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Klassische Gitarre - (cc-by-sa 2.0) Martin Möller (Ausschnitt)Wenn ich ehrlich bin, dann wundert es mich immer wieder, dass viele Gitarrenmusik-CDs in den Klassik-Abteilungen der großen Plattenläden so ein Nischen-Dasein fristen. Die akustische Gitarrenmusik hat Schnittmengen mit (quasi) allen Bereichen der Musik: Folk, Klassik, Jazz, Pop. Wenn man Musik auf sechs Saiten reduziert, scheint es nebensächlich zu sein, ob man das Werk der einen oder anderen Musikwelt zuspricht. Gitarristen sind in erster Linie Gitarristen und definieren sich nicht über ein einziges, abgrenztes Genre. So gibt es sehr gelungene ‘klassische-Musik’-CDs von Rock-Gitarristen, beispielsweise von Steve Hackett (Ex-Genesis) und von Jazz-Größen wie John McLaughlin, der zum Beispiel ein sehr gelungenes ‘klassisches’ Gitarrenkonzert komponiert hat. Der Flamenco-Gitarrist Paco De Lucía hat eigens für sein Album Paco De Lucia plays Manuel De Falla (1978) Noten lesen gelernt und auf der anderen Seite hat der australisch-britische ‘klassische Gitarrist’ John Williams in seiner Karriere immer wieder mit Jazz und Rock experimentiert – so gründete er unter anderem Mitte der 1970er Jahre die Progressive-Rock-Band Sky. Kurzum: Die Gitarre vermag viele Hörer (und Musiker) ganz unterschiedlicher Genres anzusprechen.
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Neue CDsIn der Rubrik Vorschau wird am Monatsbeginn ein ausgewählter Überblick über die interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb präsentiert. Ein Teil dieser vorgestellten Titel wird dann im Laufe der kommenden Wochen im Blog noch ausführlicher besprochen

Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 24. Februar 2012.

Die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter mit Infos zu allen anstehenden Veröffentlichungen im Codaex-Vertrieb kann man → hier abonnieren.

Im gestrigen Teil I der Vorschau stellte ich 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik vor; heute folgen die (aus meiner Sicht) besonders vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Vokalmusik 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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Neue CDsIn der Rubrik Vorschau präsentiere ich immer zu Monatsbeginn einen ausgewählten Überblick über die (aus meiner Sicht) interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb, die im Laufe des jeweiligen Monats (üblicherweise in der zweiten Monatshälfte) in den Handel kommen. Einige dieser Titel werden im Laufe der kommenden Wochen hier im Blog besprochen.

Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb erscheinen am 24. Februar 2012.

Die monatliche Codaex-Neuheiten-Newsletter mit Infos zu allen anstehenden Veröffentlichungen im Codaex-Vertrieb kann man → hier abonnieren.

Im heutigen Teil I der Vorschau präsentiere ich meine Favoriten aus den Bereichen 1. Orchesterwerke und 2. Kammermusik; morgen im Teil II folgen dann die Höhepunkte der Neuerscheinungen aus den Bereichen 3. Vokalmusik, 4. Alte Musik und 5. Neue Musik.
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Sa Chen · Gulbenkian Orchestra, Lawrence Foster: Sergei Rachmaninov - Edvard Grieg - Piano ConcertosDie Tonart-Redaktion des westdeutschen Kultursenders WDR 3 sah vor kurzem die chinesische Pianistin Sa Chen, immerhin Preisträgerin der 12. Van Cliburn International Piano Competition 2005), als durchaus ernsthafte Konkurrentin für Stephen Houghs exzellente Grieg-Einspielung (nachzuhören im Podcast zur Sendung auf → dieser Seite).

Nun, zum Monatsende, können sich auch die blog.codaex.de-Leser von ihrer außerordentlichen Virtuosität und von ihren überdurchschnittlichen interpretatorischen Qualitäten überzeugen, zum einen in diesem halbstündigen Film, der die Aufnahmen zu ihrem aktuellen Grieg/Rachmaninov-Album dokumentiert:

oder, zum anderen, mit diesem separaten Video (ein Ausschnitt des langen Films oben) des 2. Satzes des Klavierkonzerts in a-Moll, op. 16 von Edvard Grieg:

Die SACD Sergei Rachmaninov / Edvard Grieg – Piano Concertos von Sa Chen mit dem Gulbenkian Orchestra  unter der Leitung von Lawrence Foster ist am 18. November 2011 auf Pentatone (CDA67824) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Es gibt etwas ungemein Internationales an der Musik des US-amerikanische Komponisten Philip Glass (*1937). Kaum ein anderer lebender zeitgenössischer Komponist kann auf ein so großes, geradezu weltweites Netz von Bewunderern und Förderern, von Musikern und Hörern blicken, wie der in Maryland geborene, seit Jahren in New York fest verwurzelte Glass. Philip Glass (Florenz 1993) - Bild: (cc-by-sa 2.0)  Pasquale SalernoDie Werke des Musikers und Komponisten werden überall auf der Welt (ur-)aufgeführt und selbst seine Opern feiern beileibe nicht nur in seiner Heimat große Erfolge. Ob Finnland, die Niederlande, Deutschland Österreich, Schweiz, Italien, Frankreich, England, Portugal oder, wie im Fall der neuen Veröffentlichung In The Penal Colony des Glass-eigenen Label Orange Mountain Music, Wales: Die Musik von Philip Glass scheint überall heimisch zu sein, scheint überall verstanden zu werden. Dieses Finden einer universell verständlichen musikalischen Sprache ist sicher eines der Geheimnisse, die Glass zu einem der wichtigsten und kommerziell erfolgreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts machen.
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Dass Mitteleuropa zu Zeiten des Barocks ein Zentrum für Musik, speziell für sakrale Musik war, ist wohl kein Geheimnis mehr. Dass unser Blick heute dabei stark auf Johann Sebastian Bach (1685-1750) fokussiert ist, mag viele gute und berechtigte Gründe haben, dass wir dabei aber oft andere originelle und hörenswerte Komponisten allzu leichtfertig übergehen ist ebenso unbestritten. Ein gutes Beispiel für solch einen immer noch unterschätzten Komponisten ist der aus Böhmen stammende, lange Zeit in Dresden wirkende Jan Dismas Zelenka (1679-1745). Dieser komponierte, laut Wikipedia, »höchst originelle und unkonventionelle Orchester- und Vokalwerke«, die auch außerhalb seiner Heimat denselben hohen Stellenwert genießen sollten, die ihnen gebühren.
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FBenedict Klöckner: Robert Schumann - Cellokonzertür das Debüt des deutschen Cello-Nachwuchsstars Benedict Klöckner (Jahrgang 1989; 2010 1. Preisträger des New Talent Wettbewerbs der EBU) hat sich das Leipziger Label Genuin für ein interessantes Experiment eingelassen: Ausgewählte wurde das bekannte Cellokonzert in a-Moll, op. 129 von Robert Schumann (1810-1856), jedoch in zwei völlig neuen Besetzungsvariationen: Zum einen in einer Fassung für Cello und Streichorchester, zum anderen in einer Fassung für Cello Quartett. Letzteres wurde von den vier Cellisten Benedict Klöckner und Leander Kippenberg, Lukas Sieber sowie Michael Preuß eingespielt, die Streicherfassung entstand abermals mit Benedict Klöckner als Solisten und der Deutschen Streichephilharmonie unter Michael Sanderling. Dieses “Spitzen-Nachwuchsstar musiziert mit Spitzen-Nachwuchsorchester”-Konzept fand in der Rubrik »Take 5« beim mitteldeutschen Kultursender mdr Figaro lobende Erwähnung.
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Jens-Uwe Popp: OremusDas fängt ja gut an! Kaum ist das Solo-Debüt des Hamburger Gitarristen Jens-Uwe Popp bei Querstand erschienen, schon gibt es die erste Traum-Besprechung für das Album Oremus. Dreimal die volle Punktzahl, also 10 von 10 Punkten gab es jeweils für die künstlerische Qualität, die Klangqualität und den Gesamteindruck des Albums auf der Website des großen deutschsprachigen Klassik-Portals Klassik Heute.

In der Rezension von Michael B. Weiß ist nachzulesen, dass die CD »mehr eigene künstlerische Aussage als Kompilation von klingenden Deutungen fremder Kompositionen« ist und dass das Ergebnis

»ein faszinierendes Hörerlebnis [ist], gerade, weil Popp die insgesamt 13 Nummern der vier Komponisten [Francisco Tárrega, Antonio Lauro, Agustin Barrios-Mangoré und Miguel Llobet] mehr als eine Einheit darstellt denn als eine nur lose zusammenhängende oder kontrastierende Folge.«

Hier noch ein Video als Appetit-Happen, das während der Aufnahmen zu Oremus entstand:

Die vollständige Besprechung von Michael B. Weiß kann man → hier nachlesen.

Die CD Oremus von Jens-Uwe Popp ist am 20. Januar 2012 beim Label Querstand (VKJK 1127) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Klavier (Konzertflügel) - (cc--by-sa 2.5) Andreas PraefckeDie Romantik war zweifelsohne die Epoche des Klavierkonzerts. Zwar gab es schon im Barock und in der Klassik zahlreiche Klavier- (bzw. Cembalo-) Konzerte, doch zu keiner anderen Zeit blühte das Genre so sehr auf, wie in der Romantik. Dafür mag es viele Gründe geben: Die fortschreitende technische Verbesserung des Klaviers und der Bau großer Konzerthallen, die Verbürgerlichung der Gesellschaft und die Verstädterung der europäischen Kulturnationen, die das Aufkommen einer internationalen Konzertkultur begünstigte, das daraus resultierende Virtuosentum, das eine Vielzahl an “Stars” hervorbrachte und – last but noch least – das Wesen des Klavierkonzerts selbst, das in seiner Anlage der romantischen Musik entgegenkommt, wo ein facettenreiches Soloinstrument im Dialog (oder manchmal im Disput) mit dem Orchester steht. Das Klavier teilte sich die Aufmerksamkeit des Publikums mit relativ wenigen anderen Solo-Instrumenten, allen voran der Violine. Einige andere Solo-Instrumente, etwa das Cello, die Viola oder die Gitarre, erlangten bei einzelnen Komponisten oder in einzelnen Ländern eine gewisse Bedeutung, gegen die Übermacht des Klaviers in der Romantik konnte kein Instrument bestehen.
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Dmitri ShostakovichÜber die Persönlichkeit des sowjetischen Komponisten Dmitri Shostakovich (1906-1975) ist von der Musikwissenschaft in den letzten Jahrzehnten viel spekuliert worden. Anstoß dieser regelrechten Psychologisierung der Musik Shostakovichs war wohl das Buch des russisch-amerikanischen Musikwissenschaftlers Solomon Volkov Zeugenaussage (besser bekannt unter dem englischen Titel Testimony, 1979), der vermeintlichen Autobiografie Shostakovichs. Auch wenn es heute starke Zweifel an der Authentizität der angeblichen Aussagen Shostakovichs gibt (Volkov stilisiert Dmitri Dmitriyevich als anti-sowjetische, regimekritische Persönlichkeit, deren Werke fast ausschließlich als verbissene Kritik am Stalinismus  zu interpretieren sind), war das Buch der Anlass für eine Neubewertung der Musik Shostakovichs im Ausland, der im Westen zuvor als regimetreuer Muster-Komponist des Ostblocks galt.  Wahrheit oder Fiktion: Volkovs Buch lehrte einen neue, genauere Analyse des Œuvre Shostakovichs und ermöglichte den Blick auf das Matrjoschka-Prinzip in dessen Musik, bei dem die eigentliche Botschaft hinter einer vordergründigen Hülle verborgen bleibt. Erst jetzt wurde man Shostakovichs seelischer Zerrissenheit im Spiegel seiner Musik gewahr.
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