The Nash Ensemble - Quelle: Homepage - © Hanya Chlala/ArenaPAL

The Nash Ensemble - © Hanya Chlala/ArenaPAL

Viel Lob hat das englische Nash Ensemble (eigentlich: The Nash Ensemble of London, benannt nach den Nash-Terrassen in unmittelbarer Nähe der Royal Academy of Music in London, wo es 1964 von Amelia Freedman gegründet wurde, in letzter Zeit nur noch als The Nash Ensemble firmierend) für seine bisherigen Einspielungen der Kammermusik von Johannes Brahms (1833-1897) für das Label Onyx Classics erhalten: »Begeistert und begeisternd, lebendig und feinsinnig« beurteilt die Sunday Times ihr Spiel bei den Streichquintetten und The Daily Telegraph meint dazu »Großbritanniens unvergleichliches Kammermusik-Ensemble ist in besserer Verfassung denn je« und das Classic FM Magazine schreibt schwelgerisch über ihre Veröffentlichung mit den Klavierquartetten Nos. 1 & 3:The Nash Ensemble: J. Brahms - Piano Quartets Nos. 1& 3

»Die Musiker des Nash Ensemble fliegen durch beide Werke, als ob ihr Leben davon abhinge. Als eng verbundene Langzeit-Kollegen kennen sich die Musiker gut genug, um entspannt zu musizieren und diese Musik erstrahlen zu lassen. Dies ist eine einheitlichere und natürlichere Wiedergabe als jegliche andere konkurrierende Einspielung der drei Quartette… das Musiker des Nash Ensemble klingen so, als ob sie jede Note lieben würden.«


The Nash Ensemble: J. Brahms - Clarinet Trio, Piano Quartet No. 2Ich denke, ich verwundere keinen Leser wenn ich hier feststelle, dass das Nash Ensemble genau dort weiter macht, wo es bei den Klavierquartetten Nos. 1 und 3 aufgehört hat. Ian Brown (p), Richard Hosford (cl), Marianne Thorsen (v), Laurence Power (va) und Paul Watkins (vc) musizieren auf diesem Album wie aus einem Guss, beseelt und klangschön. Eine Überraschung ist dabei das wundervolle Spiel des Klarinettisten Richard Hosford: Ich kann mich ehrlich gesagt nicht mehr daran erinnern, jemals eine so wohlklingende Klarinette gehört zu haben. Was er vor allem im ersten und dritten Satz des Klarinettentrios seinem Instrument für Töne entlockt, ist schlichtweg musikalische Magie, so sehnsuchtsvoll, so weich und ausdrucksstark ist hier sein Spiel.

Johannes BrahmsDer besondere Reiz dieses Albums liegt in der Gegenüberstellung eines relativen jungen (aber künstlerisch bereits ausgereiften) 30-jährigen Brahms und des späten Brahms, der in der Reduktion der Mittel seine intensivsten, emotional dichtesten Werke schuf. Zwischen dem Klavierquartett No. 2 in A-Dur, op. 26 von 1863 und dem Klarinettentrio in a-Moll, op. 114 von 1891 liegen fast dreißig Jahre und ein großes Stück seiner künstlerischen Laufbahn. Aufbrausend, leidenschaftlich, verspielt und zutiefst romantisch ist das Klavierquartett, deutlich melancholischer, ein gutes Stück schlichter und emotionale dichter ist das Klarinettentrio. Das Nash Ensemble überzeugt auf diesem Album sowohl mit dem jungen, als auch mit dem reifen Brahms. Und wenn mir noch ein sehr persönliche Bemerkung am Ende erlaubt ist: Alleine wegen des Klarinettentrios lohnt sich diese Anschaffung.

Die Besondere CD - CodaexAuch die vierte Veröffentlichung des Nash Ensembles mit Kammermusik von Johannes Brahms gehört zu den interpretatorisch und klanglich besten Aufnahmen, die man derzeit von diesen Werken erhalten kann. Eine würdige ‘besondere CD‘ im Monat April 2010.

Musik und Interpretation
Klangqualität
Cover und Aufmachung

Das Album Johannes Brahms – Piano Quartet No. 2 · Clarinet Trio vom Nash Ensemble ist am 23. April 2010 bei Onyx (4045) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

Tipp: Der Buch-, CD- und DVD-Versand JPC führt derzeit zahlreiche Onyx-Titel im Sonderangebot, darunter auch die zwischen 2007 und 2009 erschienenen Brahms-Aufnahmen des Nash-Ensembles für jeweils unschlagbare 9,99 Euro und das neue Album für günstige 15,99 Euro.

Inhalt:

  1. Klarinettentrio in a-Moll, op. 114
  2. Klavierquartett No. 2 in A-Dur, op. 26


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