Archiv für April 2012

Pascal Rogé - The Debussy EditionGerade erst von einigen Tagen ist die 5-CD-Box The Debussy Edition des französischen Pianisten Pascal Rogé auf Onyx Classics erschienen, da informiert uns das englische Label über einen bedauerlichen Fehler bei der Produktion der CDs. Der Inhalt der CDs 4 und 5 ist identisch. Sie werden nun von den Händlern vorübergehend aus dem Sortiment genommen und retourniert. Derzeit wird die CD 4 der Box eiligst nachgepresst, so dass die Boxen bald mit der korrekten CD wieder in den Handel zurückkehren können. Käufer, die bereits eine Box im Handel erworben haben, können diese selbstverständlich umtauschen. Codaex Deutschland bittet im Namen von Onyx Classics bei allen Händlern und Kunden um Entschuldigung für den Fehler.

Die 5-CD-Box The Debussy Edition von Pascal Rogé ist am 20. April auf Onyx Classics (ONYX 4095) erschienen und kann demnächst wieder im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Es ist wohl schon viel, wenn man den Namen Joseph Achron (1886-1943) einmal irgendwo aufgeschnappt hat, wenn der Gedanke an eine Geige dabei aufleuchtet, und sich vielleicht sogar noch Jascha Heifetz an derselben hinzugesellt – nun, wenigstens ging es mir so. Achron – Achron? Ja richtig! Die „Hebräische Melodie“ op. 33, die sich auf Samplern jüdischer Musik so gut mit anderen Stücken wie Bruchs Kol Nidrei verträgt, aber auch gegen Brahms oder Bach in der Nachbarschaft nichts einzuwenden hat.

Hagai Shaham & Arnon Erez: Joseph Achron – Complete Suites for Violin and PianoWer also war dieser Joseph Achron? In die Lücke, die sich sogleich mit imposanter Tiefe und Weite öffnet, setzt das entdeckungsfreudige britische Label Hyperion nun eine CD mit dem Violinisten Hagai Shaham und Arnon Erez am Piano, deren Titel „Achron: Complete Suites for Violin and Piano“ nichts anderes ist als eine Tiefstapelei erster Güte. Denn wenn auch der Gravitationspunkt der üppigen Materialfülle auf dieser Doppel-CD sicher bei den drei Suiten op. 21-23 liegt – was darüber hinaus zu hören ist, stellt einen wunderbar einfallsreichen, versierten Komponisten vor, der mittels seiner eigenen Virtuosität auf der Geige atemberaubend schöne Violinliteratur verfasst hat. Wie konnte so jemand nur so gründlich in Vergessenheit geraten? Den Rest des Eintrages lesen »

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Jazz and Spirit? Jazz und geistliche Musik? Man stutzt zunächst: Geht denn das überhaupt? Doch dann erinnert man sich an Jacques Loussier und seinen swingendes Play Bach der 1960er Jahre (bei dem allerdings hauptsächlich weltliche Werke Bachs verarbeitet wurden). Und richtig: Die Negro Spirituals der afroamerikanischen Christen-Gemeinden des frühen 20. Jahrhunderts waren einer der frühesten Einflüsse auf die sich formierende Gattung des Jazz. Es gibt also Berührungspunkte zwischen Jazz und geistlicher Musik, aber trotzdem: Jazz und Alte Musik? Kann das Sinn machen oder bleibt es bei einer Kuriosität?

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Michael Nyman - SublimeAnfang Mai erscheint die streng limitierte Sammleredition “Sublime” des britische Komponisten Michael Nyman (*1944). In einer Auflage von nur 200 Stück weltweit veröffentlicht, wird die aufwendig gestaltete Box eine CD mit 20 bisher unveröffentlichten Stücken aus Michael Nymans Schaffen und ein Fotobuch mit Bildern Nymans sowie Memorabilia beinhalten. Das Buch (“The Photobook”) enthält Bilder aus Paris, Barcelona, Venedig, New York, Mexiko, und Hongkong, die nach visuellen Rhythmen und Musiksystemen ausgewählt, geordnet und bearbeitet wurden.

Die Box ist handsigniert und nummeriert. Um eine ‘gerechte’ Verteilung der Box zu gewährleisten, darf jeder Vertrieb rund um den Globus immer nur höchstens fünf Exemplare auf einmal bestellen. Bei Interesse kann man “Sublime” beim Händler seines Vertrauens vorbestellen (Katalognr. MNRBKCD100, EAN-Code 5060211140112).

Weitere Informationen über dieses exklusive Sammlerobjekt findet man hier:

http://www.mnrecords.com/product2.html?book=MNRBKCD100

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Die Romantik war reich an Persönlichkeiten, die es zu Lebzeiten zu einer beachtlichen Popularität brachten und die, kaum das sie verstorben waren, in (fast) völlige Vergessenheit gerieten. Sicher, einige haben den Zahn der Zeit überstanden, weil ihre Verdienste rückblickend vielleicht doch noch so herausragend waren, wie es die Mode zuerst scheinen ließ, doch anders herum sollte man niemals davon ausgehen, dass alle heute (halb) vergessenen Künstler zu Recht in den Untiefen der Zeit verschwunden sind, weil sie auf jeden Fall von ihren heute  noch bekannten Zeitgenossen in allem überragt wurden. Die CD-Reihe The Romantic Piano Concerto des britischen Labels Hyperion belegt seit 1991 in mittlerweile 56 Ausgaben, dass die Romantik reich an Schätzen ist, die es zu entdecken gilt.
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Im Schatten eines so gewichtigen Jubiläums wie des Liszt-Jahres 2011 lehnt man sich gern ein wenig zurück, und wenn die kulturelle Sättigung überhaupt noch ein Dessert zulässt, dann ist die Aussicht auf kammermusikalische Häppchen des gefeierten Meisters doch eine überaus angenehme. „Lecker!“ Mit ungefähr diesem Gefühl nimmt der Rezensent im Frühjahr 2012 die neue CD des jungen Salzburger Ausnahme-Violinisten Thomas Albertus Irnberger in die Hand, die – in der vertrauten klassisch-schönen Aufmachung des Labels Gramola mit Schuber und üppigem Beiheft – „Franz Liszt and the Violin“ vorstellt. Die Speisekarte auf der Rückseite verheißt schon beim Überfliegen Gutes aus Ungarn, „Zigeuner“ ist da zu lesen, ein Gang namens „Rhapsodie hongroise“, abgerundet durch einen Schuss Venedig in der „lugubre gondola“. So gleitet die CD in das Wiedergabegerät, und ob das Glas Rotwein dem Hörgenusse dienen soll oder umgekehrt, ist keineswegs ausgemacht. Es wird, das sei verraten, am Ende des Abends unbemerkt geleert worden sein – denn Irnberger und sein Klavierpartner Edoardo Torbianelli reichen keine Nascherei, sondern entführen den Hörer auf einen anregenden Spaziergang, die sprichwörtlichen tausend Schritte nach dem Mahl, die einen mit reichlich frischer Luft auf gute Gedanken bringen. Den Rest des Eintrages lesen »

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Dmitri ShostakovichBei allem Ruhm: Dmitri Shostakovich (1906-1975) und seine sowjetischen Komponisten-Kollegen hatten es nicht leicht: Im Westen stand ihre Musik unter dem Generalverdacht, gleichgeschaltete, ideologisierte Propaganda-Musik zu sein, im Ostblock drangsalierten die Behörden die Künstler und warfen ihnen schnell bourgeoise und formalistische Tendenzen vor; das Volk wiederum verachtete allzu angepasste Erfüllungsgehilfen des Parteiapparats. In diesem Spannungsfeld eine individuelle Sprache zu finden die den eigenen Ansprüchen genügt, war gewiss nicht leicht und so manch einer zerbrach an der Aufgabe. Shostakovichs permanenter Spagat zwischen reeller Bedrohung durch die stalinistischen Apparatschiks der Kulturbehörden und der Über-Anpassung als bekanntester und erfolgreichster Komponist der Sowjetunion (zumindest nach dem Tode von Sergei Prokofiev 1953 war Shostakovich die Gallionsfigur der sowjetischen Musik) hinterließ in seiner fragilen Gesundheit und Psyche deutliche Spuren, die auch sein Œuvre in nicht unerheblichem Maße beeinflussten.
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Wolfgang Amadeus Mozart - Signatur1767 komponierte Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791) als gerade einmal Elfjähriger sein erstes Bühnenwerk Apollo et Hyacinthus. Das opernhafte Intermezzo (mit eineinhalbstündiger Laufzeit) entstand als Auftragsarbeit für die Schuljahrsabschlussfeier der Universität Salzburg nach einem lateinischen Libretto des Benediktinerpaters und Professors Rufinus Widl.

Das englische Orchester Classical Opera Company, wie der Name schon sagt, ein Ensemble, das sich ausschließlich auf Opern von Mozart und seinen Zeitgenossen spezialisiert hat, legt unter der Leitung von Ian Page in Kürze eine Neuaufnahme von Apollo et Hyacinthus vor. Die bei Linn Records erscheinende Produktion ist die erste einer geplanten Mozart-Reihe des Originalinstrumente-Ensembles, bei der alle Opern Mozarts eingespielt werden sollen.

Um die Vorfreude auf diese hochklassige Produktion zu steigern, gibt es vorab schon einmal ein einführendes, rund 15 Minuten langes Video, das das Werk und die beteiligten Solisten (Klara Ek, Sophie Bevan, Lawrence Zazzo, Andrew Kennedy, Christopher Ainslie) vorstellt.

Apollo et Hyacinthus – recording Mozart’s first opera von TallWall Media auf Vimeo.

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Codaex Logo (weiß)Codaex ist der unabhängige CD- (und DVD-) Vertrieb in Europa und umfasst eine Reihe der innovativsten und interessantesten Labels aus Großbritannien, Frankreich, Niederlande, Deutschland, Österreich, Spanien und dem restlichen Europa.

Um ein möglichst abwechslungsreiches Angebot präsentieren zu können, wird das breite Spektrum der von Codaex vertriebenen Plattenfirmen stetig erweitert. Gleich drei neue Label sind im Klassik-Sektor seit April im Codaex-Vertrieb.
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Die Zeiten ändern sich. Wer hätte noch vor einigen Jahren gedacht, dass ein Orchester aus der Türkei für kulturelles Aufsehen sorgt, sowohl musikalisch, als auch programmatisch — bei allem Respekt: Die Türkei ist doch für die allermeisten im Westen klassisches Niemandsland, bei dem man eher orientalisch-süßliche Popmusik denkt, als an große, ach-so-erhabene abendländische Musiktraditionen. Aber die Zeiten für selbstverliebte Euro-Zentristen sind schwer geworden: Gute Klangkörper müssen heutzutage längst nicht mehr aus den Kernländern der europäischen Musiktradition kommen, im Gegenteil: Während man sich in weiten Teilen Europas noch auf den Lorbeeren vergangener Tage ausruht, entstehen in den ‘weißen Flecken’ auf der Musiklandkarte immer häufiger spannende, aufregende und hochklassige Projekte, die unverkrampft und neugierig die Musikwelt aufmischen. Das ist im Jazz so, das ist im zunehmenden Maße auch in der Rock- und Popmusik so und das ist längst auch in der Klassik-Welt so.
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