wurde.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Eine hochinteressante CD mit drei Weltersteinspielungen eines der interessantesten  (Kirchen-) Komponisten des Barocks in Mitteleuropa, vorbildlich von den Musikern und Technikern umgesetzt. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im Januar 2012.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_9403_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Jan Dismas Zelenka &#8211; Sepolcri</strong> des<strong> Collegium Marianum</strong> unter der Leitung von <strong>Jana Semerádová</strong> ist am 20. Januar 2012 auf Supraphon (SU 4068) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005Z4D2VU/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B005Z4D2VU" title="Collegium Marianum, Jana Semerádová: Jan Dismas Zelenka - Sepolcri bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B005Z4D2VU/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B005Z4D2VU&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Jan-Dismas-Zelenka-1679-1745-Kantaten-Sepolcri/hnum/1668270?iampartner=n31" title="Collegium Marianum, Jana Semerádová: Jan Dismas Zelenka - Sepolcri bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Jan-Dismas-Zelenka-1679-1745-Kantaten-Sepolcri/hnum/1668270?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Immisit Dominus pestilentiam, ZWV 58 (1709)</li>
<li>Attendite et videte, ZWV 59 (1712)</li>
<li>Deus est fortissime, ZWV 60 (1716)</li>
</ol>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/979fe534b21b4117b8053903b04003ba" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>La Gioconda: Johann Joseph Fux &#8211; Triopartiten</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2012/01/la-gioconda-johann-joseph-fux-triopartiten/</link>
		<comments>http://blog.codaex.de/2012/01/la-gioconda-johann-joseph-fux-triopartiten/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 11:37:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils-Christian Engel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[18. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Barock]]></category>
		<category><![CDATA[Gast-Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[historische Aufführungspraxis]]></category>
		<category><![CDATA[Johann Joseph Fux]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>

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		<description><![CDATA[War da was? Ja – ein Fux-Jahr! Wann? 2010, und eigentlich war 2011 noch eines. Warum aber? Und wer war gleich nochmal dieser Fux? Nun, im Dezember erst habe ich an dieser Stelle beklagt, dass die Geschichte ungerecht ist und manch einem übel mitspielt, der besseres verdient hätte – und wenn es nur etwas mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/fux-triopartiten.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9360]"><img class="alignright  wp-image-9361" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/fux-triopartiten-150x135.jpg" alt="La Gioconda: Johann Joseph Fux - Triopartiten" width="150" height="135" /></a>War da was? Ja – ein Fux-Jahr! Wann? 2010, und eigentlich war 2011 noch eines. Warum aber? Und wer war gleich nochmal dieser Fux? Nun, im Dezember erst habe ich <a href="http://blog.codaex.de/2011/12/tempesta-di-mare-johann-friedrich-fasch-orchestral-works-volume-2/" class="liinternal">an dieser Stelle</a> beklagt, dass die Geschichte ungerecht ist und manch einem übel mitspielt, der besseres verdient hätte – und wenn es nur etwas mehr Ruhm ist. Die Rede war von Johann Friedrich Fasch, Hofkapellmeister in Zerbst, einem wirklich sehr interessanten Komponisten der Bach-Zeit. Sein Zeitgenosse und – wenn man so will: Kollege – <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Joseph_Fux" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Johann_Joseph_Fux?referer=');">Johann Joseph Fux</a> (ca. 1660-1741) wird sich selbst nicht gerade als besonders bemitleidenswert empfunden haben; wenigstens, nachdem der steirische Bauernsohn die Mühen seines imposanten Aufstiegs bewältigt hatte. Als Kapellmeister am Wiener Kaiserhof gehörte er ab 1715 schon qua Amt zu den führenden Musikerpersönlichkeiten seiner Zeit, dem die größte Hofkapelle Europas zur Verfügung stand: ein musikalisches Potential, das allein wegen der mit ihm verbundenen straffen Dienstverpflichtungen nicht ungenutzt bleiben konnte. So entstand ein Œuvre, das nicht nur seinem Umfang nach enorm ist, trotzdem aber atemberaubend schnell in Vergessenheit geriet – so dass es schon eines Fux-Doppeljahres bedarf, um einige Schätze, die die Forschung gehoben hat, auch dem öffentlichen Ohr wieder näher zu bringen.</p>
<p>Dies gelingt, es sei gleich verraten, dem österreichischen Ensemble <a href="http://www.lagioconda.at" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.lagioconda.at?referer=');">La Gioconda</a> auf dieser im Dezember 2011 bei <a href="http://querstand.de" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/querstand.de?referer=');">Querstand</a> erschienenen CD mit fünf Triopartiten von J. J. Fux ganz ausgezeichnet. Die vier Musikerinnen meiden die Versuchungen von übertriebener Schmissigkeit und Glamour, die sich an nicht wenigen Stellen anbieten, um lieber eine zarte, hochtransparente und dabei hervorragend durchdachte Interpretation höfischer Musik aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu liefern – ein mutiger, ein guter Schachzug!<br />
<span id="more-9360"></span><br />
Und ein Zugang, der auch deshalb so gut zu dieser Literatur passt, da er den intimen, aber höchst anspruchsvollen Rahmen trifft, für den Fux seine Triopartiten geschrieben hat: als exklusive Unterhaltung für den Wiener Hof, Kammer-Musik im wörtlichsten Sinne, die glanzvoll, geistreich und vollendet zu sein hatte, dabei aber nie zu schwer oder ambitioniert werden durfte. So stellen die Triopartiten einen Fux vor, der wahrscheinlich am allermeisten in Vergessenheit geraten ist – einen gewieften und einfallsreichen Musiker, der mit allen kompositorischen Wassern gewaschen war und ein ganz famoses Hörvergnügen zuzubereiten wusste. Wie kam so jemand nur zu seinem knöchernen „Ruhm“ in der Nachwelt, die in ihm nur noch den bedeutenden, aber vertrockneten Theoretiker zu sehen gewillt war? Wahrscheinlich lag es nicht zuletzt an seinem wirkmächtigen Kontrapunkt-Lehrbuch „Gradus ad Parnassum“, das den Blick auf einen so produktiven und vielseitigen, für Kirche, Theater und höfische Zwecke schreibenden Künstler verstellte.</p>
<p>Die Triopartiten dürfen dabei, wie die lesenswerte Einführung von Guido Erdmann im Booklet der (nebenbei bemerkt: sehr hübsch gestalteten und eingehüllten) CD hervorhebt, als eine Königsdisziplin barocker Musik gelten. Sie wurde besonders geschätzt, und Johann Joseph Fux war als ihr unvergleichlicher Meister anerkannt. So weiß man auch heute tatsächlich nicht, worüber man mehr staunen darf: über die Versiertheit und atemberaubende Perfektion der Komposition, die virtuos italienische und französische Formen zu einem unverkennbaren Stil verwebt – oder über den sensiblen melodischen Einfallsreichtum, mit dem diese Musik einen bewegenden, mustergültig barocken emotionalen Reichtum entfaltet; das Schlichte und Gesangliche dabei nicht scheuend, ohne je trivial zu werden.</p>
<p>So stellen diese Triopartiten auch, und das sei ausdrücklich empfohlen, einen enorm attraktiven Fundus für Musiker, die ein entsprechendes Ensemble zu bilden in der Lage sind. Ich gebe zu, dass mir lange keine CD so in die Finger gefahren ist wie diese, um dort einen erheblichen Juckreiz zu entfalten &#8230; es kann, geehrte Verlage, kein schlechtes Geschäft sein, diese Literatur editorisch wieder mehr zu berücksichtigen. Die Kammermusikkultur sollte es danken, denn in einer Zeit, in der die kaiserlichen Höfe – mit Verlaub – nicht mehr die Bedeutung für Kunst und Musik haben, ist es äußerst spannend, diese Stücke mit all ihrer Beweglichkeit in neuen Räumen und Kontexten freizulassen. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9360]"><img class=" wp-image-710 alignleft" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="51" height="51" /></a>Auch, wenn dann vielleicht nicht überall mit so viel Präzision und Ausdruckskraft musiziert werden dürfte wie sie Lucia Froihofer, Mónika Tóth, Barbara Julia Reiter und Anne Marie Dragosits auf ihren alten und neuen Barockinstrumenten zeigen – lohnen wird Fux jede Mühe! <em>Die besondere CD</em>, erschienen im Januar 2012.</p>
<p><em>Unser Gast-Rezensent Nils-Christian Engel studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Prag, Leipzig und Halle (Saale). Er arbeitet als PR-Journalist, bevorzugt an Streicherthemen, mit der persönlichen Begeisterung eines Amateur-Cellisten.</em></p>
<div id="gdsr_mureview_block_9360_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Johann Joseph Fux: Triopartiten</strong> des Ensembles <strong>La Gioconda</strong> ist am 20. Januar 2012 bei Querstand (VKJK 1108) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B006T25ADK/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B006T25ADK" title="La Gioconda: Johann Joseph Fux – Triopartiten bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B006T25ADK/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B006T25ADK&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Johann-Joseph-Fux-1660-1741-Partite-a-3/hnum/3881738?iampartner=n31" title="La Gioconda: Johann Joseph Fux – Triopartiten bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Johann-Joseph-Fux-1660-1741-Partite-a-3/hnum/3881738?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <span style="font-size: xx-small;">(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</span> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Johann Joseph Fux, Triopartita g-Moll (K 320)</li>
<li>Triopartita C-Dur (K 323)</li>
<li>Triopartita g-Moll (K 322)</li>
<li>Triopartita B-Dur (K 319)</li>
<li>Triopartita d-Moll (K 326)</li>
<li>Rondeau aus der Triopartita G-Dur (K 321)</li>
</ol>
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		<title>Stephen Hough · Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton: Franz Liszt / Edvard Grieg &#8211; Piano Concertos</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 17:15:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
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		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Franz Liszt]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
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		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen Hough]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Romantik war zweifelsohne die Epoche des Klavierkonzerts. Zwar gab es schon im Barock und in der Klassik zahlreiche Klavier- (bzw. Cembalo-) Konzerte, doch zu keiner anderen Zeit blühte das Genre so sehr auf, wie in der Romantik. Dafür mag es viele Gründe geben: Die fortschreitende technische Verbesserung des Klaviers und der Bau großer Konzerthallen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Klavier-Konzertflügel.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9322]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9328" title="Klavier (Konzertflügel) - (cc--by-sa 2.5) Andreas Praefcke" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Klavier-Konzertflügel-150x109.jpg" alt="Klavier (Konzertflügel) - (cc--by-sa 2.5) Andreas Praefcke" width="150" height="109" /></a>Die Romantik war zweifelsohne <em>die</em> Epoche des Klavierkonzerts. Zwar gab es schon im Barock und in der Klassik zahlreiche Klavier- (bzw. Cembalo-) Konzerte, doch zu keiner anderen Zeit blühte das Genre so sehr auf, wie in der Romantik. Dafür mag es viele Gründe geben: Die fortschreitende technische Verbesserung des Klaviers und der Bau großer Konzerthallen, die Verbürgerlichung der Gesellschaft und die Verstädterung der europäischen Kulturnationen, die das Aufkommen einer internationalen Konzertkultur begünstigte, das daraus resultierende Virtuosentum, das eine Vielzahl an &#8220;Stars&#8221; hervorbrachte und – last but noch least – das Wesen des Klavierkonzerts selbst, das in seiner Anlage der romantischen Musik entgegenkommt, wo ein facettenreiches Soloinstrument im Dialog (oder manchmal im Disput) mit dem Orchester steht. Das Klavier teilte sich die Aufmerksamkeit des Publikums mit relativ wenigen anderen Solo-Instrumenten, allen voran der Violine. Einige andere Solo-Instrumente, etwa das Cello, die Viola oder die Gitarre, erlangten bei einzelnen Komponisten oder in einzelnen Ländern eine gewisse Bedeutung, gegen die Übermacht des Klaviers in der Romantik konnte kein Instrument bestehen.<br />
<span id="more-9322"></span><br />
Das Klavierkonzert blühte auf und erzeugte eine Art Domino-Effekt: Mit dem Erfolg eines neuen Konzerts (oder eines Solisten), wurde der Wunsch des Publikums (und der Impresari) nach neuen, gleichwertigen Klavierkonzerten größer, so dass wir heute auf eine Vielzahl romantischer Klavierkonzerte beachtlicher Qualität zurückgreifen können. Die bei <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/" title="Hyperion Records - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/?referer=');">Hyperion</a> erscheinende Reihe  <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/s.asp?s=S_1&amp;vw=dc" title="The Romantic Piano Concerto - Übersichtsseite auf hyperion-records.co.uk" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/s.asp?s=S_1_amp_vw=dc&amp;referer=');">The Romantic Piano Concerto</a>, die wir in diesem Blog schon öfter vorgestellt haben <span style="font-size: 8px;">(zuletzt mit den Klavierkonzerten von Charles-Marie Widor, s. → diesen <a href="http://blog.codaex.de/2011/12/markus-becker-%c2%b7-bbc-national-orchestra-of-wales-thierry-fischer-the-romantic-piano-concerto-vol-55-charles-marie-widor-piano-concerto-no-1-in-f-minor-%c2%b7-fantaisie-in-a-flat-major/" title="Markus Becker · BBC National Orchestra of Wales, Thierry Fischer: The Romantic Piano Concerto Vol. 55 – Charles-Marie Widor – Piano Concerto No. 1 in F minor · Fantaisie in A flat major · Piano Concerto No. 2 in C minor" class="liinternal">Artikel</a>)</span>, ist ein Beleg für die erstaunliche Quantität und Qualität romantischer Klavierkonzertliteratur. Einer der kompetentesten Solisten, die immer wieder in dieser Reihe glänzen, ist der englische Pianist <a href="http://www.stephenhough.com/" title="Stephen Hough - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.stephenhough.com/?referer=');">Stephen Hough</a>. der »beste Pianist Großbritanniens« (so <em>The Sunday Times</em>). Hough hat schon mehrfach in seiner Karriere bewiesen, dass er auch dem bekanntesten Material durch sein technisch makelloses, intelligentes und kohärentes Spiel ganz neue Seiten abgewinnen kann.</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Stephen-Hough-·-Bergen-Philharmonic-Orchestra-Andrew-Litton-Edvard-Grieg-Franz-Liszt-Piano-Concertos.png" class="liimagelink" rel="lightbox[9322]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9335" title="Stephen Hough · Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton: Edvard Grieg / Franz Liszt - Piano Concertos" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Stephen-Hough-·-Bergen-Philharmonic-Orchestra-Andrew-Litton-Edvard-Grieg-Franz-Liszt-Piano-Concertos-150x150.png" alt="Stephen Hough · Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton: Edvard Grieg / Franz Liszt - Piano Concertos" width="150" height="150" /></a>Auch auf seiner neuesten CD mit den berühmten Klavierkonzerten von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz_Liszt" title="Franz Liszt auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Franz_Liszt?referer=');">Franz Liszt</a> (1811-1886) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Edvard_Grieg" title="Edvard Grieg auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Edvard_Grieg?referer=');">Edvard Grieg</a> (1843-1907) gelingt Hough dieses Kunststück: Liszts virtuose Konzerte und Griegs monumentales Konzert klingen so frisch und unverbraucht, als würde man sie, wenn nicht nie, dann doch zumindest selten gehört haben. Ein Teil dieses erstaunlichen Effekts ist sicher seiner überragenden technischen Fähigkeiten geschuldet, die ihn selbst die schwierigsten Passagen (in aberwitzigen Tempi) so federleicht und mühelos spielen lassen, dass das Werk viel von seiner &#8216;mythologischen Patina&#8217; verliert: Was bei den anderen als immense Anstrengung, als Kampf mit den Noten erscheint, ist bei Hough spielerisch leicht. Seine musikalischen Fähigkeiten scheinen keine Grenzen zu haben. Mehr noch als seine Technik scheint mir allerdings Houghs Fähigkeit entscheidend zu sein, sich jedem Werk mit der gleichen unvoreingenommenen Offenheit zu nähern, die zu seinen durch und durch inspirierten Interpretationen führen.</p>
<p>Und dann wäre da noch Houghs Mitstreiter, das norwegische <a href="http://www.harmonien.no/EngForside.aspx" title="Bergen Philharmonic Orchestra - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.harmonien.no/EngForside.aspx?referer=');">Bergen Philharmonic Orchestra</a> unter der sicheren und temperamentvollen Leitung von <a href="http://www.andrewlitton.com/" title="Andrew Litton - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.andrewlitton.com/?referer=');">Andrew Litton</a>. Sie scheinen mitgerissen zu sein, von Houghs makellosem Spiel, seiner überschäumenden Musikalität und seiner ungebremsten Romantik &#8211; und sie tun es ihm gleich: Mit der gleichen Brillanz, mit der gleichen unverkrampften Unvoreingenommenheit. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein norwegisches Orchester ein Werk des Nationalkomponisten <em>par excellence</em> so elektrisierend, so frisch und un-abgebrüht spielen könnte? Schon alleine für diese Einspielung des Griegschen Klavierkonzerts wäre die Anschaffung lohnenswert; umso erfreulicher, dass man mit den beiden Klavierkonzerten Liszts zwei ebenso bedeutende und überragend eingespielte Konzerte auf derselben CD erhält.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="51" height="51" />Es sind gewiss Konzerte, die die meisten Musikliebhaber bereits im Schrank stehen haben, aber Stephen Houghs unnachahmliche Art, das Bekannte neu zu beleuchten und durch seine interpretatorischen und technischen Fähigkeiten zu neuem Leben zu erwecken, sind ein starkes Argument für eine Neuanschaffung. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im November 2011.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_9322_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Franz Liszt / Edvard Grieg &#8211; Piano Concertos</strong> von <strong>Stephen Hough</strong> mit dem <strong>Bergen Philharmonic Orchestra</strong> unter der Leitung von <strong>Andrew Litton </strong> ist am 18. November 2011 auf Hyperion (CDA67824) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005OCES4I/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B005OCES4I" title="Stephen Hough · Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton - Edvard Grieg / Franz Liszt: Piano Concertos bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B005OCES4I/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B005OCES4I&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Franz-Liszt-1811-1886-Klavierkonzerte-Nr-1-2/hnum/1477046?iampartner=n31" title="Stephen Hough · Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton - Edvard Grieg / Franz Liszt: Piano Concertos bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Franz-Liszt-1811-1886-Klavierkonzerte-Nr-1-2/hnum/1477046?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Franz Liszt &#8211; Klavierkonzert No. 1 in Es-Dur, S124</li>
<li>Franz Liszt &#8211; Klavierkonzert No. 2 in A-Dur, S125</li>
<li>Edvard Grieg &#8211; Klavierkonzert in a-Moll, op. 16</li>
</ol>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/142ba065426b4f77b3c99fa76234d9dd" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Enrico Dindo · Danish National Symphony Orchestra, Gianandrea Noseda: Dmitri Shostakovich &#8211; Cello Concertos Nos. 1 and 2</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2012/01/enrico-dindo-%c2%b7-danish-national-symphony-orchestra-gianandrea-noseda-dmitri-shostakovich-cello-concertos-nos-1-and-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Jan 2012 11:53:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[CD des Monats]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
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		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Dmitri Shostakovich]]></category>
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		<category><![CDATA[Moderne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://blog.codaex.de/?p=9297</guid>
		<description><![CDATA[Über die Persönlichkeit des sowjetischen Komponisten Dmitri Shostakovich (1906-1975) ist von der Musikwissenschaft in den letzten Jahrzehnten viel spekuliert worden. Anstoß dieser regelrechten Psychologisierung der Musik Shostakovichs war wohl das Buch des russisch-amerikanischen Musikwissenschaftlers Solomon Volkov Zeugenaussage (besser bekannt unter dem englischen Titel Testimony, 1979), der vermeintlichen Autobiografie Shostakovichs. Auch wenn es heute starke Zweifel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Dmitri-Shostakovich.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9297]"><img class="size-thumbnail wp-image-9116 alignright" title="Dmitri Shostakovich" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Dmitri-Shostakovich-98x150.jpg" alt="Dmitri Shostakovich" width="98" height="150" /></a>Über die Persönlichkeit des sowjetischen Komponisten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Shostakovich" title="Dmitri Shostakovich auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Dmitri_Shostakovich?referer=');">Dmitri Shostakovich</a> (1906-1975) ist von der Musikwissenschaft in den letzten Jahrzehnten viel spekuliert worden. Anstoß dieser regelrechten Psychologisierung der Musik Shostakovichs war wohl das Buch des russisch-amerikanischen Musikwissenschaftlers Solomon Volkov <em>Zeugenaussage</em> (besser bekannt unter dem englischen Titel <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Testimony_%28book%29" title="Solomon Volkov: Testimony auf en.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/en.wikipedia.org/wiki/Testimony_28book_29?referer=');">Testimony</a>, 1979), der vermeintlichen Autobiografie Shostakovichs. Auch wenn es heute starke Zweifel an der Authentizität der angeblichen Aussagen Shostakovichs gibt (Volkov stilisiert Dmitri Dmitriyevich als anti-sowjetische, regimekritische Persönlichkeit, deren Werke fast ausschließlich als verbissene Kritik am Stalinismus  zu interpretieren sind), war das Buch der Anlass für eine Neubewertung der Musik Shostakovichs im Ausland, der im Westen zuvor als regimetreuer Muster-Komponist des Ostblocks galt.  Wahrheit oder Fiktion: Volkovs Buch lehrte einen neue, genauere Analyse des Œuvre Shostakovichs und ermöglichte den Blick auf das <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matrjoschka" title="Matrjoschka auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Matrjoschka?referer=');">Matrjoschka</a>-Prinzip in dessen Musik, bei dem die eigentliche Botschaft hinter einer vordergründigen Hülle verborgen bleibt. Erst jetzt wurde man Shostakovichs seelischer Zerrissenheit im Spiegel seiner Musik gewahr.<br />
<span id="more-9297"></span><br />
Heute, viele Jahre nach Ende des kalten Krieges, gibt es immer mehr Künstler, die Shostakovichs Werke losgelöst von alten (der überzeugte Kommunist und linientreue Komponist) und neuen (der unterdrückte, verbitterte und anti-kommunistische Komponist) Vorurteilen betrachten. Endlich wird Shostakovich als das gesehen, was er natürlich in erster Linie war: Ein vielschichtiger Komponist mit einer eigenen Klangsprache, dessen Werk nicht nur ein Spiegel der politischen Wirrungen seiner Lebenswirklichkeit war, sondern der in seiner Musik alle möglichen Ereignisse verarbeitete und – <em>last but not least</em> – einfach &#8216;nur ein  Künstler&#8217;, der sein kreatives Potential in unterschiedlichste Kompositionen umsetzte.</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Enrico-Dindo-·-DNRSO-Gianandrea-Noseda-Dmitri-Shostakovich-Cello-Concertos.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9297]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9308" title="Enrico Dindo · DNRSO, Gianandrea Noseda: Dmitri Shostakovich - Cello Concertos" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Enrico-Dindo-·-DNRSO-Gianandrea-Noseda-Dmitri-Shostakovich-Cello-Concertos-150x150.jpg" alt="Enrico Dindo · DNRSO, Gianandrea Noseda: Dmitri Shostakovich - Cello Concertos" width="150" height="150" /></a>Zu dieser &#8216;neuen Generation&#8217; von Künstlern, die Shostakovich <em>undogmatisch</em> betrachten, gehört zweifelsohne auch der italienische Cellist <a href="http://www.enricodindo.com/" title="Enrico Dindo - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.enricodindo.com/?referer=');">Enrico Dindo</a>, der 1997 den renommierten Rostropovich-Wettbewerb in Paris gewann, um den es aber, zumindest außerhalb Italiens, nach diesem Erfolg etwas still wurde. Das könnte sich mit seiner neuen, für <a href="http://www.chandos.net/" title="Chandos - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.chandos.net/?referer=');">Chandos</a> aufgenommenen SACD ändern. Gemeinsam mit dem <a href="http://www.dr.dk/Koncerthuset/dr-ensembler/dr-symfoniorkestret/english/about-danish-national-symphony-orchestra/about-danish-national-symphony-orchestra.htm" title="Danish National Symphony Orchestra - Homepage (English)" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.dr.dk/Koncerthuset/dr-ensembler/dr-symfoniorkestret/english/about-danish-national-symphony-orchestra/about-danish-national-symphony-orchestra.htm?referer=');">Danish National Symphony Orchestra</a> unter der Leitung seines Landsmanns Gianandrea Noseda, hat er die zwei Cellokonzerte Shostakovichs aufgenommen. Und ausgerechnet das Ergebnis dieser dänisch-italienischen Koproduktion für ein englisches Label erweist sich als äußerst gelungene Umsetzung dieser Werke, denen man gerne ein Quasi-Monopol für russische Künstler nachsagt. Dieses unerwartete Ergebnis hat viele Gründe.</p>
<p>Da wäre zunächst das glänzend aufgelegte dänische Radiosinfonieorchester zu nennen, das sich mit seinem energiegeladenen, rhythmischen Spiel als hervorragender Klangkörper für die burleske, sprunghafte Musik Shostakovichs eignet. Vor allem die kraftvolle und präzise Bläsersektion weiß beim 1. Cellokonzert, wo sie besonders prominent gefordert ist, vollends zu begeistern. Gianandrea Noseda belegt nach seiner hochgelobten 2005er-Aufnahme der <em>Suite nach Worten von Michelangelo</em>, op. 145 erneut sein gutes Gespür für die innere Balance der paradoxen Klangwelt Shostakovichs. Schließlich ist es der Solist Enrico Dindo, der mit seinem weichen, aber nicht zu süßlichen, kraftvollem, aber nicht zu vordergründigen, temperamentvollem, aber nicht ruppigen Spiel die Aufnahme auszeichnet. Dindo gelingt es, den Spagat zwischen den schnellen, technisch anspruchsvollen Sätzen und den emotional dichten langsamen Sätzen überzeugend zu gestalten. Das Widersprüchliche, das Shostakovichs Musik auszeichnet, der Dialog zwischen sottendem Zynismus und introvertierter Fragilität, wird (glücklicherweise!) nicht aufgehoben, wohl aber in seiner Interpretation kohärent aufgearbeitet.</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-647" title="CD des Monats - blog.codaex.de" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/01/CD-des-Monats-Codaex.jpg" alt="CD des Monats - blog.codaex.de" width="80" height="80" />Mag sein, dass sich Dindo bisher nur national als Interpret hervorgetan hat, mit dieser Aufnahme unterstreicht er seine internationale Ambitionen. Der exzellente Klang der SACD und das informative, mehrsprachige Booklet runden den sehr positiven Eindruck dieser wirklich sehr empfehlenswerten Veröffentlichung ab. Die <em>CD des Monats</em>, erschienen im Januar 2012.<br style="clear:both;"></p>
<div id="gdsr_mureview_block_9297_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die SACD <strong>Dmitri Shostakovich &#8211; Cello Concertos Nos. 1 and 2</strong> von <strong>Enrico Dindo</strong> mit dem <strong>Danish National Symphony Orchestra</strong> unter der Leitung von <strong>Gianandrea Noseda</strong> ist am 20. Januar 2012 auf Chandos (CHSA 5093) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0069TWD74/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0069TWD74" title="Enrico Dindo · DNRSO, Gianandrea Noseda: Dmitri Shostakovich - Cello Concertos bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0069TWD74/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0069TWD74&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Dimitri-Schostakowitsch-1906-1975-Cellokonzerte-Nr-1-2/hnum/1707237?iampartner=n31" title="Enrico Dindo · DNRSO, Gianandrea Noseda: Dmitri Shostakovich - Cello Concertos bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Dimitri-Schostakowitsch-1906-1975-Cellokonzerte-Nr-1-2/hnum/1707237?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Cellokonzert No. 1 in Es-Dur, op. 107 (1959)</li>
<li>Cellokonzert No. 2 in Es-Dur, op. 126 (1966)</li>
</ol>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/ca9a2b30105542ddaeeda04dc5b4e209" width="1" height="1" alt=""></p>
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		<title>Tanja Becker-Bender · Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek: The Romantic Violin Concerto Vol. 11 &#8211; Max Reger &#8211; Violin Concerto in A major · Two Romances for violin and small orchestra</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2012/01/tanja-becker-bender-%c2%b7-konzerthausorchester-berlin-lothar-zagrosek-the-romantic-violin-concerto-vol-11-max-reger-violin-concerto-in-a-major-%c2%b7-two-romances-for-violin-and-small-orchestr/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 14:30:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Burkhard Schäfer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Gast-Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Konzert]]></category>
		<category><![CDATA[Max Reger]]></category>
		<category><![CDATA[Romantik]]></category>
		<category><![CDATA[The Romantic Violin Concerto]]></category>
		<category><![CDATA[Violine]]></category>

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		<description><![CDATA[An Max Reger (1873-1916) scheiden sich seit jeher die Geister. 1923 schrieb der Philosoph Ernst Bloch (1885-1977) in seinem Buch „Geist der Utopie“: »Reger, ein leeres, gefährliches Können und eine Lüge dazu. (&#8230;) Er ist nichts, er hat nichts als eine Fingerfertigkeit höherer Ordnung, und das Empörende daran bleibt, dass er doch nicht nur nichts [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Reger" title="Max Reger auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Max_Reger?referer=');">Max Reger</a> (1873-1916) scheiden sich seit jeher die Geister. 1923 schrieb der Philosoph <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bloch" title="Ernst Bloch auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Bloch?referer=');">Ernst Bloch</a> (1885-1977) in seinem Buch „Geist der Utopie“:</p>
<blockquote><p>»Reger, ein leeres, gefährliches Können und eine Lüge dazu. (&#8230;) Er ist nichts, er hat nichts als eine Fingerfertigkeit höherer Ordnung, und das Empörende daran bleibt, dass er doch nicht nur nichts ist, ein Quell der beständigen, fruchtlosen Irritierung.«</p></blockquote>
<p>Sein Komponistenkollege <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Sch%C3%B6nberg" title="Arnold Schönberg auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Sch_C3_B6nberg?referer=');">Arnold Schönberg</a>(1874-1951) dagegen konstatierte:</p>
<blockquote><p>»Reger muss meines Erachtens viel gebracht werden: 1. weil er viel geschrieben hat. 2. weil er schon tot ist und man immer noch nicht Klarheit über ihn besitzt. (Ich halte ihn für ein Genie).«</p></blockquote>
<div id="attachment_9274" class="wp-caption alignright" style="width: 112px"><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Max-Reger-Max-Beckmann-1917.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9271]"><img class="size-thumbnail wp-image-9274 " title="Max Reger - Gemälde von Max Beckmann, 1917" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Max-Reger-Max-Beckmann-1917-102x150.jpg" alt="Max Reger - Gemälde von Max Beckmann, 1917" width="102" height="150" /></a><p class="wp-caption-text">Max Reger (Max Beckmann, 1917)</p></div>
<p>Und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Hindemith" title="Paul Hindemith auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Paul_Hindemith?referer=');">Paul Hindemith</a> (1895-1963), einer seiner bedeutendsten Schüler, sagte lapidar:</p>
<blockquote><p>»Max Reger war der letzte Riese in der Musik.«</p></blockquote>
<p>Als einen solchen hat <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Max_Beckmann" title="Max Beckmann auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Max_Beckmann?referer=');">Max Beckmann</a> (1884-1950) den Komponisten kurz nach dessen Tod gemalt. (<em>s. rechts</em>). Die neue Aufnahme seines monumentalen Violinkonzerts mit der Geigerin <a href="http://www.tanja-becker-bender.de/" title="Tanja Becker-Bender - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.tanja-becker-bender.de/?referer=');">Tanja Becker-Bender</a> und dem <a href="http://www.konzerthaus.de/konzerthausorchester/portraet.php" title="Konzerthausorchester Berlin - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.konzerthaus.de/konzerthausorchester/portraet.php?referer=');">Konzerthausorchester Berlin</a> unter der Leitung von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Zagrosek" title="Lothar Zagrosek auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Lothar_Zagrosek?referer=');">Lothar Zagrosek</a>, erschienen beim britischen Label <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/" title="Hyperion Records - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/?referer=');">Hyperion Records</a>, bietet nun eine gute Gelegenheit, den „Fall Reger“ neu zu überdenken.<br />
<span id="more-9271"></span><br />
Regers einziges Violinkonzert, im Jahr 1907 parallel zu seinen „Hiller-Variationen“ op. 101 und seinem nicht minder monumentalen Klaviertrio op. 102 „während langer Eisenbahnfahrten ‚im Kopf ausgearbeitet’“, wie es im sehr lesenswerten Booklet-Text heißt, teilt das Schicksal seines ebenfalls einzigen Klavierkonzerts: Es wird (um die Formulierung Schönbergs zu variieren) nicht viel gebracht: 1. weil es sehr schwer zu spielen und zu hören ist. 2. weil man immer noch nicht Klarheit darüber besitzt. (Ich halte beide Konzerte für genial).</p>
<p>Ganz offensichtlich stellt sich Reger mit seinem dreisätzigen Konzert in die Reihe der großen, singulären Werke von Beethoven und Brahms und betrachtete seinen eigenen Beitrag zu dieser Gattung wohl als eine Art der monumentalen Überbietung – und das bestimmt nicht im Sinne der Qualität, sondern zunächst einmal der Quantität und Masse. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Max-Reger-Notenbild.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9271]"><img class="size-thumbnail wp-image-9280 alignleft" title="Max Reger - typisches Notenbild" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Max-Reger-Notenbild-112x150.jpg" alt="Max Reger - typisches Notenbild" width="112" height="150" /></a>Genau diese spezifisch Regersche Form der Opulenz ist dem Komponisten im Laufe der höchst unglücklichen Rezeptionsgeschichte seines Œuvres immer wieder vorgeworfen worden. Dabei verstellt nichts so sehr den Blick auf einen der faszinierendsten und fragilsten (!) deutschen Tonsetzer wie dieser Vorwurf. Regers Klangballungen, seine fast schon pathologisch zu nennenden chromatischen Wucherungen und seine geradezu manische Phrasierungsbesessenheit &#8211; viele seiner Notenbilder (<em>s. links</em>) sind kalligraphische Kunstwerke vom Schlage eines Cy Twombly oder Hans Hartung &#8211; zielen gerade nicht auf Wagners totale Absorbierung des Hörers, sondern bleiben trotz aller Opulenz feinst gezeichnete Protokolle von kammermusikalischer Intimität und Introspektion. Auch wenn es – vor allem in seiner Orchestermusik – vielleicht so klingen mag: Reger war kein Al-Fresco-Maler, sondern Kalligraph.</p>
<p>Ich wage die Behauptung, dass mit Max Reger die „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Absolute_Musik" title="Absolute Musik auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Absolute_Musik?referer=');">absolute Musik</a> zu ihrem „absoluten Höhepunkt“ kommt. Kein Komponist vor ihm (auch nicht Brahms) und keiner nach ihm (auch nicht Webern) hat so radikal und unbedingt „absolut reine Nur-Musik“ geschrieben wie Reger, und nichts charakterisiert ihn vielleicht besser, als dass niemand – am allerwenigsten er selbst – es gewagt, geschweige denn geschafft hat, einem seiner Kammermusikwerke (um bei der „reinsten“ Gattung zu bleiben) einen illustrierenden Namen anzuhängen. Es gibt – und das ist das spezifisch Regersche Skandalon und Faszinosum – nur Werke mit einem Gattungsnamen (Streichquartett), einer Tonartenbezeichnung (fis-Moll) und einer Opuszahl (op. 121).</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Tanja-Becker-Bender-Konzerthausorchester-Berlin-Lothar-Zagrosek-The-Romantic-Violin-Concerto-Vol.-11-Max-Reger.png" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9271]"><img class="size-thumbnail wp-image-9284 alignright" title="Tanja Becker-Bender, Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek: The Romantic Violin Concerto Vol. 11 - Max Reger" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Tanja-Becker-Bender-Konzerthausorchester-Berlin-Lothar-Zagrosek-The-Romantic-Violin-Concerto-Vol.-11-Max-Reger-150x150.png" alt="Tanja Becker-Bender, Konzerthausorchester Berlin, Lothar Zagrosek: The Romantic Violin Concerto Vol. 11 - Max Reger" width="150" height="150" /></a>Und damit wären wir wieder bei seinem Violinkonzert, diesem immer noch weitgehend unerschlossenen und unverstandenen Kammermusikwerk sui generis A-Dur op. 101 für großes Orchester und ein Solo-Instrument. Reger-Freunde (und solche, die es werden wollen) können sich glücklich schätzen, dass Hyperion mit seinem Vol. 11 der Serie <a href="http://www.hyperion-records.co.uk/s.asp?s=S_3&amp;vw=dc" title="The Romantic Violin Concerto bei hyperion-records.co.uk" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.hyperion-records.co.uk/s.asp?s=S_3_amp_vw=dc&amp;referer=');">The Romantic Violin Concerto</a>“ nun eine Interpretation vorlegt, die das Werk in all seinen (kammer)musikalischen Feinheiten, aber auch in seiner ganzen orchestralen Pracht zum Leuchten bringt. Das vielleicht schönste Kompliment, das man der aus Stuttgart stammenden Geigerin Tanja Bender-Becker machen kann, ist, dass sie in ihrem Spiel ähnlich verfährt wie Max Reger beim Komponieren, der »<em>Musik mit derselben natürlichen Folgerichtigkeit und Stetigkeit hervorbrachte wie ein Apfelbaum seine Früchte</em>« (Alan Walker). Der „unendliche“ Klangstrom, den Becker-Bender ihrer wunderbar warm klingenden Guarneri del Gesù entlockt, fließt so natürlich aus ihrem Instrument heraus, als wäre es die größte Selbstverständlichkeit und natürlichste Sache von der Welt, diese Musik (so) zu spielen. Was ihr zur ganz großen Interpretin noch fehlt, ist der ureigene, individuelle und unverkennbare Ton, wie ihn nur die Leuchttürme der Zunft wie etwa Jascha Heifetz oder Nathan Milstein hatten. Gleichwohl gelingt es ihr trefflich, die verschiedenen Charaktere der drei Sätze 1. „Allegro moderato“, 2. „Largo con gran espressione“ und 3. „Allegro moderato“ individuell herauszuarbeiten und dabei trotzdem die große, alles verbindende Linie nicht aus den Augen zu verlieren.</p>
<p>Das Konzerthausorchester Berlin unter der kundigen Stabführung von Lothar Zagrosek ist der ideale Begleiter von Tanja Becker-Bender. Trotz der enormen solistischen Dauerpräsenz der Violine entspinnt sich ein weitgespannter und über weite Strecken beglückend inniger Dialog mit dem Orchester, was einerseits für ein hohes Maß an Transparenz und Durchhörbarkeit sorgt, andererseits den epischen, ja geradezu linguistischen Sprachgestus des – paradox gesagt – intimen Mammutwerkes buchstäblich zu Wort kommen lässt. Allenfalls ist das Spiel der Musiker hie und da nicht zupackend, nicht „wild“ und ruppig genug. Wirklich störend an der Aufnahme ist nur das Klangbild der Solo-Kadenz im ersten Satz, der man (vor allem unter dem Kopfhörer) ablauscht, dass sie extra aufgezeichnet wurde, da sie lauter und aufdringlicher klingt und so den chromatischen Fluss unterbricht, von dem eine Reger-typische Sogwirkung ausgeht. Dieser Anziehungskraft kann man sich fast nicht entziehen, wenn man bereit ist, sich auf den – nochmals paradox gesprochen – bis zum Äußersten ausdifferenzierten heißen Magmastrom des hyperpolyphonen Klanggeschehens einzulassen.</p>
<p>Ein kurzes Wort noch zu den „Zwei Romanzen“ op. 50. Meiner Meinung nach hätte Hyperion besser daran getan, diese zwar netten, dabei reichlich gefälligen, aber nicht sonderlich elaborierten Gelegenheitswerke mit ihrem etwas geschmäcklerischen Gestus nicht auch noch auf die CD zu pressen, sondern das Violinkonzert für sich alleine „sprechen“ zu lassen. Weniger ist manchmal mehr.</p>
<p>Fazit: Diese CD ist ein hoch willkommener und wichtiger Beitrag zum Thema Reger, der bestens dazu angetan ist, das immer noch vorurteilsbehaftete Bild über einen der am meisten missverstandenen, dabei größten Komponisten auf der Schwelle zwischen Alt und Neu, Tradition und Moderne, 19. und 20. Jahrhundert zu revidieren. Tanja Becker-Bender, Lothar Zagrosek und das Konzerthausorchester liefern vielleicht noch nicht die ideale, aber doch eine beeindruckende Aufnahme seines Violinkonzerts in guter bis sehr guter Klangqualität. Ein ganz besonderer Dank geht an Wolfgang Rathert, den Autor des hervorragenden Booklet-Textes.</p>
<p style="text-align: right;"><em>© Dr. Burkhard Schäfer</em></p>
<p><em>Unser Gast-Rezensent Dr. Burkhard Schäfer studierte Literaturwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Tübingen und Wien. Gemeinsam mit seiner Frau betreibt er <em> das <a href="http://www.redaktionsbuero-schaefer.de/" title="Redaktionsbüro Schäfer" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.redaktionsbuero-schaefer.de/?referer=');">Redaktionsbüro Schäfer</a></em>. Spezialisiert auf den Bereich Kulturjournalismus (mit Schwerpunkt in der Klassik) hat Schäfer zahlreiche Interviews mit berühmten Vertretern der Musikszene geführt, beispielsweise mit Dietrich Fischer-Dieskau, Martha Argerich, Hans Werner Henze und Sofia Gubaidulina. Als freier Journalist schreibt er für Tageszeitungen, Fachmedien und Online-Portale wie Zeit-Online, Südwest Presse (SWP), die „neue musikzeitung“ (nmz) und das „Ensemble-Magazin für Kammermusik“. Am 18. Juni 2011 war er Studiogast von Ines Pasz in der Sendung „<a href="http://www.swr.de/swr2/programm/sendungen/treffpunkt-klassik/-/id=660614/nid=660614/did=8191562/11cjqmb/index.html" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.swr.de/swr2/programm/sendungen/treffpunkt-klassik/-/id=660614/nid=660614/did=8191562/11cjqmb/index.html?referer=');">SWR2 Treffpunkt Klassik extra</a>“. </em></p>
<p><em>Burkhard Schäfer lebt mit seiner Familie in Ulm und betreibt für das Redaktionsbüro Schäfer den Twitter-Account „<a href="http://www.twitter.com/kammermusik" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.twitter.com/kammermusik?referer=');">Kammermusik</a>“. </em></p>
<div id="gdsr_mureview_block_9271_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>The Romantic Violin Concerto Vol. 11: Max Reger - Violin Concerto in A major, Op. 101 · Two Romances for violin and small orchestra, Op. 50</strong> des  <strong>Konzerthausorchester Berlin</strong> unter der Leitung von <strong>Lothar Zagrosek</strong> mit der Solistin <strong>Tanja Becker-Bender</strong> erscheint am 20. Januar 2012 auf Hyperion (CDA 67892) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0065OKYQ0/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0065OKYQ0" title="The Romantic Violin Concerto Vol. 11 bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0065OKYQ0/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0065OKYQ0&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Max-Reger-1873-1916-Violinkonzert-op-101/hnum/1707218?iampartner=n31" title="The Romantic ViolinConcerto Vol. 11 bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Max-Reger-1873-1916-Violinkonzert-op-101/hnum/1707218?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Violinkonzert A-Dur, op. 101</li>
<li>Zwei Romanzen für Violine und kleines Orchester, op. 50</li>
</ol>
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		<title>Leipziger Streichquartett · Barbara Buntrock: Ludwig van Beethoven &#8211; String Quintets, op. 4 &amp; 29</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Jan 2012 15:30:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Kammermusik]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Streichquartett]]></category>
		<category><![CDATA[Ludwig van Beethoven]]></category>
		<category><![CDATA[Streichquintett]]></category>
		<category><![CDATA[Wiener Klassik]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn man von der Bedeutung Beethovens für die Kammermusik spricht, so denkt man in erster Linie an seine sechzehn Streichquartette, seine zehn Violinsonaten und fünf Cellosonaten, die als bahnbrechende Höhepunkte ihres jeweiligen Genres angesehen werden. Ludwig van Beethoven (1770-1827) schrieb aber nicht nur Streichquartette, Violin- und Cellosonaten, er schrieb, vor allem in seiner frühen und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man von der Bedeutung Beethovens für die Kammermusik spricht, so denkt man in erster Linie an seine sechzehn Streichquartette, seine zehn Violinsonaten und fünf Cellosonaten, <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/Ludwig-van-Beethoven-1803.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9245]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-3146" title="Ludwig van Beethoven, 1803" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/08/Ludwig-van-Beethoven-1803-e1326814167145-150x150.jpg" alt="Ludwig van Beethoven, 1803" width="150" height="150" /></a>die als bahnbrechende Höhepunkte ihres jeweiligen Genres angesehen werden. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven" title="Ludwig van Beethoven auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_van_Beethoven?referer=');">Ludwig van Beethoven</a> (1770-1827) schrieb aber nicht nur Streichquartette, Violin- und Cellosonaten, er schrieb, vor allem in seiner frühen und mittleren Phase, auch Kammermusik für andere Besetzungen. Am bekanntesten sind noch die Streich- und Klaviertrios, eher unbeachtet bleiben seine drei Streichquintette (und die Fuge für Streichquintett, op. 137). Vielleicht werden sie voreilig zu den vernachlässigbaren Nebenwerken gezählt, weil es sich bei den Streichquintetten fast ausnahmslos um Bearbeitungen anderer kammermusikalischer Werke handelt. Lediglich das Streichquintett in C-Dur, op. 29 ist eine Originalkomposition für die damals übliche &#8216;Wiener&#8217; Besetzung mit zwei Violinen, zwei Bratschen und Cello, die Mozart in den 1780er Jahren populär gemacht hatte (im Gegensatz zu Boccherinis Streichquintett mit zwei Celli).<br />
<span id="more-9245"></span><br />
Das <a href="http://www.leipzigquartet.com/" title="Leipziger Streichquartet - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.leipzigquartet.com/?referer=');">Leipziger Streichquartett</a> gilt laut der Zeitschrift <em>Gramophone</em> als »<em>das beste deutsche Streichquartett</em>« <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/LSQ-Logo.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9245]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1453" title="LSQ Logo - Quelle: leipzigquartet.com" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/04/LSQ-Logo-150x150.jpg" alt="Leipziger Streichquartett - Logo" width="150" height="150" /></a>und auch wenn solch ein Superlativ in einem Land mit solch einer Leistungsdichte bei den Streichquartetten etwas subjektiv erscheinen mag, so ragt das LSQ zweifelsohne unter den allerbesten Streichquartetten heraus, übrigens nicht nur auf nationaler Ebene. Viele ihrer Einspielungen, die seit 1992 exklusiv beim Detmolder Qualitätslabel <a href="http://www.mdg.de/" title="MDG - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.mdg.de/?referer=');">MDG</a> erscheinen, gelten zurecht als Referenz: Ihr Mozart-Zyklus, ihre Schubert-Einspielungen, ihre Mendelssohn-Aufnahmen und ihre Gesamteinspielung des Kammermusikwerks der Zweiten Wiener Schule mit Werken von Schönberg, Berg und Webern sind nur einige ihrer diskografische Highlights. Das Leipziger Streichquartett steht für transparenten, präzisen Klang, klare Stimmenführung und ein tiefgründiges Verständnis für die unterschiedlichsten Komponisten und Epochen. Es ist dieses profunde musikwissenschaftliche und musikhistorische Wissen (und Einfühlungsvermögen!), das sie  anderen Spitzenensembles voraus haben.</p>
<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Leipziger-Streichquartett-Barbara-Buntrock-Ludwig-van-Beethoven-String-Quintets-op.-4-29.jpg" target="_blank" class="liimagelink" rel="lightbox[9245]"><img class="size-thumbnail wp-image-9259 alignright" title="Leipziger Streichquartett · Barbara Buntrock: Ludwig van Beethoven - String Quintets op. 4 &amp; 29" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Leipziger-Streichquartett-Barbara-Buntrock-Ludwig-van-Beethoven-String-Quintets-op.-4-29-150x150.jpg" alt="Leipziger Streichquartett · Barbara Buntrock: Ludwig van Beethoven - String Quintets op. 4 &amp; 29" width="150" height="150" /></a>Für ihre neue CD mit den zwei Streichquintetten opp. 4 und 29 Beethovens haben sie sich mit <a href="http://www.barbarabuntrock.com/de/home" title="Barbara Buntrock - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.barbarabuntrock.com/de/home?referer=');">Barbara Buntrock</a> mit einer der erfolgreichsten Bratschistinnen der jüngeren Generation zusammengetan. Und obwohl die Leipziger zum ersten Mal für eine Aufnahme mit der Wuppertalerin ins Studio (und in den Konzertsaal) gingen, klingen die hier eingespielten Streichquintette wie aus einem Guss. Diese wirklich hinreißenden Frühwerke Beethovens zeichnen sich durch Eleganz und Kunstfertigkeit aus. Das kraftvolle Element, das Beethovens spätere Musik auszeichnet, ist nur stellenweise erkennbar (v.a. im Quintett op. 29).</p>
<p>Das frühere der beiden, das Quintett in Es-Dur, op. 4, hatte Beethoven noch im Unterricht bei Joseph Haydn aus dem in Bonn geschriebenen Bläseroktett (posthum veröffentlicht als op. 103) erarbeitet und 1795 noch einmal revidiert, bevor es 1796 im Druck erschien. Auch wenn Haydn selbst kein Quintett geschrieben hat (weil er »alles mit vier Stimmen ausdrücken könne«, soll Haydn gesagt haben), steckt in diesem Werk noch sehr viel von der Sorgfalt und Kunstfertigkeit, die Haydns Kammermusik auszeichnet und die der junge Beethoven so bewunderte.</p>
<p>Das spätere der beiden Quintette in C-Dur (von 1800/01), ist die eigentliche Überraschung der CD. Beethovens einziges &#8216;echtes&#8217; Quintett erweist sich als kammermusikalische Großtat erster Güte  und gleichzeitig als völlig anders geartet als seine zeitnah entstandenen Streichquartette op. 18. Zweifelsohne zeigte sich Beethoven beim Quintett deutlich experimentierfreudiger, kühner und nonkonformistischer, was die tradierten Kompositionstechniken anbelangt. Die ausführenden Musiker glänzen hier (wie auch beim dem Quintett in Es-Dur) durch eine perfekte Balance von Temperament und Zurückhaltung, machen Beethovens kleine und große Kunstgriffe hörbar. Gerade im dynamischen Bereich überraschen die Musiker mit einer bemerkenswerten Feinabstimmung. So nuancenreich wurden diese Quintette gewiss noch nie aufgenommen. Dank der (gewohnt) exzellenten MDG-Tontechnik ist dies auch in jeder Sekunde der CD hörbar.</p>
<p>Fazit; Eine exzellente Einspielung bemerkenswerter Musik, die zu Unrecht eher unbeachtet bleibt, ausgeführt von fünf herausragenden Musikern. Eine Überraschung ist dies bei den Leipzigern freilich nicht, wohl aber immer wieder erfreulich.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_9245_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 60px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die  CD <strong>Ludwig van Beethoven &#8211; String Quintets, op. 4 &amp; 29</strong> des <strong>Leipziger Streichquartett</strong> und<strong> Barbara Buntrock</strong> ist am 18. November 2011 bei MDG (MDG 307 1715) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0062LUE70/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0062LUE70" title="Leipziger Streichquartett · Barbara Buntrock: Ludwig van Beethoven: String Quintets op. 4 &amp; 29 bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B0062LUE70/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B0062LUE70&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-1770-1827-Streichquintette-opp-4-29/hnum/1602755?iampartner=n31" title="Leipziger Streichquartett · Barbara Buntrock: Ludwig van Beethoven: String Quintets op. 4 &amp; 29 bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Ludwig-van-Beethoven-1770-1827-Streichquintette-opp-4-29/hnum/1602755?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Streichquintett für 2 Violinen, 2 Violen und Cello in Es-Dur, op. 4</li>
<li>Streichquintett für 2 Violinen, 2 Violen und Cello in C-Dur, op. 29</li>
</ol>
<p><img src="http://vg01.met.vgwort.de/na/1daaf6a630bd46598909e179e5f4e6cf" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Iñaki Alberdi · Asier Polo · Basque National Orchestra, Ramón Encinar: Sofia Gubaidulina &#8211; Kadenza</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Jan 2012 08:45:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nils-Christian Engel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
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		<category><![CDATA[Gast-Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Orchester]]></category>
		<category><![CDATA[Sofia Gubaidulina]]></category>

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		<description><![CDATA[Sofia Gubaidulina (*1931) will nicht als religiöse Komponistin verstanden werden, und nicht nur die Höflichkeit gebietet es, von solchen Schlagworten Abstand zu halten. Denn auch wenn sie zu großen Themen des Glaubens arbeitet und 2009 vollkommen zu Recht den Preis der Europäischen Kirchenmusik erhielt, ist ihre religiöse Kunst nicht das, was man leichtfertig „geistliche Musik“ [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sofia_Asgatowna_Gubaidulina" title="Sofia Gubaidulina auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Sofia_Asgatowna_Gubaidulina?referer=');">Sofia Gubaidulina</a> (*1931) will nicht als religiöse Komponistin verstanden werden, und nicht nur die Höflichkeit gebietet es, von solchen Schlagworten Abstand zu halten. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Basque-National-Orchestra-Ramón-Encinar-Sofia-Gubaidulina-Kadenza.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9208]"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9223" title="Basque National Orchestra, Ramón Encinar: Sofia Gubaidulina - Kadenza" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Basque-National-Orchestra-Ramón-Encinar-Sofia-Gubaidulina-Kadenza-150x139.jpg" alt="Basque National Orchestra, Ramón Encinar: Sofia Gubaidulina - Kadenza" width="150" height="139" /></a>Denn auch wenn sie zu großen Themen des Glaubens arbeitet und 2009 vollkommen zu Recht den Preis der Europäischen Kirchenmusik erhielt, ist ihre religiöse Kunst nicht das, was man leichtfertig „geistliche Musik“ nennen würde. Mit den „Sieben Worten“ und „In Croce“ liegen nun zwei Kompositionen Gubaidulinas in einer neuen Aufnahme vor, die seit langer Zeit als exemplarisch für ihre Auseinandersetzung mit christlichen Inhalten stehen. Sie wurden für <a href="http://www.etcetera-records.com/" title="Etcetera - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.etcetera-records.com/?referer=');">Etcetera Records</a> neu eingespielt vom <a href="http://www.euskadikoorkestra.es/en/orquesta_presentacion.asp" title="Euskadiko Orkestra (Baque National Orchestra) - Homepage (English)" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.euskadikoorkestra.es/en/orquesta_presentacion.asp?referer=');">Baskischen Nationalorchester</a> (auf Baskisch <em>Euskadiko Orkestra</em>) unter der Leitung von José Ramón Encinar und den Solisten <a href="http://www.ialberdi.com/" title="Iñaki Alberdi - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.ialberdi.com/?referer=');">Iñaki Alberdi</a> (Akkordeon) und <a href="http://www.asierpolo.com/" title="Asier Polo - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.asierpolo.com/?referer=');">Asier Polo</a> (Violoncello). Diese CD gehört zu den ausgezeichneten Veröffentlichungen des vergangenen Jahres, mit denen die Komponistin anlässlich ihres 80. Geburtstages geehrt wurde – und ist zugleich ein Dokument des tiefen künstlerischen Austauschs, den sie mit den Interpreten ihrer Musik pflegt.</p>
<p><span id="more-9208"></span></p>
<p>Denn die Werke Gubaidulinas – die sie selbst als „Züchtungen“ begreift, nicht als statische Bauwerke – zeichnen sich durch eine höchst moderne Offenheit aus, die auf allen Stufen des künstlerischen Prozesses bereit ist, neue Einflüsse aufzunehmen. Dieser prozessuale Charakter artikuliert sich zum Beispiel in den diversen Versionen der 1979 erstmals erschienenen Komposition „In Croce“, und bildet das nie müde werdende Interesse Gubaidulinas an musikalischen Phänomenen ab – zu denen nicht zuletzt die Entdeckungen gehören, die Musiker an ihren Instrumenten machen, wenn sie von ähnlicher Hingabe beseelt sind wie die Komponistin.</p>
<p>Auch die hier besprochene CD protokolliert eine solche Begegnung; in ihr scheint das 2003 uraufgeführte Konzert „Im Zeichen des Skorpions“ ganz zu vergessen, dass es ursprünglich für Bajan und großes Orchester komponiert wurde, und vertraut sich für die fast acht Minuten währende „Kadenza“ allein dem klassischen Akkordeon Iñaki Alberdis an. Eine Atempause soll diese eindringliche Interpretation im Sinne des Programms sein, die zwischen den geistlichen Stücken vermittelt – was für ein Anspruch! Aber er besteht am Ende doch zu Recht, angesichts der Dichte, die die „Sieben Worte“, „In croce“ und „Et exspecto“ durch die Intensität entwickeln, mit der sie hier vorgetragen werden.</p>
<p>Insbesondere das komplexe Zwie-, ja Trigespräch der „Sieben Worte“ ist der bewegende Glücksfall einer gelungenen Aufnahme Neuer Musik. Es wird von den beiden Solisten und dem Orchester mit so großer Sensibilität geführt, dass man die außergewöhnliche Präzision glatt überhört, mit der hier agiert wird. <a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Sofia-Gubaidulina-cc-Dmitri-Smirnov.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9208]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9225" title="Sofia Gubaidulina (CC BY-SA 3.0) Dmitri Smirnov" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Sofia-Gubaidulina-cc-Dmitri-Smirnov-119x150.jpg" alt="Sofia Gubaidulina (CC BY-SA 3.0) Dmitri Smirnov" width="119" height="150" /></a>Gubaidulinas text- aber keineswegs sprachlose Fassung der Kreuzesworte, inspiriert durch Schütz und Haydn, öffnet so von der ersten Sekunde an die Welt ihrer klanglichen Gesten und instrumentalen Metaphern. Eine Welt, die unter dem seit jeher gänzlich unzeitgemäßen Thema der Kreuzestheologie steht und sich hier – wie in dem ursprünglich für Cello und Orgel komponierten „In croce“ – auf vollkommen untheologische Weise manifestiert: als ein vielschichtiger künstlerischer Vollzug religiöser und humaner Motive – wenn man das Wort „Motiv“ denn einmal etwas aus der Musikwissenschaft befreien, und seiner Bedeutung einen Aspekt wie „Beweggrund“ hinzudenken will. Dieser ethische Grundzug ist der Musik Gubaidulinas eigen, und sie komponiert das Kreuzmotiv auf allen Ebenen, die ihr zur Verfügung stehen, bis in die Gestaltung des Notenbildes der „Sieben Worte“ hinein; sie nimmt den Atem der Balgbewegung und die mechanischen Geräusche des Akkordeons ebenso auf wie die Kreuzsymbolik, die in der Haltung des Cellos liegt, und die Klangsphären der Saitenbereiche vor und hinter dem Steg. Nicht zu vergessen die mathematischen Strukturen, die für Gubaidulina bekanntermaßen wichtig sind; sie stellen in einem musikalischen Prozess, der der Prozession nahe kommt, jene Ordnung her, die die Komponistin als den Zweck ihrer Musik begreift: als die „Wiederherstellung der Einbindung, als Wiederherstellung des ‚Legatos’ im Leben.“</p>
<p><img class="alignleft  wp-image-710" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Lässt sich Musik, die einem solchen Anspruch folgt, überhaupt auf CD pressen? Diese Frage habe ich mir mehr als einmal bei Werken Gubaidulinas gestellt, und halte es für ein unbedingtes Qualitätsmerkmal der vorliegenden Aufnahme, dass sie die Frage selbst nach wenigen Minuten verschwinden lässt. Die besondere CD, erschienen im November 2011.</p>
<p><em>Unser Gast-Rezensent Nils-Christian Engel studierte Evangelische Theologie in Tübingen, Prag, Leipzig und Halle (Saale). Er arbeitet als PR-Journalist, bevorzugt an Streicherthemen, mit der persönlichen Begeisterung eines Amateur-Cellisten.</em></p>
<div id="gdsr_mureview_block_9208_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 100px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Sofia Gubaidulina &#8211; Kadenza</strong> des <strong>Basque National Orchestra</strong> unter der Leitung von <strong>José Ramón Encinar</strong> und mit den Solisten <strong>Iñaki Alberdi</strong> (Akkordeon) und <strong>Asier Polo</strong> (Violoncello) ist am 14. November 2011 bei Etcetera Records (KTC 1433) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B005UU06BI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B005UU06BI" title="Basque National Orchestra, Ramón Encinar: Sofia Gubaidulina – Kadenza bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B005UU06BI/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B005UU06BI&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Sofia-Gubaidulina-geb-1931-Die-sieben-letzten-Worte/hnum/3001287" title="Basque National Orchestra, Ramón Encinar: Sofia Gubaidulina – Kadenza bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Sofia-Gubaidulina-geb-1931-Die-sieben-letzten-Worte/hnum/3001287?referer=');">jpc.de</a> <span style="font-size: xx-small;">(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</span> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Seven Words</li>
<li>In croce</li>
<li>Kadenza</li>
<li>Et exspecto</li>
</ol>
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		<title>Christianne Stotijn · Joseph Breinl: Stimme der Sehnsucht &#8211; Lieder by Pfitzner, Strauss and Mahler</title>
		<link>http://blog.codaex.de/2012/01/christianne-stotijn-%c2%b7-joseph-breinl-stimme-der-sehnsucht-lieder-by-pfitzner-strauss-and-mahler/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 16:00:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Sal Pichireddu</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der besondere Tipp]]></category>
		<category><![CDATA[Neuerscheinungen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[19. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[20. Jahrhundert]]></category>
		<category><![CDATA[Gustav Mahler]]></category>
		<category><![CDATA[Hans Pfitzner]]></category>
		<category><![CDATA[Lied]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Strauss]]></category>
		<category><![CDATA[Spätromantik]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin ein dunkler, verworr´ner Klang, Der weit aus Thule herüberdrang. Ich bin deiner Jugend verlühender Traum, Dein erster Kuß unterm Apfelbaum. Ich bin deine heil´ge Herzensnot, Ich ruf dich in Morgen- und Abendrot. Die Worte des Dichters Carl Busse (1872-1918) aus dem Gedicht Stimme der Sehnsucht, musikalisch umgesetzt von Hans Pfitzner im eröffnenden Titelstück [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Christianne-Stotijn-Stimme-der-Sehnsucht.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[9190]"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-9193" title="Christianne Stotijn: Stimme der Sehnsucht" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Christianne-Stotijn-Stimme-der-Sehnsucht-150x136.jpg" alt="Christianne Stotijn: Stimme der Sehnsucht" width="150" height="136" /></a></p>
<blockquote><p>Ich bin ein dunkler, verworr´ner Klang,<br />
Der weit aus Thule herüberdrang.<br />
Ich bin deiner Jugend verlühender Traum,<br />
Dein erster Kuß unterm Apfelbaum.</p>
<p>Ich bin deine heil´ge Herzensnot,<br />
Ich ruf dich in Morgen- und Abendrot.</p></blockquote>
<p>Die Worte des Dichters <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Carl_Hermann_Busse" title="Carl Busse auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Carl_Hermann_Busse?referer=');">Carl Busse</a> (1872-1918) aus dem Gedicht <a href="http://gedichte.xbib.de/Busse_gedicht_Stimme+der+Sehnsucht.htm" title="Carl Busse - Stimme der Sehnsucht" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/gedichte.xbib.de/Busse_gedicht_Stimme+der+Sehnsucht.htm?referer=');">Stimme der Sehnsucht</a>, musikalisch umgesetzt von Hans Pfitzner im eröffnenden Titelstück des neuen Albums der niederländischen Sängerin <a href="http://www.christiannestotijn.com/" title="Christianne Stotijn - Homepage" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.christiannestotijn.com/?referer=');">Christianne Stotijn</a>, charakterisieren sehr bildhaft, was den Hörer auf diesem Lieder-Album erwartet: Düster-schwermütige Spätromantik, melancholisch auf die Vergangenheit zurückblickend. Und die aus Delft stammende Mezzosopranistin belegt (einmal mehr), dass sie derzeit zu den besten Lied-Interpretinnen gehört. So variantenreich, so einfühlsam, so zart, so schmerzvoll, so kraftvoll, so stolz, so zerbrechlich singt heute kaum eine andere Sängerin Lieder.<br />
<span id="more-9190"></span><br />
Es sind Werke von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Pfitzner" title="Hans Pfitzner auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Hans_Pfitzner?referer=');">Hans Pfitzner</a> (1869-1949), <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Richard_Strauss" title="Richard Strauss auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Richard_Strauss?referer=');">Richard Strauss</a> (1864-1949) und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Mahler" title="Gustav Mahler auf de.wikipedia.org" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/de.wikipedia.org/wiki/Gustav_Mahler?referer=');">Gustav Mahler</a> (1860-1911), den drei wohl bedeutendsten Vertretern der letzten &#8216;großen&#8217; deutschsprachigen Lied-Komponisten-Generation, die durchtränkt sind von spätromantischer Sehnsucht. Doch Sehnen ist nicht gleich Sehnen: Wer meint, dass spätromantische Melancholie gleichförmig klingt, der wird überrascht sein, wie eigen die drei Komponisten das Thema Sehnsucht definierten und charakterisierten. Rastlos und aufgewühlt ist Pfitzners Sehnsucht und scheint Schuberts Erlkönig ewig zu zitieren, Strauss Sehnsucht ist verspielt scheint noch voller Erwartung und doch, in seiner Naivität, vor Enttäuschungen nicht gefeit, Mahlers Sehnsucht nach vergangenen, besseren Zeiten ist hoffnungslos und voller Schwermut. Und als Epilog des Albums, gleichsam als Hoffnungsschimmer, erklingt dann auch noch Strauss&#8217; &#8220;Morgen!&#8221; mit den tröstenden Worten »<em>Und am Morgen wird die Sonne wieder scheinen&#8230;</em>«. Nach so viel Schwermut und Sehnsucht ist dies ein beruhigender und versöhnlicher Abschluss.</p>

<a href='http://blog.codaex.de/2012/01/christianne-stotijn-%c2%b7-joseph-breinl-stimme-der-sehnsucht-lieder-by-pfitzner-strauss-and-mahler/richard-strauss-portrait-von-max-liebermann/' title='Richard Strauss (Portrait von Max Liebermann)'><img width="117" height="150" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Richard-Strauss-Portrait-von-Max-Liebermann-117x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Richard Strauss (Portrait von Max Liebermann)" title="Richard Strauss (Portrait von Max Liebermann)" /></a>
<a href='http://blog.codaex.de/2012/01/christianne-stotijn-%c2%b7-joseph-breinl-stimme-der-sehnsucht-lieder-by-pfitzner-strauss-and-mahler/hans-pfitzner/' title='Hans Pfitzner'><img width="117" height="150" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Hans-Pfitzner-117x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Hans Pfitzner" title="Hans Pfitzner" /></a>
<a href='http://blog.codaex.de/2012/01/christianne-stotijn-%c2%b7-joseph-breinl-stimme-der-sehnsucht-lieder-by-pfitzner-strauss-and-mahler/gustav-mahler-2/' title='Gustav Mahler'><img width="114" height="150" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2012/01/Gustav-Mahler-114x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Gustav Mahler" title="Gustav Mahler" /></a>

<p>Christianne Stotijn ist die Zeremonienmeisterin dieser Sehnsüchte mit einer geradezu magisch wandelbaren Stimme, kongenial assistiert vom Münchener Pianisten Joseph Breinl, dessen Spiel sich dem bald zerbrechlichen, bald kraftvollen Gesang der Stotijn genau anpasst. Breinls Spiel ist selbstbewusst genug, um nicht im Hintergrund unbemerkt zu bleiben, zurückhaltend genug, um den samtweichen Mezzosopran nicht in den empfindsamsten Momenten zu überdecken, kurzum: Die beiden sind ein perfekt aufeinander abgestimmtes Duo, auch wenn es für einen Pianisten schwer sein muss, neben so einer grandiosen Sängerin zu bestehen.</p>
<p>Bemerkenswert ist neben Stotijns überragenden Mahler-Interpretation, die ihresgleichen sucht, auch ihr überzeugender Einsatz für Pfitzners immer noch unterschätzte Lieder. Christianne Stotijns CDs sind stets Höhepunkte in der Lied-Nische des Marktes, diese &#8220;Stimme der Sehnsucht&#8221; ist ein weiteres Juwel ihrer bemerkenswerten Diskografie.</p>
<p><img class=" wp-image-710 alignleft" title="Die Besondere CD - Codaex" src="http://blog.codaex.de/wp-content/uploads/2010/02/Die-Besondere-CD-Codaex.jpg" alt="Die Besondere CD - Codaex" width="50" height="50" />Es gibt nicht viele Sängerinnen, die auf solch hohem Niveau so überzeugend die zu Unrecht in den Hintergrund gerückte Lied-Tradition erneuern und bewahren können. Christianne Stotijns &#8220;Stimme der Sehnsucht&#8221; ist ein echter Höhepunkt in der Lied-Diskografie des vergangenen Jahres. <em>Die besondere CD</em>, erschienen im November 2011.</p>
<div id="gdsr_mureview_block_9190_1" class="ratingmulti gdsr-review-block"><table class="gdmultitable" cellspacing="0" cellpadding="0"><tbody><tr class="mtrow row-even"><td>Musik und Interpretation</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-odd"><td>Klangqualit&auml;t</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr><tr class="mtrow row-even"><td>Cover und Aufmachung</td><td class="mtstars"><div style="text-align:left; padding: 0; margin: 0; background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png); height: 20px; width: 100px;"><div style="background: url(http://blog.codaex.de/wp-content/plugins/gd-star-rating/stars/oxygen/stars20.png) bottom left; padding: 0; margin: 0; height: 20px; width: 80px;"></div></div></td></tr></tbody></table></div>
<p>Die CD <strong>Stimme der Sehnsucht &#8211; Lieder by Pfitzner, Strauss and Mahler</strong> von <strong>Christianne Stotijn</strong> und <strong>Joseph Breinl</strong> ist am 18. November 2011 auf Onyx (ONYX 4075) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → <a href="http://www.amazon.de/gp/product/B00647CO8E/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=klassikdtdast-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B00647CO8E" title="Christianne Stotijn - Stimme der Sehnsucht bei amazon.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.amazon.de/gp/product/B00647CO8E/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8_amp_tag=klassikdtdast-21_amp_linkCode=as2_amp_camp=1638_amp_creative=19454_amp_creativeASIN=B00647CO8E&amp;referer=');">amazon.de</a> und → <a href="http://www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Christianne-Stotijn-Stimme-der-Sehnsucht/hnum/1600643?iampartner=n31" title="Christianne Stotijn - Stimme der Sehnsucht bei jpc.de" target="_blank" class="liexternal" onclick="pageTracker._trackPageview('/outgoing/www.jpc.de/jpcng/classic/detail/-/art/Christianne-Stotijn-Stimme-der-Sehnsucht/hnum/1600643?iampartner=n31&amp;referer=');">jpc.de</a> <small>(Links öffnen die jeweilige Produktseite)</small> bestellt werden.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Inhalt</span>:</p>
<ol>
<li>Hans Pfitzner &#8211; Lieder
<ul>
<li>Stimme der Sehnsucht</li>
<li>Nachts</li>
<li>Lockung</li>
<li>Nachtwanderer</li>
<li>Abschied</li>
</ul>
</li>
<li>Richard Strauss &#8211; Lieder
<ul>
<li>Ständchen</li>
<li>Der Dichters Abendgang</li>
<li>Schlechtes Wetter</li>
<li>Nachtgang</li>
<li>All mein&#8217; Gedanken</li>
<li>Befreit</li>
<li>Zueignung</li>
</ul>
</li>
<li>Gustav Mahler &#8211; Kindertotenlieder
<ul>
<li>Nun will die Sonn&#8217; so hell aufgeh&#8217;n</li>
<li>Nun seh&#8217; ich wohl, warum so dunkle Flammen</li>
<li>Wenn dein Mütterlein</li>
<li>Oft denk&#8217; ich, sie sind nur ausgegangen</li>
<li>In diesem Wetter</li>
</ul>
</li>
<li>Richard Strauss &#8211; Morgen</li>
</ol>
<p><img src="http://vg02.met.vgwort.de/na/cb7cd28c56be48639c24b19469ba9e25" alt="" width="1" height="1" /></p>
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