Vorschau auf interessante Codaex-Veröffentlichungen im Januar 2011 – Teil I: Orchesterwerke · Kammermusik · Alte Musik
Geschrieben von Sal Pichireddu in Vorschau
Auf ein Neues: In der Rubrik Vorschau präsentiere ich immer zu Monatsbeginn einen ausgesuchten Überblick über die (aus meiner Sicht) interessantesten Neuerscheinungen im Codaex-Vertrieb, die im Laufe des jeweiligen Monats (üblicherweise in der Monatsmitte) in den Handel kommen. Einige dieser Titel werde ich genauer im Laufe des Monats besprechen.
Alle folgenden (und noch viele weitere) Titel im Codaex-Vertrieb kommen am 14. Januar 2011 in den Handel.
Im heutigen 1. Teil der Vorschau präsentiere ich meine Auswahl an besonders interessanten und vielversprechenden Neuerscheinungen aus den Bereichen 1. Orchesterwerke, 2. Kammermusik und 3. Alte Musik vor; morgen in Teil II folgen dann die Neuerscheinungen aus den Bereichen 4. weltliche Vokalmusik (Oper und Lied) und 5. Wiederveröffentlichungen und historische Aufnahmen.
1. Orchesterwerke
Gabriel Pierné
Piano Concerto op. 12 · Divertissements sur un Thème Pastoral · Suites from “Ramuntcho” · Marche des petits soldats de plomb
BBC Philharmonic, Juanjo Mena – Jean-Efflam Bavouzet, Klavier
Der aus Metz in Lothringen stammende Gabriel Pierné (1863-1937) war zu Lebzeiten als Organist, Komponist und Dirigent in seinem Heimatland sehr erfolgreich. Sein eigenes Œuvre umfasst Opern, Ballette, Oratorien, Orchester- und kammermusikalische Werke. Der französische Pianist Jean-Efflam Bavouzet hat mit dem BBC Philharmonic unter der Leitung von Juanjo Mena und das Klavierkonzert in c-Moll op. 12, zwei Suiten aus der Theatermusik “Ramuntcho” und kleinerer Orchesterwerke.
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Various
Werke für Posaune
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden – Frederic Belli, Posaune
Erst im 20. Jahrhundert entdeckten die Komponisten die Posaune als flexibles, farbenreiches Soloinstrument und schrieben verstärkt Werke, die allerdings immer noch selten aufgeführt werden. Frederic Belli, Soloposaunist des SWR-Sinfonieorchesters, spielt auf seiner Debüt-CD Werke von Luciano Berio (1925-2003), Frank Martin (1890-1974), Folke Rabe (*1935) und Nino Rota (1911-1979).
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2. Kammermusik
The Beatles
All you need – Livre de Clavecin
Anders Danman
Eine Kammermusik-CD der gänzlich anderen Art: Beatles-Songs in Arrangements von und mit dem dänischen Pianisten Anders Danman: Bekannte Titel der Fab Four wurden zu zwei Suiten zusammengefasst und auf einem Cembalo eingespielt.
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Mel Bonis
Piano Works
Veerle Peeters
Die Französin Mélanie Bonis (1858-1937) studierte einige Jahre unter anderem bei César Franck in Paris Komposition. Nach familiären Einschränkungen komponierte sie ab 1900 ihre bedeutendsten Werke, die sie unter dem geschlechtsneutralen Pseudonym Mel Bonis veröffentlichte und die stilistisch der Spätromantik einzuordnen sind aber bereits eindeutige Einflüsse des aufkommenden Impressionismus bergen. Die belgische Pianistin Veerle Peeters debütiert mit einer Auswahl ihrer Klavierwerke.
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Franz Liszt
New Discoveries Vol.3
Leslie Howard
Erst 2009 wurde von der Liszt-Gesellschaft eine Handschrift des Klavierstückes “Wilde Jagd: Scherzo” von Franz Liszt (1811-1886) veröffentlicht. Dieses Stück und weitere Albumblätter, drei Chansons sowie Zweit- und Drittfassungen einiger Klavierwerke präsentiert der britisch-australischen Pianist Leslie Howard im Jubiläumsjahr des ungarischen Komponisten und legendären Pianisten. Auch in dieser dritten Folge der Serie »New Discoveries« sind alle Aufnahmen Ersteinspielungen.
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3. Alte Musik
Jacobus Clemens non papa
Missa pro defunctis · Penitential Motets
The Brabant Ensemble, Stephen Rice
Wenig ist über den flämische Komponisten Jacobus Clemens non papa (ca. 1510- ca. 1556-58) bekannt, nicht einmal der Grund seines selbstgewählten Beinamens »non papa« (zu Deutsch nicht Papst) ist zweifelsfrei geklärt. Seine Musik wird erst in den letzten Jahren verstärkt entdeckt. Nun legt das englische Brabant Ensemble unter Stephen Rice eine neue CD mit einem Requiem (=Missa pro defunctis) und einige Büßer-Motetten vor.
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Hans Leo Hassler
Sacred and Secular Music
Currende, Erik Van Nevel
Der Nürnberger Komponist Hans Leo Haßler (1564-1612; auch Hassler oder Hasler) war Komponist, Uhrmacher und Verfertiger von Musikautomaten (!); seine Musik steht an der Stilwende von der späten Renaissance-Polyphonie zum venezianisch-geprägten Frühbarock. Das belgische Gesangsensemble Currente stellt unter der Leitung von Erik van Nevel auf seinem Debüt für das niederländische Label Etcetera einige geistliche und weltliche Werke Haßlers vor.
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František Jiránek
Concertos and Sinfonias
Collegium Marianum, Jana Semerádová
Weitere Teile der Barockmusik aus der Musikmetropole Prag bleiben bis heute unbeachtet, so auch die Musik von František Jiránek (1698–1778). der bis heute außerhalb seines Heimatlandes nahezu völlig unbekannt ist. Das tschechische Collegium Marianum unter der Leitung von Flötistin Jana Semerádová stellt einige Orchesterwerke Jiráneks als Weltersteinspielungen vor.

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