Gewandhausorchester Leipzig, Herbert Blomstedt: Anton Bruckner - Sinfonie No. 4Die Sinfonie No. 4 in Es-Dur, die “Romantische” (übrigens ein Beiname, den Bruckner selbst wählte)  ist mit Sicherheit das populärste Orchesterwerk im Œuvre von  Anton Bruckner (1824-1896). An Einspielungen mangelt es gewiss nicht. Beim Altenburger Label Querstand ist nun eine Neuaufnahme des Gewandhausorchester Leipzig unter Herbert Blomstedt erschienen, wegen der prominenten Besetzung ist dies offenbar immer noch ein beachtenswertes diskografisches Ereignis. Die CD wurde nun von der Redakteur Bernhard Neuhoff für den süddeutschen Kultursender BR-Klassik besprochen.
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Felix Mendelssohn Bartholdy»Es bleibt noch übrig, über Mendelssohns Trio etwas zu sagen – weniges nur, da es sich gewiss schon in aller Hände befindet. Es ist das Meistertrio der Gegenwart, wie es in ihrer Zeit die von Beethoven in B und D, das von Schubert in Es waren; eine gar schöne Komposition, die nach Jahren noch Enkel und Urenkel erfreuen wird. […] Mendelssohn ist der Mozart des 19ten Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt […]. Was soll ich noch über dies Trio sagen, was sich nicht jeder, der es gehört, schon selbst gesagt?«

So äußerte sich Robert Schumann 1840 in der von ihm selbst herausgegebenen „Neuen Zeitschrift für Musik“ über Mendelssohns erstes Klaviertrio aus dem Jahr 1839. Jeder echte Kammermusik-Freund dürfte eine Aufnahme dieses und des zweiten Trios von 1845 in seiner Sammlung haben. Jetzt hat sich auch das junge Leibniz Trio an die beiden kanonischen Trios herangewagt…
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Preis der deutschen Schallplattenkritik - BestenlisteAuf der vierteljährlichen Bestenliste des unabhängigen Preises der deutschen Schallplattenkritik werden die interessantesten und gelungensten Veröffentlichungen des vergangenen Quartals in verschiedenen Kategorien – von Klassik bis Pop/Rock – auszeichnet. Der Auszeichnung ist gleichzeitig eine Nominierung für den begehrten (noch begehrteren) Jahrespreis.

Auf der heute veröffentlichten zweiten Bestenliste des Jahres wurde die bei Linn Records veröffentlichte Aufnahme “Music From The Missae Sex” mit Musik des franco-flämischen Komponisten Philippe Rogier (ca. 1561-1596) in der Kategorie ‘Alte Musik’ ausgezeichnet.

Magnificat, Philip Cave: Philippe Rogier - Music From The Missae SexUwe Schweikert schreibt für die Jury:

»Zwei seiner retrospektiv den Renaissancestil verklärenden Messen hat das englische Vokalensemble Magnificat unter der Leitung von Philip Cave aufgenommen – mit homogenem, sonorem Klang, der das dichte Stimmengeflecht freilegt und dennoch der Musik nichts von ihrer energischen Vitalität nimmt. Eine lohnenswerte Entdeckung! «

Die SACD Music From The Missae Sex des Ensemble Magnificat unter der Leitung von Philip Cave ist am 18. November 2011 auf Linn Records (CKD 387) erschienen und kann im Fachhandel erworben oder bei großen Buch- und CD-Versendern wie → amazon.de und → jpc.de (Links öffnen die jeweilige Produktseite) bestellt werden.

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Herbert Howells, Fotoquelle: Booklet CDA67914 (c) hyperion-records.co.ukDer englische Komponist Herbert Howells (1892-1983) war eine überaus interessante Persönlichkeit in der englischen Musiklandschaft, dessen Œuvre hierzulande leider viel zu selten beachtet wird. vielleicht weil sein umfangreiches Schaffen im Bereich der anglikanischen Kirchenmusik naturgemäß außerhalb des Einflussgebiets der anglikanischen Kirche weniger Interesse weckt. Dass dies eine äußerst kurzsichtige Fehleinschätzung ist, belegt das neue Album des Choir of Trinity College Cambridge unter der Leitung von Stephen Layton, auf dem Howells erst spät veröffentlichtes Requiem und weitere geistliche Chorwerke zu hören sind. Einige davon sind in Großbritannien äußerst populär (“St Paul’s Service”, “All my hope on God is founded”), andere blieben bis dato eher unbeachtet.

Howells betörend schöne Kompositionen, bei denen sich die Stimmen ein ums andere Mal kunstvoll übereinander schichten, gehören generell zu den absoluten Höhepunkten der englischen Chormusik des 20. Jahrhunderts. Dies gilt nicht nur für seine größeren Werke wie beispielsweise das Stabat mater oder den Hymnus Paradisi, sondern auch für die hier zusammengefassten, zum Teil nur auf wenige Minuten kondensierten Stücke.
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Škampa-Quartett, Iva Bittová und Pavel Fischer: Morava - StreichquartetteNochmal! Viel mehr möchte ich eigentlich gar nicht schreiben, lieber die CD einfach nochmal von vorne laufen lassen – was aber nicht in Ordnung wäre: dem Škampa-Quartett gegenüber, das mir mit dieser neuen, bei Supraphon erschienenen Einspielung von drei Streichquartetten Pavel Fischers nebst zwei weiteren, kleineren Kompositionen aus derselben Feder und Iva Bittovás Quartett „Hopáhop tálitá“ wahrscheinlich meine persönliche Sommermusik geliefert hat – und all jenen gegenüber, denen es ähnlich wie mir gehen könnte, wenn sie sich, angeregt von ein paar Zeilen mehr, diesem Genuss einmal hingegeben haben. Denn das ist eine CD, die, kurz gesagt, gewaltig Spaß macht, ohne auch nur ansatzweise oberflächlich zu sein. Tschechische Kunst vom Feinsten! Den Rest des Eintrages lesen »

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Klaviertrios von L. v. Beethoven, K. Armstrong, J. Haydn und F. LisztAlfred Brendel bezeichnet ihn schlichtweg als »größte musikalische Begabung, der ich in meinem ganzen Leben begegnet bin«: Kit Armstrong ist Pianist und Komponist, hat ein abgeschlossenes Mathematikstudium und ist gerade erst einmal 20 Jahre alt. Ein Hochbegabter, der sowohl als analytisch-präziser, intelligenter Solist am Klavier, als auch als humorvoller Komponist glänzt. Nun hat der Kalifornier eine CD mit seinen musikalischen Weggefährten Andrej Bielow (Violine) und Adrian Brendel (Violoncello) bei Genuin eine CD mit Klaviertrios von Beethoven, Haydn, Liszt und von ihm selbst veröffentlicht.

Das Album wurde beim norddeutschen Radiosender NDR Kultur von der Redakteurin Friederike Westerhaus vorgestellt.
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The Nash Ensemble: Joaquin Turina - Chamber MusicJoaquín Turina (1882-1949) ist einer der vielen spanischen Komponisten, die im Frankreich des anbrechenden 20. Jahrhunderts eine individuelle Synthese des französischen Impressionismus und spanischer, in seinem Fall andalusischer Folklore , zu schaffen. Sein Œuvre steht heute im Schatten seiner ungleich bekannteren Landsmänner Manuel de Falla und Isaac Albéniz, wohl auch, weil Turina im Ruf steht, rückwärtsgewandte Musik komponiert zu haben. Das Londoner Nash Ensemble möchte den Gegenbeweis antreten und hat auf seiner neuen Hyperion-CD eine Auswahl der abwechslungsreichen Kammermusik Turinas aufgenommen.

Die CD wurde nun von der Redakteurin  Meret Forster für den süddeutschen Kultursender BR-Klassik besprochen.
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Wolfgang Amadeus MozartIch wage einmal zu behaupten, dass heutzutage Requiems bei weitem nicht so populär wären, wenn es nicht das berühmten Requiem in d-Moll, KV 626 von Wolfgang Amadeus Mozart (1956-1791) gegeben hätte. Von den zahllosen Totenmessen die im Laufe der letzten vier Jahrhunderte geschrieben wurden, angefangen vom Officium Defunctorum von Tomás Luis de Victoria (1548-1611), der ersten (bedeutenden) Requiem-Vertonung der Musikgeschichte, bis hin zu zeitgenössischen Vertonungen (etwa vom ehemaligen King’s Singers-Sänger Bob Chilcott (*1955)) haben es nur relativ wenige zu dauerhaften Ruhm gebracht. Keine ist indes bekannter, auch über die Grenzen der Klassikwelt hinaus, als jene ominöse Totenmesse von Mozart. Das mag zum einen an der genialen Musik liegen, die Mozart kurz vor seinem Tode komponierte, das liegt freilich auch am wohlbekannten Mythos, den das Requiem umgibt, Mozart habe das Requiem in Todesahnung für seine eigene Totenfeier in einem Wettlauf gegen die Zeit komponiert.
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Orchestra della Svizzera Italiana, Howard Shelley: Louis Spohr – Symphonies Nos. 7 & 9 · Introduzione und Festmarsch in D-DurDie „Vier Jahreszeiten“ schrieb … ja, richtig! Und nach Beethoven kam … ebenso richtig: Louis Spohr (1784-1859), der nicht allein zu den führenden europäischen Violinvirtuosen seiner Zeit gehörte, sondern auch über rund zwei Jahrzehnte als der wichtigste deutsche Komponist galt. Howard Shelley und das Orchestra della Svizzera Italiana (OSI) haben das lobenswerte Werk unternommen, die zehn Symphonien Spohrs für das britische Label Hyperion einzuspielen, und legen nunmehr mit den Nummern 7 und 9 die letzte CD dieser Reihe vor. Zu hören sind programmatische Stücke, die Spohr in der Vielseitigkeit seines Musikerlebens vorstellen: Als versierten Komponisten mit reicher Erfahrung in der Ausformulierung musikalischer Phantasie, als virtuosen Geiger und als professionellen Hofkapellmeister, der im rechten Moment angemessene Pracht zu erzeugen weiß. Den Rest des Eintrages lesen »

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Andrew Schultz (c) andrewschultz.netVor die Quizfrage gestellt, wenigstens einen einzigen australischen (Gegenwarts-)Komponisten zu nennen, würden sogar viele beinharte Klassik-Kenner kläglich scheitern. Ein kurzer Blick in die Wikipedia offenbart: ja, es gibt sie, die Tonsetzer aus „Down Under“, und die freie Enzyklopädie listet sogar mehr als 30 davon auf – wenn auch ausgerechnet nicht den 1960 im südaustralischen Adelaide geborenen Andrew Schultz. Das ist bedauerlich und angesichts der hohen Qualität der auf dieser CD zu hörenden Werke sowie ihrer durchweg guten Interpretation eigentlich nicht zu begreifen. Aber das Internet und das Label ABC Classics, bei dem die Silberscheibe erschienen ist, machen es Klassik-Enthusiasten, die nach dem Anhören von Schultz’ CD vom Thema „australische Komponisten“ neugierig geworden sind, wahrlich nicht leicht, mehr darüber in Erfahrung zu bringen…
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