Die englische Violinistin Tasmin Little hat mir ihrem aktuellen Album, einer Neuaufnahme des Violinkonzertes in h-Moll, op. 61 von Edward Elgar (1857-1934), eine der interessantesten Neuerscheinungen des neuen Jahres vorgelegt. Ihr honigsüßes, weiches, aber kraftvolles Spiel macht aus populären Konzert ein echtes Schmuckstück (s. dazu auch meine Besprechung → hier). Doch die britische Violinistin glänzt nicht nur als Interpretin hochromantischer Stücke, sie glänzt auch als Interpretin Alter und Neuer Musik.
Auf ihrer Homepage kann man exklusiv seit 2008 ihr Album »The Naked Violin« komplett kostenlos als MP3 → downloaden. Darauf finden sich virtuose Solo-Stücke für Violine von Johann Sebastian Bach (1685-1750), Eugène Ysaÿe (1858-1931) und Paul Patterson (b.1947). Mit diesem Angebot geht es Tasmin Little offenbar darum, auch unerfahrenere, jüngere Hörer auf ihre Musik aufmerksam zu machen. Ein besonderes Highlight ist auf dem Album Bachs
Partita No. III in E-Dur, BWV 1006 für Violine solo
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Passend zum Album kann man nicht nur das Artwork zum Ausdrucken, sondern auch kurze gesprochene Einführungen zu den einzelnen Stücken downloaden, so dass man tatsächlich so etwas wie eine “Schulstunde” (auf Englisch) daraus machen kann.
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Die aktuelle SACD Edward Elgar – Violin Concerto · Interlude from ‘The Crown of India” · Polonia von Tasmin Little und dem Royal Scottish National Orchestra unter der Leitung von Andrew Davis ist am 14. Januar 2011 auf Chandos (CHSA 5083) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Der niederländische Bariton Thomas Oliemans sorgte mit seiner Neueinspielung des Schwanengesang von Franz Schubert (1797-1828) für das Etcetera-Label für eine erste Überraschung im diskografisch noch jungem Jahr. Zusammen mit dem erfahrenen schottischen Liedbegleiter Malcolm Martineau hat der32-jährige Oliemans eine überzeugende, jugendliche, aber durch und durch nachvollziehbare Interpretation der letzten Lieder Schuberts vorgelegt, die sich durchaus an den Einspielungen bekannterer Sänger messen lassen kann.
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Dieses Video entstand bei den Aufnahmen des Albums im März 2010 in der All Saints Church in East Finchley, London. Die Dialoge sind zum größten Teil auf Niederländisch, lassen sich aber mit etwas Sprachgefühl gut verstehen.
Meine Besprechung zum Album (‘Der besondere Tipp 01/11′) findet man → hier.
Die CD Franz Schubert – Schwanengesang des Bariton Thomas Oliemans, begleitet von Malcolm Martineau ist am 14. Januar 2011 auf Etcetera (KTC 1420) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Schon vor Monatsfrist habe ich in der Rubrik »Internet-Tipp am Monatsende« auf ein → Schmankerl (nämlich Chopins Ballade No. 3, op. 47) des kanadischen Pianisten Marc-André Hamelin hingewiesen, der gerade mit seinem Album »Études« (CD des Monats, September 2010, s. → Artikel) Kritiker und Publikum gleichermaßen in Erstaunen versetzt hat.
Dieses Mal möchte ich den Blog-Lesern zum Monatsende einen Podcast der Bostoner Radiostation WGBH ans Herz legen, in dem Marc-André Hamelin zusammen mit dem Klarinettisten James Campbell die späten Sonate für Klarinette und Klavier in f-Moll, op. 120/1 von Johannes Brahms (1833-1897) spielt.
Diesen Podcast kann man auch → hier als 128 kbps-MP3 (21,87 MB) kostenlos herunterladen (mit der rechten Maustaste den Link anklicken und “Ziel speichern unter” auswählen).
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Die aktuelle CD von Marc-André Hamelin »Études« ist am 17. September 2010 bei Hyperion (CDA 67789) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Der kanadische Pianist Marc-André Hamelin hat mit seiner jüngsten Veröffentlichung Études für das britische Label Hyperion seine erste CD vorgelegt, auf der ausschließlich Eigenkompositionen zu hören sind. Damit hat er offenbar genau den Nerv der Kritik (auch hier im Blog mit der CD des Monats, September 2010, s. → Artikel) und des Publikums getroffen: Sein durch und durch virtuoses, makelloses Spiel und seine Hingabe, seine Authentizität suchen in der Klassikwelt ihresgleichen. Dass Hamelin nicht nur ein guter Interpret seiner eigenen Werke ist, ist freilich schon länger bekannt. Trotzdem macht es immer wieder Freude solch einem Ausnahmemusiker ‘bei der Arbeit’ zuzusehen. Hier spielt der Kanadier die Ballade No. 3, op. 47 von Frédéric Chopin:
Die aktuelle CD von Marc-André Hamelin »Études« ist am 17. September 2010 bei Hyperion (CDA 67789) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Das flämische Ensemble B’Rock sorgt – nicht nur im heimatlichen Belgien – für frischen Wind in der Alte-Musik-Szene. Hier nun, als Gruß zum Monatsende, zwei kleinere Konzerte von Antonio Vivaldi (1678-1741), namentlich die Konzerte RV 114 in C-Dur und RV 121 in D-Dur. Das Orchester wird (in diesem Fall) geleitet von Frank Agsteribbe (am Cembalo).
Dass man in Nordamerika längst nicht so streng zwischen U- und E-Musik, zwischen klassischer Musik und Popmusik trennt wie bei uns in Europa ist hinlänglich bekannt. Was in der Alten Welt bisweilen noch zu Irritationen führen kann, ist in Kanada und den USA längst Alltag: Die Orchester sind zu Brückenbauern geworden und eröffnen mit ihren Bearbeitungen populärer zeitgenössischer Musik neue Hörerschichten peu à peu für andere musikalische Genres; dasselbe gilt freilich auch in die andere Richtung.
Hier ein Video der franko-kanadischen Violinistin Angèle Dubeau (ihre aktuelle CD “Arvo Pärt – Portrait” war ‘die besondere CD’ im Juni 2010, s. die → Besprechung hier auf blog.codaex.de) an der e-Violine (!) mit einem temperamentvollen Abba-Tribute-Medley, arrangiert von Sergei Dreznin für-Violine, Streichorchester und Klavier. Man beachte bitte das Violinensolo am Ende, dass jedem gestanden Hardrock-Gitarristen zur Ehre gereichen würde.
Das aktuelle Album von Angèle Dubeau & La Pietà,Arvo Pärt – Portrait, ist am 25. Juni 2010 auf Analekta (2 8731) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Erst vor einigen Tagen besprach ich auf diesen Seiten die neue CD des österreichischen Quadriga Consort “Songs from the British Isles” (‘Die besondere CD’ Juli 2010, Besprechung s. → hier), auf der das Septett mit viel Fingerspitzengefühl alte (Folk-) Songs von den britischen Inseln historisch-informiert auf Originalinstrumenten vorträgt. Sie belegen (einmal mehr), dass E- und U-Musik mehr Berührungspunkte haben, als man glauben möchte und dass man Alte Musik auch so gestalten kann, dass sie Hörerschichten anspricht, die mit dem, was sonst unter dem Label ‘klassische Musik’ definiert wird, nicht viel anfangen können. Ausgerechnet die Alte Musik erweist sich hier als guter Einstieg in die Klassik-Welt.
In der neuen Rubrik “Internet-Tipp zum Monatsende” möchte ich in Zukunft besondere Fundstücke aus dem Internet von Codaex-Künstlern präsentieren. Das kann ein besonders sehens- und hörenswertes Youtube-Video sein, dass kann, wie diesen Monat, ein kostenloser Download oder Ähnliches sein. Einfach nur so – aus Freude an der Musik.
Dass die Münchenerin Arabella Steinbacher (*1981) eine der talentiertesten und versiertesten Violinistin ihrer Generation ist, hat sie auf zahlreichen Konzerten und mehrfach ausgezeichneten CD-Veröffentlichungen unter Beweis gestellt, zuletzt mit der Aufnahme der Violinkonzerte von Antonín Dvořák und Karol Szymanowski, die für das audiphile Label PentaTone entstand.
Dass sie auch bei solch einem komplexen und schwierigen (und wundervollen) Werk wie der berühmten Chaconne aus der Partita für Violine solo Nr. 2 d-moll BWV 1004 von Johann Sebastian Bach brilliert, belegt der Live-Mitschnitt von den Bruchsaler Schlosskonzerten vom 10.10.2008, den man derzeit als “Musikstück der Woche” beim südwestdeutschen Kultursender SWR 2 kostenlos downloaden kann.
Den einführenden Artikel zur Chaconne Bachs “Eine Welt für sich in 256 Takten” findet man → hier
Den Mitschnitt gibt es als kostenlosen Download → hier (rechte Maustaste klicken und “Ziel speichern unter…” auswählen)
Das aktuelle Album von Arabella Steinbacher und dem RSO Berlin unter Marek Janowski mit den Violinkonzerten von Antonín Dvořák und Karol Szymanowski ist im Oktober 2009 auf PentaTone (5186 353) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.
Es muss nicht immer ein wilder Maitanz sein: blog.codaex.de wünscht allen Lesern, dass sie gut in den Wonnemonat Mai gelangen, ob tanzend, feiernd, gar um um Feuer kreisend, oder einfach nur so, mit etwas Musik.